Überblick
Cyberbedrohungen werden komplexer, gezielter und schneller — und Security-Teams müssen entsprechend gerüstet sein. Der Cisco CyberOps Professional CBTHD (300-220) ist eine anspruchsvolle Konzentrationszertifizierung im Rahmen des Cisco CyberOps Professional-Tracks. Sie richtet sich an erfahrene Fachleute in Security Operations Centers (SOCs), die ihre Fähigkeiten im proaktiven Threat Hunting und in der strukturierten Incident-Response vertiefen möchten. Der Kurs kombiniert fundiertes theoretisches Wissen mit praxisnahen Laborübungen und bereitet gezielt auf die offizielle Zertifizierungsprüfung 300-220 CBTHD vor. Wer diesen Kurs abschließt, ist in der Lage, fortgeschrittene Angriffsmuster zu erkennen, Sicherheitsvorfälle systematisch zu analysieren und Gegenmaßnahmen professionell umzusetzen.
Kursinhalte & Lernziele
Grundlagen und Strategien des Threat Huntings Threat Hunting bezeichnet die proaktive Suche nach Angreifern, die bereits in ein Netzwerk eingedrungen sind, ohne dabei auf Alarme zu warten. Dieser Block führt in die konzeptionellen Grundlagen ein, stellt bewährte Hunting-Methoden vor und zeigt, wie Hypothesen systematisch entwickelt und überprüft werden.
- Definitionen und Abgrenzung: Threat Hunting vs. reaktive Incident Response
- Threat-Intelligence-Quellen und deren Integration in den Hunting-Prozess
- Entwicklung von Hunting-Hypothesen auf Basis von MITRE ATT&CK
- Priorisierung von Hunting-Kampagnen nach Risikoexposition und Bedrohungslandschaft
- Einsatz von Threat-Intelligence-Plattformen (TIPs) im operativen Alltag
- Dokumentation und Nachverfolgung von Hunting-Ergebnissen im Team
Netzwerk- und Security-Log-Analyse Die Analyse von Netzwerk-Traffic und Security-Logs ist das Herzstück der SOC-Arbeit. In diesem Modul lernen die Teilnehmenden, wie sie aus der Masse an Rohdaten relevante Signale extrahieren, verdächtige Kommunikationsmuster erkennen und Angriffe rekonstruieren.
- Netzwerk-Flow-Analyse: NetFlow, IPFIX und deren Interpretation
- Deep Packet Inspection und Protokollanalyse
- Korrelation von Log-Quellen: Firewall, IDS/IPS, Proxy, DNS, Endpoint
- Erkennung lateraler Bewegungen und Datenexfiltration in Netzwerkdaten
- Einsatz von SIEM-Systemen zur Ereigniskorrelation und Alert-Generierung
- Tuning von Erkennungsregeln zur Reduzierung von False Positives
Incident-Response-Prozesse und digitale Forensik Sobald ein Sicherheitsvorfall bestätigt ist, zählt strukturiertes Handeln. Dieser Block vermittelt den gesamten Lebenszyklus einer Incident Response — von der Erkennung und Eindämmung bis zur Wiederherstellung und Post-Mortem-Analyse. Ergänzt wird dies durch forensische Methoden auf Netzwerk- und Endpoint-Ebene.
- Phasen der Incident Response: Preparation, Detection, Containment, Eradication, Recovery
- Beweissicherung und Chain-of-Custody in digitalen Forensikuntersuchungen
- Forensische Analyse von Windows- und Linux-Endpoints
- Malware-Analyse: statische und dynamische Methoden, Sandbox-Einsatz
- Netzwerkforensik: PCAP-Analyse, Wireshark, Zeek
- Post-Incident-Reviews und Lessons-Learned-Prozesse
Einsatz von Cisco-Sicherheitslösungen im SOC Cisco bietet ein umfangreiches Portfolio an Sicherheitswerkzeugen, die im modernen SOC zum Einsatz kommen. Dieser Block zeigt, wie die relevanten Cisco-Plattformen im Threat-Hunting- und Incident-Response-Kontext konfiguriert und genutzt werden.
- Cisco SecureX: integrierte Plattform für Sicherheitstelemetrie und Incident Response
- Cisco Secure Endpoint (AMP): Endpunktschutz und Forensik
- Cisco Threat Grid: Malware-Analyse und Bedrohungsintelligenz
- Cisco Stealthwatch: Netzwerktelemetrie und Anomalieerkennung
- Cisco Secure Network Analytics in realen Threat-Hunting-Szenarien
- Integration verschiedener Cisco-Tools in einen kohärenten SOC-Workflow
Praxisorientierte Laborübungen und Prüfungsvorbereitung Der Kurs ist stark praxisorientiert. Neben dem konzeptionellen Wissen stehen ausführliche Lab-Sessions im Vordergrund, in denen reale Angriffs- und Verteidigungsszenarien simuliert werden.
