Überblick
Virtuelle Desktop-Infrastrukturen und kollaborative Kommunikationsplattformen sind zwei der zentralen Pfeiler moderner Arbeitsumgebungen. Dieser Kurs kombiniert die Vorbereitung auf die Microsoft-Prüfung AZ-140 — Configuring and Operating Azure Virtual Desktop — mit einer fundierten Einführung in die Administration von Microsoft Teams. Beide Themen gehören in vielen Organisationen zur Verantwortung derselben Personen: wer Azure Virtual Desktop bereitstellt und verwaltet, arbeitet in der Regel auch eng mit der Microsoft-365-Infrastruktur und damit mit Teams zusammen. Der Kurs schließt die Lücke zwischen beiden Aufgabenbereichen und bereitet auf eine der wichtigsten Azure-Administrationsaufgaben der Gegenwart vor.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1: Azure Virtual Desktop — Planung und Architektur Azure Virtual Desktop (AVD) ist Microsofts Cloud-Dienst für virtualisierte Windows-Desktops und Applikationen in der Azure-Infrastruktur. Das Modul führt in Architekturprinzipien und Planungsgrundlagen ein, die vor einer AVD-Bereitstellung beherrscht werden müssen.
- Azure Virtual Desktop Architektur: Control Plane, Data Plane, Session Hosts, Host Pools
- Unterschied zwischen gepoolten und persönlichen Host-Pools
- Workspaces, Applikationsgruppen und RemoteApp-Veröffentlichung
- Netzwerkkonnektivität: Virtual Networks, Peering, ExpressRoute, VPN für AVD
- Lizenz- und Kostenüberlegungen bei der AVD-Planung
- Azure-Subscriptions, Ressourcengruppen und Berechtigungskonzepte für AVD
Modul 2: Azure Virtual Desktop — Bereitstellung, Sicherheit und Betrieb Nach der Planung geht es in diesem Modul um die praktische Einrichtung und den laufenden Betrieb der AVD-Umgebung — einschließlich Sicherheitsmaßnahmen und Performance-Monitoring.
- Bereitstellen von Session Hosts aus Azure Marketplace oder eigenen Images
- Konfiguration von Azure Active Directory Domain Services (AAD DS) und Hybrid Identity
- Benutzer- und Gruppenmanagement: Azure RBAC, Conditional Access, MFA für AVD
- Implementierung von Sicherheitsrichtlinien: Netzwerksicherheitsgruppen (NSGs), Microsoft Defender
- Monitoring und Diagnose mit Azure Monitor und Log Analytics für AVD
- Autoscaling und Last-Management bei variierenden Nutzerzahlen
- Disaster Recovery und Backup-Strategien für AVD-Umgebungen
- FSLogix-Profile-Container für persistente Benutzerprofile in gepoolten Umgebungen
Modul 3: Microsoft Teams Administration Microsoft Teams ist die zentrale Plattform für Kommunikation und Zusammenarbeit in der Microsoft-365-Umgebung. Das Modul behandelt die Verwaltungsaufgaben, die für IT-Administratoren im Unternehmensalltag relevant sind — von Richtlinienkonfiguration bis zur Integration in die M365-Landschaft.
- Microsoft Teams Architektur: Integration mit M365, Azure AD, SharePoint, Exchange Online
- Teams Admin Center: Aufbau, Benutzer- und Geräteverwaltung
- Besprechungsrichtlinien, Messaging-Richtlinien und App-Berechtigungen konfigurieren
- Telefonintegration: Direct Routing und Microsoft Calling Plans im Überblick
- Teams-Channels, Tabs und App-Integration für Unternehmensanforderungen
- Compliance und Datenschutz: Retention Policies, eDiscovery, Teams-Archivierung
Beide Themenbereiche werden durch praxisorientierte Labor- und Konfigurationsübungen vertieft, die reale Administrationsaufgaben simulieren.
