Überblick
Der Kurs Automating and Programming Cisco Collaboration Solutions (CLAUTO) v1.0 vermittelt IT-Fachleuten das Wissen und die praktischen Fähigkeiten, um Cisco Collaboration-Infrastrukturen durch moderne Automatisierungs- und Programmiertechniken effizienter zu gestalten. Im Zentrum stehen die wichtigsten Plattformen des Cisco Collaboration-Portfolios, darunter Cisco Unified Communications Manager, Cisco Unity Connection, Cisco Finesse und die cloudbasierten Dienste Cisco Webex Teams sowie Cisco Webex Meetings. Teilnehmer lernen, wie sie über standardisierte API-Schnittstellen mit diesen Systemen kommunizieren, repetitive Aufgaben automatisieren und vollständig programmierbare Collaboration-Workflows aufbauen. Gleichzeitig bereitet der Kurs gezielt auf die Cisco-Zertifizierungsprüfung 300-835 CLAUTO vor, die als Konzentrationsprüfung im CCNP Collaboration- und CCIE Collaboration-Programm anerkannt ist.
Kursinhalte & Lernziele
Im ersten thematischen Block werden die Grundlagen moderner API-Kommunikation behandelt. Teilnehmer lernen, wie REST-APIs aufgebaut sind, welche HTTP-Methoden zum Einsatz kommen und wie Cisco-Systeme ihre Schnittstellen dokumentieren und bereitstellen. Ergänzend wird SOAP als älteres, aber in der Cisco-Welt weiterhin relevantes Protokoll eingeführt, insbesondere im Kontext des AXL-Interfaces von Unified Communications Manager.
- Grundprinzipien von REST-APIs und HTTP-Methoden (GET, POST, PUT, DELETE)
- SOAP-Webservices und WSDL-Beschreibungen in Cisco-Umgebungen
- Authentifizierung per Basic Auth, API-Keys und OAuth in Cisco-APIs
- JSON- und XML-Datenstrukturen lesen, schreiben und parsen
- Postman und Python-requests als Werkzeuge für API-Tests
- AXL (Administrative XML Layer) in Cisco UCM für Konfigurationsoperationen
Der zweite Block widmet sich Python als Automatisierungssprache für Cisco Collaboration. Anhand praxisnaher Beispiele wird gezeigt, wie Skripte aufgebaut werden, die mit Cisco-Plattformen interagieren, Konfigurationsänderungen vornehmen und Statusdaten auslesen.
- Python-Grundlagen: Variablen, Schleifen, Funktionen, Fehlerbehandlung
- Nutzung von Python-Bibliotheken wie requests, zeep und lxml für Cisco-APIs
- Automatisierung häufiger UCM-Aufgaben: Nutzer anlegen, Geräte provisionieren
- Strukturierung von Python-Projekten für Collaboration-Automatisierungsprojekte
- Versionskontrolle und Skript-Management in IT-Umgebungen
- Debugging und Logging in automatisierten Cisco-Workflows
Der dritte Block behandelt die plattformspezifischen APIs und Integrationsmöglichkeiten des Cisco Collaboration-Portfolios. Jede Plattform wird hinsichtlich ihrer programmierbaren Schnittstellen analysiert und mit Hands-on-Übungen vertieft.
- Cisco Webex Teams API: Bots erstellen, Webhooks einrichten, Nachrichten automatisieren
- Cisco Webex Meetings XML API für Meeting-Management und Reporting
- Cisco Unity Connection CUPI für Voicemail-Konfiguration und Nutzeranlage
- Cisco Finesse REST API für Agent-Desktop-Anpassungen und Gadget-Entwicklung
- Cisco IP Phone Services (IPPS): XML-Anwendungen für das Telefondisplay
- Cisco Collaboration Endpoints: xAPI für Raumgeräte-Steuerung und Automatisierung
Die folgenden praktischen Laborübungen vertiefen alle behandelten Themenblöcke durch realitätsnahe Szenarien. Dieser Block stellt die praktischen Laborübungen in den Mittelpunkt. Die Teilnehmer arbeiten in simulierten und echten Cisco-Umgebungen an realistischen Automatisierungsszenarien, die den Prüfungsanforderungen der 300-835 entsprechen.
