Pädagogik & Soziales
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ReZa Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation – Kurs

Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation (ReZa) für Ausbilder und sozialpädagogische Fachkräfte in der beruflichen Rehabilitation von Menschen mit Behinderung.

Auf einen Blick

Dauer3 MonateØ am Markt
Formatflexibelflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Die Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation (ReZa) ist eine anerkannte Aufbauqualifikation für Ausbilder und sozialpädagogische Fachkräfte, die in Betrieben, Berufsbildungswerken, Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) oder anderen Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation tätig sind. Der Kurs vermittelt umfassendes Fachwissen in Pädagogik, Psychologie, Medizin und Recht, um junge Menschen mit Behinderung und besonderem Unterstützungsbedarf wirksam in ihrer Ausbildung und beim Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu begleiten. Zehn Anbieter bundesweit bieten die ReZa mit insgesamt über 200 Terminen an. Die Weiterbildung ist als AEVO-Aufbaukurs konzipiert und setzt eine vorhandene Ausbildereignung voraus.

Berufliche FachweiterbildungInhaltsstand 29.05.2026

Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen

Die folgenden Angaben stammen aus den diesem Kursprofil zugeordneten Bildungsangeboten. Sie zeigen, was wir erfasst haben — nicht zwingend den gesamten Markt; konkrete Preise und Termine können je Anbieter abweichen.

Anbieter

10

an 16 Standorten

Angebote

7

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

0

an 15 erfassten Orten

Regionen

6 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

teilnahme

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Combined Learning100 %

Zeitmodelle

  • Vollzeit100 %

Gemeldete Preisgruppen

  • 1.000–5.000 €26×

Häufige Kursorte

  • Wuppertal
  • Eisenach
  • Konstanz
  • Solingen
  • Emmendingen
  • Luckenwalde

Bundesländer

  • Baden-Württemberg
  • Nordrhein-Westfalen
  • Brandenburg
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Thüringen

Vermittelte Kompetenzen

  • Rehabilitationspädagogische Methoden
  • Individuelle Förderplanung
  • Medizinische Grundlagen Behinderung
  • SGB IX und Reha-Recht
  • Diagnostik und Bedarfsermittlung
  • Interdisziplinäre Teamarbeit
  • Arbeitswissenschaftliche Ausbildungsplatzgestaltung

Zugeordnete Zielberufe

  • Psychologischer Psychotherapeut/Psychologische Psychotherapeutin1.014 Stellen/12 Mon.
  • Sozialtherapeut/Sozialtherapeutin116 Stellen/12 Mon.
  • Heilpädagogik (grundständig)57 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 203 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Lernziele:

Nach Abschluss der ReZa verfügen die Teilnehmenden über ein interdisziplinäres Handlungsrepertoire, das sie befähigt, Rehabilitationsschritte fachgerecht zu planen, durchzuführen und zu evaluieren.Die Teilnehmenden analysieren ihre bisherige Arbeit als Ausbilder unter dem Blickwinkel der Rehabilitationspädagogik und entwickeln ein vertieftes Verständnis dafür, welche Anpassungen notwendig sind, um Auszubildende mit besonderem Unterstützungsbedarf wirksam zu unterstützen.

  • Eigene Ausbildungserfahrungen systematisch einordnen
  • Unterschiede zwischen regulärer Ausbildung und Rehabilitation herausarbeiten
  • Bedarfsgerechte Anpassung von Lernzielen und Lernsituationen planen
  • Ausbildungsplanung für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungsarten
  • Dokumentations- und Berichtspflichten im Rehabilitationskontext kennenlernen
  • Kollegiale Fallberatung als Instrument der Qualitätssicherung einsetzen

Das zweite Modul vermittelt pädagogische und didaktische Grundlagen für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Verschiedene Lerntheorien, Unterstützungsmethoden und Differenzierungsstrategien werden erarbeitet und auf konkrete Ausbildungssituationen angewendet.

