Überblick
Dieser Kurs verbindet zwei klar abgegrenzte Kompetenzbereiche: den Einsatz von KI-Technologien in der IT-Sicherheit auf der einen Seite und die strukturierte Verwaltung von IT-Projekten mit Microsoft Project auf der anderen. Die Kombination ist praxisrelevant, weil Sicherheitsinitiativen in Unternehmen heute nicht mehr ad hoc umgesetzt werden — sie müssen termingerecht geplant, ressourceneffizient gesteuert und gegenüber Stakeholdern transparent gemacht werden. Wer KI-gestützte Erkennungs- und Abwehrmechanismen implementieren will, braucht sowohl die fachliche Tiefe für die Technologie als auch das Handwerkszeug, um Projekte zu strukturieren und zum Abschluss zu bringen. Der Kurs vermittelt beides im Combined-Learning-Format über einen Zeitraum von einem bis drei Monaten in Vollzeit.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — KI-Grundlagen und maschinelles Lernen für die IT-Sicherheit Dieser Block legt das fachliche Fundament für den gesamten Kursverlauf. Die Teilnehmenden lernen, wie KI-Modelle trainiert und eingesetzt werden, um sicherheitsrelevante Muster in großen Datenmengen zu erkennen. Im Mittelpunkt stehen überwachte und unüberwachte Lernverfahren sowie ihre spezifische Anwendbarkeit in Sicherheitskontexten.
- Grundbegriffe der KI: maschinelles Lernen, Deep Learning, neuronale Netze
- Überwachte Lernverfahren zur Klassifikation von Schadcode und Angriffsmustern
- Unüberwachte Verfahren zur Anomalieerkennung in Netzwerk-Logs
- Feature Engineering für sicherheitsrelevante Datensätze
- Modelltraining, Validierung und Fehlerbewertung
- Einsatzszenarien: Intrusion Detection, Phishing-Erkennung, Behavioral Analytics
Modul 2 — Bedrohungsanalyse und KI-gestützte Abwehrmechanismen Aufbauend auf den Grundlagen wird hier der operative Sicherheitsaspekt vertieft. Teilnehmende erarbeiten, wie KI-Systeme in bestehende Sicherheitsarchitekturen eingebunden werden und welche typischen Angriffsvektoren durch automatisierte Verfahren früher erkannt werden können.
- Threat Intelligence und ihre Integration in KI-basierte Sicherheitssysteme
- Angriffsvektoren: Social Engineering, Zero-Day-Exploits, Advanced Persistent Threats
- KI in Security Operations Centers (SOC): Automatisierung von Triageprozessen
- SIEM-Systeme und maschinelles Lernen zur Ereigniskorrelation
- False-Positive-Reduktion durch adaptive Modelle
- Ethische und rechtliche Grenzen automatisierter Sicherheitsentscheidungen
Modul 3 — Microsoft Project: Projektplanung und -steuerung Microsoft Project ist eine leistungsfähige Planungssoftware, kein Herstellerzertifizierungsprogramm. Dieser Modulblock vermittelt die praktische Bedienung der Anwendung sowie die Konzepte dahinter: Wie strukturiert man ein IT-Sicherheitsprojekt, wie verteilt man Ressourcen sinnvoll, wie erkennt man frühzeitig Engpässe?
- Projekte anlegen, Phasen definieren und Vorgänge verknüpfen
- Ressourcenplanung: Kapazitäten, Auslastungen und Zuweisung
- Kritischer Pfad und Meilensteinplanung für mehrstufige Sicherheitsvorhaben
- Basispläne setzen und Soll-Ist-Vergleiche durchführen
- Berichte und Dashboards für Leitungsebene und technische Teams erstellen
- Projektabschluss dokumentieren und Lernpunkte festhalten
Modul 4 — Verzahnung: KI-Sicherheitsprojekte strukturiert umsetzen Dieser abschließende Block bringt beide Domänen zusammen. Anhand konkreter Szenarien — etwa der Einführung eines KI-basierten Intrusion-Detection-Systems oder der Migration auf eine automatisierte SOC-Plattform — üben die Teilnehmenden, KI-Sicherheitsinitiativen als vollständige Projekte zu planen und zu steuern.
- Anforderungsaufnahme für KI-Sicherheitsprojekte: Scoping und Zieldefinition
- Stakeholderanalyse und Kommunikationsplanung im Sicherheitsumfeld
- Risikomanagement: technische Risiken und Projektrisiken gemeinsam bewerten
- Änderungsmanagement bei laufenden Sicherheitsprojekten
- Abnahmekriterien für KI-gestützte Sicherheitssysteme definieren
- Fallstudie: Rollout eines KI-basierten Bedrohungserkennungssystems von der Planung bis zum Go-Live
- Lessons Learned und kontinuierliche Verbesserung im Sicherheitsbetrieb
Die praktischen Übungen erstrecken sich über alle Modulphasen und sind eng mit dem Unterrichtsstoff verzahnt.
