Überblick
Der Kurs AZ-104 Azure Administrator vermittelt das vollständige technische Wissen, das IT-Fachleute benötigen, um Microsoft-Azure-Umgebungen professionell zu verwalten. Über elf strukturierte Module hinweg werden alle Kernkompetenzen eines Azure-Administrators erarbeitet: von der sicheren Identitätsverwaltung über virtuelle Netze und standortübergreifende Konnektivität bis hin zu Speicherlösungen, virtuellen Maschinen und der laufenden Überwachung der eigenen Cloud-Infrastruktur. Der Abschluss bereitet gezielt auf das offizielle Microsoft-Examen AZ-104 vor, das zur Zertifizierung als Microsoft Certified: Azure Administrator Associate führt.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 und 2 – Identität, Governance und Compliance: Der Einstieg legt das Fundament für alle weiteren Themen. Die Teilnehmenden lernen Azure Active Directory in seinen Kernfunktionen kennen: Benutzer- und Gruppenkonten, Geräteregistrierung sowie externe Identitäten. Governance-Mechanismen wie Azure Policy, Management Groups, Ressourcensperren und Role-Based Access Control werden detailliert behandelt, damit Organisationsstrukturen regelkonform abgebildet werden können.
- Benutzer- und Gruppen-Management in Azure AD
- Rollen und benutzerdefinierte RBAC-Definitionen
- Azure Policy und Initiativen zur Compliance-Sicherung
- Management Groups und Abonnementshierarchien
- Ressourcentagging und Kostenzuordnung
- Ressourcensperren und delegierte Verwaltung
Modul 3 – Azure-Administration: Dieser Block vermittelt die täglichen Verwaltungsaufgaben: Ressourcen erstellen, konfigurieren und überwachen, Azure-Vorlagen (ARM Templates) für wiederkehrende Deployments nutzen und Cloud Shell sowie PowerShell-/CLI-Werkzeuge produktiv einsetzen.
- ARM-Templates und Bicep-Grundlagen für Infrastruktur als Code
- Azure Portal, Cloud Shell, Azure PowerShell und Azure CLI
- Ressourcengruppen erstellen, verschieben und löschen
- Azure Advisor-Empfehlungen umsetzen
- Bereitstellung und Verwaltung von Ressourcensperren
- Abonnement- und Kostenverwaltung
Module 4–6 – Virtuelle Netzwerke und Konnektivität: Netzwerke sind das Rückgrat jeder Cloud-Umgebung. Hier werden virtuelle Netzwerke entworfen und implementiert, Subnetze geplant und Netzwerksicherheitsgruppen konfiguriert. Das Modul zur standortübergreifenden Konnektivität behandelt Site-to-Site-VPN, Point-to-Site-VPN und Azure ExpressRoute. Das Netzwerkverkehrsmanagement schließt den Block mit Load Balancern, Application Gateway und Azure Traffic Manager ab.
- Virtuelle Netzwerke und Subnetze planen und anlegen
- Netzwerksicherheitsgruppen und Application Security Groups
- Azure VPN Gateway: Site-to-Site und Point-to-Site
- Virtual Network Peering und Hub-Spoke-Topologien
- Azure ExpressRoute – Konzept und Einsatzszenarien
- Azure Load Balancer und Application Gateway konfigurieren
Modul 7 – Azure-Speicher: Speicher ist eines der zentralen Themen des AZ-104-Examens. Die Teilnehmenden lernen alle vier Speichertypen – Blob, Datei, Tabelle und Warteschlange – kennen und konfigurieren Zugriffsrechte, Lebenszyklusrichtlinien und Sicherheitsoptionen. Azure File Sync und Import/Export-Dienste runden das Modul ab.
- Speicherkonten anlegen und konfigurieren
- Zugriffsebenen und Lebenszyklusverwaltung für Blob-Speicher
- Shared Access Signatures (SAS) und Zugriffsrichtlinien
- Azure Files und Azure File Sync
- Speichersicherheit und Verschlüsselung
Module 8–9 – Virtuelle Maschinen und serverloses Computing: Hier steht der gesamte Lebenszyklus von Azure-VMs im Mittelpunkt: Größen, Images, Verfügbarkeitsgruppen und -zonen, Scale Sets sowie Backup und Wiederherstellung. Zusätzlich werden Azure App Service für Webanwendungen und Azure Container Instances für leichtgewichtige Container-Workloads behandelt.
- VM-Größen, Images und Betriebssystemdatenträger
- Verfügbarkeitsgruppen und Availability Zones
- Azure Virtual Machine Scale Sets konfigurieren
- Azure App Service – Pläne und Deployment-Slots
- Azure Container Instances und Azure Kubernetes Service Grundlagen
- Azure Backup und Azure Site Recovery
Module 10–11 – Datenschutz und Überwachung: Der abschließende Block behandelt Azure Backup in der Tiefe sowie Azure Monitor, Log Analytics-Arbeitsbereiche und Application Insights. Alerts, Metriken und Dashboards ermöglichen es, den Zustand einer gesamten Azure-Umgebung transparent zu machen und frühzeitig auf Probleme zu reagieren.
