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CCNA + RHCE Kurs | Netzwerk und Linux-Automatisierung

CCNA und RHCE in einem Lehrgang: Netzwerkinfrastruktur und Linux-Systemautomatisierung für Administratoren, die beide Welten beherrschen wollen.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Zertifikatsqualifizierung

Wie lange dauert der Kurs?
Die Gesamtdauer des Bündels beträgt in der Regel mehrere Monate, da beide Module inhaltlich umfangreich sind. Vollzeit-Formate verkürzen die Dauer deutlich; Teilzeit-Varianten sind ebenfalls möglich. CCNA kann je nach Format in vier bis sechs Wochen Vollzeit abgeschlossen werden; das RHCE-Modul… Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Der Kurs bereitet auf die externe CCNA-200-301-Prüfung von Cisco und auf die RHCE-Prüfung (EX294) von Red Hat vor. Das RHCE-Examen ist eine vollständig praktische Prüfung ohne Multiple-Choice: Es wird in einer realen RHEL-Labumgebung abgelegt, in der Ansible-Playbooks unter Prüfungsbedingungen zu… Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Für den CCNA-Teil werden IT-Grundkenntnisse und erste Erfahrungen mit Netzwerken erwartet. Für den RHCE-Teil ist Linux-Grundwissen auf RHCSA-Niveau Voraussetzung; idealerweise liegt bereits eine RHCSA-Zertifizierung vor oder wird parallel erworben. Erfahrung in der Befehlszeile ist für das… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Netzwerke und Linux-Server sind die beiden tragenden Säulen des modernen IT-Betriebs. Wer Cisco-Netzwerke konfigurieren und gleichzeitig Linux-Infrastrukturen mit Ansible automatisieren kann, deckt einen Kompetenzbereich ab, der in DevOps-Umgebungen, Rechenzentren und Cloud-Deployments täglich gebraucht wird. Dieses Bündel verbindet den Cisco Certified Network Associate (CCNA) mit dem Red Hat Certified Engineer (RHCE) und schafft damit eine technisch tiefe Doppelqualifikation: CCNA für die Netzwerkebene, RHCE für die Systemautomatisierung auf Linux-Ebene. Beide Prüfungen sind praktisch ausgerichtet und verlangen echtes Handlungswissen. Der Kurs bereitet auf beide vor und baut die Kompetenzen aufeinander abgestimmt auf.

Was lernst du in diesem Kurs?

Der Kurs ist in zwei technisch eigenständige Module gegliedert, die am Ende durch einen integrierten Praxisblock verbunden werden. Modul CCNA: Netzwerktechnik mit Cisco Das CCNA-Modul orientiert sich am Prüfungsrahmen CCNA-200-301 und deckt alle prüfungsrelevanten Themenfelder vollständig ab. Der Unterricht verbindet Konzeptverständnis mit direkter Anwendung in Simulationsumgebungen.

  • OSI-Modell und TCP/IP-Protokollstack im Überblick
  • IPv4: Adressklassen, Subnetting, VLSM, NAT und PAT
  • IPv6: Adresstypen, stateless Autoconfiguration, Dual-Stack-Betrieb
  • Switching: VLAN-Konfiguration, Trunk-Links, DTP, VTP-Grundlagen
  • Spanning Tree: STP, RSTP, PortFast, BPDU Guard
  • EtherChannel: LACP und PAgP konfigurieren
  • Routing: Static Routes, OSPF Single-Area und Multi-Area
  • WAN: PPPoE, GRE, IPsec-VPN-Grundlagen
  • Wireless: Controller-basierte WLANs, WPA2/WPA3
  • Security: ACLs, SSH, DHCP-Snooping, Dynamic ARP Inspection
  • Network Automation: REST API, JSON-Format, Python-Grundlagen für Netzwerker

Modul RHCE: Red Hat-Systemautomatisierung mit Ansible Der RHCE (Red Hat Certified Engineer) ist seit dem RHEL 8-Zyklus eine praktische Automatisierungszertifizierung: Die Prüfung verlangt, dass Kandidaten RHEL-Systeme vollständig mit Ansible konfigurieren. Das Modul bereitet auf genau diese Praxis vor.

