Überblick
Der Kurs Cisco CyberOps Professional Core CBRCOR (350-201) richtet sich an IT-Fachkräfte, die eine führende Rolle in Security Operations Centers (SOC) anstreben und ihre Kenntnisse im Bereich Cybersicherheit auf professionellem Niveau ausbauen möchten. Im Mittelpunkt steht der offizielle Cisco-Kurs "Performing CyberOps Using Cisco Security Technologies" (CBRCOR) v1.0, der die Grundlagen, Methoden und Automatisierungstechniken moderner Cybersecurity Operations vermittelt. Die Teilnehmenden lernen, wie komplexe Cyberangriffe erkannt, analysiert und abgewehrt werden — und wie Playbooks und SecDevOps-Methoden den Betrieb eines SOC effizienter machen. Der Kurs bereitet gezielt auf die CyberOps Professional Core-Prüfung vor und führt zur Zertifizierung als Cisco Certified CyberOps Professional.
Kursinhalte & Lernziele
Der erste Themenblock behandelt die Grundlagen der Cybersecurity Operations und legt das konzeptionelle Fundament für alle weiteren Kursinhalte. Die Teilnehmenden verstehen, wie ein modernes SOC organisiert ist und welche Rollen und Verantwortlichkeiten es gibt. Besonderes Augenmerk liegt auf den methodischen Frameworks, die in der Praxis eingesetzt werden.
- Struktur und Funktionsweise moderner Security Operations Centers (SOC)
- Überblick über aktuelle Bedrohungslandschaft: APT-Gruppen, Ransomware, Supply-Chain-Angriffe
- Frameworks zur Bedrohungsanalyse: MITRE ATT&CK, Cyber Kill Chain, Diamond Model
- Incident Response Lifecycle nach NIST SP 800-61 und anderen Standards
- Rollen im SOC: L1/L2/L3-Analyst, Threat Hunter, Incident Responder
Der zweite Themenblock befasst sich mit der Erkennung und Analyse von Cyberangriffen. Die Teilnehmenden lernen, wie Angriffe sich in Netzwerkdaten, Log-Dateien und Systemaktivitäten manifestieren und wie sie zuverlässig identifiziert werden können.
- Analyse von Netzwerk-Traffic zur Erkennung von Angriffsmustern (PCAP-Analyse)
- Auswertung von System- und Anwendungs-Logs für Sicherheitszwecke
- Erkennen von Indicators of Compromise (IOC) und Indicators of Attack (IOA)
- Einsatz von SIEM-Plattformen: Korrelationsregeln, Dashboards, Alerting
- Threat-Intelligence-Quellen und deren Integration in den SOC-Workflow
Im dritten Themenblock liegt der Fokus auf Incident Response und der Nutzung von Playbooks zur systematischen Bearbeitung von Sicherheitsvorfällen. Die Teilnehmenden entwickeln ein tiefes Verständnis für die Schritte, die nach der Entdeckung eines Angriffs eingeleitet werden müssen.
- Aufbau und Einsatz von Incident-Response-Playbooks für häufige Angriffstypen
- Digitale Forensik: Sicherung von Beweismitteln, Analyse von Speicher-Dumps und Festplatten-Images
- Kommunikation und Eskalation im Ernstfall — intern und mit externen Behörden
- Post-Incident-Review und Lessons-Learned-Prozesse
Der vierte Themenblock behandelt Automatisierung und SecDevOps im Sicherheitsbetrieb. Hierbei lernen die Teilnehmenden, repetitive Aufgaben zu automatisieren und Sicherheitsprozesse in moderne Entwicklungs- und Cloud-Workflows zu integrieren.
- Grundlagen der Security Automation: SOAR-Plattformen, Scripting mit Python
- Cloud-Sicherheit und SecDevOps-Methoden für hybride Infrastrukturen
- Integration von Sicherheitstools über APIs und Webhooks
- DevSecOps: Sicherheit im CI/CD-Pipeline-Kontext
Im umfangreichen Praxis-Block wenden die Teilnehmenden ihr Wissen in realistischen Szenarien an.
