Überblick
Diese Weiterbildung vereint zwei der gefragtesten Zertifizierungen in der IT-Infrastrukturwelt: den Cisco Certified Network Associate (CCNA) für klassische Netzwerktechnik und den Microsoft Certified: Azure Administrator Associate (AZ-104) für Cloud-Infrastrukturen. Beide Zertifizierungen ergänzen sich in der Praxis: Unternehmen betreiben hybride Infrastrukturen, in denen on-premises Cisco-Netzwerke und Microsoft-Azure-Dienste koexistieren und ineinandergreifen. Wer beide Domänen beherrscht, kann ganzheitliche Infrastrukturlösungen verantworten und ist im Arbeitsmarkt als seltenes Doppelprofil gefragt. Der CCNA-Teil basiert auf dem aktuellen Examen 200-301; der Azure-Administrator-Teil bereitet auf AZ-104 vor. Beide externen Prüfungen werden von akkreditierten Testcentern (Cisco/Microsoft) abgenommen.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — CCNA-Grundlagen: Netzwerkarchitektur und Switching Der CCNA 200-301 beginnt mit einem breiten Fundament in Netzwerktheorie und führt dann in die praktische Konfiguration von Cisco-Switches. Switching ist die Basis jedes lokalen Netzwerks — dieses Modul vermittelt sowohl die Konzepte als auch die Cisco-IOS-Befehle, um sie umzusetzen.
- Netzwerkkomponenten und ihre Rollen: Router, Switches, Firewalls, Access Points
- OSI- und TCP/IP-Modell: Schichten, Protokolle und Kapselung
- Ethernet-Standards, MAC-Adressen und Switch-Betrieb
- VLANs anlegen, Trunk-Links und 802.1Q-Tagging konfigurieren
- Spanning Tree Protocol (STP) und Rapid STP verstehen und konfigurieren
- EtherChannel (LACP/PAgP) für Redundanz und Bandbreite aufbauen
Modul 2 — CCNA-Routing, WAN und Netzwerksicherheit Routing verbindet Netzwerksegmente miteinander und bildet das Rückgrat größerer IT-Infrastrukturen. Dieses Modul behandelt statisches und dynamisches Routing ebenso wie WAN-Technologien und grundlegende Sicherheitsmechanismen im Cisco-Umfeld.
- IPv4-Subnetting, Variable Length Subnet Masking (VLSM) und CIDR
- Statisches Routing und OSPFv2 in Single-Area-Umgebungen konfigurieren
- IPv6-Adressierung, NDP und OSPFv3 einführen
- NAT/PAT für Adressübersetzung konfigurieren
- ACLs (Standard und Extended) für Paketkontrolle einsetzen
- Grundlagen der Netzwerksicherheit: Port-Security, DHCP-Snooping, DAI
Modul 3 — Azure-Grundlagen: Identitäten, Governance und virtuelle Netzwerke Der Azure-Administrator-Teil beginnt mit den organisatorischen Grundlagen des Azure-Betriebs: wie Ressourcen strukturiert, Zugriffsrechte verwaltet und Richtlinien durchgesetzt werden. Anschließend folgt der Aufbau virtueller Netzwerke — die Azure-Entsprechung zu den im CCNA-Teil behandelten physischen Netzwerken.
- Azure-Ressourcenhierarchie: Management Groups, Abonnements, Ressourcengruppen
- Azure Active Directory: Benutzer, Gruppen, Rollen und Gastkonten
- RBAC: Built-in- und Custom-Roles zuweisen und auditieren
- Virtuelle Netzwerke (VNets), Subnetze, NSGs und Application Security Groups
- VNet-Peering und Hub-Spoke-Topologien entwerfen
- Azure DNS: öffentliche und private Zonen konfigurieren
Modul 4 — Azure Compute, Storage, Monitoring und Hybridkonnektivität Die praktische Azure-Administration dreht sich um das Deployment und den Betrieb von virtuellen Maschinen, Speicherkonten und skalierbaren Diensten. Dieses Modul schließt mit einem Blick auf Hybridkonnektivität — der Brücke zwischen on-premises Cisco-Infrastruktur und Azure-Cloud.