  • RHEL-Administration: Dateisystem, Paketverwaltung, Benutzer und Gruppen
  • Ansible-Grundlagen: Architektur, Inventories, Ad-hoc-Befehle
  • Playbook-Entwicklung: Tasks, Handlers, Variables, Conditionals, Loops
  • Ansible-Rollen: Struktur, Wiederverwendung, Ansible Galaxy
  • Netzwerkkonfiguration mit Ansible: NetworkManager-Module, Bonding, Bridging
  • Storage-Verwaltung: LVM, Dateisysteme, Mountpoints per Playbook
  • Benutzer- und Gruppenverwaltung automatisieren
  • Systemdienste konfigurieren und steuern (systemd, Cron)
  • Firewalld und SELinux mit Ansible verwalten
  • Templating mit Jinja2 für dynamische Konfigurationsdateien
  • Fehlerbehandlung in Playbooks: Block/Rescue, Ignore Errors, Retry

Praxisblock: Linux-Server und Cisco-Netzwerke als Gesamtsystem Dieser Block zeigt, wie Netzwerk- und Linux-Administration ineinandergreifen. Viele reale Szenarien verlangen genau diese Verbindung.

  • Aufbau einer Testumgebung: RHEL-VMs in einem Cisco-Netzwerksegment
  • Ansible-Playbook zur automatisierten Netzwerkkonfiguration auf Linux-Systemen
  • Debugging netzwerkbedingter Probleme auf Linux-Hosts mit Netzwerkwissen
  • Automatisiertes Deployment eines Servers in ein VLAN mit Ansible
  • Firewall-Konfiguration auf Linux-Ebene in Abstimmung mit ACLs auf Cisco-Ebene
  • SELinux-Konfiguration für netzwerkintensive Dienste
  • Monitoring-Grundlagen: Linux-Systemmetriken und Netzwerkverkehr gemeinsam betrachten
  • Ansible-Rolle für Standard-Server-Setup in einer Unternehmensumgebung
  • Zusammenspiel von DHCP-Konfiguration, DNS und Linux-Netzwerkparametern
  • Prüfungsrelevante Aufgabenstellungen für CCNA und RHCE im Tandem durcharbeiten
  • Typische Fehler und deren Diagnose in gemischten Netzwerk-/Linux-Umgebungen
  • Diskussion realer Betriebsszenarien aus Rechenzentrum und Cloud

Die technische Tiefe beider Module ist erheblich. Wer den Kurs abschließt, beherrscht nicht nur zwei Zertifizierungen, sondern ein Denkmuster, das Netzwerk- und Systemebene zusammen denkt. Im Betrieb zeigt sich dieser Vorteil deutlich: Wer bei einem Verbindungsproblem sowohl die Netzwerkkonfiguration als auch die Linux-Firewall prüfen kann, ohne zwischen Teams zu eskalieren, spart Zeit und löst Probleme zuverlässiger. Diese Kombination ist in DevOps-Teams, in Managed-Service-Umgebungen und in Rechenzentren ein echter Leistungsunterschied.

Lernziele:

  • Netzwerke nach CCNA-200-301-Standard konfigurieren, troubleshooten und dokumentieren
  • IP-Adressierung (IPv4 und IPv6), Subnetting, Routing-Protokolle sicher anwenden
  • VLANs, STP, EtherChannel und Layer-3-Switching einrichten
  • Wireless-LAN-Architekturen und Sicherheitsprofile konfigurieren
  • Netzwerksicherheit mit ACLs, AAA und Port-Security umsetzen
  • Automatisierungsprinzipien für Cisco-Umgebungen verstehen (REST APIs, YANG)
  • Red Hat Enterprise Linux (RHEL) administrieren und konfigurieren
  • Ansible-Playbooks für die Systemautomatisierung entwickeln und einsetzen
  • Ansible-Inventories, Rollen und Variablen strukturieren
  • Storage, Netzwerk und Benutzer unter RHEL automatisiert verwalten
  • Systemdienste, SELinux und Firewall-Konfigurationen mit Ansible steuern
  • Linux-Netzwerkkonfiguration und Netzwerkbrücken in das CCNA-Wissen einbetten

Für wen ist der Kurs geeignet?

