Überblick
Der Kurs MTA 98-383 Introduction to Programming Using HTML and CSS with Labs vermittelt eine fundierte Einführung in die Grundlagen der Webentwicklung. Anhand praktischer Laborübungen (Labs) erlernen die Teilnehmenden den strukturierten Aufbau von Webseiten mit HTML sowie deren visuelle Gestaltung mit CSS. Dabei werden Kernkonzepte wie Tags, Elemente, Attribute, Selektoren und das Box-Modell von Grund auf erklärt und durch Hands-on-Übungen vertieft. Das Curriculum orientiert sich an den Anforderungen der Microsoft MTA-Prüfung 98-383, die als Einstiegszertifizierung in die Welt der Webprogrammierung gilt. Obwohl die MTA-Prüfungsreihe inzwischen als Legacy-Programm eingestuft wird, sind die im Kurs vermittelten Grundlagenkenntnisse in HTML und CSS zeitlos gültig und bilden das unentbehrliche Fundament für jede weiterführende Webentwicklung. Mit dem Abschluss dieses Kurses sind die Teilnehmenden in der Lage, statische Webseiten selbstständig zu erstellen und in modernere Webtechnologien einzusteigen.
Kursinhalte & Lernziele
Das erste Modul legt die Grundlagen von HTML. Hier werden die Dokumentenstruktur, der DOCTYPE, head- und body-Bereich sowie grundlegende Tags für Text, Bilder und Links eingeführt. Die Teilnehmenden lernen, ein valides HTML-Dokument von Grund auf zu erstellen und im Browser zu testen.
- Struktur eines HTML-Dokuments (DOCTYPE, html, head, body)
- Textelemente: Überschriften (h1–h6), Absätze, Zeilenumbrüche
- Verlinkung mit Ankertag und href-Attribut
- Einbinden von Bildern mit img-Tag und alt-Attribut
- Geordnete und ungeordnete Listen (ol, ul, li)
- Tabellen, Formulare und Eingabeelemente
Das zweite Modul behandelt semantisches HTML und den modernen Webstandard. Semantische Elemente wie header, nav, main, section, article und footer strukturieren Webseiten nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich nachvollziehbar. Dies erleichtert die Arbeit mit CSS und verbessert die Maschinenlesbarkeit.
- Überblick über semantische HTML5-Elemente
- Einsatz von header, footer, nav, main, section und article
- Unterschied zwischen Block- und Inline-Elementen
- Verwendung von div und span als generische Container
- Metadaten im head-Bereich (meta, title, link)
- Kommentare und sauberer Codeaufbau
Das dritte Modul widmet sich CSS-Grundlagen und Styling. Von der Syntax einer CSS-Regel über Selektoren bis hin zum Box-Modell werden alle wesentlichen Werkzeuge der Webgestaltung systematisch vorgestellt. Anhand konkreter Beispiele üben die Teilnehmenden, Farben, Schriften, Abstände und Rahmen gezielt einzusetzen.
- CSS-Syntax: Selektoren, Eigenschaften, Werte
- Einbinden von CSS (inline, internal, external)
- Farben: HEX, RGB, benannte Farben
- Schriftarten, Schriftgrößen und Texteigenschaften
- Das Box-Modell: Margin, Padding, Border, Content
- Hintergründe, Rahmen und Listengestaltung
Das vierte Modul umfasst Layouttechniken und Positionierung. Grundlegende Layout-Konzepte wie Floats, Display-Eigenschaften und einfache Flexbox-Grundlagen werden eingeführt. Damit sind die Teilnehmenden in der Lage, mehrspaltige Seitenstrukturen und responsive Grundlayouts umzusetzen.
- Display-Eigenschaft (block, inline, inline-block, none)
- Float und Clear für einfache Spaltenlayouts
- Position (static, relative, absolute, fixed)
- Einführung in Flexbox-Grundkonzepte
- Responsive Design: Viewport-Meta-Tag und einfache Media Queries
- Overflow und Sichtbarkeit steuern
Im Praxisblock werden alle Kursinhalte in umfangreichen Laborübungen angewandt. Die Teilnehmenden bauen eine vollständige mehrseitige Webseite auf, die sie schrittweise mit HTML strukturieren und per CSS gestalten. Dieser Block entspricht dem praktischen Teil der MTA-Prüfungsvorbereitung.
