Überblick
Die Weiterbildung "AZ-203 Developing Solutions for Microsoft Azure inkl. Herstellerexamen" bereitet Softwareentwicklerinnen und Softwareentwickler auf die Entwicklung professioneller Cloud-Lösungen auf der Microsoft Azure Plattform vor und schließt die Ablage des offiziellen Herstellerexamens ein. Im Zentrum steht der vollständige Software-Entwicklungszyklus für Azure-Applikationen: vom Lösungsdesign über die Implementierung mit Platform-as-a-Service-Diensten (PaaS), Speicherlösungen und Sicherheitsmechanismen bis hin zu Test, Deployment und Wartung. Darüber hinaus werden Azure Cognitive Services, IoT-Integration und Bot-Framework als fortgeschrittene Themenbereiche behandelt. Die erfolgreiche Ablage des Examens führt zum Zertifikat "Microsoft Certified: Azure Developer Associate" — einer der angesehensten Azure-Qualifikationen für Entwicklerinnen und Entwickler. Hinweis: Microsoft hat die Prüfung AZ-203 durch AZ-204 abgelöst; der Kurs vermittelt die für beide Prüfungsversionen relevanten Kernkompetenzen.
Kursinhalte & Lernziele
Der Kurs vermittelt das gesamte Themenspektrum, das Microsoft für die AZ-203-Zertifizierung voraussetzt. Die Inhalte gliedern sich in die folgenden inhaltlichen Schwerpunkte. Azure Compute-Lösungen entwickeln: Azure bietet unterschiedliche Compute-Modelle, die je nach Anforderungsprofil eingesetzt werden. Dieser Block deckt PaaS-Dienste für die Applikationsentwicklung ab und zeigt, wann welches Modell die richtige Wahl ist.
- Implementierung von Web-Applikationen mit Azure App Service: Skalierung, Slots, Custom Domains
- Entwicklung serverloser Funktionen mit Azure Functions: Trigger, Bindings, Durable Functions
- Containerisierung von Anwendungen mit Docker und Deployment in Azure Container Instances
- Orchestrierung von Microservices mit Azure Kubernetes Service (AKS)
- Konfiguration von Deployment Slots und A/B-Testing in Azure App Service
Azure Storage-Lösungen implementieren: Persistente und effiziente Datenspeicherung ist ein Kernaspekt moderner Cloud-Anwendungen. Dieser Block vermittelt den Umgang mit Azures vielseitigen Storage-Angeboten.
- Entwicklung mit Azure Blob Storage: Lebenszyklus-Management, Tier, Zugriffsrichtlinien
- Nutzung von Azure Cosmos DB: Datenmodelle, Partitionierungsstrategien, Consistency Levels
- Azure Table Storage und Queue Storage für einfache und message-basierte Szenarien
- Azure SQL und relationaler Datenbankzugriff über Entity Framework und ADO.NET
- Caching-Strategien mit Azure Cache for Redis zur Latenzoptimierung
Sicherheit und Authentifizierung: Sicherheit ist kein nachträgliches Add-on, sondern ein integraler Teil der Anwendungsentwicklung. Dieser Block stellt die wichtigsten Sicherheitsdienste auf Azure vor und zeigt deren Integration in Applikationen.
- Identitäts- und Zugriffsmanagement mit Azure Active Directory und OAuth2/OIDC
- Managed Identities für die sichere Authentifizierung zwischen Azure-Diensten
- Verwaltung von Geheimnissen, Zertifikaten und Schlüsseln mit Azure Key Vault
- Netzwerksicherheit: Azure Virtual Networks, NSGs und Private Endpoints für Dienste
- Compliance und Verschlüsselung: Data-at-Rest und Data-in-Transit in Azure
Erweiterte Integrationen: Azure Cognitive Services, IoT und Messaging: Moderne Anwendungen integrieren immer häufiger KI-Dienste, IoT-Datenquellen und asynchrone Messaging-Architekturen. Dieser Block öffnet den Blick auf die Möglichkeiten, die Azure jenseits klassischer Web-Entwicklung bietet.
