Überblick
DevOps auf AWS Professional-Niveau verlangt mehr als die Kenntnis einzelner Dienste — es geht um das Zusammenspiel von Automatisierung, Deployment-Strategie, Betriebsstabilität und Geschwindigkeit. Dieser Kurs bereitet gezielt auf die AWS Certified DevOps Engineer Professional-Prüfung vor und vermittelt dabei das praktische Handwerkszeug für den Berufsalltag. Im Zentrum stehen kontinuierliche Integration und Delivery, Infrastructure as Code mit CloudFormation und CDK, der Betrieb von Container-Workloads auf ECS und EKS sowie der Einsatz serverloser Architekturen. Die Inhalte orientieren sich an den Domänen der offiziellen AWS-Prüfung und werden durch ausgedehnte Hands-on-Phasen vertieft.
Kursinhalte & Lernziele
DevOps-Grundlagen und AWS-Ökosystem Bevor Pipelines und Automatisierungen aufgebaut werden, werden die konzeptionellen Grundlagen von DevOps auf die AWS-Service-Landschaft übertragen. Kleine, autonome Teams, kurze Feedback-Schleifen und vollautomatisierte Deployments sind das Ziel — dieses Modul zeigt, welche AWS-Dienste dabei welche Rolle spielen.
- CALMS-Framework: Culture, Automation, Lean, Measurement, Sharing — als AWS-Architekturentscheidungen
- Überblick AWS DevOps-Dienste: CodePipeline, CodeBuild, CodeDeploy, CodeCommit, CodeArtifact
- Kleine, autonome DevOps-Teams: Rollen, Verantwortlichkeiten, Schnittstellen
- AWS Cloud9 als browserbasierte Entwicklungsumgebung einrichten und nutzen
- Infrastruktur-Grundlagen für DevOps: VPC, IAM, CloudTrail, Config als Compliance-Schicht
Continuous Integration und Continuous Delivery auf AWS CI/CD ist das technische Rückgrat jeder professionellen DevOps-Praxis. Dieser Block behandelt den vollständigen Pipeline-Aufbau — von der Versionskontrolle bis zum automatisierten Deployment in mehrere Umgebungen.
- CodeCommit als Git-Repository: Branching-Strategien, Pull-Request-Workflows
- CodeBuild: Build-Spezifikationen (buildspec.yml), Caching, Parallelisierung, Test-Reporting
- CodeDeploy: Deployment-Gruppen, AppSpec-Files, Lifecycle-Hooks
- CodePipeline: Stage-Konfiguration, manuelle Approval-Aktionen, Cross-Account-Pipelines
- Deployment-Muster im Vergleich: Blue/Green für EC2-Auto-Scaling-Groups, Canary für Lambda, Rolling für ECS
- Drittanbieter-Integration: GitHub Actions, Jenkins oder GitLab als Quellstage in CodePipeline
Infrastructure as Code mit CloudFormation und CDK Infrastructure as Code verwandelt manuelle Konsolen-Konfigurationen in versionierten, reproduzierbaren Code. Dieser Block deckt beide zentralen AWS-IaC-Ansätze ab und zeigt, wann welcher sinnvoller ist.
- CloudFormation: Template-Anatomie (Resources, Parameters, Outputs, Mappings), Stack-Updates
- CloudFormation ChangesSets und Drift-Detection für sichere Updates produktiver Stacks
- Nested Stacks und StackSets für Multi-Region- und Multi-Account-Szenarien
- AWS CDK (Python/TypeScript): Constructs, Apps, Stacks, Synthesize-Prozess
- CDK Pipelines: Self-Mutating Pipelines für kontinuierliche IaC-Updates
- Parameter Store und Secrets Manager für sichere Parametrisierung in CloudFormation/CDK
Container, Microservices und serverlose Architekturen Moderne AWS-DevOps-Architekturen laufen mehrheitlich als Container oder serverlose Workloads. Dieses Modul vermittelt das operative Wissen für beide Paradigmen und zeigt, wie sie in bestehende CI/CD-Pipelines integriert werden.
- Amazon ECS mit Fargate: Task Definitions, Services, Load Balancer, Auto Scaling
- Amazon EKS: Kubernetes-Grundlagen, Node Groups, Helm-Charts, eksctl
- AWS Lambda: Deployment-Packages, Layers, Concurrency, SnapStart
- API Gateway: REST- und HTTP-APIs, Custom Domains, Throttling, Stage-Variablen
- Step Functions für Orchestrierung mehrstufiger Workflows
- Container-Security: ECR Vulnerability Scanning, Image Signing, Runtime-Policies
Monitoring, Observability und Incident Response Betriebsstabilität setzt umfassende Beobachtbarkeit voraus. Dieser Block zeigt, wie CloudWatch, X-Ray und EventBridge zusammenarbeiten, und wie Incidents automatisiert erkannt und behandelt werden.
