Überblick
Dieser Kurs richtet sich an agile Projektleiter im weiteren Sinne — Fachleute, die Scrum als Organisationsrahmen nutzen und dabei sowohl ihre Outlook-Kommunikation als auch ihr DevOps Professional-Wissen ausbauen wollen. Der Unterschied zur Scrum Master-Variante liegt im Fokus: Statt der spezifischen Moderations- und Facilitierungsrolle steht hier die übergreifende Koordinationsperspektive im Vordergrund — agile Projektleitung als Verbindungsfunktion zwischen Teams, Stakeholdern und technischer Lieferinfrastruktur.
Kursinhalte & Lernziele
Scrum als Projektleitungsrahmen Scrum wurde als Rahmenwerk für einzelne Teams entwickelt, wird aber in vielen Organisationen als Grundlage für die Koordination mehrerer Teams genutzt. Dieser Block baut das Scrum-Wissen systematisch auf und fokussiert dabei auf die Koordinationsperspektive — nicht nur auf einzelne Ereignisse, sondern auf die Steuerungslogik dahinter.
- Scrum-Architektur: Rollen, Ereignisse, Artefakte im Zusammenspiel
- Sprint-Ziele als Steuerungselement: Was soll ein gutes Sprint-Ziel leisten?
- Product Backlog und Sprint Backlog: Wer trägt welche Verantwortung?
- Transparenz als Steuerungsprinzip: Informationsfluss in Scrum-Teams
- Scrum-Skalierung: Nexus, LeSS und SAFe im Überblick
- Abhängigkeiten zwischen Teams managen: Synchronisierungsmechanismen
Agile Projektkoordination und Impediment-Arbeit Agile Projektleitung ist keine klassische Führungsrolle, aber sie übernimmt Koordinationsverantwortung, die über einzelne Teams hinausgeht. Dieser Block trainiert, wie Impediments auf übergeordneter Ebene erkannt und adressiert werden und wie Organisationen lernen können.
- Impediment-Typen auf Team-, Organisations- und Systemebene
- Eskalation: Wann und wie agile Projektleiter intervenieren
- Agile Retrospektiven auf Team- und Programm-Ebene
- Metriken für agile Organisationen: Was misst man, was nicht?
- Continuous Improvement: Wie entstehen lernende Organisationen?
- Kulturarbeit: Psychologische Sicherheit und agile Grundhaltung fördern
Microsoft Outlook — Koordination in agilen Multi-Team-Umgebungen Wer mehrere Scrum-Teams und ein Stakeholder-Netzwerk koordiniert, braucht ein gut strukturiertes Kommunikationssystem. Outlook bietet dafür Werkzeuge, die im agilen Kontext oft unterschätzt werden.
- Kalenderfreigaben und Ressourcenplanung für Sprint-Ereignisse mehrerer Teams
- Besprechungseinladungen für übergreifende Synchronisierungsformate
- E-Mail-Regeln und Kategoriensysteme für komplexe Stakeholder-Korrespondenz
- Aufgabenverwaltung: Microsoft To-Do und Outlook-Aufgaben für Impediment-Tracking
- Fokuszeitblöcke und Unterbrechungsmanagement im agilen Projektalltag
- Verteilte Teams: Kalender und Zeitzonenverwaltung in internationalen Kontexten
DevOps Professional — Tiefe Implementierungsebene für Koordinatoren DevOps Professional gibt agilen Projektleitern die Fachtiefe, die sie brauchen, um mit DevOps-Teams wirklich zu sprechen — nicht nur über sie. Dieser Block geht über Konzepte hinaus und arbeitet auf Implementierungsebene.
- Deployment-Strategien: Blue/Green, Canary, Rolling Deployment — Entscheidungskriterien
- CI/CD-Pipelines: Stages, Gates, Artifact-Repositories
- Monitoring und Observability: Logs, Metrics, Traces im DevOps-Stack
- SRE-Praktiken: Error Budgets, SLOs und ihr Einfluss auf Release-Entscheidungen
- DevSecOps: Sicherheitspraktiken in der Lieferpipeline
- DevOps-Metriken: DORA-Metriken und ihre Bedeutung für die Projektsteuerung
Praxis-Block — Agile Projektleitung in DevOps-Organisationen Im Praxis-Block werden alle drei Themenbereiche in realitätsnahen Szenarien zusammengeführt. Teilnehmende koordinieren mehrere Teams, die Scrum einsetzen und DevOps-Pipelines betreiben.