- Aufbau einer vollständigen Python-basierten UCM-Provisionierungslösung
- Integration von Webex Teams-Bots in einen Helpdesk-Workflow
- Automatisierte Bereitstellung von Voicemail-Accounts in Unity Connection
- Entwicklung eines Finesse-Gadgets für Call-Center-Agenten
- Implementierung von Cisco IP Phone Services für interne Unternehmensanwendungen
- xAPI-Steuerung von Cisco Collaboration-Raumgeräten über Webhooks
- REST-API-Tests mit Postman-Collections für alle behandelten Plattformen
- Fehlerdiagnose und Troubleshooting in automatisierten Collaboration-Umgebungen
- Prüfungssimulation mit praxisnahen Aufgaben aus dem 300-835-Prüfungsformat
- Auswertung und Optimierung eigener Automatisierungsskripte in der Gruppe
- Sicherheitsüberprüfung: Token-Handling, HTTPS-Validierung und Rate-Limiting
- Dokumentation und Übergabe von Automatisierungsprojekten in Betriebsumgebungen
Gegen Ende des Praxisblocks werden die erlernten Techniken in einem integrativen Szenario zusammengeführt. Dabei planen die Teilnehmer eine übergreifende Automatisierungslösung, die mehrere Cisco-Plattformen miteinander verbindet und reale Geschäftsprozesse abbildet. Abschließend erfolgt eine Prüfungssimulation, die gezielt auf die Formatanforderungen der Cisco 300-835 CLAUTO-Prüfung vorbereitet.
Lernziele:
Nach Abschluss des Kurses sind die Teilnehmer in der Lage, die Grundprinzipien programmierbarer Netzwerk- und Collaboration-Architekturen zu erklären und auf reale Szenarien anzuwenden. Sie können REST-APIs und SOAP-Webservices gezielt nutzen, um Anfragen an Cisco-Plattformen zu senden und die Antworten auszuwerten. Sie beherrschen den Umgang mit den Datenformaten JSON und XML, die bei der Kommunikation zwischen Automatisierungsskripten und Cisco-Systemen anfallen. Darüber hinaus können die Teilnehmer Python-Skripte entwickeln, die typische Administrationsaufgaben in Cisco UCM automatisieren. Sie sind in der Lage, Cisco Webex Teams-Bots und -Integrationen zu implementieren, die Workflows innerhalb von Kollaborationsumgebungen steuern. Sie verstehen die Architektur von Cisco Finesse und können Anpassungen mithilfe der bereitgestellten Gadget-APIs umsetzen. Sie können Cisco Unity Connection über AXL und CUPI programmgesteuert konfigurieren und verwalten. Sie wissen, wie sie Cisco IP Phone Services entwickeln und in UCM einbinden. Sie sind in der Lage, Sicherheitsaspekte bei der API-Nutzung in Cisco-Umgebungen zu berücksichtigen und sichere Authentifizierungsmechanismen einzusetzen. Sie können prüfungsrelevante Automatisierungsszenarien strukturieren und die Anforderungen der Prüfung 300-835 erfüllen. Schließlich sind sie befähigt, eigenständig neue Automatisierungsprojekte in ihrer beruflichen Praxis zu planen und umzusetzen.
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an IT-Fachleute, die bereits in Cisco Collaboration-Umgebungen arbeiten und ihre Kenntnisse durch Automatisierungs- und Programmierfähigkeiten erweitern möchten. Er ist ideal für Personen, die anspruchsvolle Infrastrukturen effizienter verwalten und gleichzeitig eine international anerkannte Cisco-Zertifizierung anstreben.
- Netzwerkadministratoren mit Cisco Collaboration-Erfahrung
- UC Engineers, die bisher ohne Programmierkenntnisse gearbeitet haben
- Systems Engineers und Collaboration Architects
- IT-Projektmanager mit technischem Hintergrund in Cisco-Umgebungen
- Personen, die den CCNP Collaboration oder CCIE Collaboration anstreben
Für die erfolgreiche Teilnahme an diesem Kurs werden fundierte Vorkenntnisse in der Administration von Cisco Unified Communications Manager sowie ein solides Verständnis von IP-Netzwerken vorausgesetzt. Erste Erfahrungen mit Programmierung oder Scripting, idealerweise in Python, sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich, da die relevanten Grundlagen im Kurs eingeführt werden. Das Niveau entspricht in etwa dem Abschluss des CCNA Collaboration oder gleichwertiger praktischer Berufserfahrung. Ein Beratungsgespräch vor Kursbeginn hilft dabei, individuelle Lernlücken zu identifizieren und den Lernplan entsprechend anzupassen.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format durchgeführt, das Online-Lernphasen mit synchronen Präsenz- oder Videoseminaren kombiniert. Diese Unterrichtsform ermöglicht ein flexibles Lerntempo bei gleichzeitig engem Praxisbezug durch betreute Laborübungen. Hands-on-Labs in simulierten und realen Cisco-Umgebungen stehen im Mittelpunkt jeder Einheit, sodass das theoretische Wissen unmittelbar angewandt und gefestigt werden kann. Ergänzt wird der Kurs durch Prüfungssimulationen und gezielte Übungsaufgaben, die auf das Format der 300-835-Prüfung ausgerichtet sind.
