Gesundheit & Pflege
Pflege

Umschulung zur Pflegefachkraft

Umschulung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann: generalistische Pflegeausbildung mit gemeinsamen Inhalten aus Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege für den Einstieg in die professionelle Pflege.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Umschulung & Berufsabschluss

Wie lange dauert der Kurs?
Die generalistische Pflegeausbildung dauert regulär drei Jahre in Vollzeit und in Teilzeit höchstens fünf Jahre (§ 6 PflBG). Eine Verkürzung setzt eine anrechenbare Vorbildung und die Entscheidung der zuständigen Stelle voraus (§ 12 PflBG). Eine passende abgeschlossene Pflegeassistenz- oder… Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Die Ausbildung schließt mit der staatlichen Prüfung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann ab. Dieser generalistische Abschluss ersetzt die früher getrennten Ausbildungen in Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege und ist bundesweit einheitlich anerkannt. Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Für den Zugang zur Ausbildung wird in der Regel die Mittlere Reife vorausgesetzt, alternativ die Berufsreife in Verbindung mit einer erfolgreich abgeschlossenen, mindestens zweijährigen Berufsausbildung. Auch mit einem Realschulabschluss, einem erweiterten Hauptschulabschluss oder einem… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Die Umschulung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann vermittelt die generalistische Pflegeausbildung, die seit der Reform der Pflegeberufe die bisherigen getrennten Ausbildungen in Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege zu einem gemeinsamen Berufsbild zusammenführt. Teilnehmende erwerben fundiertes Wissen in Anatomie, Physiologie, Pflegeprozessen und professioneller Kommunikation und bereiten sich auf eine Tätigkeit in der professionellen Pflege vor, die sowohl im Krankenhaus als auch in der Altenpflege oder in ambulanten Settings eingesetzt werden kann. Die Ausbildung richtet sich an Arbeitsuchende, die sich für einen verantwortungsvollen Beruf mit hoher gesellschaftlicher Bedeutung interessieren.

Was lernst du in diesem Kurs?

Der erste Themenblock vermittelt die naturwissenschaftlichen und medizinischen Grundlagen, die für ein fundiertes Verständnis pflegerischer Handlungen unerlässlich sind.

  • Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers
  • Grundlagen der Pathologie und häufiger Krankheitsbilder
  • Pharmakologie und Grundlagen der Medikamentengabe
  • Hygiene, Infektionsschutz und Arbeitssicherheit in der Pflege
  • Grundlagen der Ernährungslehre im Pflegekontext

Der zweite Block behandelt Pflegeprozesse und Pflegediagnostik als methodisches Kernstück der professionellen Pflege. Hier lernen Teilnehmende, pflegerisches Handeln systematisch zu planen und zu begründen.

  • der Pflegeprozess von der Einschätzung bis zur Evaluation
  • Methoden des Clinical Assessment und der Befunderhebung
  • Erstellung und Dokumentation von Pflegediagnosen
  • Pflegeplanung für unterschiedliche Krankheitsbilder und Altersgruppen
  • Qualitätssicherung in der pflegerischen Versorgung

Der dritte Block widmet sich Psychologie, Soziologie und Kommunikation, die für den Umgang mit Patientinnen, Patienten und deren Angehörigen zentral sind.

  • Grundlagen der Entwicklungspsychologie über die Lebensspanne
  • soziologische Grundlagen von Familie, Alter und Krankheit
  • professionelle Kommunikation und Gesprächsführung in der Pflege
  • Beratung von Patientinnen, Patienten und Angehörigen
  • Umgang mit Krisensituationen und schwierigen Gesprächen

Der vierte Block behandelt Berufsethik, rechtliche Grundlagen und die generalistische Ausrichtung der Ausbildung über verschiedene Pflegebereiche hinweg.

  • Berufsethik und rechtliche Grundlagen der Pflegeberufe
  • generalistische Pflege in Akutpflege, Langzeitpflege und ambulanter Pflege
  • interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ärztinnen, Ärzten und Therapeuten
  • rechtliche Aspekte von Patientenverfügung und Betreuung
  • Grundlagen des Qualitäts- und Risikomanagements in Pflegeeinrichtungen

Der begleitende Praxisteil findet in unterschiedlichen Einsatzbereichen der Pflege statt und stellt sicher, dass die generalistische Ausrichtung der Ausbildung nicht nur theoretisch vermittelt, sondern in verschiedenen realen Versorgungssettings erprobt wird.