- CloudWatch: Custom Metrics, Composite Alarms, Contributor Insights, Logs Insights
- AWS X-Ray für Distributed Tracing: Service Maps, Subsegments, Sampling-Regeln
- EventBridge: Event Buses, Rules, Targets für ereignisgetriebene Automatisierungen
- Systems Manager OpsCenter für Incident-Tickets und Runbook-Automatisierung
- GameDay-Szenarien: Chaos Engineering-Prinzipien auf AWS (Fault Injection Simulator)
- Alarms und Auto-Remediation: CloudWatch Alarms triggern Systems-Manager-Automation-Documents
Praxisprojekte und Prüfungsvorbereitung In abschließenden Hands-on-Szenarien werden alle Kompetenzen zusammengeführt. Die Übungen decken die offiziellen Prüfungsdomänen ab und trainieren das schnelle Einschätzen von Architekturentscheidungen.
- End-to-End-Pipeline aufbauen: Code-Commit → Build → Test → Deploy auf ECS (Blue/Green)
- Multi-Stage-CloudFormation-Deployment mit Approval-Gate und Rollback-Trigger
- EKS-Cluster mit Helm-basiertem Deployment und automatisiertem Canary-Release
- Lambda-Pipeline mit CodeBuild-Einheit-Tests und automatisierter SAM-Deployment
- Serverless Monitoring-Stack: X-Ray + CloudWatch Dashboard + EventBridge-Alerting
- Multi-Account-Setup mit AWS Organizations: SCP-Policies und Control-Tower-Guardrails
- Sicherheitsaudit einer bestehenden Pipeline mit AWS Config und Security Hub
- Typische Prüfungsszenarien: mehrstufige Fallstudien zu Deployment, Incident Response und IaC-Design
- Mock-Prüfungsblöcke mit Auswertung je Domäne
Die Prüfungsvorbereitung ist in alle Praxisblöcke integriert — durch das wiederholte Arbeiten mit realen AWS-Szenarien entsteht das Urteilsvermögen, das die Professional-Prüfung fordert.
Lernziele:
- DevOps-Prinzipien (CALMS, Three Ways) auf AWS-Architekturen anwenden und Teams entsprechend aufstellen
- Vollständige CI/CD-Pipelines mit AWS CodePipeline, CodeBuild und CodeDeploy entwerfen und implementieren
- Infrastructure-as-Code-Vorlagen mit CloudFormation und AWS CDK schreiben, versionieren und deployen
- Deployment-Strategien (Blue/Green, Canary, Rolling) für verschiedene Zieldienste (EC2, ECS, Lambda) auswählen und umsetzen
- Amazon ECS- und EKS-Cluster für containerisierte Microservices konfigurieren und operativ betreiben
- Serverlose Architekturen mit Lambda, API Gateway und Step Functions in DevOps-Workflows integrieren
- Monitoring- und Alerting-Lösungen mit CloudWatch, X-Ray und EventBridge aufbauen
- Sicherheitskontrollen in CI/CD-Pipelines einbetten: Secrets Manager, IAM Roles, SCPs
- Incident-Response-Prozesse mit Systems Manager und CloudWatch Alarms automatisieren
- Multi-Account-Strategien (AWS Organizations, Control Tower) für Enterprise-DevOps verstehen
- Konfigurationsmanagement mit AWS Systems Manager, OpsCenter und Parameter Store operationalisieren
- Prüfungsrelevante Szenarien aus allen offiziellen Prüfungsdomänen bearbeiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an erfahrene Cloud-Fachkräfte, die in DevOps-Rollen auf AWS arbeiten oder dahin wechseln möchten. Grundlegende AWS-Kenntnisse und Erfahrung mit CI/CD-Konzepten werden vorausgesetzt.
