Überblick
Der Unterschied zu anderen Scrum-Kursen liegt in der Tiefe des Excel-Anteils und in der DevOps-Master-Komponente: Während viele Kombi-Weiterbildungen Excel nur oberflächlich streifen, arbeitet dieser Kurs Excel auf bis zu drei aufeinander aufbauenden Leveln durch — von Grundlagen über Datenbankfunktionen bis hin zu Power Query und fortgeschrittenen Auswertungstechniken. Der DevOps-Master-Abschluss geht über die Foundation-Ebene hinaus und vermittelt ein vertieftes Verständnis von Automatisierung, Deployment-Pipelines und DevOps-Skalierung. Die Scrum-Methodik bildet das verbindende Dach: Alle Werkzeuge werden aus der Perspektive agiler Projektleitung kontextualisiert.
Kursinhalte & Lernziele
Scrum-Methodik: Rollen, Ereignisse und Artefakte Das Scrum-Framework wird in seiner vollen Breite eingeführt. Teilnehmende verstehen, wie empirisches Vorgehen und iterative Planung zusammenwirken, und erarbeiten sich alle drei Scrum-Rollen aus der Innenperspektive. Besonderer Schwerpunkt liegt auf der operativen Umsetzung: Wie bereitet man ein Sprint Planning effektiv vor, wie moderiert man eine Retrospektive produktiv, und wie sorgt man dafür, dass das Inkrement am Sprint-Ende wirklich potenziell auslieferbar ist?
- Empirismus, Scrum-Werte und das Rahmenwerk im Überblick
- Scrum Master, Product Owner und Entwicklungsteam im Zusammenspiel
- Sprint Planning, Daily Scrum, Sprint Review und Retrospektive gestalten
- Definition of Done und Akzeptanzkriterien für User Stories
- Velocity, Sprint-Kapazität und Backlog-Refinement in der Praxis
- Typische Dysfunktionen und wie man sie als Scrum Master erkennt
Excel: Tabellenkalkulation auf drei Leveln Dieser Block ist der ausführlichste Excel-Lehrgang im Kontext agiler Weiterbildung. Drei aufeinander aufbauende Kompetenzebenen führen von der sicheren Grundlagenbedienung über Datenbankfunktionen und bedingte Auswertungen bis hin zu Power Query für automatisierte Datenimporte und -transformationen. Alle Übungen sind so gestaltet, dass sie direkt im Projektmanagement-Kontext Anwendung finden.
- Level 1: Zellenformate, Grundformeln, einfache Diagramme und Tabellenstruktur
- Level 2: SVERWEIS, INDEX/VERGLEICH, WENN-Verschachtelungen und Array-Formeln
- Level 3: Power Query für Datentransformation und automatisierte Imports
- Pivot-Tabellen aufbauen, filtern und für Management-Reports nutzen
- Burndown-Charts, Velocity-Diagramme und Kapazitätsplanungen in Excel umsetzen
- Datenkonsistenz, Fehlerprüfung und professionelle Tabellengestaltung
DevOps Master Das DevOps-Modul geht über ein Foundation-Niveau hinaus. Neben den kulturellen Grundlagen von DevOps werden konkrete Praktiken vertieft: wie CI/CD-Pipelines funktionieren, was Containerisierung mit Docker bedeutet, wie Infrastruktur als Code mit Tools wie Ansible oder Terraform konzipiert wird — alles auf einem Verständnisniveau, das agile Projektleiter befähigt, mit Plattformteams auf sachlicher Grundlage zu kommunizieren.
- Three Ways of DevOps: Flow, Feedback und kontinuierliches Lernen
- Continuous Integration: Build-Automatisierung, statische Codeanalyse und Testpipelines
- Continuous Delivery und Deployment-Strategien (Blue/Green, Canary Releases)
- Containerisierung mit Docker und Orchestrierung mit Kubernetes konzeptionell
- Infrastructure as Code: Terraform und Ansible im Überblick
- Monitoring, Observability und DORA-Metriken im Produktkontext
Praktische Integration — Scrum, Excel und DevOps im Projektalltag Alle drei Bereiche werden in praxisorientierten Szenarien zusammengeführt. Die Teilnehmenden bearbeiten Projektfälle, in denen Excel-Datenauswertung, Scrum-Steuerung und DevOps-Überlegungen gemeinsam eine Rolle spielen.
