Überblick
Der AZ-400-Kurs vermittelt das Wissen und die praktischen Fähigkeiten, die für die Rolle des Microsoft Azure DevOps Engineer Expert erforderlich sind. Teilnehmende lernen, DevOps-Praktiken in Organisationen einzuführen und zu verstetigen: von kontinuierlicher Integration und kontinuierlicher Auslieferung über Infrastruktur als Code bis hin zu Konfigurationsmanagement, Abhängigkeitsverwaltung und Compliance. Der Kurs bereitet direkt auf die AZ-400-Zertifizierungsprüfung vor und wird durch ein Microsoft-Teams-Modul für die praktische Teamkollaboration ergänzt.
Kursinhalte & Lernziele
Das Modul DevOps-Strategien und Versionskontrolle legt das konzeptionelle Fundament für die gesamte Weiterbildung. Teilnehmende verstehen, was DevOps bedeutet, welche kulturellen und technischen Veränderungen damit verbunden sind und wie Versionskontrolle als Basis jeder DevOps-Praxis funktioniert. Azure Repos und Git werden in diesem Block ausführlich behandelt.
- DevOps-Prinzipien: Lean, Continuous Improvement, Flow und Feedback
- Git-Branching-Strategien (Feature Branches, GitFlow, Trunk-Based Development)
- Azure Repos für Code-Verwaltung und Pull-Request-Prozesse
- Migrations von anderen Versionskontrollsystemen (TFVC, SVN) nach Git
- Repository-Strukturierung und Monorepo-Strategien
- Code-Review-Prozesse und Branch-Protection-Regeln
Das Modul Continuous Integration und Continuous Delivery bildet das technische Kernstück der Weiterbildung. Teilnehmende lernen, Azure Pipelines für unterschiedliche Technologieumgebungen zu konfigurieren und automatisierte Build- und Release-Prozesse zu implementieren. Fehlerquellen in Pipelines werden systematisch identifiziert und behoben.
- YAML-basierte Pipelines vs. klassische Designer-Pipelines in Azure DevOps
- Build-Agenten: Microsoft-gehostet und selbst gehostet
- Trigger, Stages, Jobs und Steps in Azure Pipelines
- Artefakt-Management: Build-Artefakte und Publish-Mechanismen
- Release-Pipelines: Umgebungen, Genehmigungen, Deployment-Gates
- Deployments in Azure App Service, Azure Kubernetes Service und Azure Functions
Das Modul Infrastruktur als Code und Konfigurationsmanagement behandelt die Automatisierung von Infrastrukturbereitstellung und -wartung. Teilnehmende lernen, Infrastructure-as-Code-Werkzeuge in DevOps-Pipelines einzubinden und Konfigurationsabweichungen durch automatisierte Compliance-Prüfungen zu vermeiden.
- ARM-Templates und Bicep für Azure-Ressourcenbereitstellung
- Terraform als plattformübergreifendes IaC-Werkzeug
- Azure Automation und Desired State Configuration (DSC)
- Container-Images mit Docker und Azure Container Registry
- Kubernetes und Helm für containerisierte Deployments
- Umgebungskonfiguration mit Azure App Configuration und Key Vault
Das Modul Abhängigkeitsmanagement, Compliance und Testing schließt die technischen Inhalte ab. Es behandelt, wie private Package-Feeds die Wiederverwendung von Code-Bibliotheken ermöglichen, wie Sicherheitsüberprüfungen in Pipelines integriert werden und welche Teststrategien für qualitativ hochwertige Software in CI/CD-Umgebungen geeignet sind.
- Azure Artifacts: NuGet, npm, Maven und Python-Pakete in privaten Feeds
- Upstream-Sources und Caching-Strategien
- SAST und DAST: statische und dynamische Sicherheitsanalysen in Pipelines
- Dependency Scanning und Lizenz-Compliance
- Unit-Tests, Integrationstests und End-to-End-Tests in Azure Pipelines
- Load- und Chaos-Testing als Teil der Release-Validierung
Das Modul Microsoft Teams für DevOps-Teams ergänzt die technischen Inhalte um eine kollaborative Dimension. Moderne DevOps-Teams kommunizieren kanal-basiert, nutzen automatisierte Benachrichtigungen aus ihren Pipelines und koordinieren Deployments über gemeinsame Boards.
- Einrichtung und Verwaltung von Teams und Kanälen für Entwicklungsteams
- Integration von Azure DevOps-Benachrichtigungen in Teams-Kanäle
- Microsoft Teams als zentraler Hub für DevOps-Kommunikation
- Besprechungsmanagement und Videokonferenz-Best-Practices
- Integration von MS Teams mit SharePoint und OneDrive für Dokumentenmanagement
Ergänzende Praxis-Elemente begleiten den gesamten Kurs und vertiefen das theoretische Wissen durch direkte Anwendung.
