Überblick
Vernetzte Geräte und industrielle IoT-Systeme sind inzwischen in nahezu jeder Branche verbreitet – und mit ihnen wächst die Angriffsfläche für Cyberbedrohungen. Gleichzeitig fehlt es an Fachkräften, die sowohl die Eigenheiten von IoT-Sicherheitsarchitekturen als auch die Abläufe im Sicherheitsbetrieb eines Security Operations Center kennen. Dieser Bündelkurs schließt beide Lücken: Der CertNexus IoT Security Practitioner (CIoTSP) legt den Fokus auf die Absicherung vernetzter Geräte, eingebetteter Systeme und industrieller Netzwerke; der Cisco Certified CyberOps Associate (Prüfung 200-201 CBROPS) vermittelt das operative Rüstzeug für die Analyse von Sicherheitsvorfällen in einer SOC-Umgebung. Zusammen bilden sie ein komplementäres Kompetenzprofil für IT-Sicherheitsprofis im IoT-Zeitalter.
Kursinhalte & Lernziele
CertNexus IoT Security Practitioner (CIoTSP) Der erste Modulblock widmet sich vollständig der IoT-spezifischen Sicherheit. Eingebettete Systeme, Sensornetzwerke, industrielle Steuerungsanlagen und Cloud-Konnektivität bringen Sicherheitsherausforderungen mit sich, die sich von klassischen IT-Umgebungen deutlich unterscheiden. Ressourcenbeschränkte Geräte können oft keine aufwendigen kryptographischen Verfahren ausführen – das erfordert spezifische Architekturen und Schutzmechanismen.
- Bedrohungslandschaft im IoT: Botnetze, Firmware-Angriffe, Protokollschwächen
- Sicherheitsanforderungen für eingebettete Systeme und ressourcenbeschränkte Geräte
- Sichere Kommunikationsprotokolle im IoT-Umfeld (MQTT, CoAP, TLS-Varianten)
- Identitäts- und Zugriffsmanagement für vernetzte Geräte
- Sicherheitsarchitekturen für industrielle Kontrollsysteme (ICS/SCADA)
- Lebenszyklusmanagement und Patch-Strategien für IoT-Geräteflotten
Cisco Certified CyberOps Associate (200-201 CBROPS) Der zweite Block folgt dem Cisco-Curriculum für den CyberOps Associate und bereitet auf die Prüfung 200-201 vor. Im Mittelpunkt stehen die Abläufe eines Security Operations Center: Wie werden Bedrohungen erkannt, wie werden Alerts klassifiziert, und welche Schritte folgen bei einem bestätigten Vorfall? Netzwerkforensik und Protokollanalyse spielen dabei eine zentrale Rolle.
- Sicherheitskonzepte: CIA-Triade, Defense-in-Depth, Threat Intelligence
- Netzwerkprotokolle und -topologien aus der Perspektive der Sicherheitsanalyse
- Grundlagen der Kryptographie: Verschlüsselung, Hash-Funktionen, PKI
- Sicherheitstechnologien: Firewalls, IDS/IPS, Proxies, NAC
- Erkennung und Analyse von Sicherheitsvorfällen mit SIEM-Systemen
- Angriffsmethoden: Malware-Typen, Social Engineering, Exploit-Techniken
Praxisblock Beide Zertifizierungsdomänen werden durch laborähnliche Übungen und fallstudienbasiertes Arbeiten ergänzt. Reale und realitätsnahe Szenarien aus IoT-Umgebungen und SOC-Betrieb stehen im Vordergrund.