  • Lerntheorien und ihre Anwendung in der beruflichen Rehabilitation
  • Differenzierung und Individualisierung im Ausbildungsunterricht
  • Einsatz von Hilfsmitteln und technischen Unterstützungssystemen
  • Motivation und Selbstwirksamkeit stärken
  • Kooperative Lernformen und Peer-Learning im Rehabilitationskontext
  • Didaktische Reduktion und barrierefreie Lernmaterialien gestalten

Das dritte Modul behandelt medizinische, diagnostische und psychologische Grundlagen. Ausbilder in der Rehabilitation müssen verstehen, welche körperlichen, kognitiven oder psychischen Einschränkungen Auszubildende mitbringen, um ihre Unterstützung bedarfsgerecht gestalten zu können.Alle Lernmodule sind darauf ausgerichtet, das Gelernte unmittelbar in den Alltag der Teilnehmenden zu übertragen. Das interdisziplinäre Projektwerk am Ende der Qualifizierung ist ein Nachweis dieser Transferkompetenz. Das Combined-Learning-Format erlaubt eine berufsbegleitende oder vollzeitliche Teilnahme, je nach Anbieter und persönlicher Situation. Präsenzphasen, Gruppenarbeiten und kollegiale Beratungsformate wechseln sich mit selbstgesteuerten Lernphasen ab und sichern eine hohe Qualität der beruflichen Rückschau.

Zielgruppe & Voraussetzungen

Die ReZa richtet sich an Ausbilder und (sozial)pädagogische Fachkräfte, die bereits in der beruflichen Rehabilitation tätig sind oder eine solche Tätigkeit anstreben und dabei ihre Kompetenzen im Umgang mit Menschen mit Behinderung systematisch ausbauen möchten.

  • Ausbilder in Berufsbildungswerken und Rehabilitationseinrichtungen
  • Fachkräfte in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)
  • Betriebliche Ausbilder, die Auszubildende mit besonderem Unterstützungsbedarf begleiten
  • Sozialpädagogische Fachkräfte in der beruflichen Eingliederungshilfe
  • Personen, die eine AEVO-Qualifikation haben und diese gezielt in Richtung Reha-Ausbildung erweitern wollen
Voraussetzungen:

Die Weiterbildung setzt eine vorhandene Qualifikation als Ausbilder voraus, in der Regel durch den Abschluss des Ausbildereignungsscheins (AEVO). Zusätzlich wird Interesse am Umgang mit Menschen mit Behinderung erwartet, idealerweise verbunden mit erster praktischer Erfahrung in einem Reha-Kontext. Ein Vorgespräch vor Kursbeginn hilft dabei zu klären, ob die individuellen Voraussetzungen erfüllt sind und welche Schwerpunkte für die Teilnehmenden besonders relevant sind. Grundlegende Deutschkenntnisse in Wort und Schrift sind selbstverständliche Voraussetzung, um den Kursinhalten folgen und Projektarbeiten verfassen zu können.

Ablauf & Abschluss

Die ReZa wird im Combined-Learning-Format durchgeführt, das Präsenzphasen mit selbstgesteuerten Lernphasen kombiniert. Gruppenarbeiten, Fallstudien, kollegiale Beratungsrunden und interdisziplinäre Projektarbeit prägen den Kurs. Die Unterrichtsgestaltung legt besonderen Wert auf Praxistransfer: Lerninhalte werden unmittelbar an eigenen Berufserfahrungen gespiegelt und in Form von Praxisprojekten erprobt. Dozenten aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie, Medizin und Sozialrecht begleiten die einzelnen Module.

Die genaue Dauer der ReZa variiert je nach Anbieter. Der Kurs wird als Vollzeitkurs durchgeführt. Inhaltlich ist die ReZa als umfassende Zusatzqualifikation angelegt, die alle relevanten Wissensbereiche der Rehabilitationspädagogik abdeckt. Die Kursdauer richtet sich nach den Anforderungen der zuständigen Kammerorganisationen und Kursanbieter.

Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden eine trägerinterne Teilnahmebescheinigung des jeweiligen Bildungsanbieters. Es handelt sich um eine anerkannte Zusatzqualifikation im Bereich der beruflichen Rehabilitation, die in Verbindung mit der AEVO-Qualifikation die Voraussetzungen für spezialisierte Ausbildertätigkeiten in Reha-Einrichtungen erfüllt. Die ReZa ist kein staatlich anerkannter Ausbildungsabschluss, genießt aber in Fachkreisen und bei Arbeitgebern in der Rehabilitationsbranche hohe Anerkennung.

Nutzen & Perspektiven

Die Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation eröffnet Ausbildern und sozialpädagogischen Fachkräften neue berufliche Perspektiven in einem Bereich, der gesellschaftlich und arbeitsmarktpolitisch große Bedeutung hat. Wer Menschen mit Behinderung in der Ausbildung begleitet und dabei auf ein fundiertes interdisziplinäres Fachwissen zurückgreifen kann, leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zur beruflichen Inklusion, sondern entwickelt auch das eigene berufliche Profil in eine spezialisierte und gefragte Richtung. Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation suchen gezielt nach Fachkräften mit ReZa-Qualifikation, da diese Qualifizierung nachweist, dass die Person sowohl die pädagogischen als auch die systemischen und rechtlichen Grundlagen der Rehabilitationsarbeit versteht. Das interdisziplinäre Wissen ermöglicht eine bessere Zusammenarbeit mit Therapeuten, Ärzten, Fallmanagern und Arbeitgebern und macht die Fachkraft zu einem wertvollen Mitglied des Reha-Teams.Die Beratung durch den Kursanbieter oder die zuständige Reha-Fachstelle klärt, welcher Weg individuell am besten geeignet ist.

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Arbeitsmarkt-Report

Pflege- und Gesundheits-Fachkräfte sind seit 2018 durchgehend als Engpassberuf gelistet. Demografische Entwicklung treibt die Nachfrage; höhere Tarife in Pflege und Reform der Pflegeausbildung verbessern Einstiegsbedingungen 2025/26 weiter.

Einstieg (0-2 J.):32.000–38.000 €
Mittel (3-7 J.):40.000–52.000 €
Senior (8+ J.):54.000–68.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Psychologischer Psychotherapeut/Psychologische Psychotherapeutin
    1.014 Stellen
  • Sozialtherapeut/Sozialtherapeutin
    116 Stellen
  • Heilpädagogik (grundständig)
    57 Stellen

Unverbindliche Anfrage

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist die ReZa und für wen ist sie gedacht?

Die Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation (ReZa) ist ein Aufbaukurs für Ausbilder und sozialpädagogische Fachkräfte, die in der beruflichen Rehabilitation tätig sind. Sie vermittelt interdisziplinäres Wissen aus Pädagogik, Psychologie, Medizin und Recht für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung.

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?

Für die Teilnahme an der ReZa ist eine abgeschlossene Ausbildereignungsprüfung (AEVO) erforderlich. Zudem wird Interesse am Umgang mit Menschen mit Behinderung erwartet; erste praktische Erfahrungen in einem Rehabilitationskontext sind hilfreich.

Welcher Abschluss wird erworben?

Nach erfolgreicher Teilnahme wird eine trägerinterne Teilnahmebescheinigung ausgestellt. Die ReZa ist eine anerkannte Zusatzqualifikation in der Rehabilitationsbranche und gilt in Kombination mit der AEVO als wichtige Qualifikationsvoraussetzung für spezialisierte Ausbildertätigkeiten in Reha-Einrichtungen.

Kann die ReZa über einen Bildungsgutschein gefördert werden?

Bei AZAV-akkreditierten Anbietern ist die ReZa in der Regel über Bildungsgutschein förderbar. Auch Qualifizierungschancengesetz, Berufsförderung der Bundeswehr und Leistungen der Deutschen Rentenversicherung kommen je nach Situation in Betracht.

Wie ist der Kurs aufgebaut und wie lange dauert er?

Die ReZa wird im Combined-Learning-Format durchgeführt und deckt Pädagogik, Medizin, Psychologie, Recht und Praxistransfer ab. Die genaue Kursdauer variiert je nach Anbieter. Abgeschlossen wird die Qualifizierung mit einem interdisziplinären Praxisprojekt.