Die Regelstudienzeit beträgt mehr als eine Woche bis zu einem Monat bei Vollzeitteilnahme. Teilzeitvarianten können sich auf bis zu drei Monate erstrecken, je nach individuellem Lernplan und verfügbarer Wochenstundenkapazität. Beide Varianten decken denselben inhaltlichen Umfang ab und bereiten vollständig auf die Cisco-Prüfung 300-835 vor. Ein persönliches Beratungsgespräch legt die genaue Dauer und den Starttermin fest.
Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Absolventen ein Lehrgangszertifikat des Anbieters, das die erbrachten Leistungen dokumentiert. Die Teilnahme an der externen Cisco-Prüfung 300-835 CLAUTO führt bei Bestehen zum Nachweis als Konzentrationsprüfung im Rahmen des CCNP Collaboration oder CCIE Collaboration. Die Cisco-Prüfung wird separat abgelegt und bewertet; das Bestehen ist keine Bedingung für das Lehrgangszertifikat, wird aber durch die intensive Prüfungsvorbereitung im Kurs deutlich gefördert.
Nutzen & Perspektiven
Die Automatisierung von IT-Infrastrukturen gehört zu den meistgefragten Fähigkeiten in modernen Unternehmen. Wer Cisco Collaboration-Umgebungen nicht nur verwalten, sondern durch intelligente Skripte und APIs optimieren kann, steigert seinen Marktwert erheblich und übernimmt Verantwortung für unternehmenskritische Kommunikationsplattformen. Der CLAUTO-Kurs schlägt genau diese Brücke zwischen klassischer Netzwerkadministration und moderner Softwareentwicklung. Die Cisco-Zertifizierung 300-835 CLAUTO ist ein international anerkannter Nachweis für Automatisierungskompetenzen im Collaboration-Bereich. Sie stärkt das berufliche Profil gegenüber Arbeitgebern und eröffnet Wege zu höher dotierten Positionen wie UC Automation Engineer, Collaboration Architect oder Senior Systems Engineer. Da die Prüfung Teil des CCNP- und CCIE-Programms ist, fügt sie sich nahtlos in eine langfristige Cisco-Zertifizierungsstrategie ein. Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist eine Förderung über den Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit grundsätzlich möglich. Darüber hinaus kommen je nach persönlicher Situation das Qualifizierungschancengesetz, Förderungen der Deutschen Rentenversicherung oder die Berufsförderung der Bundeswehr in Betracht. Ein persönliches Beratungsgespräch vor Kursbeginn klärt, welche Förderwege individuell genutzt werden können.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Auf welche Prüfung bereitet dieser Kurs vor?
Der Kurs bereitet gezielt auf die Cisco-Zertifizierungsprüfung 300-835 Automating and Programming Cisco Collaboration Solutions (CLAUTO) vor. Das Bestehen dieser Prüfung ist eine der Voraussetzungen für den CCNP Collaboration-Titel und kann auch als Konzentrationsprüfung im CCIE-Programm gewertet werden.
Welche Programmiersprachen werden im Kurs verwendet?
Im Mittelpunkt steht Python als primäre Skriptsprache für die Automatisierung von Cisco-Plattformen. Ergänzend werden die API-Typen REST und SOAP behandelt sowie Datenformate wie JSON und XML, die bei der Kommunikation mit Cisco-Systemen eine zentrale Rolle spielen.
Welche Cisco-Plattformen werden behandelt?
Der Kurs deckt Cisco Unified Communications Manager, Cisco IP Phone Services, Cisco Unity Connection, Cisco Finesse, Cisco Collaboration Endpoints sowie die cloudbasierten Dienste Cisco Webex Teams und Cisco Webex Meetings ab. Damit erhalten Teilnehmer ein breites Bild der gesamten Cisco Collaboration-Landschaft.
Ist der Kurs für Einsteiger geeignet?
Nein, der Kurs setzt fundierte Vorkenntnisse in Cisco-Netzwerken und Unified Communications voraus. Er richtet sich an erfahrene IT-Fachleute, die ihre bestehenden Cisco-Kenntnisse durch Automatisierungs- und Programmierfähigkeiten erweitern wollen.
Kann der Kurs über einen Bildungsgutschein gefördert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit grundsätzlich möglich. Darüber hinaus kommen je nach individueller Situation das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen der Deutschen Rentenversicherung oder die Berufsförderung der Bundeswehr in Betracht. Eine individuelle Beratung vor Kursbeginn klärt die konkreten Optionen.
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Arbeitsmarkt-Report
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Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Steuerfachangestellter/Steuerfachangestellte7.268 Stellen
- Fachassistent/Fachassistentin Rechnungswesen und Controlling3.684 Stellen
- Netzwerkadministrator3.178 Stellen
- Beamter/Beamtin in der Steuerverwaltung (höherer nichttechnischer Dienst)2.739 Stellen
- Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung des Bundes (höherer technischer Dienst)2.354 Stellen
- IT System Administrator317 Stellen