- Analyse von IoT-Netzwerk-Traffic und Identifikation anomaler Kommunikationsmuster
- Konfiguration und Auswertung von IDS-Regeln in einer simulierten Umgebung
- Log-Analyse und Korrelation von Sicherheitsereignissen mit SIEM-Werkzeugen
- Forensische Untersuchung einer kompromittierten IoT-Umgebung (Fallstudie)
- Erstellung eines Vorfallsreaktionsplans für ein hybrides IoT/IT-Netzwerk
- Bewertung von Schwachstellen-Reports und Ableitung von Maßnahmen
- Simulation eines SOC-Workflows: Triage, Klassifizierung, Eskalation
- Übungen zu Threat-Hunting-Techniken in IoT-nahen Infrastrukturen
- Diskussion realer Sicherheitsvorfälle aus dem ICS/SCADA-Umfeld
- Peer-Review von Sicherheitsarchitektur-Entwürfen
- Vertiefung der Prüfungsdomänen von CIoTSP und CBROPS im Abgleich
Die Praxiseinheiten machen abstrakte Konzepte greifbar und bereiten gleichzeitig auf die Prüfungsformate beider Zertifizierungen vor. Wer beide Teilbereiche versteht und miteinander verbinden kann, ist für Aufgaben gerüstet, die sowohl IoT-seitiges Wissen als auch SOC-Kompetenz erfordern. Besonders der Übergang von der IoT-Geräteebene zur netzwerkseitigen Angriffsanalyse – also von der Gerätehärtung zur Vorfallserkennung im SIEM – ist ein Lernmoment, der im Bündel klar wird, bei isolierter Betrachtung der Einzelbereiche aber oft verloren geht.
Lernziele:
- IoT-Sicherheitsrisiken und typische Angriffsvektoren auf vernetzte Geräte einschätzen
- Sicherheitsarchitekturen für eingebettete Systeme und industrielle Netzwerke entwerfen
- CIoTSP-Prüfungsdomänen kennen und auf reale Szenarien anwenden
- Netzwerkgrundlagen und Protokolle für die Sicherheitsanalyse im SOC nutzen
- Sicherheitsvorfälle mit den Methoden des CyberOps-Frameworks erkennen und klassifizieren
- Intrusion-Detection-Systeme und SIEM-Tools im Betriebskontext einsetzen
- Forensische Grundlagen und Log-Analyse für die Vorfallsreaktion anwenden
- Security-Monitoring in hybriden Umgebungen mit IoT-Komponenten gestalten
- Prüfungsanforderungen der Cisco 200-201 CBROPS kennen und gezielt vorbereiten
- Teamarbeit und Kommunikation in einem SOC-Workflow strukturieren
- Bedrohungsmodelle (Threat Intelligence, IOCs) für vernetzte Infrastrukturen verstehen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an IT-Fachleute, die sich auf Cybersicherheit in vernetzten Umgebungen spezialisieren wollen.
- Netzwerk- und Systemadministrator:innen, die in IT-Security wechseln möchten
- IT-Sicherheitsfachkräfte mit erstem Berufseinstieg im SOC-Umfeld
- IoT-Entwickler:innen und -Ingenieur:innen mit Interesse an Sicherheitsaspekten
- Analyst:innen in Security Operations Centern, die IoT-spezifisches Wissen ergänzen wollen
- Fachleute aus Industrie 4.0 und OT-Umgebungen (Operational Technology), die IT-Security-Kenntnisse vertiefen
Grundlegende IT-Kenntnisse und ein Verständnis von Netzwerktechnologien (IP-Protokolle, Routing, Switching) sind empfehlenswert. Erste Berührungspunkte mit IT-Sicherheitskonzepten erleichtern den Einstieg, sind aber nicht zwingend erforderlich. Der Kurs ist als Einsteiger- bis Intermediate-Niveau ausgelegt; wer bereits erste Erfahrungen als Netzwerkadministrator oder im IT-Support mitbringt, wird schnell in die sicherheitsspezifischen Themenstellungen einsteigen können.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht findet im Combined-Learning-Format statt: strukturierte Live-Einheiten im virtuellen Klassenzimmer wechseln mit Übungs- und Fallstudienphasen. Praxiserfahrene Dozenten verbinden Theorieblöcke mit konkreten Anwendungsszenarien. An Präsenzstandorten stehen PC-Arbeitsplätze mit dualem Bildschirmsetup zur Verfügung; eine Home-Office-Option ist vorhanden. Das virtuelle Klassenzimmer erlaubt Mikrofon-, Kamera- und Chat-Interaktion in Echtzeit.
Der Kurs wird in Vollzeit durchgeführt. Die Gesamtdauer ergibt sich aus dem gewählten Modulumfang; beide Zertifizierungsvorbereitungen (CIoTSP und 200-201 CBROPS) können in einem Durchgang absolviert werden.
Der Kurs bereitet auf zwei externe Zertifizierungsprüfungen vor: die CertNexus-Prüfung zum IoT Security Practitioner (CIoTSP) sowie die Cisco-Prüfung 200-201 (CBROPS) zum Certified CyberOps Associate. Beide Prüfungen werden bei akkreditierten Testcentern abgelegt. Zusätzlich wird eine trägerinterne qualifizierte Teilnahmebescheinigung ausgestellt.