- Sprint-Kapazitätsplanung in Excel modellieren und im Planning präsentieren
- Burndown-Abweichungen in Excel analysieren und im Review erklären
- DevOps-Deployment-Frequenzen in Backlog-Entscheidungen einbeziehen
- Technische Schulden aus DevOps-Perspektive im Backlog sichtbar machen
- Power-Query-Import von Jira- oder Trello-Exporten für agile Berichte
- Velocity-Trends über mehrere Sprints in Excel visualisieren
- Retrospektiven-Ergebnisse in strukturierten Excel-Auswertungen festhalten
- CI/CD-Zyklen mit Sprint-Rhythmus synchronisieren
- Stakeholder-Dashboards kombiniert aus Scrum- und DevOps-Daten erstellen
- Hybrid-Szenarien: Scrum-Teams in DevOps-Plattformorganisationen
- Release-Planung auf Basis von Deployment-Metriken und Sprint-Velocity
- Abschlusspräsentation: vollständiges agiles Projekt mit Excel-Reporting und DevOps-Integration
Excel und Scrum werden nicht als getrennte Silos gelehrt, sondern von Beginn an verknüpft: Tabellen dienen konkreten Projektmanagement-Zwecken, und DevOps-Konzepte werden stets aus der Perspektive der Projektleitung betrachtet.
Lernziele:
- das Scrum-Framework in Rollen, Ereignissen und Artefakten sicher anzuwenden und im Projektalltag umzusetzen
- als Scrum Master oder Product Owner Sprints zu planen, Retrospektiven zu moderieren und Teams zu entwickeln
- ein Product Backlog aufzubauen, zu priorisieren und mit Stakeholdern abzustimmen
- Microsoft Excel auf drei Kompetenzstufen zu beherrschen: von Basisoperationen über Funktionsformeln bis zu Power Query
- Pivot-Tabellen und komplexe Datenanalysen für die Projektsteuerung einzusetzen
- Excel-Dashboards für Burndown-Charts und Sprint-Kapazitätsplanungen zu erstellen
- DevOps-Prinzipien auf erweitertem Niveau zu verstehen und zu erläutern
- Continuous Integration und Continuous Delivery in ihren technischen Details nachzuvollziehen
- Infrastruktur als Code, Containerisierung und Cloud-Deployment konzeptionell zu beschreiben
- DevOps-Metriken (DORA-Kennzahlen) zu interpretieren und für Produktentscheidungen zu nutzen
- agile Projektsteuerung und DevOps-Praktiken in einem gemeinsamen Arbeitsmodell zu verbinden
- Datenpräsentationen für unterschiedliche Stakeholdergruppen aufzubereiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen, die sowohl methodische als auch werkzeugbezogene Kompetenzen in der agilen Projektleitung aufbauen möchten.
- Projektmitarbeitende mit Interesse an datenbasierter Projektsteuerung
- IT-Fachkräfte, die Scrum-Methodik mit DevOps-Hintergrundwissen verbinden wollen
- Excel-Anwender, die ihre Kenntnisse für agile Projektkontexte vertiefen möchten
- Scrum Master und Product Owner, die ihr Toolset erweitern wollen
- Berufseinsteiger mit IT- oder kaufmännischem Hintergrund
Grundlegende PC-Kenntnisse und erste Erfahrung mit einer Tabellenkalkulation erleichtern den Einstieg in den Excel-Teil; fortgeschrittene Kenntnisse sind kein Einstiegserfordernis, da alle Leveln systematisch aufgebaut werden. Scrum und DevOps werden vollständig von Grund auf eingeführt. Technische Programmierkenntnisse werden für den DevOps-Master-Teil nicht vorausgesetzt.
Ablauf & Abschluss
Theorie- und Übungsphasen wechseln sich gezielt ab: Konzepte werden erklärt, dann sofort in praktischen Aufgaben angewandt. Excel-Übungen werden schrittweise komplexer und orientieren sich an realen Projektszenarien. Scrum-Inhalte werden durch Simulationen (Sprint-Plannings, Retrospektiven) lebendig gemacht. Das DevOps-Modul arbeitet mit Diagrammen, Architekturskizzen und Fallbeispielen aus der Praxis statt mit eigener Programmierarbeit.
