Überblick
Dieses Weiterbildungsprogramm verbindet zwei eigenständige Zertifizierungspfade zu einem aufeinander abgestimmten Curriculum: Auf der einen Seite steht die Cisco-Prüfung 350-701 SCOR (Implementing and Operating Cisco Security Core Technologies), die zu den Zertifizierungen CCNP Security, CCIE Security und Cisco Certified Specialist – Security Core führt. Auf der anderen Seite bereitet das Programm auf die herstellerunabhängige CompTIA Security+ Prüfung (SY0-701) vor, die weltweit als Basiszertifizierung für IT-Sicherheitsfachkräfte anerkannt ist. Wer beide Abschlüsse in einer zusammenhängenden Weiterbildung erwerben möchte, profitiert von inhaltlichen Synergien: Viele Konzepte – etwa Zugangskontrolle, Verschlüsselung und Bedrohungsabwehr – erscheinen in beiden Curricula, werden aber einmal aus herstellerspezifischer Cisco-Perspektive und einmal aus allgemeiner, plattformunabhängiger Sicht beleuchtet. Das Combined-Learning-Format ermöglicht es, Theoriephasen und praktische Laborarbeit flexibel zu verbinden.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 – Cisco Security Core Technologies (350-701 SCOR) Dieser Block bildet das Herzstück des Cisco-Lernpfads. Sie befassen sich intensiv mit dem Aufbau und Betrieb zentraler Cisco-Sicherheitsplattformen und erwerben die praktischen Fertigkeiten, die für die CCNP-Security-Prüfung verlangt werden. Laborumgebungen ermöglichen es, reale Konfigurationsszenarien nachzuvollziehen.
- Netzwerksicherheit mit Cisco Firepower NGFW und Cisco ASA
- Konfiguration von Zugriffskontrollrichtlinien (ACP) und Intrusion-Prevention-Regeln
- E-Mail-Sicherheit: Spam-Filter, Malware-Erkennung und DLP-Richtlinien
- 802.1X-Authentifizierung und NAC-Integration in Unternehmensnetze
- Cloud-Sicherheit: Absicherung von SaaS-, IaaS- und PaaS-Umgebungen nach Cisco-Modell
- Cisco Stealthwatch: Verhaltensanalyse und Anomalieerkennung im Netzwerk
Modul 2 – Bedrohungen, Angriffe und Schwachstellen (CompTIA Security+) Dieser Abschnitt vermittelt das herstellerunabhängige Fundament für IT-Sicherheit. Sie analysieren aktuelle Angriffsszenarien, lernen Schwachstellen systematisch einzuordnen und verstehen, wie Sicherheitsarchitekturen gegen bekannte und neue Bedrohungsklassen entworfen werden.
- Bedrohungsklassifikation: Malware, Ransomware, Social Engineering, APT
- Angriffsvektoren: Phishing, MitM, SQL-Injection, Zero-Day-Exploits
- Schwachstellenmanagement und CVE-Bewertung nach CVSS
- Sicherheitsarchitektur: Zero-Trust-Prinzipien, Netzwerksegmentierung, Defense-in-Depth
- Architektur von Cloud-Sicherheitslösungen und hybriden Umgebungen
Modul 3 – Identität, Zugang und Kryptografie Zugangskontrolle und Verschlüsselung sind in beiden Zertifizierungspfaden von zentraler Bedeutung. Dieser Block bündelt die relevanten Konzepte aus beiden Curricula und vertieft sie in praktischen Szenarien.
- Identitäts- und Zugangsverwaltung: RBAC, MFA, Single Sign-On
- PKI-Infrastrukturen: Zertifikatshierarchien, CA-Management, Zertifikatslebenszyklen
- Kryptografische Protokolle: TLS/SSL, IPsec, AES, RSA
- Authentifizierungsprotokolle: RADIUS, TACACS+, LDAP, SAML
Modul 4 – Risikomanagement und Compliance Sicherheitsentscheidungen werden in der Praxis immer im Kontext von Risikobewertung und regulatorischen Anforderungen getroffen. Dieser Block beleuchtet die Governance-Seite von IT-Sicherheit.
- Risikomanagement-Frameworks (NIST, ISO 27001) im Überblick
- Business-Impact-Analyse und Schutzbedarfsfeststellung
- Datenschutz und Compliance-Anforderungen in der Praxis
Praxis-Block – Laborübungen und Fallstudien Die praktische Arbeit zieht sich durch das gesamte Programm. In Übungsumgebungen wenden Sie die erlernten Konzepte unmittelbar an.
