Natur & Umwelt
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Integrierte Umweltverfahrenstechnik Weiterbildung

Technische Weiterbildung zu Abwasserbehandlung, Abluftreinigung, Abfallverwertung und Verfahrenstechnik — für den Einsatz in betrieblichem Umweltmanagement und nachhaltigem Prozessdesign.

Auf einen Blick

Dauermehrere Monate (VollzeØ am Markt
FormatPräsenzflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*

Überblick

Die integrierte Umweltverfahrenstechnik bildet das technische Rückgrat des modernen betrieblichen Umweltschutzes. Während Umweltmanagementsysteme nach ISO 14001 oder EMAS eher organisatorisch und prozessual ausgerichtet sind, geht es in dieser Weiterbildung um die technischen Verfahren selbst: Was passiert im Klärbecken, was in der Abluftreinigungsanlage, warum verbrennt man Sonderabfall auf diese und nicht auf jene Weise, und wie lässt sich Verfahrenstechnik so gestalten, dass Emissionen von vornherein minimiert werden? Dieser Kurs antwortet auf genau diese Fragen — und verbindet technisches Tiefenwissen mit dem Überblick über ökologische Lebenszyklusbetrachtung und Treibhausgasbilanzierung.

Berufliche FachweiterbildungInhaltsstand 20.06.2026

Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen

Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.

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Anbieter

1

an 4 Standorten

Angebote

72

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

40

an 36 erfassten Orten

Regionen

12 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

zertifikat

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Blended Learning100 %

Zeitmodelle

  • Vollzeit100 %

Dauer im Markt

  • mehr als 1 Woche bis 1 Monat40×

Gemeldete Preisgruppen

  • 1.000–5.000 €40×

Häufige Kursorte

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  • Marktredwitz

Bundesländer

  • Bayern
  • Sachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Schleswig-Holstein
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Berlin

Nächste erfasste Starttermine

  • 23.09.2026 · 84028 LandshutBlended Learning · Vollzeit
  • 23.09.2026 · 18273 GüstrowBlended Learning · Vollzeit
  • 23.09.2026 · 28195 BremenBlended Learning · Vollzeit
  • 23.09.2026 · 39218 Schönebeck (Elbe)Blended Learning · Vollzeit
  • 23.09.2026 · 10247 BerlinBlended Learning · Vollzeit
  • 23.09.2026 · 94481 GrafenauBlended Learning · Vollzeit

Vermittelte Kompetenzen

  • Abwasserbehandlungsverfahren
  • Abluftreinigungstechnik
  • Kreislaufwirtschaft und Abfallrecht
  • Treibhausgasbilanzierung (ISO 14064)
  • Ökobilanz (ISO 14040/14044)
  • Energieeffizienz in Industrieprozessen
  • Umweltanalytik und Emissionsmonitoring
  • Nachhaltige Verfahrenstechnik

Zugeordnete Zielberufe

  • Umwelttechnik (grundständig)1.528 Stellen/12 Mon.
  • Ingenieur/Ingenieurin für Umweltschutz/Umwelttechnik510 Stellen/12 Mon.
  • Umweltwissenschaft (grundständig)217 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 72 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Grundlagen der Umwelttechnik und Umweltanalytik Umwelttechnik beschreibt das gesamte Feld der technischen Handlungsschritte, die darauf abzielen, schädliche Einwirkungen auf die natürliche Umwelt zu verringern oder zu vermeiden. Dieser Einstiegsblock schafft ein gemeinsames Verständnis für die wichtigsten Messprinzipien, Schadstoffkategorien und regulatorischen Referenzwerte, auf die sich alle weiteren Module beziehen.

  • Schadstoffklassen in Luft, Wasser, Boden und ihre messtechnische Erfassung
  • Probenahme und Analytik im Labor und vor Ort
  • Grenzwerte und Leitwerte nach EU-Recht und nationalem Immissionsschutzrecht
  • Monitoring-Konzepte für Industriestandorte
  • Einführung in Umweltinformationssysteme und Berichtspflichten
  • Schadstofffrachten berechnen: Konzentration, Volumenstrom, Emission

Abwasserbehandlung und Wasserwirtschaft Wasser ist eine der wichtigsten Ressourcen industrieller Produktion. Die Aufbereitung und Reinigung von Abwässern ist in nahezu allen Branchen relevant, von der Lebensmittelverarbeitung über Metallverarbeitung bis hin zur chemischen Industrie. Dieser Block vermittelt die physikalischen, biologischen und chemischen Reinigungsverfahren und gibt einen Überblick über die wasserrechtlichen Anforderungen.

