Überblick
Diese Weiterbildung richtet sich an IT-Fachleute, die bereits Grundkenntnisse in Linux, Python und Git mitbringen und bereit sind, den nächsten Schritt in Richtung professioneller Cloud- und DevOps-Arbeit zu gehen. Der Kurs ist in drei inhaltlich eigenständige, aber aufeinander aufbauende Module gegliedert: zunächst AWS Cloud Engineering, dann ein vollständiger DevOps-Werkzeugkasten mit Terraform, Kubernetes und CI/CD-Ketten, abschließend Azure Fundamentals. Jedes Modul ist mit einer Vielzahl von Hands-on-Projekten unterlegt, sodass die Inhalte nicht nur theoretisch erarbeitet, sondern direkt angewendet werden. Die Vorbereitung auf drei externe Zertifizierungsprüfungen — AWS Cloud Practitioner, AWS Solutions Architect Associate und Microsoft Azure AZ-900 — ist in den Lehrgangskosten enthalten.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1: AWS Cloud Engineer Dieser erste Abschnitt legt die Cloud-Grundlage. Neben Linux-Grundlagen und Netzwerkkonzepten steht AWS im Mittelpunkt: wie Dienste zusammenwirken, wie eine sichere VPC-Architektur aussieht und wie man Compute-, Storage- und Datenbankressourcen anforderungsgerecht konfiguriert.
- Netzwerkgrundlagen: Subnetting, Routing, Security Groups, NACLs
- Linux-Grundlagen: Datei- und Prozessverwaltung, Shell-Scripting, Berechtigungsmodell
- Cloud-Architekturprinzipien und AWS Well-Architected Framework
- AWS-Kerndienste: EC2 (Instanztypen, Auto Scaling, Load Balancer), S3 (Buckets, Lifecycle, Versioning)
- Datenbanken auf AWS: RDS, Aurora, DynamoDB im Vergleich
- Netzwerkkonfiguration: VPC, Subnets, Route Tables, VPN, Direct Connect-Grundlagen
- IAM: Benutzer, Gruppen, Rollen, Policies und Least-Privilege-Prinzip
- Abschluss des Moduls: über 40 Hands-on-Aufgaben, 8 Einzelprojekte, 1 Capstone-Projekt; in den letzten zwei Wochen gezielte Vorbereitung auf AWS Cloud Practitioner und AWS Solutions Architect Associate
Modul 2: DevOps Engineer Das zweite Modul konzentriert sich auf den gesamten Software-Lieferweg: von der Quellcode-Verwaltung über den Build-Prozess bis zum produktiven Betrieb in Container-Umgebungen. Die Werkzeugkette ist in der Industrie weit verbreitet und deckt sowohl Container-Orchestrierung als auch Monitoring ab.
- Infrastructure as Code mit Terraform: Module, State, Remote Backend, Workspaces
- Containerisierung mit Docker: Images, Dockerfiles, Multi-Stage Builds, Docker Compose
- Build-Automatisierung mit Maven und Artefakt-Verwaltung mit Nexus Repository
- CI/CD-Pipelines mit Jenkins: Declarative Pipelines, Plugins, Blue-Green-Deployments
- Kubernetes: Pods, Deployments, Services, Ingress, ConfigMaps, Secrets, RBAC
- Helm: Chart-Entwicklung, Werte-Dateien, Deployment-Strategien
- AWS-Container-Dienste: ECR (Image Registry) und ECS (Fargate und EC2-Modus)
- Konfigurationsmanagement mit Ansible: Playbooks, Rollen, Inventories, dynamische Inventories für AWS
- Beobachtbarkeit: Prometheus für Metriken, Grafana-Dashboards, ELK-Stack (Elasticsearch, Logstash, Kibana) für zentrales Logging
- Abschluss des Moduls: über 40 Hands-on-Aufgaben, 5 Projekte, 1 Capstone-Projekt
Modul 3: Azure Fundamentals (AZ-900) Das dritte Modul führt in die Microsoft-Azure-Plattform ein. Wer AWS bereits kennt, lernt hier, wie Konzepte wie virtuelle Netzwerke, Speicherdienste und Identitätsverwaltung auf Azure abgebildet werden.
