Überblick
Der Kurs AZ-1010 Deploy and Manage Azure Arc-enabled Servers richtet sich an IT-Fachkräfte, die hybride und Multi-Cloud-Infrastrukturen mit Microsoft Azure Arc zentral verwalten möchten. Azure Arc ist eine Plattformerweiterung von Microsoft, die es ermöglicht, Server aus anderen Cloud-Umgebungen oder aus On-Premises-Rechenzentren in das Azure-Verwaltungsmodell einzubinden — ohne diese Systeme physisch nach Azure zu migrieren. Der Kurs vermittelt das nötige Wissen, um Azure Arc-Agenten bereitzustellen, Server zu onboarden, Konfigurationsrichtlinien anzuwenden und hybride Infrastrukturen sicher zu betreiben. Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, wie Azure Policy, Azure Monitor und Microsoft Defender for Cloud auf Arc-fähige Server angewandt werden.
Kursinhalte & Lernziele
Das erste Modul führt in die Konzepte hinter Azure Arc ein und erklärt, warum hybride Verwaltungsstrategien in modernen Unternehmens-IT-Landschaften unverzichtbar geworden sind. Die Inhalte des Moduls umfassen folgende Themen.
- Azure Arc im Überblick mit Architektur, Komponenten und unterstützten Ressourcentypen
- Unterschied zwischen Azure Arc-fähigen Servern, Arc-fähigen Kubernetes-Clustern und weiteren Arc-Ressourcen
- Azure-Verwaltungsebene und wie Arc-Server darin eingebettet werden
- Unterstützte Betriebssysteme und Versionen für Azure Arc-Server
- Lizenz- und Kostenmodelle für Azure Arc
- Typische Anwendungsfälle für Azure Arc in Produktionsumgebungen
Das zweite Modul behandelt das Onboarding von Servern in Azure Arc. Hier lernen Teilnehmerinnen und Teilnehmer Schritt für Schritt, wie Server aus verschiedenen Umgebungen angebunden werden. Die Inhalte des Moduls erstrecken sich über folgende Bereiche.
- Manuelles Onboarding eines einzelnen Servers über das Azure-Portal und die Azure CLI
- Erstellen und Verwenden eines Service Principal für skaliertes automatisiertes Onboarding
- Massenregistrierung über Skripte mit Azure PowerShell und der Azure CLI
- Onboarding von Servern aus AWS und GCP in Azure Arc
- Netzwerkvoraussetzungen mit Firewall-Regeln und ausgehenden Verbindungen des Azure Connected Machine Agent
- Onboarding über Arc-fähige Netzwerkkonfigurationen mit Private Link
Das dritte Modul widmet sich der Richtlinienverwaltung und Compliance über Azure Policy. Die behandelten Inhalte decken folgende Aspekte ab.
- Azure Policy mit Definition, Zuweisung und Auswirkungstypen wie Audit, Deny und DeployIfNotExists
- Integrierte Richtliniendefinitionen für Arc-fähige Server
- Gast-Konfiguration für die Erstellung benutzerdefinierter Konfigurationen
- Compliance-Dashboard mit Überblick über den Erfüllungsgrad in hybriden Umgebungen
- Remediation Tasks für automatisches Beheben von Compliance-Abweichungen
- Azure Policy-Initiativen als gebündelte Richtliniensets für hybride Infrastrukturen
Das vierte Modul behandelt Monitoring, Sicherheit und Betrieb für Arc-fähige Server. Die Inhalte dieses Moduls liegen auf folgenden Schwerpunkten.
- Azure Monitor für das Erfassen und Auswerten von Metriken und Protokollen hybrider Server
- Log Analytics Workspace mit Konfiguration und KQL-Abfragen für Arc-Serverdaten
- Microsoft Defender for Cloud mit Sicherheitsstatus und Empfehlungen für Arc-Server
- Azure Automation Update Management für automatisierte Patch-Zyklen hybrider Server
- Azure Automation Runbooks für Arc-Server mit Remoteskriptausführung ohne direkte Verbindung
- Troubleshooting bei Agent-Verbindungsproblemen und Compliance-Abweichungen
Im Praxismodul arbeiten Teilnehmerinnen und Teilnehmer hands-on in realen Azure-Umgebungen. Die Laborübungen beinhalten folgende Aufgaben.