- Konfiguration einer einfachen Anomalieerkennung auf Basis öffentlicher Netzwerk-Datensätze
- Bewertung und Selektion geeigneter KI-Modelle für verschiedene Sicherheitsaufgaben
- Erstellung eines vollständigen Projektstrukturplans in Microsoft Project
- Simulation von Projektänderungen und Neuplanung des kritischen Pfades
- Entwicklung eines Risikoregisters für ein fiktives KI-Sicherheitsprojekt
- Aufbereitung eines Statusberichts und Präsentation vor simulierter Steuerungsrunde
- Analyse von Sicherheitsvorfällen mit KI-Werkzeugen und Ableitung von Handlungsoptionen
- Erstellung von Dashboards zur Übersicht über Sicherheitsprojektfortschritte
- Diskussion ethischer Fragen beim Einsatz von KI in der Sicherheitsüberwachung
- Bewertung von Make-or-Buy-Entscheidungen bei KI-Sicherheitstools
- Übung zum Stakeholder-Reporting auf unterschiedlichen Abstraktionsebenen
- Abschlusspräsentation eines integrierten Projektplans für ein KI-Sicherheitsvorhaben
Alle Übungen finden im virtuellen Klassenraum statt, wobei Feedback direkt von den Dozentinnen und Dozenten eingeholt wird. Selbstständige Arbeitsphasen ergänzen den betreuten Unterricht.
Lernziele:
- Grundlagen und Anwendungsfelder von KI und maschinellem Lernen im Sicherheitskontext verstehen
- KI-gestützte Methoden zur Erkennung von Anomalien und Bedrohungsmustern erklären und anwenden
- Angriffsvektoren und Bedrohungslandschaften mit Blick auf automatisierte Analyseverfahren einschätzen
- Sicherheitsrelevante Datenströme klassifizieren und mit KI-Werkzeugen auswerten
- Microsoft Project als Planungswerkzeug aufsetzen und Projekte strukturieren
- Projektstrukturpläne erstellen und Ressourcen zuweisen
- Kritische Pfade und Abhängigkeiten in komplexen IT-Sicherheitsprojekten identifizieren
- Projektstatus visualisieren und Berichte für unterschiedliche Adressaten aufbereiten
- Risiken in IT-Sicherheitsprojekten systematisch erfassen und in der Projektplanung abbilden
- Methoden der KI-gestützten Sicherheitsüberwachung in ein Projektrahmenwerk einbetten
- Kommunikation mit technischen und nicht-technischen Stakeholdern in Sicherheitsprojekten gestalten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an IT-Fachleute mit Berufserfahrung, die an der Schnittstelle zwischen Sicherheitstechnik und Projektverantwortung stehen oder dorthin wechseln möchten. Besonders profitieren Personen, die bereits in Netzwerkbetrieb, IT-Administration oder IT-Sicherheit tätig sind und ihre Arbeit mit KI-Methoden und Projektmanagement-Werkzeugen strukturieren wollen.
- IT-Administratorinnen und -Administratoren mit erstem Bezug zu Sicherheitsthemen
- Netzwerk- und Systemspezialisten, die Sicherheitsprojekte eigenständig leiten sollen
- Analysten in Security Operations Centers, die KI-Werkzeuge in ihren Workflow einbinden wollen
- Projektleiterinnen und Projektleiter mit IT-Background, die sich fachlich ins Sicherheitsthema einarbeiten
- IT-Beraterinnen und -Berater, die Kunden bei der Einführung KI-gestützter Sicherheitslösungen begleiten
Grundlegende IT-Kenntnisse sind Voraussetzung — Teilnehmende sollten mit Netzwerkkonzepten, Betriebssystemen und typischen IT-Infrastrukturen vertraut sein. Spezifische Erfahrungen in Cybersecurity oder KI sind hilfreich, aber nicht zwingend. Für den Microsoft-Project-Teil reichen allgemeine Computerkenntnisse; Vorerfahrung mit Projektmanagement-Software ist von Vorteil, wird aber nicht erwartet. Der Kurs richtet sich an Berufstätige, die bereits in der IT arbeiten und sich gezielt weiterentwickeln wollen.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht läuft im Combined-Learning-Format: strukturierte Live-Einheiten im virtuellen Klassenzimmer wechseln sich mit eigenverantwortlichen Übungs- und Vertiefungsphasen ab. Theorieinhalte werden durch praxisnahe Fallstudien und konkrete Projektaufgaben direkt anwendbar gemacht. Dozentinnen und Dozenten mit Berufspraxis in der IT-Sicherheit und im Projektmanagement begleiten die Gruppen durch den gesamten Kursverlauf. Die Lernumgebung ist vollständig digital ausgerichtet; Mikrofon, Kamera und Chat ermöglichen echten Austausch wie in einer Präsenzveranstaltung. Teilnahme aus dem Homeoffice und aus Präsenzzentren ist gleichermaßen möglich.