- Azure-Kerndienste: Virtual Machines, Azure Blob Storage, Azure SQL Database
- Azure-Netzwerke: VNets, Network Security Groups, Load Balancer
- Azure Active Directory und grundlegendes Identitätsmanagement
- Preismodelle, SLAs und Supportoptionen auf Azure
- Gezielte Prüfungsvorbereitung für die Microsoft Azure Fundamentals AZ-900-Prüfung
Praxis und Capstone-Projekte Die drei Capstone-Projekte verbinden die jeweiligen Modulinhalte zu einer ganzheitlichen Aufgabe. Im AWS-Capstone wird typischerweise eine mehrstufige Anwendungsarchitektur auf AWS entworfen und deployed, inklusive Netzwerk, Datenbank, IAM und Skalierung. Im DevOps-Capstone wird eine vollständige CI/CD-Pipeline von der Code-Übergabe bis zum Kubernetes-Deployment umgesetzt. Die Projektaufgaben simulieren reale Szenarien aus der Cloud- und DevOps-Praxis.
- Hands-on-Labore in isolierten Cloud-Umgebungen, keine Produktionsdaten
- Peer-Reviews und Korrekturdurchläufe nach den einzelnen Projekten
- Vorbereitung auf Prüfungsfragen durch prüfungsähnliche Übungsaufgaben (nicht auf Testtricks fokussiert, sondern auf Verständnis)
Die Prüfungskosten für alle drei Zertifizierungen — AWS Cloud Practitioner, AWS Solutions Architect Associate und Azure AZ-900 — sind laut Anbieter in den Lehrgangskosten enthalten. Die Zertifizierungsmomente sind zeitlich in die letzten Wochen des jeweiligen Moduls eingebettet, sodass das gelernte Wissen direkt geprüft werden kann.
Lernziele:
- AWS-Kerndienste (EC2, S3, VPC, RDS, IAM) eigenständig konfigurieren und betreiben
- Skalierbare, hochverfügbare Architekturen auf AWS entwerfen und dokumentieren
- Infrastruktur als Code mit Terraform provisionieren und versionieren
- Container-Workloads mit Docker bauen, verwalten und in ECR/ECS deployen
- Kubernetes-Cluster aufsetzen, mit Helm Charts verwalten und mit Prometheus/Grafana überwachen
- CI/CD-Pipelines mit Jenkins und Maven aufbauen und pflegen
- Artifact-Management mit Nexus und zentralisiertes Log-Management mit dem ELK-Stack einrichten
- Konfigurationsmanagement mit Ansible automatisieren
- Kritische AWS-Architekturentscheidungen anhand von Well-Architected-Prinzipien begründen
- Azure-Kerndienste und Cloud-Grundkonzepte beschreiben (AZ-900-Niveau)
- Auf die Prüfungen AWS Cloud Practitioner, AWS Solutions Architect Associate und AZ-900 vorbereitet sein
- Berufliche Profile wie DevOps Engineer, Cloud Engineer oder Cloud Consultant ansteuern können
Zielgruppe & Voraussetzungen
Angesprochen sind IT-Fachleute und Quereinsteigende mit solidem technischem Grundwissen, die in Cloud- und DevOps-Rollen wechseln oder ihre vorhandenen Fähigkeiten durch Herstellerzertifizierungen belegen wollen.
- Entwicklerinnen und Entwickler, die in DevOps- oder Cloud-Engineering-Positionen wechseln möchten
- Systemadministratoren, die Cloud-Infrastruktur eigenverantwortlich betreiben wollen
- IT-Consultants, die Cloud-Architekturen bewerten und empfehlen müssen
- Berufseinsteigende mit Linux- und Python-Grundkenntnissen, die den ersten professionellen Cloud-Abschluss anstreben
- Technische Leads, die ein gemeinsames Werkzeugverständnis im Team verankern wollen
Vorausgesetzt werden Python-Grundkenntnisse, SQL-Basics, ein sicherer Umgang mit der Linux-Kommandozeile sowie Grundkenntnisse in Git und GitHub. Englischkenntnisse auf A2- bis B1-Niveau sind notwendig, da die Kursmaterialien und Zertifizierungsprüfungen englischsprachig sind. Ein Eignungsgespräch zu Kursbeginn klärt den individuellen Wissensstand und die Eignung für den Kurs. Wer diese Grundlagen nicht mitbringt, sollte zunächst einen Einstiegskurs in Cloud Computing oder Linux absolvieren.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs läuft im Combined-Learning-Format: synchrone Live-Einheiten im virtuellen Klassenzimmer werden mit eigenem Laborzugang kombiniert. Die Projekte und Hands-on-Aufgaben nehmen einen wesentlichen Teil der Lehrgangszeit ein; reine Theoriestunden sind in die Projektzyklen eingebettet. Alle Modulabschnitte lassen sich laut Anbieter auch separat oder in individuell kombinierter Form buchen. Der Kurs findet in Vollzeit statt.