- Durchführung vollständiger Threat-Hunting-Kampagnen in simulierten Umgebungen
- Analyse und Klassifizierung von Malware-Samples in der Sandbox
- Rekonstruktion von Angriffssequenzen anhand von Log- und Netzwerkdaten
- Erstellung strukturierter Incident-Response-Reports nach SOC-Industriestandard
- Übungsszenarien im MITRE ATT&CK-Format mit realen Angriffstechniken
- Simulierte Prüfungsfragen und Besprechung häufiger Fehlerquellen im Examen 300-220 CBTHD
- Analyse realer Advanced Persistent Threat (APT)-Kampagnen und deren Indikatoren
- Bewertung und Priorisierung von Sicherheitsvorfällen nach Schweregrad
- Konfiguration und Testläufe mit Cisco-Sicherheitsplattformen in Lab-Umgebungen
- Gruppenübungen: Rollenspiele als SOC-Analyst und Incident Commander
- Feedbackschleifen zur individuellen Verbesserung analytischer Fähigkeiten
- Abschluss-Prüfungssimulation mit anschließender Ergebnisauswertung
Das Kursformat kombiniert theoretische Grundlagen mit intensiven Praxisphasen in realistischen Labor-Szenarien. Durch den Einsatz von Cisco-Technologien in kontrollierten Umgebungen entwickeln die Teilnehmenden ein tiefes Verständnis für die Herausforderungen realer SOC-Arbeit. Die Verbindung aus Prüfungsvorbereitung und operativem Know-how gewährleistet, dass die Teilnehmenden nach dem Kurs sowohl die Zertifizierungsprüfung bestehen als auch in der Praxis sofort handlungsfähig sind.
Lernziele:
Wer diesen Kurs erfolgreich absolviert hat, verfügt über folgende Kompetenzen und Fertigkeiten im Bereich Threat Hunting und Cyber Operations —
- Grundprinzipien und Strategien des Threat Huntings erklären und eigenständig anwenden
- Netzwerk-Logs, Security-Events und Endpoint-Telemetrie systematisch analysieren und korrelieren
- komplexe Angriffsmuster auf Basis von Threat-Intelligence-Daten identifizieren und bewerten
- strukturierte Incident-Response-Prozesse nach anerkannten Rahmenwerken durchführen
- Cisco-spezifische Sicherheitslösungen und Plattformen zielgerichtet im SOC-Kontext einsetzen
- digitale Forensik auf Netzwerk- und Endpunkt-Ebene professionell durchführen
- Malware-Verhalten analysieren und relevante Indikatoren für eine Kompromittierung (IoC) ableiten
- Sicherheitsvorfälle dokumentieren, eskalieren und an relevante Stakeholder kommunizieren
- Schwachstellen in Netzwerkarchitekturen erkennen und Gegenmaßnahmen empfehlen
- proaktive Hunting-Hypothesen auf Basis von MITRE ATT&CK und vergleichbaren Frameworks entwickeln
- offensive Angriffstaktiken aus Verteidigerperspektive verstehen und Erkennungsregeln ableiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an IT-Sicherheitsfachleute mit Erfahrung im SOC-Umfeld, die ihre Kenntnisse auf ein fortgeschrittenes Niveau heben möchten.
- SOC-Analysten und Threat Hunter, die ihre Fähigkeiten zertifizieren und vertiefen möchten
- Incident-Response-Spezialisten, die strukturierte Prozesse und Cisco-Tools professionell einsetzen wollen
- Netzwerksicherheitsfachleute, die in den Bereich Cyber Operations wechseln möchten
- IT-Sicherheitsbeauftragte, die ein fundiertes Verständnis moderner Bedrohungsanalyse benötigen
- Personen, die eine international anerkannte Cisco-Zertifizierung im CyberOps-Track anstreben
Gute Vorkenntnisse in der Netzwerksicherheit und im Bereich Security Operations sind empfehlenswert. Der Kurs baut auf Grundlagenwissen in TCP/IP-Netzwerken, Betriebssystemen (Windows und Linux) sowie grundlegenden Konzepten der IT-Sicherheit auf. Die Cisco-Basisqualifikation CCNA CyberOps (oder vergleichbare Kenntnisse) ist von Vorteil. Vor Seminarbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, in dem Vorkenntnisse eingeschätzt und ein persönlicher Lernplan erstellt wird.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird überwiegend als Combined Learning (Blended Learning) durchgeführt, teils auch als reines Online-Seminar. Präsenz- und Online-Phasen wechseln sich je nach Anbieter und Lernstand ab. Laborübungen finden in virtuellen oder physischen Lab-Umgebungen statt und sind integraler Bestandteil des Lernformats. Die Unterrichtssprache ist Deutsch; Studienmaterialien können teilweise auf Englisch vorliegen, da viele Cisco-Ressourcen international standardisiert sind.