- Installation des Azure Connected Machine Agent auf einem Linux- und einem Windows-Server
- Manuelles Onboarding beider Server in Azure Arc über das Portal
- Erstellen eines Service Principal und automatisiertes Onboarding weiterer Demo-Server per Skript
- Zuweisen einer Azure Policy zum Erzwingen des Log Analytics Agents auf Arc-Servern
- Überprüfen des Compliance-Status im Azure Policy-Dashboard und Beheben von Abweichungen
- Konfigurieren eines Log Analytics Workspace und Abrufen von Systemprotokollen via KQL
- Aktivieren von Microsoft Defender for Cloud für Arc-Server und Bearbeiten von Sicherheitsempfehlungen
- Einrichten eines Update-Management-Plans und Simulieren eines Patch-Zyklus
- Ausführen eines Automation Runbooks auf Arc-Servern und Überprüfen der Ergebnisse
- Konfigurieren einer Private-Link-Verbindung für einen Arc-Server ohne öffentliche Internetzugangspflicht
- Kostenanalyse der Arc-Ressourcen im Azure Cost Management und Optimierungsszenarien
- Präsentation einer eigenen Arc-Administrationsstrategie für eine fiktive hybride Unternehmensinfrastruktur
Die abschließenden Kurseinheiten reflektieren reale Betriebsszenarien und diskutieren häufige Herausforderungen bei der langfristigen Verwaltung großer Arc-Server-Bestände. Zertifizierungspfade und weiterführende Azure-Spezialisierungen werden vorgestellt.
Lernziele:
Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgende Kompetenzen einsetzen.
- Das Konzept von Azure Arc und seine Rolle in hybriden und Multi-Cloud-Strategien erklären
- Azure Connected Machine Agents auf Windows- und Linux-Servern installieren und konfigurieren
- Server aus verschiedenen Umgebungen wie On-Premises, AWS und GCP in Azure Arc onboarden
- Skaliertes Onboarding von Arc-Servern über Service Principals und Automatisierungsskripte durchführen
- Azure Policy für Arc-fähige Server definieren, zuweisen und deren Compliance überwachen
- Azure Monitor und Log Analytics für das Monitoring von Arc-Servern konfigurieren
- Microsoft Defender for Cloud für hybride Server aktivieren und Sicherheitsempfehlungen umsetzen
- Azure Automation und Update Management für Arc-Server zur automatisierten Patchverwaltung einsetzen
- Die Gast-Konfiguration für konsistente Systemkonfigurationen anwenden
- Netzwerkkonnektivität für Arc-Server über öffentliche Endpunkte und Private Link realisieren
- Kosten und Lizenzierungsmodelle für Azure Arc-fähige Server verstehen und optimieren
- Troubleshooting-Methoden für Verbindungsprobleme und Compliance-Abweichungen anwenden
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an IT-Fachkräfte, die hybride und Multi-Cloud-Infrastrukturen verwalten oder für deren Verwaltung verantwortlich sind. Die Weiterbildung ist besonders geeignet für folgende Zielgruppen.
- Cloud-Administratorinnen und -Administratoren mit hybrider Infrastrukturverantwortung
- Azure-Administratorinnen und -Administratoren, die ihre Kenntnisse auf Multi-Cloud-Umgebungen erweitern
- Hybrid-Cloud-Administratoren und Cloud-Engineers, die Server aus On-Premises- und anderen Cloud-Umgebungen zentralisieren möchten
- IT-Architektinnen und -Architekten, die hybride Verwaltungsstrategien für Unternehmensinfrastrukturen entwerfen
- System Administrators, die den Übergang von klassischer On-Premises-Verwaltung zum Azure-Verwaltungsmodell vollziehen
Für diesen Kurs werden grundlegende Azure-Kenntnisse vorausgesetzt, insbesondere Erfahrungen mit dem Azure-Portal, Azure Resource Manager und grundlegenden Netzwerkkonzepten. Kenntnisse in Windows Server- oder Linux-Administration sind für das Verständnis der praktischen Serverseite des Kurses hilfreich. Grundkenntnisse in Azure Policy und Azure Monitor erleichtern den Einstieg. Ein individuelles Beratungsgespräch vor Kursbeginn klärt den genauen Kenntnisstand und stimmt den Lernplan ab.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format angeboten. Präsenz- und Online-Phasen wechseln sich ab und schaffen Raum für instruktive Lernphasen sowie intensive Laborarbeit in Azure-Sandbox-Umgebungen. Fallstudien aus realen hybriden Unternehmensinfrastrukturen geben dem Lernstoff praktische Relevanz. Gruppenarbeiten und moderierte Diskussionen helfen, unterschiedliche Anforderungsszenarien aus verschiedenen Branchen zu analysieren. Kursmaterialien stehen digital zur Verfügung.
