Überblick
Dieser Kurs richtet sich an IT-Fachleute, die nicht nur die Grundlagen, sondern das vollständige Handwerkszeug eines Azure-Administrators beherrschen wollen. Im Mittelpunkt steht die operative Verwaltung von Microsoft-Azure-Umgebungen: Abonnements steuern, Identitäten absichern, Netzwerke strukturieren, Speicher skalieren und virtuelle Maschinen zuverlässig betreiben. Das Training orientiert sich am offiziellen Microsoft-Lernpfad für die Zertifizierung AZ-104 (Microsoft Certified: Azure Administrator Associate) und ist zugleich ein empfohlener Einstieg auf dem Weg zur Azure Solutions Architect Expert-Zertifizierung.
Kursinhalte & Lernziele
Block 1 – Abonnementverwaltung und Governance: Der Kurs startet mit den Strukturelementen jeder Azure-Umgebung: Abonnements, Verwaltungsgruppen und Ressourcengruppen. Governance-Werkzeuge wie Azure Policy, Initiativen und RBAC-Rollen werden nicht nur erklärt, sondern im Azure-Portal konfiguriert. Wer mehrere Teams oder Mandanten verwaltet, lernt hier, Richtlinien sauber zu delegieren und Compliance automatisiert zu prüfen.
- Verwaltungsgruppen und Abonnementshierarchien aufbauen
- RBAC-Rollen zuweisen und benutzerdefinierte Rollen erstellen
- Azure Policy-Definitionen und Compliance-Berichte
- Ressourcensperren implementieren und testen
- Kostenverwaltung und Budgetalerts einrichten
- Ressourcengruppen und Tagging-Strategien
Block 2 – Azure Active Directory und Identitätssicherheit: Azure AD ist das Herzstück jeder Identitäts- und Zugriffsverwaltung in der Cloud. Dieser Block behandelt Benutzer, Gruppen, externe Identitäten (B2B/B2C), Conditional Access und Multi-Factor Authentication. Das Zusammenspiel von Azure AD und lokalem Active Directory über Azure AD Connect wird ebenfalls thematisiert.
- Benutzerkonten und Massenimport via CSV
- Sicherheitsgruppen und dynamische Mitgliedschaften
- Conditional Access Policies konfigurieren
- Multi-Factor Authentication erzwingen
- Azure AD Connect: Synchronisation mit lokalem AD
- Privileged Identity Management (PIM) – Überblick
Block 3 – Netzwerk und Konnektivität: Azure-Netzwerke bilden das Skelett jeder Cloud-Infrastruktur. Die Teilnehmenden erarbeiten sich das vollständige Netzwerkmodell: vom virtuellen Netzwerk über Subnetze, NSGs und Application Security Groups bis hin zu VPN-Gateways, Virtual Network Peering und ExpressRoute. Netzwerkverkehrssteuerung via Load Balancer und Application Gateway schließt den Block ab.
- Virtuelle Netzwerke und Subnetzkonzepte
- Netzwerksicherheitsgruppen und Service Endpoints
- Site-to-Site und Point-to-Site-VPN konfigurieren
- Virtual Network Peering und Transit-Routing
- Azure Load Balancer (intern/extern) und Health Probes
- Application Gateway und WAF-Grundlagen
Block 4 – Speicher, VMs und Monitoring: Dieser abschließende Block deckt Azure-Speicher in ganzer Breite ab – von Blob und Azure Files über Shared Access Signatures bis zu Lebenszyklusrichtlinien. Virtuelle Maschinen werden von der Größenauswahl bis zur automatischen Skalierung behandelt. Den Abschluss bildet Azure Monitor mit Log Analytics, Alerts und Dashboards für einen vollständigen Betriebsüberblick.
