Überblick
Der Kurs AWS Technical Essentials bietet eine fundierte Einführung in die Welt der Amazon Web Services und richtet sich an alle, die solide Grundlagen für die Cloud-Arbeit mit AWS legen möchten. Die Weiterbildung vermittelt systematisch die zentralen Konzepte, Dienste und Sicherheitsmechanismen, auf denen die gesamte AWS-Plattform aufbaut. Ob Rechnerinfrastruktur, Speicherlösungen, Datenbankdienste oder Netzwerkarchitekturen — der Kurs gibt einen strukturierten Überblick und schafft damit die Grundlage für alle weiterführenden AWS-Qualifikationen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, die AWS Management Console sicher und effizient zu bedienen und typische AWS-Szenarien praktisch umzusetzen.
Kursinhalte & Lernziele
Das erste Modul legt das konzeptionelle Fundament des Cloud Computings und der AWS-Infrastruktur. Teilnehmerinnen und Teilnehmer verstehen, was Cloud Computing im AWS-Kontext bedeutet, und lernen die globale Infrastruktur von AWS kennen. Behandelt werden dabei die folgenden Themen.
- Was Cloud Computing bedeutet und warum Unternehmen sich für AWS entscheiden
- Regionen, Availability Zones und Edge Locations in der AWS-Infrastruktur
- Das Shared-Responsibility-Modell mit Verantwortlichkeiten von AWS und Kunden
- AWS-Abrechnungsmodelle wie On-Demand, Reserved Instances und Spot Instances
- Einführung in die AWS Management Console und die AWS CLI
- Überblick über die wichtigsten AWS-Servicekategorien
Das zweite Modul widmet sich den Compute-Diensten von AWS, wobei Amazon EC2 als zentraler Bestandteil im Vordergrund steht. Die inhaltlichen Schwerpunkte des Moduls liegen auf folgenden Bereichen.
- Amazon EC2 mit Instanztypen, AMIs, Key Pairs und Security Groups
- Starten, Stoppen und Terminieren von EC2-Instanzen über die Konsole
- Elastic Load Balancing und Auto Scaling für hochverfügbare Architekturen
- AWS Lambda als serverloser Compute-Service mit Konzept und Anwendungsfällen
- Amazon ECS und EKS als Container-Dienste in AWS
- Kostenmanagement für Compute-Ressourcen mit Rightsizing und Savings Plans
Das dritte Modul behandelt Speicher- und Datenbankdienste. Hier lernen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie Daten in AWS sicher und kosteneffizient gespeichert werden. Die Inhalte des Moduls erstrecken sich über folgende Themen.
- Amazon S3 mit Bucket-Konfiguration, Speicherklassen und Lifecycle-Regeln
- Amazon EBS als Block Storage für EC2-Instanzen mit Snapshot-Management
- Amazon EFS als Shared File Storage für verteilte Anwendungen
- Amazon RDS mit Managed Relational Databases, Multi-AZ und Read Replicas
- Amazon DynamoDB mit NoSQL-Grundkonzepten und typischen Anwendungsfällen
- Datenverschlüsselung in S3, RDS und EBS
Das vierte Modul beleuchtet Netzwerkarchitektur und Sicherheit. Die behandelten Inhalte decken folgende Gebiete ab.
- Amazon VPC mit Subnetzen, Route Tables, Internet Gateways und NAT Gateways
- Security Groups und Network Access Control Lists im Vergleich
- AWS IAM mit Benutzern, Gruppen, Rollen und Richtlinien
- AWS CloudTrail für Audit-Logging und Compliance
- Amazon CloudWatch für Monitoring, Metriken und Alarme
- AWS Trusted Advisor als Optimierungsassistent
Im Praxismodul absolvieren Teilnehmerinnen und Teilnehmer schrittweise Laborübungen in realen AWS-Umgebungen. Die Übungen umfassen folgende Aufgaben.
