Überblick
Der Kurs Projektmanagement-Zertifizierung (IPMA / PMI / Scrum) richtet sich an Personen, die ihr bereits vorhandenes Projektmanagement-Wissen systematisch bündeln und auf eine anerkannte externe Zertifizierung vorbereiten möchten. Im Mittelpunkt steht nicht die erstmalige Vermittlung von Projektmanagement-Grundlagen, sondern die strukturierte Aufbereitung der Prüfungsinhalte der international anerkannten Standards von IPMA, PMI und Scrum.org. Die Teilnehmenden erarbeiten die jeweiligen Kompetenzbereiche, Begriffswelten und Prüfungsformate, um sich gezielt und mit realistischer Selbsteinschätzung auf die gewählte Zertifizierungsprüfung vorzubereiten.
Kursinhalte & Lernziele
Der Kurs ist entsprechend der drei behandelten Zertifizierungswelten in vier Themenblöcke gegliedert. Modul 1 — IPMA-Kompetenzrahmen: Dieses Modul erschließt die IPMA Individual Competence Baseline (ICB) als Grundlage der vierstufigen IPMA-Zertifizierung (D bis A).
- Aufbau der ICB in die drei Kompetenzbereiche Perspektive, Menschen und Praxis
- Die vier IPMA-Zertifizierungsstufen und ihre jeweiligen Zulassungsvoraussetzungen
- Prüfungsformat der jeweiligen Stufe: schriftliche Prüfung, Projektbericht, Interview
- Zentrale Kompetenzelemente der Praxis-Domäne (z. B. Zielorientierung, Ressourcen, Beschaffung)
- Zentrale Kompetenzelemente der Perspektive-Domäne (z. B. Strategie, Compliance, Kultur)
- Zentrale Kompetenzelemente der Menschen-Domäne (z. B. Führung, Kommunikation, Konfliktmanagement)
Modul 2 — PMI-Standard und PMBOK: Im Zentrum dieses Moduls steht der Aufbau des PMI-Standards, wie er der PMP- und CAPM-Zertifizierung zugrunde liegt.
- Prozessgruppen: Initiierung, Planung, Durchführung, Überwachung/Steuerung, Abschluss
- Wissensgebiete des PMBOK-Standards im Überblick
- Unterschied zwischen prädiktiven, agilen und hybriden Vorgehensweisen laut PMI-Standard
- Zulassungsvoraussetzungen für CAPM und PMP (Erfahrung, Ausbildungsstunden)
- Der PMI-Ethikkodex (Code of Ethics and Professional Conduct)
- Aufbau und Format der PMP-Prüfung im Überblick
Modul 3 — Scrum-Zertifizierungen (PSM/PSPO): Dieses Modul bereitet auf die Zertifizierungen von Scrum.org vor, insbesondere Professional Scrum Master I (PSM I) und Professional Scrum Product Owner I (PSPO I).
- Der aktuelle Scrum-Guide als alleinige verbindliche Wissensgrundlage beider Prüfungen
- Rollen, Ereignisse und Artefakte von Scrum präzise nach Guide-Definition
- Unterschiede zwischen den Verantwortlichkeiten von Scrum Master und Product Owner
- Typische Fragestellungen und Formulierungslogik der PSM- und PSPO-Prüfungen
- Unterschied zwischen PSM I/PSPO I und den weiterführenden Stufen II und III
- Häufige Missverständnisse im Scrum-Guide-Vokabular klären
Modul 4 — Standards im Vergleich und Zertifizierungswahl: Der letzte Block ordnet die drei Standards zueinander ein und unterstützt die Teilnehmenden bei der Wahl der für sie passenden Zertifizierung.
- Philosophische Unterschiede: kompetenzbasiert (IPMA) versus prozessbasiert (PMI) versus rollenbasiert (Scrum.org)
- Anerkennung und Verbreitung der drei Standards in unterschiedlichen Branchen und Regionen
- Kombinierbarkeit mehrerer Zertifizierungen im eigenen Karriereverlauf
- Kosten- und Zeitaufwand der jeweiligen Prüfungswege realistisch einschätzen
- Rezertifizierungs- und Weiterbildungspflichten der jeweiligen Organisationen
- Entscheidungshilfe zur Auswahl der passenden Zertifizierung anhand der eigenen Berufserfahrung
Praxis-Block — Prüfungsvorbereitung anhand von Übungsaufgaben: Ergänzend zu den vier Modulen bearbeiten die Teilnehmenden Übungsaufgaben und Fallbeispiele zu allen drei Standards, um die jeweilige Prüfungslogik kennenzulernen.