- Speicherkonten und Redundanzoptionen (LRS, ZRS, GRS)
- Blob-Speicher: Zugriffsebenen und Lifecycle-Management
- Azure Files und Azure File Sync einrichten
- VM-Größen, Betriebssystemimagedatenträger und Extensions
- Availability Sets, Availability Zones und Scale Sets
- Azure Monitor, Log Analytics-Abfragen (KQL) und Alerts
Praxislabore
- Azure-Abonnement strukturieren und Verwaltungsgruppen anlegen
- RBAC-Rollen konfigurieren und testen
- Azure Policy-Zuweisung und Compliance-Dashboard auswerten
- Virtuelles Netzwerk mit mehreren Subnetzen und NSG-Regeln erstellen
- Site-to-Site-VPN zwischen zwei virtuellen Netzwerken konfigurieren (Lab-Simulation)
- Azure Load Balancer mit Backend-Pool und Health Probe einrichten
- Speicherkonto mit Zugriffsebenen und SAS-Token anlegen
- VM deployen, Extension installieren und Größe ändern
- Virtual Machine Scale Set mit Auto-Scale-Regel konfigurieren
- Azure Backup-Tresor einrichten und VM-Sicherung testen
- Log Analytics-Arbeitsbereich verbinden und KQL-Abfragen schreiben
- Alert-Regeln für CPU-Auslastung und Speichernutzung einrichten
Die Labore laufen in realen Azure-Umgebungen und sind so gestaltet, dass sie eng mit den AZ-104-Prüfungsdomänen korrespondieren. Nach jedem Praxisblock erhalten die Teilnehmenden Feedback sowie Hinweise zu häufigen Fehlern in der Prüfung, damit das erarbeitete Wissen optimal verankert wird.
Lernziele:
Wer diesen Kurs abschließt, kann folgendes
- Azure-Abonnements verwalten, Ressourcengruppen strukturieren und Kosten per Tagging nachverfolgen
- Identitäten in Azure Active Directory anlegen, schützen und per RBAC steuern
- Compliance-Anforderungen durch Azure Policy und Management Groups automatisiert durchsetzen
- Virtuelle Netzwerke entwerfen und sicher konfigurieren, einschließlich Subnetting und NSGs
- Hybride Verbindungen zwischen Azure und lokalen Standorten via VPN-Gateway und ExpressRoute einrichten
- Netzwerkverkehr über Load Balancer, Traffic Manager und Application Gateway verteilen
- Speicherkonten mit geeigneten Redundanzoptionen und Zugriffskontrollen bereitstellen
- Virtuelle Maschinen für verschiedene Workloads auswählen, deployen und automatisch skalieren
- Webanwendungen auf Azure App Service und Container auf Azure Container Instances betreiben
- Datensicherungs- und Desaster-Recovery-Konzepte mit Azure Backup und Site Recovery umsetzen
- Azure Monitor und Log Analytics zur vollständigen Betriebstransparenz konfigurieren
- Das Gelernte direkt auf die AZ-104-Prüfungsanforderungen anwenden
Zielgruppe & Voraussetzungen
Angesprochen sind erfahrene IT-Fachleute, die eine strukturierte Einführung in die Azure-Administration suchen und sich mit einer international anerkannten Microsoft-Zertifizierung am Arbeitsmarkt positionieren wollen.
- System- und Netzwerkadministratoren aus On-Premise-Umgebungen
- Cloud-Einsteiger mit IT-Hintergrund, die Azure als primäre Plattform aufbauen
- IT-Projektmanager und technische Berater im Cloud-Migration-Kontext
- DevOps-Engineers, die ihre Azure-Administrationsbasis stärken wollen
- Fachkräfte, die sowohl AZ-104 als auch den Einstieg in AZ-305 anstreben
Solide Kenntnisse in der Systemadministration (Windows Server oder Linux) sowie Grundlagen der Netzwerktechnik – insbesondere IP-Adressierung, Subnetting, DNS und Routing – sind Pflicht. Erfahrungen mit Active Directory oder anderen Identitätssystemen sind hilfreich. Da Dokumentationen und Prüfungsaufgaben auf Englisch formuliert sind, werden Englischkenntnisse auf Leseverständnis-Niveau dringend empfohlen. Erste Berührungspunkte mit dem Azure-Portal oder der Azure CLI erleichtern den Einstieg, sind aber keine Voraussetzung.
Ablauf & Abschluss
Das Training folgt dem Combined-Learning-Ansatz: Instruktionseinheiten, in denen Konzepte präsentiert und Konfigurationen live demonstriert werden, wechseln sich mit geführten Laborphasen ab, in denen die Teilnehmenden selbst Hand anlegen. Begleitendes schriftliches Kursmaterial steht zum Nachschlagen bereit. Gruppengrößen sind bewusst klein gehalten, damit individuelle Fragen und spezifische Unternehmensszenarien eingebracht werden können.