- Azure-VMs: Erstellen, Größen, Extensions, Availability Sets und Zones
- VM-Scale Sets und Azure Load Balancer für skalierbare Workloads
- Azure Blob Storage, Azure File Shares und Disk-Typen konfigurieren
- Azure Backup und Azure Site Recovery grundlegend einrichten
- Azure Monitor: Metriken, Log Analytics und Alerting konfigurieren
- VPN Gateway (Site-to-Site) und Azure ExpressRoute für Hybridkonnektivität
Praxisblock — Integration von CCNA und Azure in realen Szenarien Der Praxisteil stellt beide Technologiedomänen in einen gemeinsamen Kontext: ein Unternehmen, das sein on-premises Cisco-Netz mit Azure verbindet und hybride Workloads betreibt.
- Cisco-Switch-Konfiguration mit VLANs und Trunks in einem Lab-Netz umsetzen
- OSPFv2-Routing zwischen simulierten Standorten aufbauen
- ACLs für Netzwerksegmentierung in einem Branch-Office-Szenario schreiben
- Azure-Ressourcengruppe mit RBAC und Policies für eine Testumgebung aufsetzen
- VNet mit mehreren Subnetzen, NSGs und Bastion Host konfigurieren
- Windows- und Linux-VM in Azure deployen und per SSH/RDP verbinden
- Storage Account mit Blob-Container und SAS-Token anlegen
- Azure Monitor Alert für CPU-Auslastung einer VM einrichten
- Site-to-Site-VPN zwischen einem simulierten on-premises Router und Azure VPN Gateway herstellen
- Hybrides DNS konfigurieren: on-premises Zones in Azure DNS integrieren
- Troubleshooting-Szenario: Konnektivitätsproblem zwischen VLAN und Azure-VM diagnostizieren
- Praxisdokumentation und Infrastruktur-Diagramm für das Gesamtszenario erstellen
Lernziele:
- Netzwerkgrundlagen, OSI-Modell und TCP/IP-Referenzmodell auf Expertenniveau erklären
- Switching-Konzepte (VLANs, STP, EtherChannel) in Cisco-IOS-Umgebungen konfigurieren
- Routing-Protokolle (OSPF, statisches Routing) auf Cisco-Routern einrichten
- WAN-Technologien und IPv6-Adressierung verstehen und konfigurieren
- Netzwerksicherheit mit ACLs, Port-Security und grundlegenden Firewall-Konzepten umsetzen
- Azure-Ressourcengruppen, Abonnements und Role-Based Access Control (RBAC) verwalten
- Virtuelle Netzwerke (VNets), Subnetze und Peering in Azure konfigurieren
- Azure-Virtual Machines, Scale Sets und Load Balancer deployen und verwalten
- Azure-Speicherlösungen (Blob, File, Disk) anlegen und sichern
- Azure Active Directory, Identitäten und Multi-Factor-Authentifizierung konfigurieren
- Monitoring mit Azure Monitor, Log Analytics und Alerts einrichten
- Hybride Konnektivität zwischen on-premises und Azure (VPN Gateway, ExpressRoute) verstehen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Kombinations-Weiterbildung richtet sich an IT-Fachleute, die sowohl klassische Netzwerkkompetenz als auch Cloud-Administration beherrschen wollen.
- Netzwerkadministratoren, die ihre Kenntnisse in Richtung Cloud-Infrastruktur ausbauen
- Azure-Einsteiger mit Netzwerkgrundkenntnissen, die einen fundierten Gesamtüberblick über hybride Infrastrukturen anstreben
- IT-Systemadministratoren, die in größeren Infrastrukturprojekten mit Cisco- und Azure-Komponenten verantwortlich sein werden
- Quereinsteiger aus IT-nahen Bereichen, die eine fundierte Doppelqualifikation anstreben
- Personen, die in der IT-Infrastruktur tätig sind und ihre Marktfähigkeit durch zwei renommierte Zertifizierungen verbessern wollen
Grundkenntnisse in TCP/IP-Netzwerken sind empfehlenswert. Erste Erfahrungen mit der Administration von Betriebssystemen (Windows oder Linux) und Netzwerkkomponenten helfen beim Einstieg in beide Kursblöcke. Für den Azure-Teil sollten Sie mit dem Konzept von Cloud-Diensten vertraut sein; ein Microsoft-365-Konto ist für die Labs hilfreich, aber nicht zwingend.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format durchgeführt — Live-Unterricht im virtuellen Klassenzimmer wechselt mit strukturierten Lab-Phasen ab, in denen beide Technologiebereiche praktisch geübt werden. Für Cisco-Labs stehen simulierte Netzwerkumgebungen bereit; Azure-Übungen finden in echten Azure-Testabonnements statt. Der Unterricht deckt beide Zertifizierungspfade ab und ist so strukturiert, dass konzeptuelle Verbindungen zwischen CCNA und AZ-104 explizit hergestellt werden. Der Kurs ist auf Vollzeitunterricht ausgelegt und kann im Home-Office oder vor Ort absolviert werden.