- Lab: Erstellen und Konfigurieren eines gepoolten Host-Pools in Azure Portal
- Lab: Veröffentlichen einer RemoteApp-Anwendung für eine definierte Benutzergruppe
- Konfiguration von FSLogix-Containern für persistente Benutzerprofile
- Einrichten von Conditional Access und MFA für AVD-Sitzungen
- Monitoring-Dashboard aufbauen: AVD-Performance und Nutzeraktivität in Azure Monitor
- Skalierungsplan erstellen und Autoscaling für einen Host-Pool konfigurieren
- Lab: Teams-Besprechungsrichtlinie für verschiedene Abteilungsebenen anlegen
- Teams-App-Permissions für eine Unternehmensumgebung konfigurieren
- Fehleranalyse: Diagnose typischer AVD-Verbindungsprobleme mit Log Analytics
- Simulation eines AVD-Migrations-Szenarios von on-premises VDI zu Azure
- Entwurf eines Netzwerksicherheitskonzepts für eine AVD-Umgebung mit MFA und NSG
- Teams-Admin-Center: Benutzerberichte auswerten und Probleme diagnostizieren
Der Unterricht findet im Combined-Learning-Format synchron im virtuellen Klassenzimmer statt; HomeOffice-Teilnahme ist möglich. Praxisorientierte Dozierende begleiten sowohl Azure- als auch Teams-Konfigurationsübungen.
Lernziele:
- Sie verstehen die Architektur von Azure Virtual Desktop (AVD): Host-Pools, Applikationsgruppen, Workspaces und Session Hosts.
- Sie können virtuelle Desktops und RemoteApp-Anwendungen planen, bereitstellen und konfigurieren.
- Sie verwalten Benutzeridentitäten und Zugriffsberechtigungen in AVD-Umgebungen mit Azure Active Directory und Conditional Access.
- Sie implementieren Netzwerksicherheit, Netzwerktopologien und VPN-Konnektivität für Azure Virtual Desktop.
- Sie überwachen und optimieren die Leistung und Verfügbarkeit von AVD-Umgebungen.
- Sie konfigurieren Sicherheitsrichtlinien und Multifaktor-Authentifizierung für virtuelle Desktop-Umgebungen.
- Sie wenden Skalierungsstrategien und Autoscaling für Host-Pools an.
- Sie verstehen die Grundstruktur von Microsoft Teams als Kommunikations- und Kollaborationsplattform innerhalb der M365-Suite.
- Sie konfigurieren Teams-Richtlinien, Besprechungsoptionen und Benutzerberechtigungen.
- Sie kennen die Integration von Teams mit Azure Active Directory, SharePoint und anderen M365-Diensten.
- Sie können einfache Teams-Administrationsaufgaben über das Teams Admin Center ausführen.
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an IT-Fachleute, die Azure-Infrastrukturen verwalten oder neu aufbauen und dabei den Fokus auf virtuelle Desktop-Bereitstellung und M365-Integration legen.
- Azure-Administratoren, die Azure Virtual Desktop in ihrer Organisation einführen oder erweitern
- IT-Systemadministratoren, die von on-premises VDI-Lösungen zu Azure migrieren
- Microsoft-365-Administratoren, die ihre Kompetenz auf Azure-Cloud-Dienste ausweiten
- Desktop-Infrastrukturspezialisten, die auf Cloud-basierte Virtual Desktop-Umgebungen umsteigen
- IT-Fachleute in Unternehmen, die Teams und AVD im Verbund betreiben
Grundlegende Azure-Kenntnisse (Equivalent AZ-900 oder vergleichbare Praxis) werden empfohlen. Kenntnisse in Azure Active Directory, Netzwerkgrundlagen und Windows Server sind hilfreich. Für die AZ-140-Prüfung empfiehlt Microsoft Erfahrung in Azure-Administration, virtuellen Maschinen und Identity-Management.
Ablauf & Abschluss
Die Azure-Themen werden durch konfigurationsorientierte Lab-Übungen praktisch erarbeitet — Konfiguration, Bereitstellung und Fehleranalyse haben Vorrang vor reiner Theorie. Der Teams-Teil ergänzt dies durch administrationsbezogene Szenarien aus dem Unternehmensalltag. Beide Stränge laufen im virtuellen Klassenzimmer mit interaktiver Diskussion und direktem Feedback durch Dozierende. Das Combined-Learning-Format erlaubt flexible Selbststudiumsphasen für die Vertiefung spezifischer Azure-Dienste.
Der Kurs läuft als Vollzeitkurs über mehr als einen Monat bis zu drei Monate, abhängig von der Modulauswahl. Die konkrete Kursdauer und der Starttermin werden zu Beginn individuell abgestimmt.