Exakte Gesamtdauer wird individuell angepasst; bei Vollzeit-Durchführung aller drei Module ist von mehreren Monaten Lehrgangszeit auszugehen. Allein Modul 1 enthält über 40 Hands-on-Aufgaben und 9 Projekte (8 Einzel- + 1 Capstone); Modul 2 über 40 Hands-on-Aufgaben und 6 Projekte (5 Einzel- + 1 Capstone). Der hohe Praxisanteil macht flexible Teilzeit-Optionen auf Anfrage möglich.
Wer alle Module absolviert, erhält ein trägerinternes Abschlusszertifikat. Darüber hinaus wird die Vorbereitung auf drei externe Zertifizierungsprüfungen angeboten, deren Kosten im Lehrgang enthalten sind: AWS Certified Cloud Practitioner (Foundational), AWS Certified Solutions Architect – Associate sowie Microsoft Azure Fundamentals (AZ-900). Die genannten Zertifizierungen werden von Amazon Web Services bzw. Microsoft ausgestellt und sind anbieterunabhängig anerkannt.
Nutzen & Perspektiven
Die Kombination aus AWS-Cloud-Engineering und DevOps-Automatisierung deckt genau das Kompetenzprofil ab, das viele Unternehmen heute unter dem Begriff „Cloud-Native-Engineering" suchen. Wer Terraform, Kubernetes und Jenkins praktisch beherrscht und gleichzeitig AWS-Dienste zertifiziert belegen kann, ist für ein breites Spektrum an Rollen qualifiziert — vom DevOps Engineer bis zum Cloud Architect. Der dritte Abschnitt mit Azure Fundamentals ist ein strategisch sinnvoller Zusatz: In der Praxis arbeiten viele Teams in Multi-Cloud-Umgebungen oder begleiten Kunden auf Azure. Auch wenn AZ-900 ein Einstiegs-Level bleibt, schärft das Modul das Verständnis dafür, wie Dienste auf einer anderen Hyperscaler-Plattform organisiert sind — ein nützliches Unterscheidungsmerkmal gegenüber rein AWS-fokussierten Profilen. Der ausgeprägte Projektanteil mit Capstone-Projekten in jedem Modul ist ein inhaltlicher Mehrwert: Statt nur Prüfungsfragen zu üben, werden echte Architekturen und Pipelines gebaut. Das schafft ein Portfolio an konkreten Arbeitsergebnissen, die im Bewerbungsgespräch zeigbar sind.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse brauche ich wirklich?
Linux-Kommandozeile, Python-Basics, SQL-Basics und Git/GitHub sollten sicher beherrscht werden. Wer diese Grundlagen nicht mitbringt, ist im Kurs schnell überfordert, da die Projektarbeit direkt darauf aufbaut. Englischkenntnisse auf A2–B1-Niveau sind nötig, weil Materialien und Prüfungen englischsprachig sind.
Welche Zertifizierungen kann ich mit diesem Kurs erreichen?
Der Kurs bereitet auf drei externe Prüfungen vor: AWS Certified Cloud Practitioner, AWS Certified Solutions Architect – Associate und Microsoft Azure Fundamentals (AZ-900). Die Prüfungsgebühren sind laut Anbieter in den Lehrgangskosten enthalten. Die Zertifikate werden von Amazon Web Services bzw. Microsoft ausgestellt.
Kann ich einzelne Module separat buchen?
Laut Anbieter sind die Module grundsätzlich flexibel kombinierbar und können auch separat gebucht werden. Wer beispielsweise nur das DevOps-Modul absolvieren möchte, sollte jedoch AWS-Grundkenntnisse mitbringen, da die Werkzeuge in AWS-Umgebungen eingesetzt werden.
Was unterscheidet diesen Kurs von einem reinen AWS-Training?
Ein reines AWS-Training fokussiert auf Plattformwissen. Dieser Kurs ergänzt das um einen vollständigen DevOps-Werkzeugkasten — Terraform, Kubernetes, Jenkins, Ansible, ELK — und schließt mit Azure Fundamentals ab. Der Schwerpunkt liegt auf dem gesamten Software-Lieferweg in Cloud-Umgebungen, nicht nur auf der Plattform selbst.
Gibt es reale Projekte oder nur Multiple-Choice-Übungen?
Beide Module AWS und DevOps enthalten jeweils über 40 Hands-on-Aufgaben sowie ein abschließendes Capstone-Projekt. Die Aufgaben simulieren echte Szenarien — Infrastruktur aufbauen, Pipelines konfigurieren, Kubernetes-Deployments durchführen — und sind keine reinen Prüfungsübungen.
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