Überblick
Diese Weiterbildung verbindet zwei eigenständige Zertifizierungsprogramme zu einem zusammenhängenden Lernpfad: den Cisco DevNet Associate-Kurs mit Vorbereitung auf die Prüfung 200-901 DEVASC und den CompTIA Security+ SY0-701. Der erste Bestandteil richtet sich an Professionals, die lernen möchten, wie Anwendungen auf Cisco-Plattformen entwickelt und Automatisierungs-Workflows in Netzwerk-, Sicherheits- und Collaboration-Umgebungen umgesetzt werden. Der zweite Bestandteil vermittelt das herstellerunabhängige Sicherheitswissen, das für den Schutz moderner IT-Infrastrukturen notwendig ist. Zusammen bilden sie eine solide Grundlage für Rollen an der Schnittstelle von Netzwerkentwicklung und Cybersicherheit.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 (Cisco DevNet Associate 200-901 DEVASC) umfasst den Kurs Developing Applications and Automating Workflows Using Cisco Platforms (DEVASC) v1.0, der auf die Cisco DevNet Associate-Zertifizierung und die Rolle des Associate Network Automation Engineer vorbereitet. Im Zentrum steht die programmatische Steuerung von Cisco-Plattformen über REST-APIs sowie die Nutzung gängiger Entwicklungsumgebungen und Versionskontrollsysteme. Dieser Kursteil vermittelt sowohl konzeptionelles Grundlagenverständnis als auch praktische Fertigkeiten in der Netzwerkprogrammierung.
- Einführung in Cisco-Plattformen und deren API-Ökosystem
- Implementierung von Netzwerkanwendungen mit Python und modernen Bibliotheken
- Automatisierung von Workflows im Bereich Netzwerk und Sicherheit
- Nutzung von Cisco DNA Center, Meraki, ACI und Webex-APIs
- Einsatz von Werkzeugen wie Git, Docker und CI/CD-Pipelines im Netzwerkkontext
- Grundlagen der Netzwerkvirtualisierung und modellgetriebener Programmierbarkeit
Modul 2 (CompTIA Security+ SY0-701) behandelt die herstellerunabhängige Sicherheitszertifizierung, die in Zusammenarbeit von Industrie, Wissenschaft und IT-Professionals entwickelt wurde. Die aktuelle Version SY0-701 deckt alle wesentlichen Sicherheitsdomänen ab, die in modernen hybriden Infrastrukturen relevant sind. Das Modul legt besonderen Wert auf das Zusammenspiel technischer Schutzmaßnahmen mit organisatorischen Risikoprozessen.
- Bedrohungslandschaft: Malware-Typen, Social Engineering, Insider-Bedrohungen
- Angriffe und Schwachstellen: Exploits, Zero-Day-Lücken, OWASP-Risiken
- Sicherheitstechnologien: Firewalls, IDS/IPS, SIEM-Systeme, Endpoint-Schutz
- Architektur und Design: Netzwerksegmentierung, Zero-Trust-Konzepte, Cloud-Sicherheit
- Identitäts- und Zugangsverwaltung: MFA, RBAC, Verzeichnisdienste
- Risikomanagement: Risikoanalyse, Compliance-Frameworks, Incident Response
- Kryptografie und PKI: symmetrische und asymmetrische Verfahren, Zertifikatsverwaltung
Durch praktische Laborübungen werden die theoretischen Konzepte beider Module unmittelbar angewendet. Die Übungen sind eng auf die realen Einsatzszenarien abgestimmt und vertiefen das Verständnis durch konkrete Aufgabenstellungen, die typische Probleme aus dem Berufsalltag eines Network Automation Engineers widerspiegeln.