  • Mechanische Abwasserbehandlung: Sedimentation, Filtration, Flotation
  • Biologische Verfahren: aerobes und anaerobes Belebtschlammverfahren, Tropfkörper, Membranbioreaktor
  • Chemisch-physikalische Verfahren: Fällung, Flockung, Adsorption, Ionenaustausch
  • Industrielles Abwasser und Branchenspezifika (Galvanik, Pharma, Textil)
  • Wasserrechtliche Rahmenbedingungen: WHG, AbwV, Einleitgrenzwerte
  • Kreislaufwasserführung und Wasserwiederverwendung im Betrieb

Abluftreinigung und Emissionsminderung Emissionen in die Luft sind in vielen Betrieben der dominante Umweltaspekt. Abluftreinigungstechnik ist entsprechend eine Kerndisziplin der Umweltverfahrenstechnik. Der Block behandelt die relevanten Verfahren in ihrer jeweiligen Anwendungslogik — welches Verfahren eignet sich bei welchem Schadstoff und welchem Volumenstrom?

  • Thermische und katalytische Nachverbrennung organischer Lösemittel
  • Biofiltration und biologische Abluftreinigung
  • Sorptionsverfahren: Aktivkohleadsorption, Zeolithe
  • Gaswäscher: saure und alkalische Wäscher, Venturi-Wäscher
  • Staubabscheidung: Gewebefilter, Elektrofilter, Zyklone
  • Emissionsminderung durch integrierte Handlungsschritte im Prozessdesign

Abfallmanagement und Kreislaufwirtschaft Das Kreislaufwirtschaftsgesetz und die europäische Abfallrahmenrichtlinie haben das Abfallrecht grundlegend verändert: Abfall soll vermieden, wiederverwendet, recycelt oder energetisch genutzt werden — in dieser Hierarchie. Dieser Block zeigt auf, wie technische Verfahren dabei helfen, Abfälle zu charakterisieren, zu behandeln und einer weiteren Verwertung zuzuführen.

  • Abfallklassifizierung: Europäischer Abfallkatalog, gefährliche Abfälle
  • Thermische Behandlung: Verbrennung, Mitverbrennung, Pyrolyse, Vergasung
  • Mechanisch-biologische Abfallbehandlung (MBA)
  • Recyclingtechnologien für Metalle, Kunststoffe, Papier, Elektronikschrott
  • Deponierung: Klassen, Technik, Sickerwasserbehandlung
  • Abfallrecht: KrWG, AVV, Entsorgungsnachweisverfahren

Energieeffizienz, Treibhausgasbilanzierung und Nachhaltigkeit

  • Energieversorgungsstrukturen in Industrie und Kommunen: fossile und erneuerbare Quellen
  • Energieaudits nach DIN EN 16247: Ziele, Methodik, Ergebnisdarstellung
  • Treibhausgasbilanzierung nach ISO 14064 und GHG-Protokoll: Scope 1, 2, 3
  • Ökobilanzmethodik nach ISO 14040/14044: Zieldefinition, Sachbilanz, Wirkungsabschätzung
  • Nachhaltige Verfahrenstechnik: Prozessintegration, Abwärmenutzung, Ressourceneffizienz
  • Umweltleistungskennzahlen (Environmental Performance Indicators) für das Berichtswesen
  • Carbon Footprint als Kommunikations- und Steuerungsinstrument im Betrieb
  • Zusammenspiel von Umweltverfahrenstechnik und Umweltmanagementsystem (ISO 14001/EMAS)
  • Aktuelle Regulierungen: EU-Taxonomie, CSRD-Berichtspflichten und ihre verfahrenstechnischen Implikationen
  • Green Chemistry und sustainable engineering als Designprinzip
  • Industrie 4.0 und Digitalisierung in der Umweltmesstechnik
  • Exkurs Kreislaufwirtschaft: Vorbereitung auf das EU-Lieferkettengesetz und Produktverantwortung

Die technischen Inhalte werden durchgehend mit dem übergeordneten Ziel eines funktionierenden betrieblichen Umweltmanagements verknüpft. Fallstudien aus Produktion, Entsorgung und Kommunalwirtschaft machen die Verfahrensprinzipien greifbar.