- DevOps Engineers mit AWS-Praxiserfahrung, die die Professional-Zertifizierung anstreben
- Cloud Engineers und Lösungsarchitekten, die Deployment-Automatisierung verantworten
- Softwareentwicklerinnen und -entwickler, die ihre AWS-Infrastrukturkompetenz ausbauen wollen
- IT-Fachkräfte in Betrieb und Systemadministration mit Interesse an Cloud-Automatisierung
- Seniorrollen, die Cloud-DevOps-Architekturen im Team einführen oder standardisieren
Vorausgesetzt werden fundierte Kenntnisse in AWS-Grunddiensten (EC2, VPC, IAM, S3) sowie praktische Erfahrung mit Linux-Systemen und Shell-Scripting. Kenntnisse einer Programmier- oder Skriptsprache (Python, Bash oder JavaScript/TypeScript) sind für die IaC- und Lambda-Abschnitte notwendig. Vorerfahrung mit CI/CD-Konzepten und Versionskontrolle (Git) wird vorausgesetzt. Der Kurs eignet sich für Personen, die bereits den AWS Solutions Architect Associate oder eine vergleichbare Vorstufe kennen.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs läuft im Vollzeitmodus, mit ergänzenden Teilzeit-Angeboten. Er verbindet Live-Online-Unterricht (instructor-led) mit eigenständigen Lab-Phasen in AWS-Testumgebungen. Praktische Übungen — darunter das Schreiben von CloudFormation-Templates, der Aufbau von CodePipeline-Stacks und das Debugging von ECS-Tasks — machen den Kern der Veranstaltung aus. Theoretische Blöcke werden bewusst kompakt gehalten, damit mehr Zeit für das Arbeiten mit echten AWS-Ressourcen bleibt. Der Unterricht findet auf Deutsch statt; Lernmaterialien können teilweise auf Englisch vorliegen, da die AWS-Zertifizierungsprüfung auf Englisch abgelegt wird.
Das Vollzeitformat ermöglicht eine konzentrierte Abfolge der Module und eignet sich für Personen, die innerhalb weniger Wochen einen umfassenden Kompetenzaufbau anstreben. Im Teilzeitformat lässt sich der Kurs berufsbegleitend absolvieren. Die genaue Zeitplanung hängt vom jeweiligen Starttermin und Anbieter ab.
Nach Abschluss des Kurses erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Abschlusszertifikat. Zentrales Kursziel ist die Vorbereitung auf die AWS Certified DevOps Engineer Professional-Prüfung (DOP-C02), die separat bei einem Pearson-VUE-Testzentrum oder online abgelegt wird. Das offizielle AWS-Zertifikat wird direkt von Amazon Web Services ausgestellt und ist weltweit anerkannt. Es ist drei Jahre gültig und kann durch eine Rezertifizierungsprüfung verlängert werden.
Nutzen & Perspektiven
Die AWS Certified DevOps Engineer Professional ist eine der anspruchsvollsten Cloud-Zertifizierungen auf dem Markt. Sie signalisiert nicht nur theoretisches Wissen, sondern das Vermögen, komplexe DevOps-Architekturen auf AWS eigenständig zu entwerfen und zu betreiben. Wer diese Zertifizierung hält, steht in Bewerbungsprozessen deutlich besser dar und kann im Unternehmen verantwortungsvollere Rollen übernehmen. Der Kurs geht über Prüfungsvorbereitung hinaus, weil er durchgehend auf praktischen AWS-Einsatz ausgerichtet ist. CI/CD-Pipelines, IaC-Vorlagen und Container-Deployments, die im Kurs gebaut werden, sind keine akademischen Übungen — es sind Strukturen, die direkt in Produktionsprojekten eingesetzt werden können. Teilnehmende verlassen den Kurs mit einem Repertoire an wiederverwendbaren Mustern. Auf dem deutschen IT-Arbeitsmarkt übersteigt die Nachfrage nach professionellen DevOps-Fachkräften mit AWS-Kenntnissen das Angebot deutlich. Unternehmen zahlen für diese Kombination aus technischer Tiefe und Zertifizierungsnachweis messbar höhere Gehälter. Gleichzeitig eröffnet die Professional-Stufe Türen zu Beratungs- und Architektenrollen, die auf Associate-Niveau nicht zugänglich sind.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welches AWS-Vorkenntnissniveau wird erwartet?
Der Kurs setzt fundierte Kenntnisse in AWS-Grunddiensten voraus. Der AWS Solutions Architect Associate oder gleichwertiges praktisches Wissen wird empfohlen. Absolute AWS-Einsteiger sollten vorab einen Grundlagenkurs absolvieren.
Ist die AWS-Prüfung im Kursgebühr enthalten?
Das hängt vom konkreten Angebot des Anbieters ab. In manchen Formaten ist der Prüfungsvoucher eingeschlossen, in anderen wird er separat erworben. Bitte direkt beim Anbieter nachfragen.
Wie lange ist das AWS DevOps Engineer Professional-Zertifikat gültig?
Das offizielle AWS-Zertifikat ist drei Jahre gültig. Danach ist eine Rezertifizierungsprüfung erforderlich, um den Status aufrechtzuerhalten.
In welcher Sprache findet der Unterricht statt?
Der Unterricht findet überwiegend auf Deutsch statt. Da die AWS-Prüfung auf Englisch abgelegt wird, können Kursunterlagen und Prüfungsmaterialien auf Englisch vorliegen.
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