- Aufbau und Test einer REST-API-basierten Netzwerkkonfiguration mit Cisco DNA Center
- Automatisiertes Monitoring von Netzwerkzuständen mit Python-Skripten und NetConf
- Erstellung eines CI/CD-Workflows für Netzwerkkonfigurationsänderungen
- Analyse und erste Reaktion auf simulierte Sicherheitsvorfälle in einer Laborumgebung
- Konfiguration von IAM-Komponenten (RBAC, MFA) in einer Testumgebung
- Implementierung kryptografischer Mechanismen in Anwendungsszenarien
- Auswertung von SIEM-Logs zur Bedrohungserkennung und Alert-Triage
- Firewall- und IDS-Konfiguration in einer abgeschirmten Netzwerkumgebung
- Integration von Sicherheitsprüfungen in einen automatisierten Netzwerkdeployment-Workflow
- Netzwerksegmentierungsplanung nach Zero-Trust-Prinzipien
- Analyse von API-Sicherheitslücken anhand dokumentierter Szenarien
- Dokumentation eines vollständigen API-Automatisierungsprojekts mit Sicherheitsannotationen
Die Verbindung dieser Laborerfahrungen mit den konzeptionellen Inhalten aus beiden Modulen ermöglicht es, Automatisierung und Sicherheit nicht als getrennte Disziplinen zu betrachten, sondern als zwei Seiten derselben Medaille: Wer Cisco-APIs zur Netzwerkautomatisierung einsetzt, muss gleichzeitig wissen, wie diese Schnittstellen abgesichert werden. Diese integrierte Perspektive ist in der täglichen Arbeit moderner IT-Professionals zunehmend entscheidend.
Lernziele:
- Grundlegende Netzwerkanwendungen auf Basis von Cisco-APIs konzipieren und implementieren
- Automatisierungs-Workflows für Netzwerk, Sicherheit und Computing-Infrastruktur aufbauen
- Cisco Application Programming Interfaces (APIs) gezielt einsetzen
- Moderne Entwicklungstools und -methoden für die Netzwerkautomatisierung nutzen
- Bedrohungsarten und Angriffsvektoren in IT-Umgebungen erkennen und klassifizieren
- Sicherheitsarchitekturen und Designprinzipien für Unternehmensnetzwerke verstehen
- Identitäts- und Zugangsverwaltung (IAM) planen und konfigurieren
- Kryptografische Verfahren und Public-Key-Infrastrukturen anwenden
- Risikomanagement-Prozesse in der IT-Sicherheit strukturiert durchführen
- Sicherheitsrelevante Technologien und Tools praxisnah einsetzen
- Die DevNet Associate-Zertifizierungsprüfung 200-901 DEVASC inhaltlich erschließen
- Die CompTIA Security+ SY0-701-Prüfung fundiert vorbereiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung richtet sich an IT-Fachleute, die ihre Kenntnisse an der Schnittstelle von Netzwerkautomatisierung und Informationssicherheit ausbauen und zertifizieren möchten.
- Netzwerkadministratoren mit Cisco-Grundkenntnissen, die in die programmatische Automatisierung einsteigen möchten
- Systemadministratoren, die ein fundiertes und zertifiziertes Sicherheitsverständnis aufbauen wollen
- Softwareentwickler mit Interesse an netzwerknaher Programmierung auf Cisco-Plattformen
- IT-Fachkräfte, die sich auf Rollen als Network Automation Engineer oder Security Specialist vorbereiten
- Personen, die ein international anerkanntes Zertifizierungsportfolio in IT-Automatisierung und Sicherheit aufbauen möchten
Kenntnisse in TCP/IP-Netzwerken und grundlegenden Routing- und Switching-Konzepten erleichtern den Einstieg in den DevNet-Associate-Teil erheblich. Programmierkenntnisse in Python sind von Vorteil, da Scripting und API-Nutzung im Kurs praktisch erprobt werden. Für den Security+-Teil empfehlen sich grundlegende Kenntnisse in IT-Infrastruktur und Netzwerksicherheit, wie sie etwa durch vergleichbare Berufserfahrung vorliegen können. Ein formaler Vorabschluss ist nicht zwingend erforderlich; wichtiger sind praktische Kenntnisse aus dem Berufsalltag.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet im Combined-Learning-Format statt und verbindet angeleitete Unterrichtsphasen — ob in Präsenz oder online — mit strukturierten Selbstlernphasen. Im Vollzeitformat werden Theorie und praktische Laborarbeit eng verzahnt, sodass Konzepte unmittelbar angewendet werden können. Die didaktische Aufbereitung orientiert sich an den offiziellen Cisco- und CompTIA-Curricula und wird durch hands-on-Laborumgebungen ergänzt. Unterrichtsmaterialien und Lab-Guides stehen digital zur Verfügung. Lernfortschritte werden durch modulbezogene Übungsaufgaben überprüft.
Die Weiterbildung dauert mehr als einen Monat, aber nicht länger als drei Monate, und wird in Vollzeit absolviert. Innerhalb dieser Zeit werden beide Kursbestandteile vollständig erarbeitet, einschließlich der Phasen zur inhaltlichen Prüfungsvorbereitung. Die genaue Stundenzahl variiert je nach Anbieter; verbindliche Angaben sind direkt bei der Buchung einzuholen.