Lernziele:

  • Grundprinzipien der Umwelttechnik und Umweltanalytik verstehen und anwenden
  • Verfahren der Abwasserbehandlung (mechanisch, biologisch, chemisch-physikalisch) beschreiben und bewerten
  • Techniken der Abluftreinigung (Filter, Wäscher, thermische und katalytische Verfahren) auswählen
  • Abfallverwertungs- und Abfallbeseitigungsverfahren nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz einordnen
  • Energieversorgungsstrukturen in ihrer Umweltrelevanz einschätzen
  • Energieeffizienz-Handlungsschritte in industriellen Prozessen identifizieren und beschreiben
  • Überwachungsverfahren für Emissionen in Luft, Wasser und Boden kennen
  • Nachhaltige Prozessgestaltung und ressourceneffiziente Verfahren im Betrieb entwickeln
  • Ökobilanzen und Treibhausgasinventare nach gängigen Methodiken (ISO 14040/14044) anlegen
  • Verfahrenstechnische Kennzahlen als Grundlage für Umweltberichte interpretieren
  • Schnittstellen zwischen Umweltverfahrenstechnik und betrieblichem Umweltmanagementsystem erkennen
  • Aktuelle Entwicklungen in nachhaltiger Energie- und Prozessführung bewerten

Zielgruppe & Voraussetzungen

Diese Weiterbildung richtet sich an Personen, die technische Verantwortung im betrieblichen Umweltschutz übernehmen oder ihre vorhandenen Kenntnisse in der Umweltverfahrenstechnik systematisch vertiefen möchten.

  • Fachkräfte aus Umwelt-, Verfahrens- und Prozesstechnik
  • Ingenieure aus Chemie, Maschinenbau oder Bauwesen mit Interesse an Umwelttechnik
  • Umweltbeauftragte, die ihre technische Kompetenz erweitern wollen
  • Beschäftigte in Entsorgungsunternehmen, Kläranlagen oder Abfallwirtschaftsbetrieben
  • Quereinsteiger mit kaufmännischer oder technischer Ausbildung und Vorkenntnissen im Umweltschutz- oder Energiebereich
Voraussetzungen:

Der Einstieg gelingt mit einer abgeschlossenen kaufmännischen oder technischen Berufsausbildung, einem Abschluss im öffentlichen Dienst oder einem Hochschulabschluss in einem einschlägigen Fach. Quereinsteiger sollten Vorkenntnisse im Umweltschutz-, Energie- oder Prozessgestaltungsbereich mitbringen. Kenntnisse in gängigen Computersystemen und Bürosoftware sind für das digitale Lernumfeld erforderlich. Grundwissen in Chemie oder Physik erleichtert den Einstieg in die verfahrenstechnischen Module erheblich.

Ablauf & Abschluss

Der Kurs verbindet theoretische Grundlageneinheiten mit anwendungsnahen Fallstudien aus verschiedenen Industriesektoren. Verfahrenstechnische Konzepte werden anhand von Fließschemata, Anlagenbeschreibungen und Messdaten erarbeitet. Treibhausgasbilanzen und Ökobilanzen werden in angeleiteten Übungen selbst erstellt. Die Lernform erlaubt ortsunabhängige Teilnahme, was für Berufstätige in Schichtbetrieben oder räumlich verteilten Unternehmen besonders geeignet ist.

Die Weiterbildung ist als mehrmonatige intensive Vollzeit- oder Teilzeit-Handlungsschritt angelegt. Genaue Stunden- und Wochenangaben variieren je nach Anbieter; beide am Markt vertretenen Träger bieten vergleichbare, umfassende Lehrpläne an. Verbindliche Angaben sind vor der Buchung beim jeweiligen Anbieter zu erfragen.

Der Kurs schließt mit einer qualifizierten Teilnahmebescheinigung ab. Diese dokumentiert die erworbenen Kenntnisse in der integrierten Umweltverfahrenstechnik. Das Zertifikat ist trägerintern und wird von Arbeitgebern und Auftraggebern als Nachweis anerkannt, entspricht jedoch keiner staatlich geregelten Prüfung.

