Überblick
Diese Weiterbildung bereitet umfassend auf die Microsoft-Zertifizierungsprüfung AZ-700 "Designing and Implementing Microsoft Azure Networking Solutions" vor. Als Azure Network Engineer Associates werden Fachleute ausgebildet, die in der Lage sind, Azure-Netzwerklösungen zu planen, zu implementieren und zu verwalten. Die Themen reichen von virtuellen Netzwerken und hybrider Konnektivität über ExpressRoute und Load Balancing bis hin zu Netzwerksicherheit und privatem Zugriff auf Azure-Dienste. Der Kurs richtet sich ausschließlich an Personen mit nachweislicher Azure-Administrationserfahrung und soliden Netzwerkkenntnissen. Er wird im Combined-Learning-Format in Vollzeit absolviert und dauert mehr als einen bis drei Monate.
Kursinhalte & Lernziele
Der erste Block führt in Azure Virtual Networks als Grundlage aller weiteren Netzwerkthemen ein. Virtuelle Netzwerke sind das Herzstück jeder Azure-Infrastruktur — ohne ein solides Verständnis dieser Grundlage lassen sich die weiterführenden Themen nicht durchdringen. Hier werden Subnetting, Adressräume, DNS-Integration und VNet-Peering im Detail behandelt.
- Grundlagen Azure Virtual Networks (VNets) und Adressraumplanung
- Subnetting, Network Security Groups (NSGs) und Anwendungssicherheitsgruppen
- Azure DNS: öffentliche und private Zonen, Namensauflösung in VNets
- VNet-Peering: lokales und globales Peering, transitives Routing
- Routing in Azure: benutzerdefinierte Routen und BGP-Integration
- Azure Bastion für sicheren Remote-Zugriff ohne öffentliche IP-Adressen
Der zweite Block behandelt hybride Netzwerklösungen, die On-Premises-Infrastrukturen mit Azure verbinden. In Unternehmensumgebungen existieren selten reine Cloud-Szenarien — hybride Architekturen sind der Normalfall. Die Teilnehmenden lernen, VPN Gateways, Site-to-Site-Verbindungen und ExpressRoute für verschiedene Anforderungsprofile einzusetzen.
- VPN Gateway: Site-to-Site- und Point-to-Site-Verbindungen planen und konfigurieren
- Azure ExpressRoute: Konzept, Verbindungsmodelle und Redundanzszenarien
- ExpressRoute-Peering: Microsoft-Peering und privates Peering konfigurieren
- ExpressRoute FastPath und Global Reach für maximale Performance
- WAN-Architekturen mit Azure Virtual WAN für skalierbare Verbindungsszenarien
- Troubleshooting hybrider Verbindungen mit Azure-Diagnosetools
Der dritte Block widmet sich dem Load Balancing in Azure als Schlüsselelement für Ausfallsicherheit und Performance. Azure bietet verschiedene Load-Balancing-Dienste mit unterschiedlichen Einsatzbereichen — die Wahl der richtigen Lösung hängt von Traffic-Typ, Georedundanzanforderungen und Leistungsanforderungen ab.
- Azure Load Balancer (intern und extern) für Nicht-HTTP(S)-Traffic
- Application Gateway mit WAF für HTTP(S)-Traffic und Anwendungsschutz
- Azure Front Door für globales HTTP(S)-Routing und CDN-Integration
- Traffic Manager für DNS-basiertes globales Load Balancing
- Entscheidungsmatrix: welcher Load-Balancing-Dienst für welches Szenario
- Konfiguration von Health Probes und Failover-Mechanismen
Der vierte Block behandelt Netzwerksicherheit, privaten Zugriff und Netzwerküberwachung als übergreifende Querschnittsthemen. Sicherheit ist in modernen Azure-Architekturen kein nachgelagertes Thema, sondern von Anfang an im Design verankert. Privater Zugriff verhindert die Exposition von Diensten im öffentlichen Internet.
- Azure Firewall und Azure Firewall Manager für zentrale Sicherheitssteuerung
- DDoS Protection-Pläne und Schutzmaßnahmen auf VNet-Ebene
- Private Endpoints und Private Link für sicheren Zugriff auf PaaS-Dienste
- Service Endpoints als Alternative zu Private Endpoints — Abgrenzung und Einsatz
- Azure Network Watcher: Packet Capture, Connection Troubleshoot, Flow Logs
- Azure Monitor Netzwerk-Insights und Alarmierung bei Netzwerkereignissen
Praxisblock — Prüfungsvorbereitung und Laborübungen Die prüfungsorientierte Praxis ist zentraler Bestandteil des Kurses. Die Teilnehmenden arbeiten in Azure-Laborumgebungen und durchlaufen realistische Szenarien, die den Aufgabentypen der AZ-700-Prüfung entsprechen.