Der Kurs schließt mit einem Lehrgangszeugnis des Bildungsträgers ab. Darüber hinaus können beide Herstellerzertifizierungen durch externe Prüfungen erworben werden: die Cisco DevNet Associate-Zertifizierung über die Prüfung 200-901 DEVASC bei einem autorisierten Pearson-VUE-Testcenter und die CompTIA Security+ SY0-701 über ein CompTIA-autorisiertes Testcenter. Beide Zertifikate sind international anerkannt und in der IT-Industrie weit etabliert.
Nutzen & Perspektiven
Die Kombination aus DevNet Associate und Security+ ist besonders wertvoll, weil sie zwei Kompetenzbereiche vereint, die in modernen IT-Abteilungen zunehmend zusammenwachsen. Wer Netzwerke automatisiert, muss deren Sicherheitsarchitektur kennen, und wer Sicherheitsmaßnahmen durchsetzt, profitiert von Kenntnissen in der programmatischen Steuerung von Netzwerkkomponenten. Diese Doppelqualifikation eröffnet ein breiteres Tätigkeitsspektrum als jede Einzelzertifizierung allein, da beide Perspektiven im täglichen Betrieb eng verknüpft sind. Auf dem Arbeitsmarkt sind Professionals gesucht, die API-basierte Automatisierungslösungen entwickeln und gleichzeitig sicherheitsbewusst denken. Die DevNet Associate-Zertifizierung ist der anerkannte Einstieg in Ciscos DevNet-Zertifizierungsweg und belegt gegenüber Arbeitgebern, dass ein Candidate mit den programmatischen Möglichkeiten der Cisco-Plattformwelt vertraut ist. Die Security+-Zertifizierung gilt als Branchenstandard für grundlegende IT-Sicherheitskompetenz und wird unter anderem im US-amerikanischen DoD 8570-Compliance-Framework anerkannt. Wer nach dieser Weiterbildung weiter aufsteigen möchte, kann auf dem DevNet-Weg in Richtung CCNP DevNet oder CCIE DevNet vorankommen und auf der Sicherheitsseite mit CompTIA CySA+ oder CASP+ fortfahren. Beide in diesem Kurs erlangten Zertifikate bieten klar definierte Weiterbildungspfade und gelten in der Branche als solide Ausgangspunkte für spezialisierte Rollen in Netzwerkautomatisierung und IT-Sicherheit.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Zertifikate erhalte ich nach diesem Kurs?
Nach bestandenen externen Prüfungen erhalten Sie die Cisco Certified DevNet Associate-Zertifizierung (Prüfung 200-901 DEVASC) und die CompTIA Security+ SY0-701-Zertifizierung. Zusätzlich erhalten Sie ein Lehrgangszeugnis des Bildungsträgers. Die Prüfungen werden separat in autorisierten Testcentern abgelegt.
Muss ich beide Prüfungen ablegen oder kann ich nur einen Teil machen?
Der Kurs bereitet auf beide Zertifizierungen vor, aber die Prüfungen sind eigenständig buchbar. Sie können beide oder nur eine der Prüfungen ablegen. Das Lehrgangszeugnis erhalten Sie unabhängig von den externen Prüfungsergebnissen.
Sind Python-Kenntnisse zwingend erforderlich?
Python-Kenntnisse sind nicht zwingend vorausgesetzt, aber von erheblichem Vorteil, da der DevNet-Associate-Teil praktische Automatisierungsaufgaben mit Python beinhaltet. Grundlagen werden im Kurs eingeführt; ein gewisser Programmierbezug erleichtert jedoch den Einstieg deutlich.
Wofür steht die Bezeichnung DEVASC?
DEVASC steht für Developing Applications and Automating Workflows Using Cisco Platforms und ist der offizielle Prüfungstitel für die Cisco DevNet Associate-Zertifizierung mit Prüfungscode 200-901. Es handelt sich um den Einstieg in Ciscos DevNet-Zertifizierungsweg für Netzwerkentwickler und -automatisierer.
Wie lange ist die CompTIA Security+-Zertifizierung gültig?
CompTIA Security+ ist drei Jahre gültig und kann durch Continuing Education (CE)-Aktivitäten verlängert werden, ohne eine erneute Prüfung ablegen zu müssen. CompTIA bietet ein strukturiertes CE-Programm mit verschiedenen Möglichkeiten zur Rezertifizierung, darunter Weiterbildungen, Konferenzen und Fachbeiträge.
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