- Integration von Azure Cognitive Services: Vision, Speech, Text Analytics, Language Understanding
- Entwicklung event-getriebener Architekturen mit Azure Event Grid, Service Bus und Event Hubs
- IoT-Lösungen: Geräteanbindung, Datenstromverarbeitung und Alerting mit Azure IoT Hub
- API-Management: Azure API Management für die Verwaltung und Absicherung von APIs
- Azure Logic Apps für die low-code Integration von Geschäftsprozessen und Diensten
Praxisblock — Typische Entwicklungsszenarien und Prüfungsvorbereitung
- Aufbau einer web-basierten Datei-Upload-Lösung mit Azure Blob Storage und App Service
- Implementierung eines serverlosen E-Mail-Benachrichtigungsdienstes mit Azure Functions und SendGrid
- Entwicklung eines Produktkatalogs mit Azure Cosmos DB und Cosmos DB SDK
- Absicherung einer REST-API mit Azure Active Directory und API Management
- Entwicklung eines Chatbots mit Azure Bot Service und Language Understanding
- Deployment einer containerisierten Node.js-Anwendung in Azure Kubernetes Service
- Implementierung einer Event-getriebenen Architektur mit Event Grid und Service Bus
- Integration von Azure Cognitive Services in eine Dokumentenverarbeitungs-Pipeline
- Performance-Optimierung einer Webanwendung mit Azure CDN und Redis Cache
- Prüfungssimulationen mit typischen Fragen zur AZ-203/AZ-204-Prüfung
- Troubleshooting und Diagnostik mit Application Insights und Azure Monitor
- Fallstudie: End-to-End-Design einer skalierbaren Multi-Tenant-Applikation auf Azure
Dieser Praxisblock verbindet die theoretischen Themenbereiche mit realitätsnahen Entwicklungsaufgaben und reproduziert die typischen Aufgabenformate des offiziellen Herstellerexamens. Übungsprüfungen bereiten gezielt auf das Format und die Zeitanforderungen der Prüfung vor.
Lernziele:
Nach Abschluss der Weiterbildung beherrschen Teilnehmende die professionelle Entwicklung von Azure-Anwendungen und können folgende Kompetenzen im Berufsalltag einsetzen.
- Entwurf und Implementierung skalierbarer Azure-Anwendungen mit App Service und Azure Functions
- Nutzung von Azure Storage-Diensten für Blobs, Queues, Tables und Cosmos DB
- Implementierung von Sicherheitsmechanismen: Azure Active Directory, Managed Identity, Key Vault
- Entwicklung von PaaS-Lösungen mit Azure Container Instances und Kubernetes
- Integration von Azure Cognitive Services und Azure Search in Anwendungen
- Implementierung von Azure Logic Apps und Event-driven-Architekturen mit Event Grid und Service Bus
- Deployment und Monitoring von Anwendungen mit Azure DevOps, Application Insights und Azure Monitor
- Entwicklung von IoT-Lösungen mit Azure IoT Hub und Azure IoT Central
- Nutzung von Azure Cache for Redis und CDN zur Performance-Optimierung
- Entwicklung von API-Management-Lösungen und Microservices-Architekturen
- Zusammenarbeit mit Cloud Solution Architects, DBAs und Administratoren in Cloud-Teams
- Vorbereitung und Ablage des Herstellerexamens AZ-203 (bzw. AZ-204)
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich an erfahrene Softwareentwicklerinnen und Softwareentwickler, die ihre Kenntnisse in der Cloud-Anwendungsentwicklung auf Azure vertiefen und zertifizieren möchten. Typische Teilnehmende sind.
- Backend- und Full-Stack-Entwickler mit Erfahrung in einer Cloud-fähigen Programmiersprache
- Software Architects, die Architekturentscheidungen auf Azure treffen und verantworten
- Entwicklerinnen und Entwickler, die von On-Premises-Umgebungen in die Cloud wechseln
- Azure-Administratoren, die ihre Kenntnisse um Entwicklerperspektiven ergänzen möchten
- IT-Fachleute mit einem Jahr Erfahrung in der skalierenden Applikationsentwicklung
Microsoft empfiehlt für die Prüfung mindestens ein Jahr Erfahrung in der Entwicklung skalierbarer Lösungen in allen Phasen der Softwareentwicklung. Kenntnisse in mindestens einer Cloud-fähigen Programmiersprache (C#, Java, Python, JavaScript, Go oder vergleichbar) sind erforderlich. Grundkenntnisse in Azure-Diensten oder Cloud-Konzepten erleichtern den Einstieg. Vor Seminarbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, in dem die Vorkenntnisse erfasst und ein passender Lernplan erstellt werden.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format durchgeführt, das Präsenzphasen, Online-Seminar-Einheiten und selbstgesteuertes Lernen kombiniert. Praxisorientierte Laborübungen in Azure-Sandboxumgebungen bilden einen wesentlichen Anteil des Kursaufbaus. Dozentinnen und Dozenten begleiten Teilnehmende durch die Themengebiete und stehen für Fragen und individuelle Unterstützung zur Verfügung. Prüfungssimulationen bereiten gezielt auf das Format der offiziellen Prüfung vor.