Der Kurs bereitet auf die Microsoft-Zertifizierungsprüfung AZ-140: Configuring and Operating Azure Virtual Desktop vor, die von Microsoft ausgestellt wird. Das Zertifikat ist ein offizielles Microsoft-Herstellerzertifikat. Zusätzlich wird ein trägerinternen Kursabschlusszertifikat ausgestellt. Die AZ-140-Prüfung selbst wird separat bei Microsoft angemeldet und abgelegt. Für den Teams-Teil besteht keine separate externe Prüfung; die Administrationskompetenzen sind Teil des Kursnachweises.
Nutzen & Perspektiven
Azure Virtual Desktop hat sich als Standardlösung für Unternehmen etabliert, die ihre Desktop-Infrastruktur in die Cloud verlagern wollen: geringere Hardware-Kosten, zentrale Verwaltbarkeit, flexible Skalierung bei Nachfragespitzen und hohe Verfügbarkeit auch für dezentrale Teams. IT-Administratoren mit AZ-140-Zertifizierung sind deshalb auf dem Arbeitsmarkt gefragt — insbesondere in Unternehmen, die remote Work, Hybrid Work oder dünne Client-Infrastrukturen betreiben. Die Ergänzung durch Teams-Administration ist nicht nur sinnvoll, weil Teams die wichtigste Kommunikationsplattform der M365-Welt ist, sondern weil AVD und Teams in vielen Unternehmensszenarien direkt zusammenwirken: Nutzerinnen und Nutzer, die über einen virtuellen Desktop arbeiten, kommunizieren über Teams — und die Konfiguration beider Dienste fällt häufig in dieselbe Hand. Die Kombination aus Microsoft-Prüfungsvorbereitung (AZ-140) und praxisorientierter Teams-Administrationskompetenz macht diesen Kurs besonders für Administratoren attraktiv, die breite Azure-M365-Verantwortung tragen und sich systematisch auf eine anerkannte Zertifizierung vorbereiten wollen. Die im Kurs geübten Konfigurationsszenarien lassen sich direkt auf reale Projektsituationen übertragen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist Azure Virtual Desktop und wozu braucht man es?
Azure Virtual Desktop ist ein Cloud-Dienst von Microsoft, der es ermöglicht, Windows-Desktops und Anwendungen virtualisiert aus Azure bereitzustellen. Statt lokaler Hardware werden Desktop-Umgebungen zentral in der Cloud verwaltet und von Nutzern über Thin Clients oder Browser abgerufen — ideal für Remote-Work-Szenarien und Unternehmen, die IT-Infrastruktur in die Cloud verlagern.
Für wen ist die AZ-140-Zertifizierung sinnvoll?
Die AZ-140-Prüfung richtet sich an Azure-Administratoren, die AVD-Umgebungen planen, bereitstellen und verwalten. Wer bereits AZ-104 (Azure Administrator) hat, findet AZ-140 als sinnvolle Spezialisierung. Auch IT-Fachleute aus dem VDI-Bereich (Citrix, VMware Horizon), die auf Azure migrieren, profitieren stark.
Welche Verbindung besteht zwischen AVD und Microsoft Teams?
In AVD-Umgebungen nutzen viele Anwenderinnen und Anwender Microsoft Teams für ihre tägliche Kommunikation. Die Konfiguration von Teams innerhalb einer virtualisierten Desktop-Umgebung erfordert besondere Beachtung (z. B. Media Optimization für AVD). Deshalb ist das kombinierte Wissen in der Praxis sehr wertvoll.
Wie unterscheidet sich dieser Kurs von einem reinen AZ-140-Kurs?
Der Kurs deckt vollständig die AZ-140-Prüfungsinhalte ab und ergänzt diese um Microsoft Teams Administration. Wer nur die AZ-140-Zertifizierung anstrebt, erhält durch den Teams-Teil nützliches Ergänzungswissen für den Betrieb von M365-Umgebungen. Der Mehrwert liegt in der praxisnahen Kombination, da beide Dienste im Unternehmensalltag eng zusammenarbeiten.
Muss ich Azure-Vorkenntnisse mitbringen?
Grundlegende Azure-Kenntnisse sind empfohlen. Das Niveau von AZ-900 (Azure Fundamentals) oder vergleichbare Praxis mit Azure-Diensten, virtuellen Maschinen und Azure Active Directory helfen, den Kursinhalten gut folgen zu können. Wer noch keine Azure-Kenntnisse hat, sollte zunächst einen Einstiegskurs (AZ-900) absolvieren.
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