- Aufbau einer Startseite mit semantischem HTML
- Einbinden von Navigationsmenü und internen Links
- Stylen der Seite mit einem externen Stylesheet
- Erstellen einer Inhaltsseite mit Texten, Bildern und Listen
- Umsetzung eines zweispaltigen Layouts mit Floats oder Flexbox
- Formularseite mit Eingabefeldern und Beschriftungen
- Farbkonzept und Typografie konsistent umsetzen
- Validierung mit dem W3C HTML- und CSS-Validator
- Fehleranalyse und Browser-Kompatibilitätstests
- Abschlussprojekt: vollständige Mini-Website
- Präsentation und Besprechung der Ergebnisse
- Prüfungsnahe Aufgaben aus dem MTA 98-383 Fragenpool
In den abschließenden Unterrichtseinheiten werden die Laborergebnisse gemeinsam besprochen, typische Fehler analysiert und Lösungsstrategien diskutiert. Das Abschlussprojekt bietet Gelegenheit, das gesamte Gelernte in einem eigenständigen Vorhaben zusammenzufassen und zu präsentieren.
Lernziele:
Die Teilnehmenden verstehen nach Abschluss die grundlegende Struktur eines HTML-Dokuments und können eigene Seiten korrekt aufsetzen. Sie kennen die wichtigsten HTML-Elemente und wissen, wann und wie sie einzusetzen sind. Sie beherrschen die Strukturierung von Inhalten mit semantischen Tags, was Barrierefreiheit und Suchmaschinenoptimierung zugutekommt. Die Teilnehmenden können Texte, Bilder, Links und Listen in HTML korrekt einbinden und formatieren. Sie verstehen das Konzept von CSS-Selektoren und können gezielte Stilregeln auf HTML-Elemente anwenden. Das CSS-Box-Modell (Margin, Padding, Border, Content) ist ihnen vertraut und sie nutzen es zur Seitengestaltung. Sie können einfache Layouts mit CSS erstellen und Elemente positionieren. Die Farbgebung, Typografie und grundlegende visuelle Gestaltung einer Webseite werden sicher beherrscht. Teilnehmende sind in der Lage, externe Stylesheets einzubinden und zwischen CSS-Kaskade und Spezifizität zu unterscheiden. Sie kennen die grundlegenden Unterschiede zwischen verschiedenen Browsern und können einfache Kompatibilitätsprobleme lösen. Sie sind mit dem Aufbau der MTA-Prüfung 98-383 vertraut und auf typische Aufgabenformate gut vorbereitet. Abschließend verfügen sie über praktische Erfahrung aus den Laborübungen und können das Gelernte eigenständig anwenden.
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an absolute Einsteiger in die Webentwicklung, die systematisch mit HTML und CSS beginnen möchten. Programmiererfahrung wird nicht vorausgesetzt.
- Berufseinsteiger ohne IT-Hintergrund, die in die Webentwicklung wechseln möchten
- Kaufmännische Fachkräfte, die eigene Webpräsenzen verstehen und pflegen möchten
- Studierende und Auszubildende im Bereich Medien, Marketing oder IT
- Personen in beruflicher Neuorientierung, die sich in Richtung Frontend-Entwicklung qualifizieren
- Marketingfachleute, die Landingpages und Content-Seiten eigenständig bearbeiten möchten
Grundlegende Kenntnisse im Umgang mit dem Computer und einem Webbrowser genügen vollständig. Kenntnisse in Programmiersprachen sind nicht notwendig. Vor Kursbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, in dem ein auf die Vorkenntnisse und beruflichen Ziele abgestimmter Lernplan erstellt wird. Ein Texteditor (z. B. VS Code) sollte auf dem eigenen Gerät installiert werden; der Anbieter unterstützt dabei bei Bedarf.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird als Combined Learning angeboten und kombiniert Präsenz- und Online-Lernphasen. Laborübungen (Labs) sind zentrales Lernmedium: Die Teilnehmenden schreiben Code selbst, testen ihn im Browser und erhalten sofortiges Feedback durch den Trainer. Ergänzende Lernmaterialien (Skripte, Codebeispiele, Prüfungsfragen) werden bereitgestellt. Auf Anfrage sind auch Teilzeit-Starttermine möglich, sodass der Kurs berufsbegleitend absolviert werden kann.
