Überblick
Datenbanken sind das Fundament nahezu jeder modernen Anwendung, von einfachen Webanwendungen bis hin zu komplexen Unternehmens-ERPs. Wer eine Karriere in der IT anstrebt — ob als Entwickler, Administrator, Analyst oder Systemarchitekt — kommt an einem soliden Verständnis relationaler Datenbankprinzipien nicht vorbei. Der Kurs MTA 98-364 Database Fundamentals bereitet gezielt auf die gleichnamige Microsoft Technology Associate-Prüfung vor und vermittelt dabei alle wesentlichen Grundkonzepte des Datenbankbereichs: von der Datenbankarchitektur und dem Tabellendesign über SQL-Abfragen und Datenmanipulation bis hin zu Transaktionsverarbeitung, Datenintegrität und Datenbankzugriffssicherheit. Der Kurs richtet sich ausdrücklich an Einsteigerinnen und Einsteiger und setzt keine Datenbankvorkenntnis voraus.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Datenbankkonzepte und relationale Grundlagen Der Einstieg in die Datenbankwelt beginnt mit den konzeptionellen Grundlagen, die das Verständnis für alle weiteren Themen legen. Ohne ein klares Bild davon, was eine relationale Datenbank ist und warum das relationale Modell so verbreitet ist, bleibt SQL-Wissen oberflächlich.
- Geschichte der Datenverwaltung: von Flatfiles und hierarchischen Systemen zum relationalen Modell
- Definitionen: Datenbank, DBMS (Database Management System), Schema, Instanz
- Das relationale Datenbankmodell: Tabellen als Relationen, Tupel und Attribute
- Primärschlüssel, Fremdschlüssel und deren Rolle bei der referenziellen Integrität
- Gängige DBMS-Produkte: Microsoft SQL Server, MySQL, PostgreSQL, Oracle — Gemeinsamkeiten und Unterschiede
- Datenbankarchitektur: Client-Server-Modell, Datenbankserver, Verbindungen und Sitzungen
Modul 2 — Datenbankdesign und Normalisierung Ein solides Datenbankschema ist die Voraussetzung für eine wartbare, effiziente und fehlerarme Datenbank. Dieses Modul zeigt, wie man von einer informellen Beschreibung eines Anwendungsfalls zu einem vollständig normierten Datenbankschema gelangt.
- Entity-Relationship-Modelle (ERM) erstellen und lesen
- Entitäten, Attribute und Beziehungen identifizieren
- Erste, zweite und dritte Normalform (1NF, 2NF, 3NF) verstehen und anwenden
- Typical Anomalien: Einfügeanomalie, Löschanomalie, Updateanomalie und deren Behebung
- Tabellentypen: Basistabellen, Verknüpfungstabellen (Junction Tables) für m:n-Beziehungen
- Von der konzeptionellen Planung zum physischen SQL-Schema
Modul 3 — SQL-Grundlagen und Datenmanipulation Dieses Modul stellt den praktischen Kern des Kurses dar. SQL ist die Sprache, mit der alle Interaktionen mit einer relationalen Datenbank durchgeführt werden — von der Abfrage bis zur Verwaltung der Datenstruktur.
- DDL: CREATE TABLE, ALTER TABLE, DROP TABLE mit Datentypen und Constraints
- DML: INSERT INTO, UPDATE, DELETE mit WHERE-Klauseln und Unterabfragen
- SELECT mit Filterung (WHERE), Sortierung (ORDER BY), Gruppierung (GROUP BY) und HAVING
- Aggregatfunktionen: COUNT, SUM, AVG, MIN, MAX
- INNER JOIN, LEFT JOIN und deren Unterschied in der Ergebnismenge
- NULL-Handling in SQL: IS NULL, COALESCE und Auswirkungen auf Abfragen
Modul 4 — Datenintegrität, Transaktionen und Sicherheit Das abschließende Modul behandelt die Mechanismen, die eine Datenbank zuverlässig, konsistent und sicher machen. Ohne Transaktionssteuerung und Zugriffskontrolle ist keine produktive Datenbank denkbar.
- Datenintegrität auf Spaltenebene (NOT NULL, DEFAULT, CHECK, UNIQUE)
- Referenzielle Integrität mit FOREIGN KEY und Optionen ON DELETE / ON UPDATE
- Transaktionen: BEGIN TRANSACTION, COMMIT, ROLLBACK und SAVEPOINT
- ACID-Eigenschaften im Detail: was bedeutet Atomicity, Consistency, Isolation, Durability in der Praxis?
- Parallelzugriff und Isolationsstufen: Read Uncommitted, Read Committed, Repeatable Read, Serializable
- Benutzerverwaltung: CREATE USER, GRANT, REVOKE und Prinzipien der minimalen Rechtevergabe
Praxis-Block — Übungsaufgaben und Prüfungsvorbereitung Datenbankkonzepte festigen sich durch wiederholtes praktisches Üben. Alle theoretischen Einheiten werden durch SQL-Übungen in einer verwalteten Datenbankumgebung ergänzt.
- Vollständiges Datenbankschema für ein kleines Schülerverwaltungssystem von Grund auf entwerfen
- Normalisierungsübung: denormalisiertes Schema schrittweise in 3NF überführen
- SELECT-Abfragen für Umsatzberichte, Produktlisten und Kundensegmentierungen schreiben
- JOIN-Übungen: verschiedene JOIN-Typen an realitätsnahen Tabellen vergleichen
- INSERT-, UPDATE- und DELETE-Operationen mit Constraints und Fehlerbehandlung üben
- Transaktionsblock mit ROLLBACK bei simuliertem Fehler testen
- Benutzerrollen einrichten und Zugriffstest mit eingeschränktem Benutzer durchführen
- Fehlermeldungen analysieren und interpretieren: häufige SQL-Fehler verstehen und beheben
- Vollständiger Simulationstest mit MTA 98-364-ähnlichen Prüfungsfragen
- Selbststudiumsmaterial für alle Prüfungsdomänen durcharbeiten und offene Fragen klären
- Datenbankmodellierungsdiagramm für ein Bibliotheksverwaltungssystem erstellen
- Sicherheitsszenario: unerlaubte Abfrage identifizieren und durch korrekte Zugriffssteuerung verhindern
Die Übungsaufgaben sind bewusst didaktisch aufgebaut, sodass Teilnehmende typische Denkmuster und Problemlösungsstrategien für Datenbankaufgaben entwickeln — eine Fähigkeit, die sowohl in der Prüfung als auch in der realen Arbeit unverzichtbar ist.
Lernziele:
- Grundlegende Konzepte relationaler Datenbanken und deren historische Entwicklung verstehen
- Das relationale Datenbankmodell und die Rolle von Tabellen, Zeilen, Spalten und Beziehungen erklären
- Datenbankdesign-Grundsätze anwenden und einfache Schemas mit Entity-Relationship-Diagrammen entwerfen
- Normalisierungsregeln kennen und anwenden, um Redundanzen und Updateanomalien zu vermeiden
- SQL-DDL-Befehle für die Erstellung und Änderung von Tabellen und Datenbankobjekten einsetzen
- SELECT-Abfragen mit WHERE, ORDER BY, GROUP BY, HAVING und Aggregatfunktionen schreiben
- Daten mit INSERT, UPDATE und DELETE manipulieren
- JOIN-Typen (INNER JOIN, LEFT JOIN) und deren Bedeutung für Abfragen über mehrere Tabellen verstehen
- Datenintegrität durch Constraints (PRIMARY KEY, FOREIGN KEY, UNIQUE, CHECK, NOT NULL) sicherstellen
- Transaktionen und das ACID-Prinzip (Atomicity, Consistency, Isolation, Durability) verstehen
- Grundlegende Konzepte der Datenbankzugriffssicherheit (Benutzer, Rollen, Berechtigungen) erklären
- Sich gezielt auf die MTA-Prüfung 98-364 Database Fundamentals vorbereiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich ausdrücklich an Personen, die keine oder nur minimale Erfahrung mit Datenbanken haben.
- IT-Einsteiger und Auszubildende, die erste formale Datenbankgrundlagen erwerben möchten
- Quereinsteiger aus anderen Berufsfeldern, die in die IT-Branche wechseln wollen
- Softwareentwickler oder Webentwickler mit Lücken im Datenbankbereich
- Personen, die die MTA-Zertifizierung als Einstieg in den Microsoft-Zertifizierungspfad anstreben
- Studienabbrecher oder Berufseinsteiger, die mit einer anerkannten IT-Zertifizierung punkten möchten
Allgemeine Computer-Grundkenntnisse (Umgang mit Betriebssystem, Dateiverwaltung) sind ausreichend. Programmierkenntnisse sind nicht notwendig. Vorkenntnisse in Datenbanken werden nicht erwartet. Vor Kursbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, in dem Vorkenntnisse und Lernziele besprochen und ein persönlicher Lernplan erstellt werden.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht findet vorwiegend im Combined-Learning-Format statt, das Präsenz- und Online-Phasen miteinander verbindet. Reines Online-Seminar ist ebenfalls verfügbar. Die Lerneinheiten sind so strukturiert, dass theoretische Konzepte direkt mit SQL-Übungen in einer verwalteten Datenbankumgebung verbunden werden. Prüfungsvorbereitungsmaterial und Übungsexamen sind im Kurs enthalten. Der Träger unterstützt zusätzlich bei Bewerbungsunterlagen und Jobsuche.