- Einrichten eines AWS-Kontos und Erstkonfiguration von IAM-Benutzern
- Starten einer EC2-Instanz und Herstellen einer SSH-Verbindung
- Erstellen eines S3-Buckets, Hochladen von Objekten und Konfigurieren von Zugriffsrechten
- Aufbau einer einfachen VPC mit öffentlichem und privatem Subnetz
- Einrichten einer RDS-Instanz und Verbindungstest über einen EC2-Client
- Konfiguration einer Security Group für spezifische Portfreigaben
- Erstellen eines CloudWatch-Alarms für CPU-Auslastung einer EC2-Instanz
- Kostenübersicht im AWS Cost Explorer analysieren und Einsparpotenziale identifizieren
- Einrichten eines Load Balancers für zwei EC2-Instanzen
- Testen von Auto-Scaling-Richtlinien unter simulierter Last
- Erstellen eines IAM-Rollen-Konzepts für eine einfache Anwendungsarchitektur
- Evaluierung eines Beispiel-Architekturdiagramms anhand des Well-Architected Frameworks
Die abschließenden Einheiten festigen das Gelernte durch Diskussion realer Architekturszenarien. Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiten gemeinsam einfache AWS-Architekturen und diskutieren, welche Dienste in welchen Situationen zum Einsatz kommen. Zertifizierungspfade und Empfehlungen für weiterführende Kurse werden vorgestellt.
Lernziele:
Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgende Kompetenzen einsetzen.
- Die grundlegende Architektur der AWS-Plattform und ihre globale Infrastruktur erklären
- Kernkonzepte des Cloud Computings wie On-Demand-Bereitstellung, Skalierbarkeit und Pay-as-you-go korrekt anwenden
- Amazon EC2-Instanzen starten, konfigurieren und verwalten
- Amazon S3-Buckets einrichten und Objekte sicher speichern und abrufen
- Amazon VPC-Netzwerkarchitekturen planen und grundlegende Sicherheitsgruppen konfigurieren
- Amazon RDS-Datenbankinstanzen bereitstellen und grundlegende Datenbankoperationen durchführen
- AWS Identity and Access Management für die rollenbasierte Zugriffskontrolle einsetzen
- Monitoring- und Alarmierungsfunktionen über Amazon CloudWatch nutzen
- Die AWS-Kostenverwaltung mit dem AWS Cost Explorer und dem AWS Pricing Calculator bedienen
- Sicherheitsgrundsätze und das Shared-Responsibility-Modell von AWS erläutern
- Einfache Automatisierungsszenarien mit AWS CLI oder dem SDK beschreiben
- Die Eignung verschiedener AWS-Dienste für typische Anwendungsfälle beurteilen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Berufseinsteiger sowie an erfahrene IT-Fachkräfte, die in den AWS-Bereich einsteigen möchten. Die Weiterbildung ist besonders geeignet für die folgenden Personengruppen.
- IT-Administratorinnen und -Administratoren, die klassische On-Premises-Infrastrukturen kennen und Cloud-Kenntnisse ergänzen wollen
- Softwareentwicklerinnen und -entwickler, die AWS-Dienste in ihre Anwendungen integrieren möchten
- Projektmanagerinnen und -manager mit technischem Hintergrund, die ein fundiertes Verständnis der AWS-Plattform benötigen
- Berufsrückkehrerinnen und Quereinsteiger, die eine neue Karriere in der Cloud-IT anstreben
- Fachkräfte, die sich auf AWS-Zertifizierungsprüfungen vorbereiten
Für den Einstiegskurs sind keine spezifischen AWS-Kenntnisse erforderlich. Grundlegendes IT-Verständnis etwa zu Betriebssystemen, Netzwerkgrundlagen und Datenbankkonzepten ist hilfreich, um den Kursinhalten gut folgen zu können. Vor Kursbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, in dem Vorkenntnisse besprochen und ein maßgeschneiderter Lernplan erstellt wird.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format durchgeführt, das Präsenz- und Online-Einheiten kombiniert. Lernphasen mit Instruktion und Erklärungen wechseln sich mit praktischen Übungssequenzen in echten AWS-Umgebungen ab. Gruppenaufgaben und Diskussionen zu typischen Cloud-Szenarien fördern das vertiefte Verständnis. Die Kursmaterialien stehen digital zur Verfügung und können nach Kursende zur Nachbereitung genutzt werden.