- Bearbeitung von Übungsfragen im IPMA-Format zu allen drei Kompetenzbereichen
- Bearbeitung von Übungsfragen im PMI-Format zu Prozessgruppen und Wissensgebieten
- Bearbeitung von Übungsfragen im Scrum-Guide-Format zu Rollen, Ereignissen und Artefakten
- Fallbeispiel: Zuordnung eines Praxisszenarios zu passenden ICB-Kompetenzelementen
- Fallbeispiel: Einordnung eines Projektszenarios in PMI-Prozessgruppen
- Fallbeispiel: Bewertung einer Scrum-Teamsituation nach Guide-Definition
- Analyse typischer Fehlerquellen bei Multiple-Choice-Prüfungsformaten
- Vergleichende Diskussion, welcher Standard zum eigenen Berufsfeld passt
- Erstellung eines persönlichen Vorbereitungsplans für die gewählte Zertifizierung
- Einordnung des eigenen Erfahrungsprofils in die jeweiligen Zulassungskriterien
- Gruppendiskussion zu unterschiedlichen Auslegungen von Prüfungsfragen
- Abschließende Selbsteinschätzung der Prüfungsreife anhand eines Kompetenzrasters
Der Kurs versteht sich als gebündelte Orientierung über drei der bekanntesten Projektmanagement-Standards, nicht als Ersatz für eine grundständige Projektmanagement-Ausbildung. Wer noch keine Projekterfahrung mitbringt, profitiert zwar vom strukturierten Überblick, sollte aber wissen, dass insbesondere die höheren PMI- und IPMA-Stufen eine dokumentierte Berufspraxis voraussetzen. Am Ende der Weiterbildung können die Teilnehmenden einschätzen, welcher Standard am besten zu ihrem beruflichen Profil passt, und verfügen über eine solide inhaltliche Grundlage, um sich mit der offiziellen Prüfungsliteratur der jeweiligen Organisation gezielt weiter vorzubereiten.
Lernziele:
Nach Abschluss des Kurses verfügen die Teilnehmenden über ein strukturiertes Verständnis der Kompetenzbereiche der jeweiligen Zertifizierungsstandards und können ihren eigenen Wissensstand realistisch einschätzen. Die folgenden konkreten Fähigkeiten werden dabei aufgebaut.
- Die Kompetenzbereiche des IPMA Individual Competence Baseline (ICB) einordnen: Perspektive, Menschen, Praxis
- Die Struktur des PMI-Standards (PMBOK-Wissensgebiete und Prozessgruppen) überblicken
- Zentrale Begriffe und Konzepte des Scrum-Guides präzise anwenden
- Unterschiede zwischen den Zertifizierungsphilosophien von IPMA, PMI und Scrum.org einordnen
- Die jeweiligen Zertifizierungsstufen und Zulassungsvoraussetzungen der drei Standards vergleichen
- Prüfungsrelevante Fachbegriffe und Konzepte im jeweiligen Standardvokabular korrekt verwenden
- Den eigenen Erfahrungshintergrund den Anforderungen der gewählten Zertifizierung gegenüberstellen
- Rollen und Verantwortlichkeiten im Scrum-Framework für die PSM- und PSPO-Prüfungsinhalte einordnen
- Ethik- und Verhaltenskodizes der jeweiligen Zertifizierungsorganisationen kennen
- Eine geeignete Zertifizierungsstufe für die eigene berufliche Situation auswählen
- Typische Aufgabenformate der jeweiligen Prüfungen anhand von Übungsfragen einordnen
- Eine realistische Selbsteinschätzung der eigenen Prüfungsreife vornehmen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen mit bereits vorhandener Projekterfahrung, die dieses Wissen bündeln und auf eine anerkannte externe Zertifizierung ausrichten möchten. Er eignet sich nicht als Einstieg ohne jegliche Projektmanagement-Berührung, sondern als gezielte Orientierungs- und Vorbereitungsphase vor der eigentlichen Prüfungsanmeldung.
- Projektmanagerinnen und Projektmanager mit Berufserfahrung, die eine formale Zertifizierung anstreben
- Projektleiterinnen und -leiter in der IT, die sich für PSM- oder PSPO-Prüfungen interessieren
- Fach- und Führungskräfte, die eine IPMA-Stufe entsprechend ihrer Berufserfahrung anstreben
- Scrum Master und Product Owner ohne bisherige offizielle Scrum.org-Zertifizierung
- Personen, die zwischen mehreren Zertifizierungsstandards abwägen und eine fundierte Entscheidungsgrundlage suchen
Für die Teilnahme werden bereits vorhandene praktische Erfahrung im Projektmanagement sowie gute Deutsch- oder Englischkenntnisse vorausgesetzt, da die Prüfungsinhalte auf vorhandenem Grundlagenwissen aufbauen. Für die höheren IPMA-Stufen sowie die PMP-Zertifizierung von PMI verlangen die jeweiligen Organisationen zusätzlich eine dokumentierte Mindestberufserfahrung beziehungsweise nachgewiesene Projektmanagement-Ausbildungsstunden, die unabhängig von diesem Kurs bei der Prüfungsanmeldung nachzuweisen sind.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs ist als kompakte, konzentrierte Vorbereitung angelegt, die sich auf die Aufbereitung der jeweiligen Standardinhalte und auf Übungsaufgaben im jeweiligen Prüfungsformat konzentriert. Da bereits Projekterfahrung vorausgesetzt wird, verzichtet der Kurs auf ausführliche Grundlagenvermittlung und fokussiert sich auf die präzise Begriffswelt und Struktur der drei Standards.
