ReZa Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation – Kurs
Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation (ReZa) für Ausbilder und sozialpädagogische Fachkräfte in der beruflichen Rehabilitation von Menschen mit Behinderung.
Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:
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Kurzantworten zum Kurs
Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung
- Wie lange dauert der Kurs?
- Die genaue Dauer der ReZa variiert je nach Anbieter. Der Kurs wird als Vollzeitkurs durchgeführt. Inhaltlich ist die ReZa als umfassende Zusatzqualifikation angelegt, die alle relevanten Wissensbereiche der Rehabilitationspädagogik abdeckt. Die Kursdauer richtet sich nach den Anforderungen der… Details
- Welcher Abschluss ist vorgesehen?
- Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden eine trägerinterne Teilnahmebescheinigung des jeweiligen Bildungsanbieters. Es handelt sich um eine anerkannte Zusatzqualifikation im Bereich der beruflichen Rehabilitation, die in Verbindung mit der AEVO-Qualifikation die Voraussetzungen für… Details
- Welche Voraussetzungen gelten?
- Die Weiterbildung setzt eine vorhandene Qualifikation als Ausbilder voraus, in der Regel durch den Abschluss des Ausbildereignungsscheins (AEVO). Zusätzlich wird Interesse am Umgang mit Menschen mit Behinderung erwartet, idealerweise verbunden mit erster praktischer Erfahrung in einem… Details
Worum geht es in diesem Kurs?
Die Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation (ReZa) ist eine anerkannte Aufbauqualifikation für Ausbilder und sozialpädagogische Fachkräfte, die in Betrieben, Berufsbildungswerken, Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) oder anderen Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation tätig sind. Der Kurs vermittelt umfassendes Fachwissen in Pädagogik, Psychologie, Medizin und Recht, um junge Menschen mit Behinderung und besonderem Unterstützungsbedarf wirksam in ihrer Ausbildung und beim Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu begleiten. Zehn Anbieter bundesweit bieten die ReZa mit insgesamt über 200 Terminen an. Die Weiterbildung ist als AEVO-Aufbaukurs konzipiert und setzt eine vorhandene Ausbildereignung voraus.
Was lernst du in diesem Kurs?
Lernziele:
Nach Abschluss der ReZa verfügen die Teilnehmenden über ein interdisziplinäres Handlungsrepertoire, das sie befähigt, Rehabilitationsschritte fachgerecht zu planen, durchzuführen und zu evaluieren. Die Teilnehmenden analysieren ihre bisherige Arbeit als Ausbilder unter dem Blickwinkel der Rehabilitationspädagogik und entwickeln ein vertieftes Verständnis dafür, welche Anpassungen notwendig sind, um Auszubildende mit besonderem Unterstützungsbedarf wirksam zu unterstützen.
- Eigene Ausbildungserfahrungen systematisch einordnen
- Unterschiede zwischen regulärer Ausbildung und Rehabilitation herausarbeiten
- Bedarfsgerechte Anpassung von Lernzielen und Lernsituationen planen
- Ausbildungsplanung für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungsarten
- Dokumentations- und Berichtspflichten im Rehabilitationskontext kennenlernen
- Kollegiale Fallberatung als Instrument der Qualitätssicherung einsetzen
Das zweite Modul vermittelt pädagogische und didaktische Grundlagen für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Verschiedene Lerntheorien, Unterstützungsmethoden und Differenzierungsstrategien werden erarbeitet und auf konkrete Ausbildungssituationen angewendet.
- Lerntheorien und ihre Anwendung in der beruflichen Rehabilitation
- Differenzierung und Individualisierung im Ausbildungsunterricht
- Einsatz von Hilfsmitteln und technischen Unterstützungssystemen
- Motivation und Selbstwirksamkeit stärken
- Kooperative Lernformen und Peer-Learning im Rehabilitationskontext
- Didaktische Reduktion und barrierefreie Lernmaterialien gestalten
Das dritte Modul behandelt medizinische, diagnostische und psychologische Grundlagen. Ausbilder in der Rehabilitation müssen verstehen, welche körperlichen, kognitiven oder psychischen Einschränkungen Auszubildende mitbringen, um ihre Unterstützung bedarfsgerecht gestalten zu können. Alle Lernmodule sind darauf ausgerichtet, das Gelernte unmittelbar in den Alltag der Teilnehmenden zu übertragen. Das interdisziplinäre Projektwerk am Ende der Qualifizierung ist ein Nachweis dieser Transferkompetenz. Das Combined-Learning-Format erlaubt eine berufsbegleitende oder vollzeitliche Teilnahme, je nach Anbieter und persönlicher Situation. Präsenzphasen, Gruppenarbeiten und kollegiale Beratungsformate wechseln sich mit selbstgesteuerten Lernphasen ab und sichern eine hohe Qualität der beruflichen Rückschau.
Für wen ist der Kurs geeignet?
Die ReZa richtet sich an Ausbilder und (sozial)pädagogische Fachkräfte, die bereits in der beruflichen Rehabilitation tätig sind oder eine solche Tätigkeit anstreben und dabei ihre Kompetenzen im Umgang mit Menschen mit Behinderung systematisch ausbauen möchten.