In der Vollzeitvariante dauert der Kurs üblicherweise eine Woche bis zu einem Monat. Bei kombinierten Lernformaten und Teilzeitvarianten kann sich die Dauer auf bis zu drei Monate erstrecken. Der im Beratungsgespräch erstellte Lernplan berücksichtigt die individuellen Vorkenntnisse und optimiert die Kursdauer entsprechend.
Der Kurs schließt mit dem offiziellen Microsoft-Herstellerexamen ab, das zum Zertifikat "Microsoft Certified: Azure Developer Associate" führt. Zusätzlich erhalten Teilnehmende ein Lehrgangszertifikat des Bildungsträgers. Das Microsoft-Zertifikat ist international anerkannt und belegt nachweislich die Kompetenz zur professionellen Entwicklung von Azure-Applikationen.
Nutzen & Perspektiven
Das Zertifikat "Microsoft Certified: Azure Developer Associate" gehört zu den meistgesuchten Cloud-Qualifikationen auf dem deutschen IT-Stellenmarkt. Mit zunehmender Migration von Unternehmensanwendungen in die Cloud steigt der Bedarf an Entwicklerinnen und Entwicklern, die nicht nur mit lokalen Umgebungen, sondern auch mit PaaS-Diensten, serverlosen Architekturen und Cloud-nativen Sicherheitskonzepten vertraut sind. Das AZ-203-Zertifikat belegt genau diese Kompetenz und ist für Arbeitgeber ein verlässliches Signal für hohe Azure-Entwicklungsexpertise. Neben dem Karriereeffekt bietet die Weiterbildung unmittelbaren Praxisnutzen: Wer Azure-Speicherdienste, PaaS-Compute-Optionen, Sicherheitsmechanismen und Integrationsdienste in der Tiefe kennt, kann schnellere und stabilere Entwicklungsentscheidungen treffen, Cloud-Kosten besser steuern und die Zusammenarbeit in Cross-Team-Projekten verbessern. Gerade die Integration von Azure Cognitive Services erschliesst neue Möglichkeiten für intelligente Anwendungsfeatures ohne aufwändige eigene ML-Entwicklung. Bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern ist diese Weiterbildung in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Auch das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen der Deutschen Rentenversicherung, die Berufsförderung der Bundeswehr oder Massnahmen zur beruflichen Rehabilitation kommen je nach persönlicher Situation als Förderinstrumente in Frage. Ein erstes Beratungsgespräch beim Anbieter klärt die Fördersituation und legt den optimalen Startpunkt für die Weiterbildung fest.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welches Zertifikat erhalte ich nach dem Kurs?
Nach dem erfolgreichen Ablegen des Herstellerexamens AZ-203 erhältst du das Zertifikat "Microsoft Certified: Azure Developer Associate". Hinweis: Microsoft hat die Prüfung AZ-203 durch AZ-204 ersetzt; der Lerninhalt ist weitgehend deckungsgleich. Bitte kläre vor Kursbeginn mit dem Anbieter, auf welche aktuelle Prüfungsversion der Kurs vorbereitet.
Welche Vorkenntnisse benötige ich für diesen Kurs?
Microsoft empfiehlt für die Prüfung mindestens ein Jahr Erfahrung in der Entwicklung skalierbarer Anwendungen sowie Kenntnisse in einer Cloud-fähigen Programmiersprache wie C#, Java, Python oder JavaScript. Grundkenntnisse in Azure-Diensten sind empfehlenswert.
Was unterscheidet AZ-203 von AZ-204?
Die Prüfung AZ-203 "Developing Solutions for Microsoft Azure" wurde von Microsoft durch AZ-204 "Developing Solutions for Microsoft Azure" abgelöst. Die Inhalte überschneiden sich stark; AZ-204 ist die aktuelle Prüfungsversion. Bestehende AZ-203-Zertifizierungen wurden in AZ-204-Äquivalente umgewandelt. Der Anbieter informiert dich über den aktuellen Status.
Kann ich den Kurs neben dem Beruf absolvieren?
Ja. Neben Vollzeitvarianten werden auch Teilzeit-Formate im Combined-Learning angeboten, die sich über mehrere Wochen bis Monate erstrecken können. Das individuelle Beratungsgespräch hilft, das Format optimal auf die persönliche Situation abzustimmen.
Ist eine Förderung über Bildungsgutschein möglich?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist die Weiterbildung in der Regel über einen Bildungsgutschein förderbar. Auch das Qualifizierungschancengesetz sowie Leistungen der Deutschen Rentenversicherung können je nach individueller Situation in Frage kommen.
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