- Programm-Impediment lösen: DevOps-Pipeline blockiert Sprint-Ergebnisse
- Outlook-Kalender für drei Scrum-Teams und ein Stakeholder-Board einrichten
- Sprint-Synchronisierungs-Meeting moderieren: Abhängigkeiten visualisieren
- Deployment-Entscheidung unter Unsicherheit: Wann gehen wir live?
- SLO-Verletzung im Sprint: Wie reagiert die Projektleitung?
- Stakeholder-Briefing: DevOps-Metriken verständlich kommunizieren
- Retrospektive auf Programm-Ebene durchführen: Was lernt die Organisation?
- Kanban-Board vs. Scrum-Board: Wann welches Koordinationswerkzeug?
- Release-Train-Szenario: Mehrere Teams, ein gemeinsames Release-Datum
- Kursrückblick: Entwicklung der eigenen agilen Projektleitungshaltung
- Aufgabenlisten für die Rückkehr in den Projektalltag entwickeln
- Prüfungsthemen: Kernfragen aus dem Scrum-Curriculum im Überblick
Lernziele:
- Das Scrum Framework in seinem vollen Umfang beschreiben und in Projektkontexten anwenden
- Scrum-Teams als Projektleiter koordinieren, ohne die Selbstorganisation zu untergraben
- Sprint-Planung, -Durchführung und -Auswertung in agilen Projekten organisieren
- Microsoft Outlook für die Koordination agiler Teams und Stakeholder-Netzwerke einsetzen
- Kalender, Aufgabenverwaltung und E-Mail-Strukturen für den agilen Projektalltag optimieren
- DevOps Professional-Konzepte wie Deployment-Strategien und Pipeline-Architektur anwenden
- Monitoring, Observability und SRE-Praktiken im DevOps-Kontext einordnen
- DevOps-Teams aus agiler Projektleitungsperspektive koordinieren
- Impediments auf Organisations- und Prozessebene erkennen und adressieren
- Agile Skalierungsansätze (LeSS, SAFe, Nexus) auf Team-Ebene anwenden
- Stakeholder-Kommunikation in agil-DevOps-Umgebungen strategisch gestalten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs spricht agile Projektleiter und Koordinatoren an, die in der Schnittfunktion zwischen Teams und Organisation tätig sind. Das sind die Profile, die diesen Kurs erfahrungsgemäß am stärksten nutzen.
- Programm-Manager und Koordinatoren, die mehrere agile Teams überblicken
- IT-Projektleiter, die von klassischen zu agilen Koordinationsmethoden wechseln
- Scrum Master mit erweiterter Koordinationsverantwortung
- Agile Coaches in frühen Karrierephasen mit Interesse an technischer Tiefe
- Fachleute in DevOps-Organisationen, die die übergreifende Koordinationsfunktion übernehmen
Projekterfahrung in koordinativer oder führender Funktion ist die wichtigste Vorbereitung. Für den DevOps Professional-Teil werden DevOps Foundation-Kenntnisse erwartet; alternativ genügt fundierte Berufserfahrung mit CI/CD-Prozessen. Für Outlook reichen Grundkenntnisse.
Ablauf & Abschluss
Scrum-Inhalte werden durch Koordinationsszenarien erarbeitet, in denen Teilnehmende übergreifende Entscheidungen treffen und Abhängigkeiten managen. DevOps-Themen werden konzeptionell und analytisch erarbeitet. Outlook-Einheiten laufen als eigenständige Übungsphasen. Der Praxis-Block verbindet alle drei Themenbereiche in integrierten Szenarien.
Typischerweise sechs bis acht Wochen; die genaue Taktung variiert je nach Kursformat. Der kombinierte Umfang aus drei eigenständigen Curricula erfordert eigene Lernzeit für jeden Block.
Teilnehmende erhalten eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung. Für anerkannte Scrum-Zertifizierungen werden Prüfungen separat bei akkreditierten Stellen abgelegt. Das konkrete Zertifizierungsprogramm und dessen Anforderungen werden zu Kursbeginn erläutert.