  • praktischer Einsatz in der stationären Akutpflege
  • praktischer Einsatz in der Langzeit- und Altenpflege
  • Einblicke in die ambulante Pflege und häusliche Versorgung
  • Durchführung von Grundpflege und Behandlungspflege unter Anleitung
  • Anwendung von Clinical-Assessment-Methoden an realen Pflegesituationen
  • Dokumentation von Pflegeprozessen im praktischen Einsatz
  • Mitwirkung an interdisziplinären Fallbesprechungen
  • Durchführung von Vorgesprächen unter Praxisanleitung
  • Erkennen und Melden von Notfallsituationen im Praxiseinsatz
  • Rückschausgespräche mit der Praxisanleitung zu eigenen Einsätzen
  • Anwendung hygienischer Standards im praktischen Pflegealltag
  • Vorbereitung auf den praktischen Teil der staatlichen Prüfung

Die generalistische Struktur der Ausbildung bedeutet, dass Teilnehmende nicht von Beginn an auf einen einzelnen Pflegebereich festgelegt sind, sondern in Akutpflege, Langzeitpflege und ambulanter Pflege gleichermaßen Praxiserfahrung sammeln. Dies erweitert die späteren beruflichen Einsatzmöglichkeiten erheblich gegenüber den früheren, getrennten Ausbildungswegen. Die enge Verzahnung von theoretischem Unterricht und praktischen Einsätzen in unterschiedlichen Versorgungsformen ist ein zentrales Merkmal der generalistischen Pflegeausbildung. So lässt sich das im Unterricht erarbeitete Wissen zu Anatomie, Pflegeprozessen und Kommunikation unmittelbar an realen Pflegesituationen erproben und vertiefen.

Lernziele:

Nach Abschluss der Umschulung verfügen die Teilnehmenden über folgende Kompetenzen für die professionelle Pflege.

  • ein umfassendes Clinical Assessment bei Patientinnen und Patienten durchführen
  • anatomische und physiologische Grundlagen auf konkrete Pflegesituationen beziehen
  • psychologische und soziologische Zusammenhänge im Pflegekontext berücksichtigen
  • Pflegeprozesse systematisch planen, durchführen und evaluieren
  • Pflegediagnosen fachlich fundiert stellen und dokumentieren
  • berufsethische Grundsätze und rechtliche Rahmenbedingungen der Pflege anwenden
  • professionell mit Patientinnen, Patienten und Angehörigen kommunizieren
  • Beratungssitzungen in unterschiedlichen Pflegesituationen führen
  • generalistisch in unterschiedlichen Pflegesettings arbeiten, von der Akutpflege bis zur Langzeitpflege
  • mit anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen interdisziplinär zusammenarbeiten
  • Notfallsituationen erkennen und angemessen reagieren
  • sich auf die staatliche Prüfung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann vorbereiten

Für wen ist der Kurs geeignet?

Diese Umschulung richtet sich an Arbeitsuchende, die sich für einen Beruf in der professionellen Pflege interessieren und eine verantwortungsvolle, gesellschaftlich bedeutsame Tätigkeit anstreben.

  • Quereinsteigende mit Interesse an pflegerischer und sozialer Arbeit
  • Personen mit Vorerfahrung in der Kranken- oder Altenpflegehilfe
  • Arbeitsuchende, die eine krisensichere Tätigkeit mit hoher Nachfrage suchen
  • Menschen mit Freude an direktem Kontakt zu Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen
Voraussetzungen:

Für den Zugang zur Ausbildung wird in der Regel die Mittlere Reife vorausgesetzt, alternativ die Berufsreife in Verbindung mit einer erfolgreich abgeschlossenen, mindestens zweijährigen Berufsausbildung. Auch mit einem Realschulabschluss, einem erweiterten Hauptschulabschluss oder einem Hauptschulabschluss in Kombination mit einer mindestens zweijährigen abgeschlossenen Berufsausbildung ist der Zugang möglich. Ebenso können Interessierte mit abgeschlossener Kranken- und Altenpflegehilfeausbildung die Ausbildung beginnen. Erforderlich ist außerdem die gesundheitliche und persönliche Eignung für die Tätigkeit in der Pflege.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Die Ausbildung verbindet theoretischen und praktischen Unterricht an einer Pflegeschule mit praktischer Ausbildung in verschiedenen Pflegeeinrichtungen. Vollzeit- und Teilzeitmodelle unterscheiden sich im zeitlichen Ablauf. Welches Modell angeboten wird und ob Vorleistungen anerkannt werden, muss mit Schule und zuständiger Stelle geklärt werden.