Die Kursdauer beträgt in der Vollzeitvariante in der Regel mehr als eine Woche bis zu einem Monat. Für berufsbegleitende Teilnahme ist eine Teilzeitvariante über mehrere Monate verfügbar. Der genaue Ablauf und die Starttermine werden individuell mit dem Anbieter abgestimmt.
Nach Kursabschluss erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein trägerinternes Zertifikat sowie die Vorbereitung auf anerkannte Microsoft-Herstellerzertifikate. Der Kurs unterstützt die Vorbereitung auf den AZ-104 Microsoft Azure Administrator und spezialisierte Hybrid-Cloud-Zertifizierungen. Das Kurszertifikat dient als Nachweis der erworbenen Kompetenzen gegenüber Arbeitgebenden und Auftraggebenden.
Nutzen & Perspektiven
Hybride IT-Architekturen sind in der Unternehmenspraxis die Regel, nicht die Ausnahme. Unternehmen betreiben gleichzeitig On-Premises-Systeme, Azure-Workloads und Ressourcen in weiteren Cloud-Umgebungen wie AWS oder GCP. Azure Arc ermöglicht es, all diese Systeme über ein einheitliches Verwaltungsmodell zu steuern — ohne kostspielige und zeitaufwendige Migrationen. Fachkräfte, die Arc beherrschen, sind in der Lage, heterogene Infrastrukturen zu vereinheitlichen und die Betriebskosten durch zentrale Verwaltung, einheitliches Patching und konsolidiertes Monitoring zu senken. Weiterbildungsmaßnahmen bei AZAV-zertifizierten Trägern sind in der Regel über den Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder der Jobcenter förderbar. Auch das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr oder Leistungen zur beruflichen Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung können je nach persönlicher Situation als Förderwege in Frage kommen. Eine frühzeitige Beratung klärt die individuell passende Finanzierung. Der praxisorientierte Aufbau des Kurses mit realen Laborübungen in Azure-Umgebungen stellt sicher, dass die erworbenen Kenntnisse sofort in produktive Projekte übertragen werden können. Wer nach dem Kurs in der Lage ist, Azure Arc für große hybride Infrastrukturen zu betreiben, qualifiziert sich für gefragte Rollen wie Hybrid Cloud Architect, Azure Administrator (Multi-Cloud) oder Cloud Infrastructure Specialist.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist Azure Arc und warum ist es relevant?
Azure Arc ermöglicht es, Server aus On-Premises-Umgebungen, AWS, GCP oder anderen Quellen in das Azure-Verwaltungsmodell einzubinden. Damit können Unternehmen ihre gesamte Infrastruktur zentral über Azure Portal, Azure Policy und Azure Monitor steuern — ohne kostspielige Migrationen durchführen zu müssen. Das ist besonders relevant für Unternehmen mit heterogenen IT-Landschaften.
Welche Betriebssysteme werden im Kurs für Arc-Server behandelt?
Der Kurs behandelt sowohl Windows-Server- als auch Linux-basierte Arc-fähige Server. Unterstützte Linux-Distributionen umfassen Ubuntu, Red Hat Enterprise Linux, CentOS und SUSE. Die behandelten Konzepte lassen sich auf alle unterstützten Betriebssysteme anwenden.
Kann der Kurs über einen Bildungsgutschein gefördert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist eine Förderung über den Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder der Jobcenter in der Regel möglich. Je nach persönlicher Situation kommen auch das Qualifizierungschancengesetz oder Leistungen zur beruflichen Rehabilitation in Betracht. Eine Beratung beim Anbieter klärt die konkreten Fördermöglichkeiten.
Wie unterscheidet sich Azure Arc von einer klassischen Azure-Migration?
Bei einer klassischen Migration werden Server physisch in die Azure-Cloud verlagert. Azure Arc hingegen lässt die Server dort, wo sie sind, und bindet sie lediglich in das Azure-Verwaltungsmodell ein. Das ist erheblich kostengünstiger und weniger komplex, bietet aber trotzdem einheitliches Management, Richtliniendurchsetzung und Monitoring über alle Systeme hinweg.
Auf welche Microsoft-Zertifizierungen bereitet der Kurs vor?
Der Kurs unterstützt die Vorbereitung auf den AZ-104 Microsoft Azure Administrator sowie auf spezialisierte Hybrid-Cloud-Zertifizierungen. Ergänzende Zertifizierungsmodule können direkt beim Anbieter erfragt werden.
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