Das Bündel richtet sich an Systemadministratoren und Netzwerkfachleute, die technisch in die Tiefe gehen und beide Infrastrukturebenen beherrschen wollen.

  • Systemadministratoren mit Linux-Erfahrung, die Netzwerkkenntnisse ausbauen wollen
  • Netzwerkadministratoren, die Linux-Automatisierung erlernen möchten
  • IT-Operatoren in DevOps- oder Cloud-Umgebungen
  • Administratoren, die für beide Infrastrukturschichten verantwortlich sind
  • Fachleute im Rechenzentrumsumfeld mit gemischten Aufgabenbereichen
Voraussetzungen:

Für den CCNA-Teil werden IT-Grundkenntnisse und erste Erfahrungen mit Netzwerken erwartet. Für den RHCE-Teil ist Linux-Grundwissen auf RHCSA-Niveau Voraussetzung; idealerweise liegt bereits eine RHCSA-Zertifizierung vor oder wird parallel erworben. Erfahrung in der Befehlszeile ist für das RHCE-Modul unerlässlich. Wer bisher ausschließlich grafische Oberflächen für die Systemverwaltung genutzt hat, sollte Linux-CLI-Grundlagen vor dem Kursstart auffrischen.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Beide Module sind durchgehend praxisorientiert. Das CCNA-Modul arbeitet mit Cisco Packet Tracer und ähnlichen Netzwerk-Simulatoren; das RHCE-Modul nutzt RHEL-Labumgebungen, in denen Ansible-Playbooks direkt geschrieben und getestet werden. Der Unterricht findet als Live-Schulung im virtuellen Klassenzimmer statt, in dem Fragen sofort aufgegriffen werden. Übungsaufgaben begleiten jede Einheit; im RHCE-Teil werden Playbooks unter realistischen Bedingungen erstellt und geprüft, was die praktische Prüfungssituation vorwegnimmt.

Die Gesamtdauer des Bündels beträgt in der Regel mehrere Monate, da beide Module inhaltlich umfangreich sind. Vollzeit-Formate verkürzen die Dauer deutlich; Teilzeit-Varianten sind ebenfalls möglich. CCNA kann je nach Format in vier bis sechs Wochen Vollzeit abgeschlossen werden; das RHCE-Modul erfordert ähnlich viel Zeit, weil Ansible-Kompetenz nur durch viele Übungsstunden entsteht.

Der Kurs bereitet auf die externe CCNA-200-301-Prüfung von Cisco und auf die RHCE-Prüfung (EX294) von Red Hat vor. Das RHCE-Examen ist eine vollständig praktische Prüfung ohne Multiple-Choice: Es wird in einer realen RHEL-Labumgebung abgelegt, in der Ansible-Playbooks unter Prüfungsbedingungen zu entwickeln sind. Teilnehmende erhalten außerdem eine Teilnahmebescheinigung.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