- Azure Backup-Tresore und Sicherungsrichtlinien
- Dateiwiederherstellung und Notfallwiederherstellung mit Azure Site Recovery
- Azure Monitor – Metriken und Diagnoseprotokolle
- Log Analytics-Arbeitsbereiche und KQL-Grundabfragen
- Azure Alerts und Aktionsgruppen
- Dashboards und Arbeitsmappenverwaltung
Praxisübungen
- Erstellen und Verwalten von Azure-Abonnements und Ressourcengruppen
- Konfigurieren von Benutzern, Gruppen und RBAC-Rollen im Azure-Portal
- Implementieren von Azure Policy-Richtlinien und Compliance-Berichten
- Einrichten von virtuellen Netzwerken mit Subnetzen und NSGs
- Aufbau einer Site-to-Site-VPN-Verbindung in einer Übungsumgebung
- Konfigurieren von Azure Load Balancer mit Integritätssonden
- Erstellen und Verwalten von Speicherkonten und Blob-Containern
- Deployment einer VM mit ARM-Template und PowerShell
- Konfigurieren von VM-Scale-Sets mit automatischer Skalierung
- Einrichten von Azure Backup für VMs und Test der Wiederherstellung
- Aufbau eines Log Analytics-Arbeitsbereichs und Abfragen mit KQL
- Erstellen von Azure Alerts basierend auf Metriken und Logdaten
Die Übungsumgebungen sind so gestaltet, dass jede Konfiguration direkt im Azure-Portal oder per CLI durchgeführt werden kann. Die Szenarien orientieren sich an typischen Aufgaben aus dem AZ-104-Examen, sodass Theorie und Prüfungsvorbereitung nahtlos ineinandergreifen. Diskussionsrunden nach jedem Übungsblock helfen dabei, das erarbeitete Wissen zu festigen und offene Fragen zu klären.
Lernziele:
Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses sind die Teilnehmenden in der Lage,
- Azure-Abonnements sowie Ressourcengruppen strukturiert zu verwalten und Governance-Richtlinien zu implementieren
- Benutzeridentitäten, Gruppen und Rollen in Azure Active Directory sicher einzurichten und zu pflegen
- Richtlinien und RBAC-Konzepte (Role-Based Access Control) konsequent anzuwenden
- Virtuelle Netzwerke in Azure zu planen, zu konfigurieren und zu überwachen
- Standortübergreifende Verbindungen zwischen Azure und lokalen Rechenzentren herzustellen (VPN, ExpressRoute, Peering)
- Den Netzwerkverkehr mithilfe von Load Balancern, Traffic Manager und Netzwerksicherheitsgruppen zu steuern
- Azure-Speicherlösungen (Blob, Datei, Tabelle, Warteschlange) zu implementieren und abzusichern
- Virtuelle Maschinen zu erstellen, zu konfigurieren und skalierbar zu betreiben
- Serverloses Computing und containerbasierte Anwendungen auf Azure zu betreiben
- Datensicherungs- und Wiederherstellungskonzepte für Azure-Ressourcen umzusetzen
- Azure Monitor, Log Analytics und Alerts zur lückenlosen Überwachung einzusetzen
- Die eigene Azure-Umgebung gezielt auf das AZ-104-Examen auszurichten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an IT-Fachleute mit Erfahrung in der Systemadministration oder Netzwerkverwaltung, die ihre Kenntnisse gezielt in die Microsoft-Azure-Welt übertragen und sich für eine offizielle Administrator-Zertifizierung qualifizieren möchten.
- System- und Netzwerkadministratoren, die auf Cloud-Umgebungen umsteigen
- IT-Generalist:innen, die eine Spezialisierung auf Azure anstreben
- Infrastruktur-Techniker:innen aus On-Premise-Umgebungen (Windows Server, Hyper-V)
- Projektbeteiligte im Cloud-Migration-Kontext, die fundiertes Azure-Wissen benötigen
- IT-Fachkräfte, die die Zertifizierung Microsoft Certified: Azure Administrator Associate erwerben möchten
Solide Kenntnisse in der Windows-Server-Administration oder Linux-Administration sowie Grundlagen der Netzwerktechnik (IP-Adressierung, Subnetting, DNS, Routing) werden vorausgesetzt. Erste Berührungspunkte mit Azure oder einer anderen Cloud-Plattform sind hilfreich, aber kein Muss. Englischkenntnisse auf Leseverständnis-Niveau sind von Vorteil, da ein Teil der Microsoft-Dokumentation und Prüfungsfragen auf Englisch formuliert ist. Grundlegende Erfahrung mit einem Skript- oder Automatisierungswerkzeug (PowerShell, Bash oder Python) erleichtert den Einstieg in die CLI-basierten Übungen.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs verbindet angeleitete Instruktionsphasen mit konkreten Hands-on-Laboren im Azure-Portal. In den Instruktionsphasen werden Konzepte erklärt, Architekturen visualisiert und Konfigurationsschritte demonstriert. Anschließend setzen die Teilnehmenden das Gelernte unmittelbar in geführten Übungsumgebungen um. Regelmäßige Fragerunden und kurze Wissenstests nach jedem Modul festigen das Verständnis. Ergänzend stehen schriftliche Lernunterlagen und Checklisten zur Verfügung, die auch nach Kursende als Referenz dienen.