Die Kursdauer liegt je nach Anbieter zwischen mehr als einer Woche bis zu drei Monaten. Die meisten Angebote sind auf Vollzeitbasis ausgelegt; Teilzeitvarianten sind auf Anfrage möglich. Interessierte sollten beim Anbieter konkrete Informationen zu Stundenumfang und Prüfungsterminen erfragen. Ein individueller Lernplan wird im Beratungsgespräch vor Kursbeginn erstellt.
Bei erfolgreich bestandenem Examen 300-220 CBTHD erhalten die Teilnehmenden ein international anerkanntes Herstellerzertifikat von Cisco. Dieses Zertifikat ist Teil des Cisco CyberOps Professional-Tracks und wird weltweit von Unternehmen und Behörden als Nachweis fortgeschrittener Kompetenzen in Threat Hunting und Incident Response anerkannt. Zusätzlich stellt der Bildungsträger (z.B. New Horizons) ein Lehrgangszertifikat aus.
Nutzen & Perspektiven
Die Cisco CyberOps Professional CBTHD-Zertifizierung ist eine der gefragtesten Qualifikationen im Bereich Cybersicherheit. Unternehmen suchen zunehmend nach Fachleuten, die nicht nur auf Angriffe reagieren, sondern diese proaktiv aufspüren können. Wer diese Zertifizierung erfolgreich ablegt, signalisiert Arbeitgebern, dass er oder sie über tiefgreifendes technisches Know-how in Threat Hunting, digitaler Forensik und Incident Response verfügt — und damit zum wertvollen Kern jedes modernen SOC-Teams gehört. Darüber hinaus schafft die Spezialisierung auf Cisco-Technologien in Kombination mit den herstellerneutralen Kompetenzen in Threat Hunting und Forensik eine doppelte Marktwertsteigerung. Cisco-Produkte sind in vielen großen Unternehmen und im öffentlichen Sektor verbreitet; die spezifische Produktkenntnis erhöht daher die Chancen bei Bewerbungen in diesen Segmenten erheblich. Die international anerkannte Zertifizierung öffnet Türen auch für Positionen im europäischen und weltweiten Arbeitsmarkt. Bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern kann diese Weiterbildung über einen Bildungsgutschein gefördert werden. Ergänzend kommen das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen der Deutschen Rentenversicherung, die Berufsförderung der Bundeswehr (BFD) und Rehabilitationsleistungen in Betracht. Eine individuelle Förderberatung vor Kursbeginn hilft dabei, die am besten passende Finanzierungsoption zu identifizieren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse brauche ich für diesen Kurs?
Grundkenntnisse in Netzwerksicherheit, TCP/IP und Betriebssystemen (Windows/Linux) werden vorausgesetzt. Erfahrungen im SOC-Umfeld oder eine CCNA-CyberOps-Qualifikation sind von Vorteil. Im Beratungsgespräch vor Kursbeginn wird der individuelle Wissensstand eingeschätzt.
Welches Zertifikat erhalte ich nach dem Kurs?
Bei bestandener Prüfung 300-220 CBTHD erhalten Sie ein international anerkanntes Herstellerzertifikat von Cisco, das weltweit als Qualifikationsnachweis gilt. Zusätzlich stellt der Bildungsträger ein Lehrgangszertifikat aus.
Ist der Kurs förderbar?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist der Kurs über Bildungsgutschein förderbar. Ergänzend kommen das Qualifizierungschancengesetz sowie Förderungen der Deutschen Rentenversicherung und der Bundeswehr in Betracht.
Wie lange dauert der Kurs?
Die Dauer variiert je nach Anbieter zwischen einigen Wochen und drei Monaten. Vollzeit- und Teilzeitvarianten sind möglich; konkrete Zeitpläne werden im Beratungsgespräch festgelegt.
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