Nutzen & Perspektiven

Das technische Verständnis für Umweltverfahren macht den entscheidenden Unterschied zwischen einer rein verwaltenden und einer wirklich gestaltenden Funktion im Umweltmanagement. Wer weiß, wie eine Abluftanlage oder ein Klärbecken technisch funktioniert, kann Umweltaspekte in Produktions- und Prozessentscheidungen fundiert einbringen — und nicht nur protokollieren. Die Kombination aus Abwasser, Abluft, Abfall und Energieeffizienz in einem Kurs spiegelt die betriebliche Realität wider: Umweltaspekte lassen sich im Betrieb nicht sauber trennen. Wer alle vier Bereiche versteht, kann ressortübergreifend denken und wird als Sparringspartner für Technik, Produktion und Geschäftsführung ernst genommen. Die zunehmende Regulierungsdichte — CSRD-Berichtspflicht, EU-Taxonomie, Carbon Footprint in der Lieferkette — schafft einen dauerhaft hohen Bedarf an Fachkräften, die nicht nur die Zahlen kennen, sondern die dahinterliegenden Verfahren verstehen. Diese Weiterbildung legt genau diese technische Grundlage und positioniert Teilnehmende für eine Schlüsselrolle im nachhaltigen Wirtschaften.

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Arbeitsmarkt-Report

Umwelt-, Energie- und Qualitätsmanagement-Rollen wachsen über zwei Jahrzehnte hinweg überdurchschnittlich. CSRD/ESG-Berichtspflichten ab 2024 sorgen für zusätzlichen Aufbau in Mittelstand und Großindustrie; Auditor:innen sind aktuell knapp.

Einstieg (0-2 J.):36.000–46.000 €
Mittel (3-7 J.):48.000–62.000 €
Senior (8+ J.):64.000–82.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Umwelttechnik (grundständig)
    1.528 Stellen
  • Ingenieur/Ingenieurin für Umweltschutz/Umwelttechnik
    510 Stellen
  • Umweltwissenschaft (grundständig)
    217 Stellen

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was unterscheidet diese Weiterbildung von einem Kurs zum Umweltmanagementbeauftragten?

Der Umweltmanagementbeauftragte lernt, ein Managementsystem nach ISO 14001 oder EMAS aufzubauen und zu betreiben — also Organisation, Auditing und Dokumentation. Die integrierte Umweltverfahrenstechnik hingegen vermittelt die technischen Verfahren selbst: wie Abwasser gereinigt, Abluft entstaubt oder Abfall verwertet wird. Beide Qualifikationen ergänzen sich ideal.

Brauche ich technisches Vorwissen in Chemie oder Physik?

Grundkenntnisse in Chemie oder Physik erleichtern den Einstieg erheblich, sind aber keine formale Zulassungsvoraussetzung. Der Kurs baut auf einer abgeschlossenen kaufmännischen oder technischen Ausbildung auf und führt schrittweise in die verfahrenstechnischen Grundlagen ein.

Welche Branchen beschäftigen Absolventen dieser Weiterbildung?

Umweltverfahrenstechnik-Expertise wird in der chemischen und pharmazeutischen Industrie, in der Metallverarbeitung, in Entsorgungsunternehmen, Kläranlagen, Energiewirtschaft und bei Ingenieurbüros für Umweltplanung nachgefragt. Auch kommunale Betriebe und Behörden mit technischer Umweltaufgabe stellen entsprechende Fachkräfte ein.

Was ist eine Treibhausgasbilanz und warum wird sie im Kurs behandelt?

Eine Treibhausgasbilanz (nach ISO 14064 oder GHG-Protokoll) erfasst alle klimarelevanten Emissionen eines Unternehmens oder Produkts in CO2-Äquivalenten. Sie ist Grundlage für Klimaschutzziele, CSRD-Berichterstattung und Lieferkettenanforderungen. Im Kurs wird sie als Teil der Ökobilanzmethodik und des betrieblichen Umweltcontrollings behandelt.

Welchen Abschluss erhalte ich am Ende?

Sie erhalten eine qualifizierte trägerinterne Teilnahmebescheinigung. Diese ist kein staatlich anerkannter Abschluss, wird aber von Arbeitgebern als Kompetenznachweis in der Umweltverfahrenstechnik anerkannt und kann für weiterführende Qualifikationen angerechnet werden.