Die Kursdauer beträgt in der Vollzeitvariante in der Regel mehr als eine Woche bis zu einem Monat. Teilzeitkurse können sich auf bis zu drei Monate erstrecken. Die genaue Kurslänge richtet sich nach dem individuellen Lernplan und dem Vorkenntnisstand der Teilnehmenden.
Nach Abschluss des Kurses erhalten die Teilnehmenden ein Lehrgangszertifikat des Bildungsträgers sowie bei Bestehen der MTA-Prüfung 98-383 das international anerkannte Microsoft Technology Associate-Zertifikat. Die MTA-Reihe gilt zwar als Legacy-Programm, der Prüfungsnachweis ist jedoch weiterhin gültig und als Einstiegszertifikat in der Branche bekannt. Wer direkt in modernere Zertifizierungsrouten einsteigen möchte, kann dieses Wissen als Grundlage für weiterführende Microsoft-Zertifizierungen nutzen.
Nutzen & Perspektiven
Der Erwerb von HTML- und CSS-Kenntnissen gehört zu den universellsten Qualifikationen in der digitalen Wirtschaft. Ob als Basis für eine Karriere als Webentwickler, als Werkzeug für den eigenen Blog, als Kompetenz für die Pflege von Unternehmenswebseiten oder als Ergänzung für Marketing- und Designberufe: Die Fähigkeit, Webseiten strukturiert zu erstellen und zu gestalten, öffnet zahlreiche Türen. Mit diesem Kurs erwerben die Teilnehmenden nicht nur theoretisches Wissen, sondern echte, hands-on erprobte Praxisfähigkeiten. Das MTA-Zertifikat 98-383, obwohl als Legacy-Programm klassifiziert, dient als solider Einstieg in die Microsoft-Zertifizierungswelt und demonstriert Arbeitgebern, dass die Grundlagen der Webprogrammierung beherrscht werden. Zusammen mit dem Lehrgangszertifikat des Bildungsträgers entsteht eine überzeugende Kombination aus nachgewiesenem Kursabschluss und bestandener externer Prüfung. Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist der Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Je nach individueller Situation kommen auch das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen der Deutschen Rentenversicherung oder die Berufsförderung der Bundeswehr als Finanzierungsquellen in Frage. Der Anbieter berät im Eingangsgespräch ausführlich über die passende Fördermöglichkeit.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Programmierkenntnisse für diesen Kurs?
Nein. Der Kurs richtet sich explizit an Einsteiger ohne Vorkenntnisse in Programmierung oder Webentwicklung. Alles wird von Grund auf erklärt. Grundlegende Computerkenntnisse genügen vollständig.
Was bedeutet "Legacy" beim MTA 98-383?
Microsoft hat die MTA-Prüfungsreihe als Legacy-Programm eingestuft, was bedeutet, dass keine neuen Prüfungsstarts mehr geplant werden. Bereits erworbene Zertifikate bleiben jedoch gültig. Die im Kurs vermittelten HTML- und CSS-Kenntnisse sind unabhängig davon zeitlos und bildungsmarktrelevant.
Was sind die Labs im Kurstitel?
Die Labs sind praktische Laborübungen, bei denen die Teilnehmenden echten HTML- und CSS-Code schreiben und im Browser testen. Sie sind zentraler Bestandteil des Kurses und stellen sicher, dass theoretisches Wissen direkt angewendet wird.
Kann ich nach diesem Kurs direkt als Webentwickler arbeiten?
Dieser Kurs legt das Fundament für die Webentwicklung. Für eine vollständige Berufsbefähigung sind Kenntnisse in JavaScript und weiteren Technologien empfehlenswert. Der Kurs ist ein idealer und klar strukturierter erster Schritt in Richtung Frontend-Entwicklung.
Wird der Kurs gefördert?
Bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern ist der Kurs häufig über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Auch das Qualifizierungschancengesetz kann in Frage kommen. Der Anbieter berät individuell im Vorgespräch.
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