Der Kurs erstreckt sich im Vollzeitformat über mehr als einen Monat bis zu drei Monate, je nach gewählter Modulkonfiguration. Da die Bausteine individuell kombinierbar sind, variiert der genaue Umfang. Wer alle Themenblöcke — KI-Grundlagen, Bedrohungsanalyse, Microsoft-Project-Projektplanung und die integrierte Fallstudie — belegt, rechnet erfahrungsgemäß mit einem Aufwand von rund zwei Monaten bei Vollzeitdurchführung.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Lehrgangszertifikat. Dieses dokumentiert die erworbenen Kenntnisse in KI-gestützter Cybersecurity und der Arbeit mit Microsoft Project als Planungssoftware. Microsoft Project ist keine Herstellerzertifizierung mit eigener Prüfung — es gibt kein aktuell gültiges Microsoft-Examen für diesen Titel. Das Abschlussdokument ist damit ein qualifizierter Nachweis über die absolvierten Lerninhalte, aber kein extern anerkanntes Herstellerzertifikat.
Nutzen & Perspektiven
Der kombinierte Zuschnitt dieses Kurses adressiert eine Lücke, die in der Praxis häufig zu Problemen führt: Sicherheitsexpertinnen und -experten mit tiefem technischem Wissen geraten in Schwierigkeiten, wenn sie ihre Vorhaben in Projekte übersetzen müssen — Timelines, Ressourcenpläne und Stakeholder-Reporting liegen außerhalb ihrer Kernkompetenz. Wer beides beherrscht, kann KI-Sicherheitsinitiativen vom ersten Konzept bis zum produktiven Betrieb eigenständig durchziehen. KI-Methoden in der Sicherheitsüberwachung sind kein Zukunftsthema mehr, sondern Teil des operativen Alltags in mittleren und großen IT-Abteilungen. Anomalieerkennung, automatisierte Triage-Systeme und KI-gestützte Threat-Intelligence-Plattformen setzen sich in Security Operations Centers durch. Wer diese Systeme einführen, bewerten und betreuen kann, ist auf dem Arbeitsmarkt deutlich besser positioniert als jemand mit reinem Theoriewissen. Microsoft Project ist im deutschen Mittelstand und in Konzernen nach wie vor das meistgenutzte Werkzeug für Projektverwaltung — nicht wegen eines Zertifikats, sondern weil es sich tief in die Microsoft-365-Welt integriert und weil viele Organisationen ihre Projektdokumentation darauf aufgebaut haben. Die im Kurs erworbene Sicherheit im Umgang mit der Software ist daher direkt einsetzbar, ohne eine externe Prüfung absolvieren zu müssen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welches Zertifikat erhalte ich nach Abschluss?
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie ein trägerinternes Lehrgangszertifikat. Microsoft Project ist eine Planungssoftware, kein Herstellerzertifizierungsprogramm — es gibt keine aktuell gültige Microsoft-Prüfung für diesen Titel. Das Zertifikat dokumentiert Ihre erworbenen Kompetenzen im Bereich KI-Sicherheit und Projektplanung.
Wie läuft der Unterricht ab?
Der Kurs läuft im Combined-Learning-Format: Live-Unterricht im virtuellen Klassenzimmer wechselt sich mit selbstständigen Lernphasen ab. Teilnahme ist sowohl aus dem Homeoffice als auch aus einem Präsenzzentrum möglich.
Welche Vorkenntnisse brauche ich?
Empfohlen werden grundlegende IT-Kenntnisse sowie erste praktische Erfahrungen in Netzwerkadministration oder IT-Betrieb. Der Kurs ist auf berufserfahrene IT-Fachleute ausgerichtet, nicht auf absolute Einsteiger.
Kann ich den Kurs über einen Bildungsgutschein fördern lassen?
Wenn das durchführende Institut AZAV-zertifiziert ist und die Maßnahme entsprechend zugelassen wurde, kann eine Förderung über die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter in Betracht kommen. Die konkrete Förderfähigkeit prüfen Sie direkt mit Ihrer zuständigen Behörde.
Was unterscheidet diesen Kurs von der Variante mit RHCE?
Dieser Kurs verbindet KI-gestützte Sicherheitsthemen mit Microsoft-Project-Projektplanung — der Schwerpunkt liegt auf der strukturierten Steuerung von Sicherheitsprojekten. Die RHCE-Variante fokussiert stärker auf Linux-Systemadministration und Ansible-Automatisierung unter Red Hat.
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