Nutzen & Perspektiven
Agile Projektleiter, die DevOps Professional-Wissen mitbringen, navigieren an der Schnittstelle zwischen methodischer Koordination und technischer Lieferinfrastruktur sicher. Wer die DORA-Metriken kennt, versteht, warum ein Team in einem Sprint weniger ausliefert als erwartet — und kann gezielter koordinieren statt blind zu eskalieren. Outlook professionell einzusetzen klingt trivial, ist es in komplexen Multi-Team-Umgebungen aber nicht. Wer drei Scrum-Teams, ein Programm-Board und dreißig Stakeholder koordiniert, braucht ein Kommunikationssystem — keine Inbox-Anarchie. Kalenderstruktur und E-Mail-Organisation sind in dieser Funktion kein Nice-to-have, sondern Koordinationsinfrastruktur. Die Kombination aus Scrum-Koordinationskompetenz, Outlook-Effizienz und DevOps Professional-Wissen schafft ein Profil, das in wachsenden Tech-Organisationen mit hybriden Strukturen direkt einsetzbar ist. Dieser Kurs investiert nicht nur in Zertifikate, sondern in Koordinationsfähigkeit — die entscheidende Kompetenz für agile Projektleiter, die wirklich etwas bewegen wollen. Ein Punkt, der in der Kurskonzeption besonders sorgfältig berücksichtigt wurde: Agile Projektleitung ist keine standardisierte Rolle. In manchen Organisationen ist sie dem Scrum Master näher, in anderen dem Product Owner oder dem klassischen Projektmanager. Dieser Kurs legt bewusst einen breiten Grundstein, der auf verschiedene Rollenkonfigurationen vorbereitet — und lässt dabei offen, welche Zertifizierung als nächstes Schritt folgt. Das macht das Curriculum flexibel genug für unterschiedliche Karrierewege, ohne den Fokus zu verlieren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie unterscheidet sich dieser Kurs vom Scrum Master-Kurs mit Outlook und DevOps Professional?
Der Scrum Master-Kurs fokussiert die spezifische Scrum Master-Rolle mit ihrer Moderations- und Facilitierungs-Funktion. Dieser Kurs ist breiter angelegt und spricht agile Projektleiter an, die Scrum als Rahmen nutzen, aber nicht zwingend die Scrum Master-Rolle ausüben — etwa Product Owner, Programm-Manager oder Koordinatoren, die mehrere agile Teams überblicken.
Kann ich nach diesem Kurs eine Scrum-Zertifizierung ablegen?
Ja, der Kurs bereitet auf anerkannte Scrum-Zertifizierungen vor, zum Beispiel als Scrum Master oder Product Owner. Welche Prüfung konkret angeboten wird, hängt vom Kursanbieter ab. Die Prüfungen werden separat bei akkreditierten Stellen abgelegt; eine trägerinterne Teilnahmebescheinigung wird grundsätzlich ausgestellt.
Was bringt DevOps Professional für agile Projektleiter?
Agile Projektleiter koordinieren häufig an der Schnittstelle zwischen Scrum-Teams und DevOps-Infrastruktur. DevOps Professional gibt Ihnen die Fachsprache und das Verständnis für Deployment-Strategien, Pipeline-Architektur und Monitoring-Praktiken, die Ihre Teams täglich nutzen. Das ermöglicht fundiertere Gespräche und bessere Koordinationsentscheidungen.
Warum wird Outlook in einer agilen Weiterbildung eingesetzt?
Agile Projektleiter koordinieren intensive Kommunikationsnetzwerke: Sprint-Termine, Stakeholder-Abstimmungen, Team-Kalender, Release-Briefings. Outlook mit Kalenderfreigaben, Aufgabenverwaltung und E-Mail-Regeln professionell einzusetzen ist ein handfester Effizienzgewinn — der Zeit schafft für strategische Koordinationsarbeit.
Für wen ist dieser Kurs besser geeignet als der Scrum Product Owner-Kurs?
Dieser Kurs ist für Personen geeignet, die in der agilen Projektleitung übergreifend tätig sind — zwischen Teams koordinieren, Prozesse gestalten und für die agile Organisation mitverantwortlich sind. Der Product Owner-Kurs fokussiert enger auf Backlog-Management und Produktverantwortung. Wer beide Rollen kennt, aber eher in Koordinations- als in Produktverantwortung arbeitet, wählt diesen Kurs.
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