- Individueller Lernplan und Beratungsgespräch vor Kursbeginn
- Hands-on-Laborübungen in realen Azure DevOps-Organisationen
- Aufbau einer vollständigen CI/CD-Pipeline von Grund auf
- Probeprüfungen und gezielte Prüfungsstrategien für AZ-400
- Fallstudien aus realen DevOps-Transformationsprojekten
- Unterstützung bei Bewerbungsunterlagen und Jobsuche während der Schulung
- Übungen zu Sicherheits-Gates und Compliance-Policies in Pipelines
- Container-Deployment-Szenarien mit Docker und Kubernetes
- Debugging-Workshops für fehlerhafte Pipelines
- Review von Branching-Strategien anhand realer Codebase-Beispiele
- Diskussion von DevOps-Reifegrad-Modellen für Organisationen
- Karriereberatung zu typischen Einstiegsstellen als DevOps Engineer
Die breite Abdeckung — von strategischen DevOps-Konzepten bis zur konkreten Pipeline-Konfiguration — stellt sicher, dass Teilnehmende nicht nur die Prüfung bestehen, sondern DevOps-Transformationen in echten Unternehmen eigenständig vorantreiben können.
Lernziele:
Nach erfolgreichem Abschluss dieser Weiterbildung beherrschen die Teilnehmenden die folgenden Kompetenzen eigenständig.
- DevOps-Strategien und Transformationspfade für Entwicklungsorganisationen entwickeln und kommunizieren
- Versionskontrollsysteme auf Basis von Git und Azure Repos optimal konfigurieren und administrieren
- Continuous-Integration-Pipelines mit Azure Pipelines für verschiedene Technologien aufbauen und optimieren
- Continuous-Delivery-Prozesse und Release-Pipelines für automatisierte Deployments in Azure gestalten
- Infrastruktur als Code mit ARM-Templates, Bicep oder Terraform implementieren und versionieren
- Abhängigkeitsmanagement mit Azure Artifacts und privaten Package-Feeds einrichten
- Compliance-Anforderungen in DevOps-Prozesse integrieren (Security Gates, Policy as Code)
- Test-Strategien für CI/CD-Pipelines entwerfen und automatisierte Tests einbinden
- Container-basierte Deployments mit Docker und Azure Container Registry in Pipelines integrieren
- Monitoring- und Feedback-Schleifen mit Azure Monitor und Application Insights einrichten
- Microsoft Teams für die Entwicklungsteam-Kommunikation und Integration mit DevOps-Werkzeugen nutzen
- Prüfungsrelevante Inhalte für die AZ-400-Zertifizierungsprüfung gezielt vorbereiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung richtet sich an erfahrene IT-Professionals, die DevOps-Praktiken in Azure-Umgebungen einführen, optimieren oder zertifizieren wollen.
- DevOps-Engineers und Platform-Engineers mit Azure-Erfahrung, die eine offizielle Zertifizierung anstreben
- Software-Entwickler, die ihre CI/CD-Kenntnisse durch Azure-DevOps-Expertise vertiefen möchten
- Azure-Administratoren, die in DevOps-Rollen wechseln und Pipeline-Automation erlernen wollen
- Cloud-Architekten, die Infrastruktur als Code in ihre Lösungskonzepte integrieren wollen
- Personen, die über Bildungsgutschein oder vergleichbare Förderwege eine strukturierte Azure-Qualifizierung absolvieren möchten
Vertrautheit mit agilen Entwicklungspraktiken sowie fundierte Kenntnisse in der Azure-Administration oder Azure-Entwicklung werden vorausgesetzt. Teilnehmende sollten in mindestens einem dieser Bereiche als Experten gelten. Grundlegende Erfahrungen mit Versionskontrollsystemen wie Git sind notwendig. Vor Kursbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, das den Lernstand erhebt und einen maßgeschneiderten Lernplan erstellt.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format durchgeführt, das betreute Unterrichtsphasen mit eigenverantwortlichen Selbstlernphasen verbindet. Hands-on-Laborübungen in Azure DevOps-Testumgebungen sind zentraler Bestandteil des Lernprozesses. Probeprüfungen, technische Deep-Dives und Fallstudien ergänzen die theoretischen Inhalte. Die Unterrichtsstruktur folgt dem offiziellen Prüfungslernpfad für AZ-400.
Die Maßnahme dauert mehr als eine Woche bis zu einem Monat. Der Kurs ist in Vollzeit und Teilzeit verfügbar. Der individuelle Lernplan legt Umfang und Intensität basierend auf den mitgebrachten Vorkenntnissen fest.