Die Kursdauer beträgt in der Vollzeitvariante in der Regel ein bis vier Wochen. Wer den Kurs berufsbegleitend absolvieren möchte, kann die Teilzeitvariante über mehrere Monate nutzen. Der konkrete Ablauf und die Starttermine werden individuell mit dem Kursanbieter vereinbart.
Nach Kursabschluss erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein trägerinternes Lehrgangszertifikat sowie die Vorbereitung auf das international anerkannte Herstellerzertifikat von AWS. Der Kurs legt eine solide Basis für den AWS Certified Cloud Practitioner und weiterführende Associate-Level-Zertifizierungen. Das Zertifikat kann bei Bewerbungen als Kompetenznachweis vorgelegt werden.
Nutzen & Perspektiven
AWS ist die weltweit größte Cloud-Plattform und in Stellenausschreibungen der IT-Branche nahezu allgegenwärtig. Mit einem fundierten Grundlagenwissen in AWS öffnen Absolventinnen und Absolventen dieses Kurses Türen zu einer Vielzahl von Berufsrollen. Cloud Administrator, AWS Solutions Architect, DevOps Engineer oder Cloud Consultant sind nur einige der Möglichkeiten, die eine AWS-Qualifikation erschließt. Weiterbildungsmaßnahmen bei AZAV-zertifizierten Trägern sind in der Regel über den Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder der Jobcenter förderbar. Ergänzend kommen je nach Situation das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr oder Leistungen der Deutschen Rentenversicherung als Förderwege in Betracht. Eine Beratung beim Anbieter klärt die Möglichkeiten individuell. Der praxisorientierte Kursaufbau stellt sicher, dass die erworbenen Kenntnisse unmittelbar in der täglichen Arbeit eingesetzt werden können. Wer diesen Kurs absolviert hat, ist bestens positioniert, um in weiterführende AWS-Spezialisierungen einzusteigen und die eigene Karriere in der wachsenden Cloud-Wirtschaft voranzutreiben.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich AWS-Vorkenntnisse für diesen Kurs?
Nein, der Kurs ist explizit als Einstiegskurs konzipiert. Grundlegendes IT-Verständnis ist hilfreich, aber AWS-spezifische Kenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Vor Kursbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, in dem der Lernplan auf Ihre Ausgangssituation abgestimmt wird.
Auf welche AWS-Zertifizierungen bereitet dieser Kurs vor?
Der Kurs legt eine solide Grundlage für den AWS Certified Cloud Practitioner und die Associate-Level-Zertifizierungen wie AWS Certified Solutions Architect Associate. Er ist der empfohlene Einstiegspunkt vor allen spezialisierten AWS-Trainings.
Kann die Weiterbildung über einen Bildungsgutschein gefördert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist eine Förderung über den Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder der Jobcenter in der Regel möglich. Je nach persönlicher Situation kommen auch das Qualifizierungschancengesetz oder Leistungen zur beruflichen Rehabilitation in Betracht. Eine Beratung beim Anbieter klärt die konkrete Fördersituation.
Welche AWS-Dienste werden im Kurs abgedeckt?
Der Kurs behandelt die wichtigsten Grunddienste: Amazon EC2 (Compute), Amazon S3 (Storage), Amazon VPC (Netzwerk), Amazon RDS (Datenbanken), AWS IAM (Identitätsverwaltung) sowie Monitoring mit CloudWatch und Kostenverwaltung mit AWS Cost Explorer.
Gibt es praktische Übungen im Kurs?
Ja, ein wesentlicher Teil des Kurses besteht aus Laborübungen in echten AWS-Sandbox-Umgebungen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer starten EC2-Instanzen, konfigurieren S3-Buckets, bauen VPC-Netzwerke und richten Datenbankinstanzen ein — alles hands-on in der AWS Management Console.
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