- Einrichten und Konfigurieren von VNets mit mehreren Subnetzen und NSG-Regeln
- Implementierung von Site-to-Site-VPN zwischen zwei VNets oder On-Premises-Simulationen
- Konfiguration eines Application Gateways mit WAF-Richtlinie und Backend-Pool
- Implementierung von Private Endpoints für Azure Storage und SQL Database
- Konfiguration von Azure DNS mit privaten Zonen und VNet-Verknüpfungen
- Einrichten von Network Watcher und Auswertung von Flow Logs
- Simulation von Prüfungsszenarien und Auswertung typischer Fehlerquellen
- Erarbeitung von Antworten auf prüfungstypische Multiple-Choice- und Case-Study-Fragen
- Prüfung auf Vollständigkeit anhand des offiziellen Microsoft-Lernpfads
- Wiederholung prüfungsrelevanter Themenbereiche mit gezieltem Vertiefungsmaterial
- Englischsprachige Microsoft-Dokumentation als primäre Lernquelle einsetzen
- Abschluss-Probeprüfungen zur Selbsteinschätzung vor der offiziellen Prüfung
Alle Laborübungen werden von erfahrenen Trainer:innen begleitet, die bei Unklarheiten gezielt unterstützen und auf prüfungsrelevante Details hinweisen.
Lernziele:
Nach Abschluss dieser Weiterbildung sind die Teilnehmenden in der Lage, Azure Virtual Networks für komplexe Unternehmensszenarien zu entwerfen und zu implementieren. Sie konfigurieren und verwalten hybride Netzwerklösungen, die On-Premises-Infrastrukturen nahtlos mit Azure verbinden. Sie planen und implementieren Azure ExpressRoute-Verbindungen für hochverfügbare und leistungsstarke Konnektivität. Sie konzipieren Load-Balancing-Architekturen für HTTP(S)- und Nicht-HTTP(S)-Traffic in Azure. Sie implementieren Netzwerksicherheitslösungen inklusive Network Security Groups, Azure Firewall und DDoS-Schutz. Sie richten privaten Zugriff auf Azure-Dienste über Private Endpoints und Service Endpoints ein. Sie entwerfen und implementieren Netzwerküberwachungskonzepte mit Azure Monitor und Network Watcher. Sie verwenden das Azure-Portal, PowerShell, die Azure CLI und ARM-Vorlagen professionell für die Netzwerkverwaltung. Sie analysieren und lösen Netzwerkprobleme systematisch in hybriden Unternehmensumgebungen. Sie bereiten sich strukturiert auf die AZ-700-Prüfung vor und kennen die prüfungsrelevanten Themenbereiche und Frageformate. Sie kommunizieren Netzwerkarchitekturentscheidungen klar gegenüber Azure-Administratoren, Unternehmensarchitekten und weiteren Stakeholdern.
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung richtet sich ausschließlich an erfahrene IT-Fachleute mit nachweisbarem Azure-Hintergrund und soliden Kenntnissen in Netzwerktechnologien.
- Azure-Administratoren, die sich auf die Netzwerkspezialisierung konzentrieren möchten
- Netzwerktechniker:innen, die den Schritt in die Azure-Cloud-Welt vollziehen
- IT-Infrastrukturarchitekten, die hybride Netzwerkarchitekturen planen
- Systemadministratoren mit Erfahrung in Windows Server und Microsoft-Ökosystem
- Cloud Solutions Architects mit Fokus auf Netzwerksicherheit und Konnektivität
Für die Teilnahme sind gute Deutschkenntnisse sowie gute Englischkenntnisse zwingend erforderlich, da die Weiterbildung mit englischsprachiger Dokumentation von Microsoft durchgeführt wird. Sicherer Umgang mit Windows und Dateistrukturen wird vorausgesetzt. Entscheidend sind darüber hinaus fachkundige Azure-Administrationskenntnisse sowie umfangreiche Erfahrungen in Netzwerktechnologien, hybriden Verbindungen und Netzwerksicherheit. Kandidaten ohne diese Vorerfahrungen sollten zunächst Grundlagenkurse zu Azure-Administration und Netzwerkgrundlagen belegen.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet im Combined-Learning-Format in Vollzeit statt und kombiniert strukturierte Lehrvorträge mit praktischen Laborübungen in Azure-Testumgebungen. Die Unterrichtsmaterialien basieren auf offiziellen Microsoft-Lernpfaden und sind auf die Prüfungsinhalte der AZ-700 abgestimmt. Trainer:innen mit einschlägiger Azure-Zertifizierung stehen für technische Fragen und prüfungsstrategische Beratung zur Verfügung.