Der Kurs ist kompakt angelegt und konzentriert sich auf die gezielte Aufbereitung der drei Zertifizierungsstandards statt auf eine langwierige Grundlagenvermittlung. Die vier Module lassen sich je nach individuellem Zertifizierungsziel unterschiedlich stark vertiefen.
Der Kurs selbst schließt mit einer qualifizierten Teilnahmebescheinigung des Kursanbieters ab, die die inhaltliche Vorbereitung auf die Standards von IPMA, PMI und Scrum.org dokumentiert. Die eigentlichen Zertifizierungsprüfungen (etwa IPMA Level D bis A, PMP/CAPM oder PSM I/PSPO I) werden von den jeweiligen unabhängigen Organisationen durchgeführt und sind nicht automatisch im Kurs enthalten; die Teilnehmenden melden sich hierfür separat bei der jeweiligen Zertifizierungsstelle an.
Nutzen & Perspektiven
Eine anerkannte Projektmanagement-Zertifizierung ist häufig ein entscheidendes Unterscheidungsmerkmal auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere wenn mehrere Bewerberinnen und Bewerber über ähnliche praktische Erfahrung verfügen. IPMA, PMI und Scrum.org genießen dabei in unterschiedlichen Branchen und Regionen unterschiedlich hohes Ansehen, weshalb die informierte Wahl des passenden Standards einen echten Unterschied für die spätere Karriereentwicklung machen kann. Der Kurs verschafft genau diese Orientierung, bevor Zeit und Geld in eine kostenintensive Prüfungsanmeldung investiert werden: Die Teilnehmenden verstehen die jeweiligen Kompetenzanforderungen, Prüfungsformate und Zulassungsbedingungen und können realistisch einschätzen, für welchen Standard ihr Erfahrungsprofil bereits ausreicht und wo noch Vorbereitungsbedarf besteht. Langfristig unterstützt eine bestandene Zertifizierung nach IPMA, PMI oder Scrum.org den Zugang zu anspruchsvolleren Projektrollen, oft verbunden mit höherer Verantwortung und besserer Vergütung. Da alle drei Standards international anerkannt sind, erleichtert eine entsprechende Zertifizierung zudem den Einstieg in projektbasierte Tätigkeiten außerhalb des bisherigen Branchenumfelds.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist dieser Kurs für Einsteiger ohne Projekterfahrung geeignet?
Nein, der Kurs setzt bereits vorhandene praktische Projekterfahrung voraus, da er nicht die Grundlagen des Projektmanagements vermittelt, sondern gezielt auf die Prüfungsinhalte von IPMA, PMI und Scrum.org vorbereitet.
Ist die Zertifizierungsprüfung im Kurs enthalten?
Nein, die eigentlichen Prüfungen (z. B. IPMA-Stufen, PMP/CAPM oder PSM I/PSPO I) werden von den jeweiligen unabhängigen Organisationen durchgeführt und separat angemeldet. Der Kurs bereitet inhaltlich darauf vor und schließt selbst mit einer Teilnahmebescheinigung ab.
Welcher Standard passt zu mir: IPMA, PMI oder Scrum.org?
Das hängt vom beruflichen Profil ab: IPMA bewertet Kompetenzen ganzheitlich und eignet sich für Fach- und Führungskräfte mit breiter Erfahrung, PMI ist prozessorientiert und international stark in klassischen sowie hybriden Projektumgebungen verbreitet, Scrum.org-Zertifizierungen richten sich spezifisch an Scrum-Rollen in agilen Teams. Der Kurs hilft bei dieser Einordnung.
Brauche ich für die PMP-Zertifizierung besondere Voraussetzungen?
Ja, PMI verlangt für die PMP-Zertifizierung eine dokumentierte Mindestberufserfahrung im Projektmanagement sowie nachgewiesene Ausbildungsstunden. Diese Nachweise sind unabhängig vom Kurs direkt bei PMI zu erbringen.
Werden auch die höheren Scrum.org-Stufen (PSM II/III) behandelt?
Der Schwerpunkt liegt auf den Einstiegsprüfungen PSM I und PSPO I. Die weiterführenden Stufen II und III werden im Standardvergleich eingeordnet, sind aber nicht der inhaltliche Kern der Prüfungsvorbereitung.
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