Die generalistische Pflegeausbildung dauert regulär drei Jahre in Vollzeit und in Teilzeit höchstens fünf Jahre (§ 6 PflBG). Eine Verkürzung setzt eine anrechenbare Vorbildung und die Entscheidung der zuständigen Stelle voraus (§ 12 PflBG). Eine passende abgeschlossene Pflegeassistenz- oder Pflegehilfeausbildung kann auf Antrag eine Verkürzung um ein Drittel ermöglichen. Bloße Berufserfahrung oder eine Teilzeitorganisation machen daraus nicht automatisch einen zweijährigen Bildungsgang.

Die Ausbildung schließt mit der staatlichen Prüfung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann ab. Dieser generalistische Abschluss ersetzt die früher getrennten Ausbildungen in Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege und ist bundesweit einheitlich anerkannt.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Mit dem staatlichen Abschluss als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann erwerben Umschülerinnen und Umschüler eine Qualifikation, die angesichts des anhaltenden Fachkräftebedarfs in der Pflege auf eine sehr hohe Nachfrage trifft. Die generalistische Ausrichtung erweitert dabei die beruflichen Möglichkeiten erheblich, da Absolventinnen und Absolventen nicht auf einen einzelnen Pflegebereich festgelegt sind, sondern sowohl im Krankenhaus als auch in der Altenpflege oder in ambulanten Diensten tätig werden können. Der bundesweit einheitliche Abschluss ermöglicht zudem hohe berufliche Mobilität, da die Qualifikation in allen Bundesländern gleichermaßen anerkannt wird. Wer sich für die professionelle Pflege entscheidet, findet damit einen krisensicheren Beruf mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und der Perspektive, sich später auf einzelne Bereiche wie Intensivpflege, Altenpflege oder ambulante Versorgung zu spezialisieren. Für Quereinsteigende bietet die Umschulung einen klar geregelten, staatlich anerkannten Weg in einen Beruf, der nicht nur fachlich anspruchsvoll ist, sondern auch unmittelbaren gesellschaftlichen Nutzen stiftet. Die Kombination aus fundiertem theoretischem Wissen und praktischer Erfahrung in verschiedenen Versorgungssettings bereitet auf die Verantwortung vor, die der Pflegeberuf im Alltag mit sich bringt.

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Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Pflegefachfrau/Pflegefachmann
  • Krankenpfleger/-in
  • Altenpfleger/-in

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  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was bedeutet „generalistische Pflegeausbildung"?

Die generalistische Ausbildung führt die früher getrennten Berufe Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege zu einem gemeinsamen Abschluss zusammen. Absolventinnen und Absolventen sammeln Praxiserfahrung in Akutpflege, Langzeitpflege und ambulanter Versorgung und sind dadurch breiter einsetzbar.

Welche Voraussetzungen muss ich für die Umschulung mitbringen?

In der Regel wird die Mittlere Reife vorausgesetzt, alternativ Berufsreife oder Hauptschulabschluss jeweils mit mindestens zweijähriger abgeschlossener Berufsausbildung, oder eine abgeschlossene Kranken- und Altenpflegehilfeausbildung. Zusätzlich sind gesundheitliche und persönliche Eignung erforderlich.

Wie lange dauert die Umschulung zur Pflegefachkraft?

Die generalistische Pflegeausbildung dauert regulär drei Jahre in Vollzeit und in Teilzeit höchstens fünf Jahre (§ 6 PflBG). Eine Verkürzung setzt eine anrechenbare Vorbildung und die Entscheidung der zuständigen Stelle voraus (§ 12 PflBG). Eine passende abgeschlossene Pflegeassistenz- oder Pflegehilfeausbildung kann auf Antrag eine Verkürzung um ein Drittel ermöglichen. Bloße Berufserfahrung oder eine Teilzeitorganisation machen daraus nicht automatisch einen zweijährigen Bildungsgang.

Mit welchem Abschluss endet die Ausbildung?

Die Ausbildung schließt mit der staatlichen Prüfung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann ab. Dieser bundesweit einheitlich anerkannte Abschluss ersetzt die früher getrennten Ausbildungen in Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege.