Überblick
Der Kurs MTA 98-366 Networking Fundamentals with Labs bietet eine strukturierte und praxisnahe Einführung in die Grundlagen moderner Netzwerktechnologien. Auf Basis des Microsoft Technology Associate (MTA)-Lehrplans werden alle wesentlichen Konzepte vermittelt, die angehende IT-Fachkräfte für den Einstieg in die Netzwerkadministration oder den IT-Support benötigen. Der Kurs deckt Netzwerktypen, Topologien und Protokolle ebenso ab wie IP-Adressierung, Subnetting, Netzwerkhardware, Verkabelung und grundlegende Sicherheitskonzepte. Praktische Laborübungen ermöglichen es, die gelernten Inhalte direkt an realen Netzwerkkonfigurationen anzuwenden und typische Fehlersituationen zu analysieren. Der Kurs gilt formal als Legacy-Zertifizierung, die zugrundeliegenden Netzwerkkonzepte sind jedoch zeitlos und bilden das Fundament für jede weiterführende Netzwerk- oder IT-Ausbildung.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Grundlagen der Netzwerktechnologie Das erste Modul legt das konzeptionelle Fundament für alle weiteren Netzwerkthemen. Hier werden die grundlegenden Konzepte, Modelle und Netzwerktypen eingeführt, die das Verständnis für den Rest des Kurses ermöglichen.
- Netzwerktypen LAN, WAN, MAN und ihre typischen Anwendungsgebiete
- Netzwerktopologien Bus, Ring, Stern, Mesh und ihre Vor- und Nachteile
- OSI-Schichtenmodell: Funktion und Protokolle jeder Schicht
- TCP/IP-Modell im Vergleich zum OSI-Modell
- Peer-to-Peer- vs. Client-Server-Netzwerkarchitektur
- Grundlegende Netzwerkterminologie und Fachbegriffe
Modul 2 — IP-Adressierung und Protokolle IP-Adressierung und Protokollkenntnisse sind das tägliche Werkzeug von Netzwerkadministratoren. Dieses Modul vermittelt ein fundiertes Verständnis der Adressierung und der wichtigsten Netzwerkprotokolle.
- IPv4-Adressstruktur, Adressklassen und Private-Address-Bereiche
- Subnetting und CIDR-Notation berechnen und anwenden
- IPv6-Adressformat, Vorteile und Übergangsszenarien
- Kernprotokolle TCP und UDP mit ihren Eigenschaften und Anwendungsfällen
- Anwendungsprotokolle HTTP, HTTPS, FTP, SMTP, DNS und DHCP
- ARP, ICMP und Routing-Protokolle im Überblick
Modul 3 — Netzwerkhardware und Verkabelung Ohne die richtige Hardware und Infrastruktur funktioniert kein Netzwerk zuverlässig. Dieses Modul erklärt die Aufgaben der wesentlichen Netzwerkgeräte und die Kriterien für die Wahl geeigneter Verkabelungslösungen.
- Router: Funktion, Routing-Tabellen und Verbindung von Netzwerksegmenten
- Switches vs. Hubs: Unterschiede in Arbeitsweise und Performance
- WLAN-Access-Points und drahtlose Netzwerkstandards
- Strukturierte Verkabelung: Cat5e, Cat6, Cat6a und Glasfaserkabel
- Verbindungskomponenten: Patchpanels, Stecker und Netzwerkdosen
- Netzwerkverkabelung planen und dokumentieren
Modul 4 — Netzwerksicherheit und Verwaltung Sicherheit ist in modernen Netzwerken unverzichtbar. Dieses Modul gibt einen Überblick über die wesentlichen Sicherheitsmechanismen und grundlegende Verwaltungsaufgaben für kleine und mittlere Netzwerke.
- Firewalls: Paketfilter, Stateful Inspection und Proxy-Firewalls
- VPN-Typen und Tunnelprotokolle für sichere Verbindungen
- WLAN-Sicherheitsstandards WEP, WPA, WPA2 und WPA3
- Grundlegende Netzwerkverwaltung und Monitoring-Tools
- Netzwerkdokumentation und Change-Management
- Typische Sicherheitsbedrohungen in Netzwerken und Gegemaßnahmen
Praxis-Block — Laborübungen zur Netzwerkkonfiguration und Fehleranalyse Der praktische Anteil des Kurses ist durch umfangreiche Labs strukturiert, die alle wesentlichen Konfigurationsaufgaben abdecken. In der virtualisierten Laborumgebung wird das Gelernte direkt angewendet und vertieft.
- Netzwerktopologien in der Laborumgebung aufbauen und dokumentieren
- IP-Adressen und Subnetzmasken manuell vergeben und testen
- DHCP-Server konfigurieren und Adressvergabe überprüfen
- DNS-Auflösung konfigurieren und mit nslookup testen
- Switch-Konfiguration und VLAN-Grundlagen
- Router zwischen Netzwerksegmenten einrichten
- WLAN-Netzwerk konfigurieren und Sicherheitsparameter setzen
- Firewall-Regeln definieren und testen
- VPN-Verbindung einrichten und Konnektivität prüfen
- Netzwerkverkehr mit Wireshark oder ähnlichen Tools analysieren
- Ping, Traceroute und ipconfig zur Fehlerdiagnose einsetzen
- Typische Netzwerkprobleme systematisch eingrenzen und beheben
Die Labs sind so gestaltet, dass sie reale Netzwerkszenarien aus kleinen und mittleren Unternehmen nachbilden. Teilnehmende erwerben dadurch nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praktische Handlungskompetenz, die sie unmittelbar nach Kursabschluss einsetzen können.
Lernziele:
Diese Weiterbildung befähigt die Teilnehmenden zu folgenden Kompetenzen.
- Die wichtigsten Netzwerktypen (LAN, WAN, MAN, WLAN) zu unterscheiden und zu beschreiben
- Netzwerktopologien wie Bus, Ring, Stern und Mesh zu erläutern und zu bewerten
- Das OSI-Schichtenmodell und das TCP/IP-Modell zu verstehen und anzuwenden
- IP-Adressen (IPv4 und IPv6) zu vergeben und Subnetze zu berechnen
- Netzwerkprotokolle wie TCP, UDP, HTTP, DNS, DHCP und FTP zu erklären
- Netzwerkhardware wie Router, Switches, Hubs und Access Points zu konfigurieren
- Verkabelungsstandards und Kabeltypen (Kupfer, Glasfaser, drahtlos) zu unterscheiden
- Firewalls und Paketfilterung als Sicherheitsmaßnahmen zu verstehen
- VPNs für sichere Fernverbindungen zu beschreiben und grundlegend zu konfigurieren
- Netzwerkverkehr mit Analysetools zu erfassen und zu interpretieren
- Grundlegende Fehlerbehebungsstrategien bei Netzwerkproblemen anzuwenden
- Netzwerkverwaltungsaufgaben und Monitoring-Grundlagen zu beschreiben
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Einstiegskurs richtet sich an alle Personen, die sich grundlegende Netzwerkkenntnisse aneignen und eine Karriere im IT-Bereich starten möchten.
- Berufseinsteiger und Quereinsteiger, die in die IT-Branche einsteigen möchten
- IT-Support-Spezialisten, die ihre Netzwerkkenntnisse strukturiert auffrischen oder vertiefen wollen
- Personen in kaufmännischen oder technischen Berufen, die IT-Grundkenntnisse für ihren Arbeitsalltag benötigen
- Teilnehmende, die eine weiterführende Netzwerkzertifizierung wie CompTIA Network+ oder CCNA anstreben
- Auszubildende und Schüler technischer Ausbildungsberufe als Begleitung zur Berufsausbildung
Für die Teilnahme sind keine spezifischen IT-Vorkenntnisse erforderlich. Allgemeine Computerkenntnisse und eine grundlegende Vertrautheit mit Windows-Betriebssystemen sind ausreichend. Der Kurs ist als Einstiegskurs konzipiert und führt schrittweise von den Grundlagen zu komplexeren Konzepten. Vor Kursbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, in dem ein auf den Kenntnisstand abgestimmter Lernplan erstellt wird.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird als Combined Learning angeboten, das heißt als Kombination aus Präsenz- und Online-Lernphasen, ergänzt um reine Online-Seminar-Formate. Theoretische Inhalte werden in strukturierten Unterrichtseinheiten vermittelt und durch umfangreiche Laborübungen in virtualisierten Netzwerkumgebungen vertieft. Begleitmaterialien und Übungsaufgaben unterstützen die Nachbereitung. Individuelle Lernpläne sorgen dafür, dass Tempo und Schwerpunkte an den jeweiligen Kenntnisstand angepasst werden.
Der Kurs dauert in der Regel zwischen einer Woche und einem Monat, je nach Intensität und Format. Teilzeitvarianten sind in einem bis drei Monatszeitraum möglich. Sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitoptionen stehen zur Verfügung, um Berufstätigen eine flexible Teilnahme zu ermöglichen.