Teilnehmende erhalten nach erfolgreichem Abschluss ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat von New Horizons. Der Kurs bereitet auf die Microsoft-Zertifizierungsprüfung AZ-400 Designing and Implementing Microsoft DevOps Solutions vor, die zum Titel Microsoft Certified Azure DevOps Engineer Expert führt.
Nutzen & Perspektiven
Azure DevOps-Kompetenz ist in der modernen Softwareentwicklung und IT-Infrastruktur unverzichtbar geworden. Unternehmen, die auf Azure setzen, suchen laufend nach Fachkräften, die Entwicklungs- und Betriebsprozesse automatisieren, beschleunigen und absichern können. Die AZ-400-Zertifizierung ist ein weltweit anerkannter Nachweis genau dieser Fähigkeiten und signalisiert Arbeitgebern ein Expert-Level-Profil. Die Förderbarkeit dieser Maßnahme erleichtert den Zugang für viele Interessierte. Bei AZAV-zertifizierten Anbietern ist der Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Weitere Förderwege wie das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, die Berufsförderung der Bundeswehr oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung kommen je nach persönlicher Situation ebenfalls in Betracht. Die Beratung vor Kursbeginn klärt individuelle Fördermöglichkeiten frühzeitig. Das begleitende MS-Teams-Modul fügt dem Profil eine wichtige kollaborative Dimension hinzu: DevOps-Engineers kommunizieren täglich mit Entwicklungsteams, Operations-Kollegen und Management. Wer sowohl technische Pipeline-Expertise als auch souveräne Teamkommunikation mitbringt, ist in modernen, agil arbeitenden Organisationen besonders wertvoll. Die Kombination aus AZ-400-Zertifikat, praktischen Pipeline-Erfahrungen aus den Laborübungen und Teams-Kenntnissen schafft ein unmittelbar einsatzbereites Berufsprofil.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist die AZ-400-Zertifizierung?
AZ-400 ist die Microsoft-Zertifizierungsprüfung für den Titel Microsoft Certified Azure DevOps Engineer Expert. Sie prüft tiefgehende Kenntnisse in der Implementierung von CI/CD-Pipelines, Infrastruktur als Code, Abhängigkeitsmanagement und DevOps-Strategien auf der Azure-Plattform.
Welche Vorkenntnisse werden für diesen Kurs erwartet?
Teilnehmende sollten mit agilen Praktiken vertraut sein und entweder in der Azure-Administration oder Azure-Entwicklung als Experten gelten. Grundlegende Git-Kenntnisse sind ebenfalls erforderlich. Vor Kursbeginn wird der individuelle Lernstand in einem Beratungsgespräch erfasst.
Ist dieser Kurs über Bildungsgutschein förderbar?
Bei AZAV-zertifizierten Anbietern ist die Maßnahme in der Regel über Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Weitere Förderwege wie das Qualifizierungschancengesetz oder Leistungen zur Rehabilitation können je nach persönlicher Situation in Betracht kommen.
Was unterscheidet diesen Kurs von allgemeinen Azure-Schulungen?
Dieser Kurs fokussiert sich ausschließlich auf DevOps-spezifische Inhalte: CI/CD-Pipelines, Infrastructure as Code, Dependency Management und Release-Automation. Er richtet sich an IT-Professionals, die bereits Azure-Erfahrung mitbringen und diese gezielt in Richtung DevOps-Automatisierung vertiefen wollen.
Für welche Berufsrollen qualifiziert dieser Kurs?
Typische Zielrollen nach Abschluss sind Azure DevOps Engineer Expert, Platform Engineer, DevOps Lead und Site Reliability Engineer. Auch Engineering-Manager-Positionen mit Cloud-Fokus kommen in Frage. Die AZ-400-Zertifizierung ist ein anerkanntes Qualifikationssignal für alle diese Rollen.
Verwandte Kurse
Welche Förderung passt zu dir?
Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Arbeitsmarkt-Report
IT-Berufe sind seit fünf Jahren der größte Fachkräfteengpass am deutschen Arbeitsmarkt. Der Bestand offener IT-Stellen ist 2024 auf einen Rekordstand gestiegen; AI- und Cloud-Skills werden in den nächsten Jahren weiter überdurchschnittlich nachgefragt.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- DevOps Engineer4.903 Stellen
- Cloud Administrator155 Stellen
- Assistent/Assistentin für Informatik (Wirtschaftsinformatik)49 Stellen
- Cloud-Consultant44 Stellen
- Azure DevOps Engineer43 Stellen
- Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Leiterplattentechnik/Bachelor Professional in Technik18 Stellen