Nutzen & Perspektiven
Die Kombination aus IoT-spezifischer Sicherheitskompetenz und SOC-Betriebswissen ist am Markt vergleichsweise selten anzutreffen. IoT-Infrastrukturen wachsen schnell – in der Industrie, im Gesundheitswesen, in der Logistik –, aber nur wenige Sicherheitsfachleute können sowohl die Gerätesicherheit als auch die operative Seite der Bedrohungserkennung abdecken. Wer dieses Profil mitbringt, ist in Security Operations Centern, bei MSSP-Dienstleistern und in der internen IT-Sicherheit größerer Unternehmen gefragt. Zwei renommierte Herstellerzertifizierungen in einem Lehrgang zu erwerben spart Zeit und Kosten gegenüber separaten Schulungsbuchungen. Die inhaltliche Überlappung zwischen IoT-Sicherheitsarchitektur und SOC-Netzwerkanalyse sorgt dafür, dass die Themen sich gegenseitig verstärken. Wer IoT-Angriffsvektoren versteht, kann Sicherheitsvorfälle im SOC besser kontextualisieren – und umgekehrt. Für Fachkräfte aus Operational-Technology-Umgebungen bietet dieser Kurs zudem den strukturierten Einstieg in die IT-Security-Welt. Die ICS/SCADA-Inhalte des CIoTSP und die Netzwerkforensik des CyberOps-Curriculums ergänzen sich zu einem Kompetenzprofil, das die wachsende Konvergenz von OT und IT in modernen Industrieumgebungen direkt abbildet. Wer beide Bereiche kennt, kann in sicherheitsrelevanten Rollen innerhalb von Produktionsunternehmen, Energieversorgern und Logistikbetrieben von Anfang an wertvolle Beiträge leisten – ohne lange seitliche Einarbeitung in die jeweils andere Domäne. Zudem ist die Nachfrage nach Fachleuten mit OT-nahem Sicherheitsprofil in den letzten Jahren deutlich gestiegen, weil regulatorische Anforderungen wie die NIS2-Richtlinie explizit die Absicherung vernetzter Industrieinfrastrukturen adressieren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Zertifikate kann ich mit diesem Kurs erwerben?
Der Kurs bereitet auf zwei externe Prüfungen vor: die CertNexus IoT Security Practitioner (CIoTSP)-Zertifizierung und die Cisco-Prüfung 200-201 (CBROPS) zum Certified CyberOps Associate. Beide Prüfungen werden bei akkreditierten Testcentern abgelegt.
Welche Vorkenntnisse werden empfohlen?
Grundkenntnisse in Netzwerktechnologien wie IP-Protokollen, Routing und Switching sind hilfreich. Der Kurs ist auf Einsteiger- bis Intermediate-Niveau ausgelegt; tiefe IT-Security-Vorkenntnisse sind nicht vorausgesetzt.
Warum werden IoT-Sicherheit und CyberOps in einem Kurs kombiniert?
IoT-Infrastrukturen bringen spezifische Angriffsvektoren mit sich, die sich von klassischen IT-Umgebungen unterscheiden. Im SOC-Betrieb ist es ein Vorteil, diese Eigenheiten zu kennen – die Kombination beider Bereiche schafft ein Kompetenzprofil, das am Markt selten ist und entsprechend gefragt wird.
Wie findet der Unterricht statt?
Der Unterricht läuft als Combined Learning: Live-Einheiten im virtuellen Klassenzimmer wechseln mit Übungs- und Fallstudienphasen ab. Eine Home-Office-Option ist vorhanden; an Präsenzstandorten stehen PC-Arbeitsplätze mit dualem Bildschirmsetup zur Verfügung.
Ist dieser Kurs auch für Fachleute aus OT/ICS-Umgebungen geeignet?
Ja. Der CIoTSP-Teil behandelt explizit industrielle Kontrollsysteme (ICS/SCADA) und deren Sicherheitsanforderungen. Für Fachleute aus der Operational Technology bietet der Kurs einen strukturierten Einstieg in die IT-Security, der die wachsende Konvergenz von OT und IT berücksichtigt.
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