- Analyse eines simulierten Netzwerkangriffs mit vollständigem PCAP-Trace
- Erstellung eines Incident-Response-Plans für einen Ransomware-Angriff
- Implementierung eines SIEM-Korrelationsszenarios mit Beispiel-Log-Daten
- Threat-Hunting-Übung auf Basis von MITRE ATT&CK-Techniken
- Erstellung eines Playbooks für Phishing-Vorfälle
- Forensische Analyse eines kompromittierten Systems (Speicher-Dump-Auswertung)
- Automatisierung einer Alarmierung via SOAR-Skript
- Threat-Intelligence-Recherche zu einer fiktiven APT-Gruppe
- Übungsszenarien zur CBRCOR-Prüfungsvorbereitung
- Gruppenarbeit: Tabletop-Übung zu einem kritischen Infrastrukturangriff
- Präsentation von Sicherheitsbefunden für ein Management-Publikum
- Mock-Prüfungen mit vollständiger Auswertung
Nach Abschluss der Laborphasen werden alle Inhalte nochmals in Bezug auf die offizielle CBRCOR-Prüfung konsolidiert. Dabei werden typische Prüfungsfragen besprochen, Wissenslücken identifiziert und Zeitmanagement-Strategien für die Prüfungssituation eingeübt.
Lernziele:
- Verstehen der grundlegenden Methoden und Frameworks für Cybersecurity Operations im SOC-Kontext
- Erkennen und Analysieren komplexer Cyberangriffe anhand von Signaturen, Anomalien und Verhaltensmustern
- Entwickeln und Anwenden von Incident-Response-Playbooks zur strukturierten Bearbeitung von Sicherheitsvorfällen
- Einsetzen von Cloud-Plattformen und SecDevOps-Methodiken zur Automatisierung von Sicherheitsaufgaben
- Analysieren von Netzwerktraffic und Log-Daten auf Hinweise auf Kompromittierungen (Indicators of Compromise)
- Durchführen von Threat-Intelligence-Analysen zur Identifikation von Angreifern und Angriffsmustern
- Formulieren von Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Sicherheitslage auf Basis von Analysen
- Nutzen von SIEM-Systemen und Sicherheitsautomatisierungswerkzeugen zur effizienten SOC-Arbeit
- Verstehen und Anwenden von Incident-Response-Frameworks wie NIST, MITRE ATT&CK und Cyber Kill Chain
- Durchführen von forensischen Erstmaßnahmen bei Sicherheitsvorfällen
- Kommunizieren von Sicherheitsbefunden an technische und nicht-technische Stakeholder
- Vorbereitung auf die Cisco CBRCOR 350-201-Prüfung
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an erfahrene IT- und Sicherheitsfachkräfte, die bereits Grundkenntnisse in Netzwerken und Cybersicherheit mitbringen und nun auf ein professionelles Level aufsteigen möchten. Er ist besonders relevant für Personen, die bereits im SOC arbeiten oder in diese Rolle wechseln wollen.
- Sicherheitsanalysten (SOC Analyst L1/L2), die zum L2 oder L3 aufsteigen möchten
- Netzwerkadministratoren mit Interesse an Spezialisierung im Bereich Sicherheit
- IT-Fachkräfte, die in die Rolle des Incident Responders oder Threat Hunters wechseln wollen
- Absolventen des Cisco CyberOps Associate-Kurses, die das nächste Level anstreben
- Sicherheitsverantwortliche, die ihr Team durch zertifiziertes Fachwissen stärken möchten
Teilnehmende sollten über fundierte Kenntnisse in IT-Netzwerken — idealerweise auf CCNA-Niveau oder vergleichbar — sowie über Grundlagenwissen in Cybersicherheit verfügen. Kenntnisse des CyberOps Associate-Niveaus (Cisco 200-201 CBROPS) werden empfohlen. Vor Kursbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, in dem Vorkenntnisse bewertet und ein persönlicher Lernplan erstellt wird. Erfahrung mit der Auswertung von Log-Daten oder dem Einsatz von SIEM-Systemen ist vorteilhaft, jedoch nicht zwingend erforderlich.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined Learning-Format angeboten, das Live-Unterrichtsphasen — entweder in Präsenz oder als Online-Seminar — mit interaktiven Laborübungen in virtuellen Umgebungen verbindet. Cisco-zertifizierte Trainer vermitteln die Inhalte anhand realer Fallstudien und praxisnaher Angriffsszenarien. Gruppenübungen und Tabletop-Simulationen fördern den kollaborativen Wissensaufbau. Prüfungsvorbereitungsmaterialien und Mock-Prüfungen sind fester Bestandteil des Kursprogramms.
Die Kursdauer liegt typischerweise bei mehreren Wochen in Vollzeit und kann in Teilzeit entsprechend länger dauern. Der Umfang richtet sich nach dem individuellen Lernplan, der im Beratungsgespräch vor Kursbeginn erstellt wird. Individuelle Starttermine sind auf Anfrage möglich.