Die Schulung umfasst alle Kernthemen des AZ-104-Lernpfads und wird typischerweise in vier bis fünf Tagen Vollzeitunterricht absolviert. Alternativ stehen Teilzeitformate zur Verfügung, die über mehrere Wochen gestreckt sind. Der Kurs findet sowohl in Präsenz als auch als synchrone Live-Online-Schulung statt.
Alle Teilnehmenden erhalten nach Abschluss des Kurses ein Lehrgangszertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung. Das Training ist empfohlene Vorbereitung für das Examen AZ-104 (Pearson VUE), dessen Bestehen zur Zertifizierung Microsoft Certified: Azure Administrator Associate führt. Darüber hinaus eignet sich der Kurs als Vorbereitung auf den weiterführenden Pfad zur Azure Solutions Architect Expert-Zertifizierung (AZ-305).
Nutzen & Perspektiven
Azure-Administratoren sind auf dem Stellenmarkt begehrt – kaum eine andere Cloud-Kompetenz wird von so vielen Unternehmen gleichzeitig gesucht. Die AZ-104-Zertifizierung ist dabei kein reiner Prüfungsnachweis, sondern ein Beweis praktischer Handlungskompetenz: Wer sie besitzt, kann Azure-Infrastrukturen eigenständig planen, konfigurieren und laufend betreiben. Dieser Kurs geht über bloße Prüfungsvorbereitung hinaus. Die Laborarbeit in realen Azure-Umgebungen stellt sicher, dass das erworbene Wissen direkt in den Berufsalltag übertragen werden kann. Wiederkehrende Aufgaben wie RBAC-Pflege, Backup-Tests oder Alert-Konfiguration werden so verinnerlicht, dass sie nach Kursende routiniert ausgeführt werden können. Wer nach der AZ-104-Zertifizierung weiter aufsteigen möchte, findet in diesem Training auch eine solide Basis für die Zertifizierung als Azure Solutions Architect Expert. Die in diesem Kurs behandelten Themen – Netzwerkarchitektur, Identitätsmanagement, Speicherkonzepte und Betriebsüberwachung – kehren auf erweitertem Niveau im AZ-305-Lernpfad wieder. Das macht den Kurs zu einer Investition, die über die erste Zertifizierung hinauswirkt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche zwei Zertifizierungspfade bereitet dieser Kurs vor?
Der Kurs ist der empfohlene Lernpfad für die AZ-104-Prüfung (Microsoft Certified: Azure Administrator Associate) und gilt gleichzeitig als Einstiegsvorbereitung für die weiterführende Zertifizierung Azure Solutions Architect Expert (AZ-305). Beide Pfade werden im offiziellen Microsoft-Curriculum als aufeinander aufbauend geführt.
Wie unterscheidet sich dieser Kurs von einem reinen Online-Selbststudium?
Das Training bietet synchronen Unterricht mit Live-Demonstrationen und geführten Laboren in echten Azure-Umgebungen. Anders als beim Selbststudium können Fragen direkt gestellt, Unternehmensszenarien eingebracht und Laborergebnisse gemeinsam ausgewertet werden. Das schließt Wissenslücken, die beim alleinigen Durcharbeiten von Dokumentation oft unbemerkt bleiben.
Sind Vorkenntnisse in Azure Pflicht?
Nein. Erste Berührungspunkte mit dem Azure-Portal erleichtern den Einstieg, sind aber keine Voraussetzung. Erforderlich sind jedoch solide Kenntnisse in der Systemadministration und Netzwerktechnik, da diese Grundlagen in den Übungen direkt vorausgesetzt werden.
In welchem Format und Zeitrahmen findet der Kurs statt?
Das Training wird im Combined-Learning-Format angeboten – typisch sind vier bis fünf Vollzeittage oder ein gestreckter Teilzeitplan. Es stehen Präsenz- und Live-Online-Formate zur Auswahl.
Was bekomme ich nach Kursabschluss?
Sie erhalten ein Lehrgangszertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des Kursanbieters. Das Microsoft-Examen AZ-104 wird separat bei Pearson VUE abgelegt; bei Bestehen erwerben Sie die offizielle Microsoft-Zertifizierung.
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