CCNA und RHCE sind jeweils für sich Qualifikationen, die in IT-Stellenanzeigen häufig erscheinen. Zusammen decken sie die beiden dominanten Schichten moderner On-Premises- und Hybrid-Infrastrukturen ab: Netzwerk und Betriebssystem. Wer beides beherrscht, findet in nahezu jeder IT-Abteilung Anwendungsfelder, denn Netzwerk und Server lassen sich in der Praxis nicht sauber trennen. Verbindungsprobleme, die sonst zwischen Netzwerk- und Linux-Teams eskaliert werden müssen, können von einer einzigen Person diagnose- und lösungsbereit angegangen werden. Besonders in DevOps- und SRE-Umgebungen wird Ansible zur Standardtechnologie. Systemautomatisierung mit Ansible ist kein Nice-to-have mehr, sondern eine Grunderwartung in Stellen, die über einfache Administration hinausgehen. Wer Ansible beherrscht, kann Server reproduzierbar deployen, Konfigurationsabweichungen systematisch beseitigen und Infrastruktur-as-Code in der Praxis umsetzen. Das RHCE-Zertifikat belegt diese Kompetenz mit einer der anspruchsvollsten praktischen IT-Prüfungen – ein Nachweis, der deutlich mehr aussagt als ein reines Multiple-Choice-Ergebnis. Die Kombination eröffnet Rollen, die Single-Skill-Fachleute nicht besetzen können: Plattformingenieure, Linux-Netzwerkspezialisten, Infrastrukturautomatisierer oder Administratoren in kleineren Teams, die beide Welten abdecken müssen. Gerade in mittelständischen Unternehmen, wo IT-Teams kompakt und breit aufgestellt sind, ist diese Kombination ein direkter Mehrwert. Wer in einem solchen Team beide Zertifikate mitbringt, ist kein Spezialist mit Scheuklappen, sondern ein Allrounder mit nachweisbarer Tiefe in beiden Disziplinen.

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Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Systemadministrator
  • Netzwerkadministrator
  • DevOps Engineer
  • Plattformingenieur
  • Infrastructure Automation Engineer

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen RHCSA und RHCE?

Die RHCSA (Red Hat Certified System Administrator) prüft Linux-Grundadministration unter RHEL: Dateisysteme, Benutzer, Netzwerk, Sicherheit. Die RHCE baut darauf auf und prüft Systemautomatisierung mit Ansible. Wer RHCE anstrebt, sollte RHCSA-Niveau beherrschen – formal zwingend ist die RHCSA-Zertifizierung abhängig vom Anbieter.

Ist die RHCE-Prüfung wirklich eine praktische Prüfung ohne Multiple-Choice?

Ja. Die RHCE-Prüfung (EX294) ist eine vollständig praktische Prüfung: Kandidaten müssen in einer RHEL-Umgebung Ansible-Playbooks entwickeln und Systeme konfigurieren. Es gibt keine theoretischen Fragen. Das macht die Prüfung anspruchsvoller als klassische Multiple-Choice-Zertifikate, aber auch aussagekräftiger.

Brauche ich wirklich beide Zertifikate oder reicht eines?

Das hängt von der Zielrolle ab. Für reine Netzwerkadministration reicht CCNA. Für reine Linux-Automatisierung reicht RHCE. Wer jedoch in DevOps-Teams, im Rechenzentrum oder in kleinen IT-Teams arbeitet, wo beide Ebenen anfallen, hat mit beiden Zertifikaten einen klaren Vorteil. Die Kombination erschließt Rollen, die sonst schwer besetzbar sind.

Wie unterscheidet sich das Lernen für CCNA und RHCE?

CCNA erfordert viel Konfigurationsübung in Simulatoren und Verständnis für Protokollmechanismen. RHCE verlangt, Ansible-Playbooks von Grund auf entwickeln zu können – unter Prüfungsbedingungen, ohne Vorlage. Beide Module erfordern konsequente Übungspraxis; RHCE ist dabei die anspruchsvollere praktische Prüfung.

Wie lange sind CCNA und RHCE gültig?

Das CCNA-Zertifikat ist drei Jahre gültig und kann durch Folgeprüfungen oder Continuing Education Credits erneuert werden. Das RHCE ist an RHEL-Versionen gebunden und sollte nach größeren RHEL-Generationen erneuert werden; Red Hat kommuniziert die Gültigkeitszeiträume produktbegleitend.