Die Teilnehmenden erhalten nach Kursabschluss ein Lehrgangszertifikat des Anbieters. Das offizielle Cisco-Zertifikat "Cisco Certified CyberOps Professional" wird durch Bestehen der externen Prüfung 350-201 CBRCOR bei einem autorisierten Cisco-Prüfungszentrum erlangt. Dieser Kurs bereitet gezielt auf diese Prüfung vor. Die Prüfungsgebühr und -anmeldung erfolgen separat.
Nutzen & Perspektiven
Cybersicherheitsexperten sind auf dem deutschen und internationalen Arbeitsmarkt extrem gefragt. Unternehmen, Behörden und kritische Infrastrukturen suchen dringend nach qualifizierten SOC-Analysten und Incident Respondern, die komplexe Angriffe erkennen und abwehren können. Mit der Cisco CyberOps Professional-Zertifizierung positionieren sich Absolvierende klar als Fachkräfte der oberen Liga — und das mit einem Zertifikat, das weltweit anerkannt und von Arbeitgebern aktiv nachgefragt wird. Der Kurs vermittelt keine abstrakten Konzepte, sondern direktes, anwendbares Wissen: Die Laborphasen simulieren reale Angriffsszenarien und Incident-Response-Situationen, sodass Absolvierende nicht erst nach einer langen Einarbeitungszeit produktiv im SOC arbeiten können. Dieses Praxis-Niveau hebt den Kurs deutlich von theorieorientierten Ausbildungsangeboten ab und gibt den Teilnehmenden das nötige Selbstvertrauen für den beruflichen Einsatz. Bei AZAV-zertifizierten Anbietern ist der Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Je nach individueller Situation können auch Förderungen über das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, die Berufsförderung der Bundeswehr oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht kommen. Eine frühzeitige Beratung bei der zuständigen Behörde klärt die persönliche Fördersituation.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse benötige ich für den CBRCOR-Kurs?
Grundkenntnisse in IT-Netzwerken (CCNA-Niveau) und Cybersicherheit werden empfohlen. Kenntnisse auf CyberOps Associate-Niveau (200-201 CBROPS) sind ideal, aber nicht zwingend. Im Beratungsgespräch vor Kursbeginn wird der individuelle Kenntnisstand bewertet.
Was ist der Unterschied zwischen CyberOps Associate und Professional?
Die Associate-Zertifizierung (200-201 CBROPS) vermittelt Grundlagenwissen für Einsteiger im SOC-Bereich. Die Professional-Zertifizierung (350-201 CBRCOR) baut darauf auf und umfasst fortgeschrittene Themen wie Automatisierung, Forensik, Threat Intelligence und SecDevOps.
Welchen Beruf kann ich nach dem Kurs ausüben?
Absolvierende sind für Rollen als SOC-Analyst (L2/L3), Incident Responder, Threat Hunter oder Information Security Analyst qualifiziert. Die Cisco CyberOps Professional-Zertifizierung ist ein international anerkannter Qualifikationsnachweis, der von Unternehmen weltweit geschätzt wird.
Kann der Kurs gefördert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Anbietern kann der Kurs über einen Bildungsgutschein gefördert werden. Auch Qualifizierungschancengesetz, Leistungen der Deutschen Rentenversicherung oder Berufsförderung der Bundeswehr kommen je nach Situation in Frage. Eine Beratung bei der zuständigen Behörde klärt die individuelle Fördersituation.
Wo findet die offizielle Prüfung statt?
Die CBRCOR 350-201-Prüfung wird bei einem autorisierten Cisco-Prüfungszentrum (Pearson VUE) abgelegt. Der Kurs bereitet intensiv auf diese Prüfung vor; Prüfungsgebühr und -anmeldung erfolgen separat.
Verwandte Kurse
Welche Förderung passt zu dir?
Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Arbeitsmarkt-Report
Kaufmännische Sachbearbeitung verlagert sich Richtung digitale Prozesse (DATEV-, SAP-, Salesforce-Kenntnisse). Wer klassische Buchhaltung mit ERP/Tool-Wissen kombiniert, ist überdurchschnittlich gefragt; Reine Routine-Sachbearbeitung verliert.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Gärtnermeister/Gärtnermeisterin Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau8.657 Stellen
- Steuerfachangestellter/Steuerfachangestellte7.268 Stellen
- Fachassistent/Fachassistentin Rechnungswesen und Controlling3.684 Stellen
- Geprüfter Kraftwerksmeister/Geprüfte Kraftwerksmeisterin - Fachrichtung Strahlenschutz262 Stellen
- Cyber-Security-Consultant118 Stellen
- Chief-Information-Security-Officer103 Stellen