Der Lehrgang umfasst aufgrund der drei kombinierten Bereiche — darunter Excel auf mehreren Leveln und DevOps auf Master-Niveau — einen etwas größeren Gesamtaufwand als reine Scrum-Einführungen. Typische Formate liegen zwischen acht und vierzehn Wochen; Vollzeit- und Teilzeitvarianten werden von verschiedenen Anbietern angeboten.
Die Weiterbildung schließt mit einem trägerinternen Zertifikat ab. Der DevOps-Master-Abschluss beschreibt das Kompetenzniveau innerhalb dieses Curriculums; er ist ein trägerinternes Qualifikationsnachweis und keine externe Prüfung bei einem internationalen Zertifizierungsstelle. Excel-Kenntnisse können separat durch Microsoft Office Specialist (MOS)-Prüfungen belegt werden.
Nutzen & Perspektiven
Excel auf drei Niveaustufen ist keine Selbstverständlichkeit in agilen Weiterbildungen — die meisten beschränken sich auf eine oberflächliche Einführung. Wer Power Query bedienen, komplexe Pivot-Auswertungen erstellen und Burndown-Dashboards selbst bauen kann, arbeitet als Scrum-Verantwortliche/r deutlich produktiver und braucht keine externe Unterstützung für das Sprint-Reporting. Der DevOps-Master-Anteil gibt agilen Projektleitenden ein Vokabular und ein konzeptionelles Verständnis, das im Austausch mit Plattformteams, DevOps-Ingenieuren und Cloud-Architekten unmittelbar nützlich ist. Wer weiß, was eine CI/CD-Pipeline leistet, kann Release-Zyklen realistischer planen und Deployment-Risiken frühzeitig im Sprint berücksichtigen. Die Kombination aus methodischer Scrum-Kompetenz, analytischer Excel-Stärke und technischem DevOps-Verständnis macht die Absolventen dieser Weiterbildung zu Kandidaten, die nicht nur Projekte steuern, sondern sie auch transparent dokumentieren und technologisch einbetten können — eine Verbindung, die in wachsenden Product-Teams und in digital transformierenden Organisationen zunehmend gefragt ist.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was bedeutet "DevOps Master" im Kontext dieses Kurses?
Der Begriff beschreibt das angestrebte Kompetenzniveau im DevOps-Modul: Es geht über eine Foundation-Einführung hinaus und behandelt CI/CD-Pipelines, Containerisierung, Infrastructure as Code und Monitoring in größerer Tiefe. Der Abschluss ist ein trägerinternes Qualifikationsnachweis; er entspricht keiner externen DevOps-Zertifizierung eines bestimmten Anbieters.
Wie unterscheidet sich dieser Kurs von der Scrum-Product-Owner-Variante mit Excel und Kanban?
Der wesentliche Unterschied liegt im Excel-Umfang (hier auf bis zu drei Leveln mit Power Query) und in der DevOps-Tiefe (Master-Niveau statt Foundation). Statt Kanban steht hier die Vertiefung der technischen und analytischen Werkzeuge im Vordergrund.
Muss ich programmieren können, um den DevOps-Teil zu verstehen?
Nein. DevOps wird konzeptionell und auf Verständnisebene unterrichtet. Es werden keine Skripte oder Code geschrieben; der Fokus liegt auf dem Verständnis von Prinzipien, Architekturen und Metriken, das agile Projektleitende für die Zusammenarbeit mit technischen Teams benötigen.
Welche Excel-Vorkenntnisse brauche ich?
Grundlegende PC-Kenntnisse und erste Erfahrung mit einer Tabellenkalkulation sind hilfreich. Alle drei Excel-Level werden systematisch aufgebaut; man kann auch ohne tiefe Vorkenntnisse einsteigen, sollte aber bereit sein, die Grundlagen-Phase sorgfältig zu bearbeiten.
Ist der Kurs auch für Berufseinsteiger geeignet?
Ja, sofern grundlegende digitale Kompetenzen vorhanden sind. Alle methodischen Inhalte werden von Grund auf eingeführt. Der Gesamtumfang ist jedoch aufgrund der drei Bereiche anspruchsvoll; eine gewisse Lernbereitschaft und Selbstorganisation sind empfehlenswert.
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