- Ausbilder in Berufsbildungswerken und Rehabilitationseinrichtungen
- Fachkräfte in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)
- Betriebliche Ausbilder, die Auszubildende mit besonderem Unterstützungsbedarf begleiten
- Sozialpädagogische Fachkräfte in der beruflichen Eingliederungshilfe
- Personen, die eine AEVO-Qualifikation haben und diese gezielt in Richtung Reha-Ausbildung erweitern wollen
Die Weiterbildung setzt eine vorhandene Qualifikation als Ausbilder voraus, in der Regel durch den Abschluss des Ausbildereignungsscheins (AEVO). Zusätzlich wird Interesse am Umgang mit Menschen mit Behinderung erwartet, idealerweise verbunden mit erster praktischer Erfahrung in einem Reha-Kontext. Ein Vorgespräch vor Kursbeginn hilft dabei zu klären, ob die individuellen Voraussetzungen erfüllt sind und welche Schwerpunkte für die Teilnehmenden besonders relevant sind. Grundlegende Deutschkenntnisse in Wort und Schrift sind selbstverständliche Voraussetzung, um den Kursinhalten folgen und Projektarbeiten verfassen zu können.
Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?
Die ReZa wird im Combined-Learning-Format durchgeführt, das Präsenzphasen mit selbstgesteuerten Lernphasen kombiniert. Gruppenarbeiten, Fallstudien, kollegiale Beratungsrunden und interdisziplinäre Projektarbeit prägen den Kurs. Die Unterrichtsgestaltung legt besonderen Wert auf Praxistransfer: Lerninhalte werden unmittelbar an eigenen Berufserfahrungen gespiegelt und in Form von Praxisprojekten erprobt. Dozenten aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie, Medizin und Sozialrecht begleiten die einzelnen Module.
Die genaue Dauer der ReZa variiert je nach Anbieter. Der Kurs wird als Vollzeitkurs durchgeführt. Inhaltlich ist die ReZa als umfassende Zusatzqualifikation angelegt, die alle relevanten Wissensbereiche der Rehabilitationspädagogik abdeckt. Die Kursdauer richtet sich nach den Anforderungen der zuständigen Kammerorganisationen und Kursanbieter.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden eine trägerinterne Teilnahmebescheinigung des jeweiligen Bildungsanbieters. Es handelt sich um eine anerkannte Zusatzqualifikation im Bereich der beruflichen Rehabilitation, die in Verbindung mit der AEVO-Qualifikation die Voraussetzungen für spezialisierte Ausbildertätigkeiten in Reha-Einrichtungen erfüllt. Die ReZa ist kein staatlich anerkannter Ausbildungsabschluss, genießt aber in Fachkreisen und bei Arbeitgebern in der Rehabilitationsbranche hohe Anerkennung.
Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?
Die Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation eröffnet Ausbildern und sozialpädagogischen Fachkräften neue berufliche Perspektiven in einem Bereich, der gesellschaftlich und arbeitsmarktpolitisch große Bedeutung hat. Wer Menschen mit Behinderung in der Ausbildung begleitet und dabei auf ein fundiertes interdisziplinäres Fachwissen zurückgreifen kann, leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zur beruflichen Inklusion, sondern entwickelt auch das eigene berufliche Profil in eine spezialisierte und gefragte Richtung. Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation suchen gezielt nach Fachkräften mit ReZa-Qualifikation, da diese Qualifizierung nachweist, dass die Person sowohl die pädagogischen als auch die systemischen und rechtlichen Grundlagen der Rehabilitationsarbeit versteht. Das interdisziplinäre Wissen ermöglicht eine bessere Zusammenarbeit mit Therapeuten, Ärzten, Fallmanagern und Arbeitgebern und macht die Fachkraft zu einem wertvollen Mitglied des Reha-Teams. Die Beratung durch den Kursanbieter oder die zuständige Reha-Fachstelle klärt, welcher Weg individuell am besten geeignet ist.
Welche Förderung passt zu dir?
Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Berufswege prüfen
Zugeordnete Zielberufe
Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.
- Rehabilitationspädagoge/in
- Ausbilder/in in der beruflichen Rehabilitation
- Berufsbildungswerk-Mitarbeiter/in
- Sozialpädagogische Fachkraft in WfbM
- Fachkraft für berufliche Rehabilitation
Vor der Kurswahl klären
- Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
- Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
- Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?
Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.
Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist die ReZa und für wen ist sie gedacht?
Die Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation (ReZa) ist ein Aufbaukurs für Ausbilder und sozialpädagogische Fachkräfte, die in der beruflichen Rehabilitation tätig sind. Sie vermittelt interdisziplinäres Wissen aus Pädagogik, Psychologie, Medizin und Recht für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung.
Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?
Für die Teilnahme an der ReZa ist eine abgeschlossene Ausbildereignungsprüfung (AEVO) erforderlich. Zudem wird Interesse am Umgang mit Menschen mit Behinderung erwartet; erste praktische Erfahrungen in einem Rehabilitationskontext sind hilfreich.
Welcher Abschluss wird erworben?
Nach erfolgreicher Teilnahme wird eine trägerinterne Teilnahmebescheinigung ausgestellt. Die ReZa ist eine anerkannte Zusatzqualifikation in der Rehabilitationsbranche und gilt in Kombination mit der AEVO als wichtige Qualifikationsvoraussetzung für spezialisierte Ausbildertätigkeiten in Reha-Einrichtungen.
Kann die ReZa über einen Bildungsgutschein gefördert werden?
Bei AZAV-akkreditierten Anbietern ist die ReZa in der Regel über Bildungsgutschein förderbar. Auch Qualifizierungschancengesetz, Berufsförderung der Bundeswehr und Leistungen der Deutschen Rentenversicherung kommen je nach Situation in Betracht.
Wie ist der Kurs aufgebaut und wie lange dauert er?
Die ReZa wird im Combined-Learning-Format durchgeführt und deckt Pädagogik, Medizin, Psychologie, Recht und Praxistransfer ab. Die genaue Kursdauer variiert je nach Anbieter. Abgeschlossen wird die Qualifizierung mit einem interdisziplinären Praxisprojekt.