Die Weiterbildung dauert mehr als einen bis drei Monate und wird in Vollzeit absolviert. Dieser Zeitrahmen ermöglicht eine gründliche Vorbereitung auf alle Prüfungsdomänen der AZ-700, ohne dabei zu hetzen. Prüfungsschulung und Laborarbeit nehmen dabei einen erheblichen Anteil der Gesamtlernzeit ein.
Nach Abschluss der Weiterbildung erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des durchführenden Bildungsträgers. Das eigentliche Prüfungsziel ist das international anerkannte Microsoft-Zertifikat "Azure Network Engineer Associate", das nach bestandener externer AZ-700-Prüfung ausgestellt wird. Die Prüfung selbst wird von Microsoft Pearson VUE organisiert und ist nicht Bestandteil dieser Weiterbildung — eine Anmeldung erfolgt separat. Das Microsoft-Zertifikat ist weltweit anerkannt und signifikant wertvoller als ein trägerinternes Zertifikat.
Nutzen & Perspektiven
Azure-Netzwerkkompetenz gehört zu den am stärksten gefragten Cloud-Spezialisierungen auf dem deutschen und europäischen IT-Arbeitsmarkt. Unternehmen jeder Größe migrieren ihre Infrastrukturen in die Azure-Cloud und benötigen dafür Fachleute, die komplexe Netzwerkszenarien sicher und compliant gestalten können. Das AZ-700-Zertifikat ist ein starkes Signal auf dem Arbeitsmarkt und belegt nachweislich die Fähigkeit, Azure-Netzwerklösungen professionell zu konzipieren und zu betreiben. Fachleute mit dieser Zertifizierung erzielen in der Regel überdurchschnittliche Gehälter im IT-Bereich. Die Kombination aus theoretischer Prüfungsvorbereitung und praktischen Laborübungen stellt sicher, dass die erworbenen Kenntnisse nicht nur für die Prüfung ausreichen, sondern unmittelbar am Arbeitsplatz eingesetzt werden können. Azure-Netzwerkkenntnisse sind auch Grundlage für weiterführende Microsoft-Zertifizierungen wie AZ-305 (Solutions Architect) oder SC-100 (Cybersecurity Architect), sodass die Weiterbildung den Einstieg in eine strukturierte Zertifizierungskarriere ermöglicht. Bei AZAV-zertifizierten Anbietern ist dieser Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein förderbar. Auch Förderungen nach dem Qualifizierungschancengesetz, Leistungen der Deutschen Rentenversicherung oder Maßnahmen im Rahmen der Berufsförderung der Bundeswehr (BFD) sowie Leistungen zur beruflichen Rehabilitation können je nach individueller Situation in Betracht kommen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse brauche ich für den AZ-700-Kurs?
Sie benötigen fachkundige Azure-Administrationskenntnisse sowie umfangreiche Erfahrungen in Netzwerktechnologien, hybriden Verbindungen und Netzwerksicherheit. Einsteiger ohne Azure-Hintergrund sollten zunächst Grundlagenkurse wie AZ-104 absolvieren.
Ist die Prüfung AZ-700 im Kurs enthalten?
Nein, die Prüfung selbst wird separat bei Pearson VUE angemeldet und ist nicht im Kursbeitrag enthalten. Der Kurs bereitet Sie vollständig auf die Prüfungsinhalte vor, die eigentliche Prüfungsanmeldung erfolgt eigenständig oder über den Anbieter.
Welches Zertifikat erhalte ich nach dem Kurs?
Nach Abschluss des Kurses erhalten Sie eine trägerinterne Teilnahmebescheinigung. Nach bestandener AZ-700-Prüfung bei Pearson VUE erhalten Sie das international anerkannte Microsoft-Zertifikat "Azure Network Engineer Associate".
Ist der Kurs förderbar?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist der Kurs in der Regel über Bildungsgutschein förderbar. Auch das Qualifizierungschancengesetz oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung können in Frage kommen.
Welche Sprache wird im Kurs verwendet?
Die Kurssprache ist Deutsch, die Dokumentation und Fachliteratur von Microsoft liegen jedoch auf Englisch vor. Gute Englischkenntnisse sind daher zwingend erforderlich, um den Kursinhalten vollständig folgen zu können.
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