Der Kurs deckt alle elf offiziellen AZ-104-Lernpfad-Module ab. Die tatsächliche Kursdauer richtet sich nach dem gebuchten Format; typisch sind vier bis fünf Tage Vollzeitunterricht oder ein entsprechend gestreckter Teilzeit-Plan. Termine werden sowohl als Präsenzkurs als auch in Live-Online-Formaten angeboten, sodass die Weiterbildung flexibel in den Berufsalltag integrierbar ist.
Mit Abschluss des Kurses erhalten die Teilnehmenden eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung. Der Kurs dient zudem als offizielle Prüfungsvorbereitung für das Microsoft-Examen AZ-104, das extern bei einem akkreditierten Pearson-VUE-Testcenter abgelegt wird. Bei Bestehen der Prüfung erwerben die Teilnehmenden die Zertifizierung Microsoft Certified: Azure Administrator Associate, die als branchenweit anerkannte Qualifikation für Cloud-Administrationsrollen gilt.
Nutzen & Perspektiven
Die Rolle des Azure-Administrators gehört aktuell zu den gefragtesten Positionen im IT-Arbeitsmarkt. Unternehmen aller Branchen verlagern ihre Infrastruktur in die Cloud und benötigen Fachkräfte, die Azure-Umgebungen sicher, effizient und kostenoptimiert betreiben können. Wer die AZ-104-Zertifizierung in der Hand hält, belegt diese Kompetenz mit einem international anerkannten Nachweis und hebt sich klar von nicht-zertifizierten Bewerberinnen und Bewerbern ab. Der Kurs baut keine isolierte Prüfungstaktik auf, sondern echtes Verwaltungswissen. Die elf Module spiegeln die tatsächlichen Aufgaben wider, mit denen Azure-Administratoren täglich konfrontiert sind: Benutzerrechte verwalten, Netzwerke absichern, Speicher effizient organisieren und den laufenden Betrieb überwachen. Wer den Kurs abschließt, ist nicht nur zertifiziert, sondern direkt arbeitsfähig in einer Azure-geprägten IT-Umgebung. Zudem eröffnet die AZ-104-Zertifizierung klare Aufstiegswege: Sie ist eine der empfohlenen Vorstufen zur Zertifizierung als Microsoft Certified: Azure Solutions Architect Expert (AZ-305) und zu weiteren Spezialisierungen im Azure-Ökosystem. Wer früh in die Azure-Administration einsteigt, legt damit eine belastbare Grundlage für eine langfristige Cloud-Karriere.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welches Zertifikat erwerbe ich nach diesem Kurs?
Der Kurs bereitet auf das Microsoft-Examen AZ-104 vor. Bei Bestehen der externen Prüfung bei einem akkreditierten Pearson-VUE-Testcenter erhalten Sie die Zertifizierung Microsoft Certified: Azure Administrator Associate. Vom Kursanbieter bekommen Sie eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung.
Welche Vorkenntnisse brauche ich für den AZ-104-Kurs?
Sie sollten Grundlagen der Systemadministration (Windows oder Linux) sowie Netzwerkkenntnisse mitbringen (IP-Adressierung, DNS, Routing). Erste Cloud-Erfahrungen sind hilfreich, aber kein Muss. Lesekenntnisse in Englisch erleichtern den Umgang mit der Microsoft-Dokumentation.
Welche Berufsfelder erschließt die AZ-104-Zertifizierung?
Mit der Zertifizierung bewerben Sie sich gezielt als Azure Administrator, Cloud System Engineer oder Infrastructure Administrator. Die Qualifikation ist zudem eine anerkannte Vorstufe zur Azure-Solutions-Architect-Expert-Zertifizierung (AZ-305).
Wie lange dauert der Kurs und in welchem Format findet er statt?
Typisch sind vier bis fünf Tage im Vollzeitformat oder ein gestreckter Teilzeitplan. Der Kurs wird sowohl als Präsenzveranstaltung als auch als Live-Online-Schulung angeboten.
Deckt der Kurs alle AZ-104-Prüfungsthemen ab?
Ja, alle elf offiziellen Themengebiete des AZ-104-Lernpfads werden abgedeckt: Identität, Governance, Administration, virtuelle Netzwerke, Konnektivität, Netzwerkverkehr, Speicher, VMs, serverloses Computing, Datenschutz und Monitoring.
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