Die Kursdauer beträgt typischerweise drei bis sieben Tage im Vollzeitformat. In der Teilzeitvariante können die Inhalte über einen bis drei Monate verteilt bearbeitet werden. Die vergleichsweise kompakte Dauer macht diesen Kurs zu einem effizienten Einstieg, der mit weiterführenden SQL- oder Datenbankzertifizierungen kombiniert werden kann.
Nach Abschluss erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Lehrgangszertifikat. Der Kurs bereitet gezielt auf die MTA-Prüfung 98-364 Database Fundamentals vor. Bei erfolgreichem Prüfungsabschluss erwerben Teilnehmende den Microsoft Technology Associate-Titel, ein international anerkanntes Einstiegszertifikat im Microsoft-Zertifizierungsökosystem.
Nutzen & Perspektiven
Datenbankgrundlagen sind eine der fundamentalsten Qualifikationen in der IT. Kaum eine Fachstelle in der Softwareentwicklung, im IT-Support oder in der Systemadministration kommt ohne Datenbankbezug aus. Die MTA-Zertifizierung 98-364 ist ein etabliertes Einstiegszertifikat, das Arbeitgebern signalisiert, dass der Inhaber solide Grundkenntnisse im Datenbankbereich nachweisen kann — ohne jahrelange Berufserfahrung voraussetzen zu müssen. Für Quereinsteiger und Berufseinsteiger ist diese Kombination besonders wertvoll. Der Kurs legt außerdem die Grundlage für alle weiterführenden Datenbankzertifizierungen und -qualifikationen. Wer die Fundamentals beherrscht, kann anschließend ohne große Lücken in einen fortgeschrittenen SQL-Kurs, in eine DBA-Ausbildung oder in spezialisierte Bereiche wie Business Intelligence oder Data Warehousing einsteigen. Das hier aufgebaute konzeptionelle Fundament erleichtert das Lernen in allen nachgelagerten Schritten erheblich. Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist diese Weiterbildung in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Auch das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen zur beruflichen Rehabilitation oder Fördermaßnahmen der Deutschen Rentenversicherung kommen je nach persönlicher Situation in Betracht. Wer den Einstieg in eine IT-Karriere plant und sich dabei auf eine anerkannte Zertifizierung stützen möchte, findet in diesem Kurs einen effizienten und gut förderfähigen Startpunkt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Für wen ist der MTA 98-364-Kurs geeignet?
Der Kurs ist ausdrücklich für Einsteigerinnen und Einsteiger konzipiert, die keine Vorkenntnisse in Datenbanken haben. Er eignet sich für Quereinsteiger, IT-Auszubildende oder Personen, die einen strukturierten Einstieg in die Datenbankwelt suchen.
Was ist der Unterschied zwischen dem MTA- und dem MCSA-Zertifikat?
Der MTA (Microsoft Technology Associate) ist ein Einsteigerzertifikat, das fundamentales IT-Wissen prüft. Der MCSA (Microsoft Certified Solutions Associate) setzt auf dem MTA auf und ist für Fachkräfte mit praktischer Erfahrung gedacht. Der MTA ist ein idealer erster Schritt im Microsoft-Zertifizierungspfad.
Kann ich nach diesem Kurs direkt als Datenbankadministrator arbeiten?
Der MTA 98-364-Kurs vermittelt solide Grundlagen, ist aber ein Einstiegszertifikat. Für eine vollständige DBA-Position empfiehlt sich im Anschluss eine weiterführende Ausbildung. Der Kurs schafft jedoch die Voraussetzungen, um schnell in fortgeschrittene Ausbildungen einzusteigen.
Kann die Weiterbildung gefördert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist die Förderung über Bildungsgutschein in der Regel möglich. Je nach Situation kommen auch das Qualifizierungschancengesetz oder Leistungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht.
Wie läuft die Prüfungsvorbereitung ab?
Der Kurs enthält Übungsexamen und Simulationstests, die gezielt auf die Prüfungsdomänen des MTA 98-364 ausgerichtet sind. Trainer besprechen häufige Fehlerquellen und Strategien für die Bearbeitung typischer Prüfungsfragen.
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