Absolventen erhalten ein Lehrgangszertifikat des Ausbildungsträgers sowie ein international anerkanntes Herstellerzertifikat. Der Kurs bereitet auf die MTA 98-366-Prüfung von Microsoft vor, die bei einem autorisierten Microsoft-Prüfungszentrum abgelegt werden kann. Hinweis: Das MTA-Zertifizierungsprogramm gilt als Legacy-Zertifizierung; die vermittelten Grundlagenkenntnisse sind jedoch für weiterführende Zertifizierungen wie CompTIA Network+ oder Microsoft-Netzwerkzertifizierungen weiterhin relevant.
Nutzen & Perspektiven
Fundierte Netzwerkkenntnisse sind die Basis für nahezu alle weiterführenden IT-Qualifikationen. Wer die Grundprinzipien von Netzwerken, Protokollen und Netzwerksicherheit beherrscht, schafft sich eine belastbare Grundlage für Tätigkeiten im IT-Support, in der Systemadministration, im Netzwerkbetrieb oder in der IT-Sicherheit. Der strukturierte Aufbau des Kurses mit integrierten Labs stellt sicher, dass nicht nur theoretisches Wissen erworben wird, sondern auch praktische Handlungskompetenz. Der Kurs eignet sich hervorragend als Einstieg in weiterführende IT-Zertifizierungen. Wer nach dem MTA 98-366 seinen Wissensstand ausbauen möchte, kann direkt auf CompTIA Network+, CCNA (Cisco Certified Network Associate) oder Microsoft-Serverzertifizierungen aufbauen. Die erworbenen Grundkenntnisse sind dabei plattformübergreifend anwendbar und beschränken sich nicht auf ein bestimmtes Herstellerökosystem. Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist die Weiterbildung in der Regel über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Weitere Fördermöglichkeiten bestehen je nach persönlicher Situation über das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr (BFD), Leistungen zur beruflichen Rehabilitation oder Förderangebote der Deutschen Rentenversicherung. Eine individuelle Förderberatung klärt die verfügbaren Optionen vor Kursbeginn.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse sind erforderlich?
Keine spezifischen Netzwerk- oder IT-Kenntnisse. Allgemeine Computerkenntnisse und grundlegende Windows-Erfahrung sind ausreichend. Der Kurs führt schrittweise von den absoluten Grundlagen zu komplexeren Konzepten.
Warum steht "Legacy" im Kurstitel?
Das MTA-Zertifizierungsprogramm (Microsoft Technology Associate) wurde von Microsoft offiziell als Legacy-Programm eingestuft. Die im Kurs vermittelten Netzwerkgrundlagen sind jedoch zeitlos und bilden die Basis für weiterführende Zertifizierungen wie CompTIA Network+ oder CCNA.
Gibt es praktische Übungen im Kurs?
Ja. Der Kurs beinhaltet umfangreiche Laborübungen in virtualisierten Netzwerkumgebungen, in denen Netzwerkkonfiguration, Verkehrsanalyse und Fehlerbehebung hands-on geübt werden. Die Labs bilden reale Szenarien aus kleinen und mittleren Unternehmen nach.
Ist dieser Kurs für eine Karriere im IT-Support geeignet?
Ja, dieser Kurs legt eine solide Grundlage für Tätigkeiten im IT-Support, Helpdesk und der Netzwerkadministration. Die erworbenen Kenntnisse sind direkt anwendbar und bilden eine Basis für weiterführende IT-Qualifikationen.
Kann die Weiterbildung gefördert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist die Förderung über einen Bildungsgutschein in der Regel möglich. Je nach persönlicher Situation kommen auch das Qualifizierungschancengesetz oder Leistungen der Deutschen Rentenversicherung in Frage.
Verwandte Kurse
Welche Förderung passt zu dir?
Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Arbeitsmarkt-Report
IT-Berufe sind seit fünf Jahren der größte Fachkräfteengpass am deutschen Arbeitsmarkt. Der Bestand offener IT-Stellen ist 2024 auf einen Rekordstand gestiegen; AI- und Cloud-Skills werden in den nächsten Jahren weiter überdurchschnittlich nachgefragt.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- IT-Systemadministrator5.593 Stellen
- Netzwerkadministrator3.178 Stellen
- Wirtschaftsinformatik (grundständig)557 Stellen
- EDV-Fachkraft282 Stellen
- Verwaltungsinformatik (grundständig)112 Stellen
- Verwaltungsinformatik (weiterführend)112 Stellen