Die Weiterbildung dauert mehr als einen Monat bis zu drei Monate im Vollzeitmodell. Die genaue Dauer hängt von der individuellen Modul-Konfiguration ab; das Programm deckt die vollständigen Prüfungsinhalte für CCNA 200-301 und AZ-104 ab.
Zum Kursabschluss erhalten die Teilnehmer ein trägerinternes Lehrgangszertifikat. Der Kurs bereitet auf zwei externe Herstellerprüfungen vor: das Cisco-Examen 200-301 (CCNA) und das Microsoft-Examen AZ-104 (Azure Administrator Associate). Wer beide Prüfungen bei akkreditierten Testcentern besteht, hält zwei international anerkannte Zertifikate in den Händen — den Cisco Certified Network Associate und den Microsoft Certified: Azure Administrator Associate.
Nutzen & Perspektiven
CCNA und AZ-104 gehören zu den am häufigsten in Stellenanzeigen genannten IT-Infrastrukturzertifikaten — einzeln betrachtet bereits ein Qualitätsmerkmal, in Kombination ein echtes Differenzierungsmerkmal. Hybride Infrastrukturen, in denen on-premises Netzwerke mit Azure-Cloud-Diensten verbunden sind, sind heute der Normalzustand in mittleren und großen Unternehmen. Die Fähigkeit, auf beiden Seiten dieser Grenze kompetent zu arbeiten, macht Sie zu einem gefragten Generalisten mit Tiefenprofil. Beide Zertifikate kommen von namhaften Herstellern — Cisco und Microsoft — und werden weltweit als verlässliche Kompetenznachweise anerkannt. Sie sind zeitlich begrenzt gültig und erfordern Rezertifizierung, was Arbeitgebern signalisiert, dass der Zertifizierte sein Wissen aktuell hält. Die Kombination in einem einzigen Weiterbildungsprogramm ist effizienter als zwei getrennte Kurse, weil Synergien genutzt werden: Konzepte wie Routing, Subnetting und Sicherheit, die im CCNA-Teil eingeführt werden, tauchen im Azure-Netzwerkteil in anderer Form wieder auf — das beschleunigt das Verständnis und festigt das Gesamtbild.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche zwei Zertifikate kann ich nach dem Kurs ablegen?
Der Kurs bereitet auf das Cisco-Examen 200-301 (CCNA — Cisco Certified Network Associate) und das Microsoft-Examen AZ-104 (Azure Administrator Associate) vor. Beide werden separat bei akkreditierten Testcentern abgenommen.
Muss ich beide Prüfungen ablegen?
Nein. Sie können auch nur eine der beiden Prüfungen ablegen. Der Kurs deckt jedoch beide Prüfungspfade vollständig ab, sodass Sie die Wahl haben, eine oder beide Zertifizierungen anzustreben.
Wie ergänzen sich CCNA und AZ-104 in der Praxis?
CCNA deckt klassische on-premises Netzwerktechnik mit Cisco-Geräten ab; AZ-104 behandelt Cloud-Infrastruktur in Microsoft Azure. In der Realität betreiben die meisten Unternehmen hybride Umgebungen, in denen beide Domänen zusammenwirken — zum Beispiel über Site-to-Site-VPN zwischen einem Cisco-Router und dem Azure VPN Gateway.
Wie lange sind CCNA und AZ-104 gültig?
Das Cisco CCNA-Zertifikat ist drei Jahre gültig und kann durch eine höhere Cisco-Prüfung oder eine erneute CCNA-Prüfung verlängert werden. AZ-104 ist ebenfalls eine Jahr gültig mit der Möglichkeit kostenloser jährlicher Verlängerungs-Assessments bei Microsoft.
Wird für den Kurs ein Cisco-Router oder Azure-Account benötigt?
Für Cisco-Labs werden simulierte Netzwerkumgebungen bereitgestellt — eigene Hardware ist nicht erforderlich. Azure-Übungen finden in bereitgestellten Testabonnements statt; ein eigener Azure-Account ist hilfreich, aber keine Voraussetzung.
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