- Konfiguration einer Cisco Firepower NGFW von Grund auf
- Einrichtung von Cisco ASA-Regeln und NAT-Richtlinien
- Analyse von Netzwerkflows mit Stealthwatch
- Durchführung einer Schwachstellenanalyse und CVE-Priorisierung
- Einrichtung einer PKI-Testumgebung mit Zertifikatsausstellung
- Konfiguration von 802.1X in einem simulierten Unternehmensnetz
- Szenario: Erkennung und Eindämmung eines simulierten Ransomware-Angriffs
- Aufbau einer Zugriffskontrollrichtlinie nach dem Least-Privilege-Prinzip
- Analyse von IDS/IPS-Logs und Ableitung von Gegenmaßnahmen
- Konfiguration von IPsec-VPN-Tunneln zwischen Standorten
- Bewertung einer Sicherheitsarchitektur anhand eines Fallbeispiels
- Prüfungsrelevante Szenarien beider Zertifizierungen üben
Durch die Kombination von Simulator-Umgebungen, Laboraufgaben und begleitender Theorie entwickeln Sie ein solides operatives Verständnis. Das Ziel ist kein abstraktes Zertifikatswissen, sondern die Fähigkeit, Sicherheitsinfrastrukturen im Unternehmenskontext eigenverantwortlich zu betreiben.
Lernziele:
Nach Abschluss des Programms können Sie
- Cisco-Sicherheitslösungen für Netzwerke, Cloud-Umgebungen und Content-Security planen und implementieren
- Cisco Firepower Next-Generation Firewall und Cisco ASA konfigurieren und administrieren
- Zugriffskontrollrichtlinien und E-Mail-Sicherheitsrichtlinien aufsetzen und verwalten
- 802.1X-Authentifizierung in Unternehmensnetzwerken einrichten
- Cisco Stealthwatch Enterprise und Stealthwatch Cloud zur Bedrohungserkennung einsetzen
- Netzwerktransparenz und Richtliniendurchsetzung in heterogenen Umgebungen gewährleisten
- Grundlegende und fortgeschrittene Bedrohungstypen, Angriffsvektoren und Schwachstellen klassifizieren
- Sicherheitsarchitekturen und -designs nach anerkannten Frameworks bewerten
- Identitäts- und Zugangsverwaltung auf Unternehmensebene konzipieren
- Kryptografie und Public-Key-Infrastrukturen (PKI) für den produktiven Einsatz konfigurieren
- Risikomanagement-Prozesse strukturiert durchführen und dokumentieren
- Sich gezielt auf die Prüfungen 350-701 SCOR und CompTIA Security+ (SY0-701) vorbereiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Das Programm richtet sich an IT-Fachleute, die bereits Erfahrung in Netzwerktechnik oder IT-Infrastruktur mitbringen und den nächsten Schritt in Richtung IT-Sicherheit gehen möchten.
- Netzwerkadministratoren mit Grundkenntnissen in Cisco-Technologien
- IT-Sicherheitsverantwortliche, die Cisco-spezifische Kompetenz ausbauen wollen
- System- und Netzwerkingenieure, die sich für CCNP Security qualifizieren möchten
- IT-Professionals, die eine anerkannte herstellerunabhängige Sicherheitszertifizierung anstreben
- Quereinsteiger mit solider Netzwerk-Basis, die in den Bereich Cybersecurity wechseln möchten
Empfohlen werden grundlegende Kenntnisse in Netzwerktechnik, insbesondere Routing und Switching auf CCNA-Niveau oder vergleichbarer Praxis. Kenntnisse in IP-Adressierung, Subnetting und dem OSI-Referenzmodell sollten vorhanden sein. Für den Cisco-Teil helfen praktische Erfahrungen mit Cisco IOS; für den CompTIA-Teil ist Vertrautheit mit allgemeinen Sicherheitskonzepten auf Einsteigerniveau (A+, Network+ oder vergleichbar) von Vorteil. Englischkenntnisse sind sinnvoll, da Prüfungsfragen und technische Dokumentationen überwiegend in englischer Sprache vorliegen.
Ablauf & Abschluss
Das Programm läuft im Combined-Learning-Format: Präsenz- und Online-Elemente wechseln sich ab, wobei Live-Unterricht im virtuellen Klassenzimmer und Laborphasen die Hauptlernkanäle bilden. Dozenten mit Praxishintergrund vermitteln die Inhalte durch Theorieblöcke, geführte Laborübungen und praxisnahe Fallstudien. Die Vollzeitvariante ermöglicht eine konzentrierte Durcharbeitung beider Zertifizierungsbereiche ohne längere Unterbrechungen.
Die Weiterbildung erstreckt sich je nach Starttermin und Modulkombination über mehr als einen Monat bis zu drei Monate in Vollzeit. Das Combined-Learning-Format erlaubt, einzelne Theoriephasen im Selbststudium zu absolvieren, während die Laborphasen und Live-Sessions feste Termine vorgeben.
Das Programm bereitet auf zwei externe Zertifizierungsprüfungen vor: die Cisco-Prüfung 350-701 SCOR (Implementing and Operating Cisco Security Core Technologies), die zu CCNP Security, CCIE Security und Cisco Certified Specialist – Security Core führt, sowie die CompTIA Security+ Prüfung (SY0-701), die weltweit als herstellerunabhängiger Sicherheitsstandard anerkannt ist. Beide Prüfungen werden bei akkreditierten Testcentern abgelegt. Zusätzlich wird nach Abschluss des Lehrgangs ein trägerinternes Lehrgangszertifikat ausgestellt.
Nutzen & Perspektiven
IT-Sicherheit ist heute keine Spezialdisziplin mehr, die nur in großen Unternehmen mit dedizierten Security-Teams gefragt ist. Mittelständische Unternehmen, Behörden und kritische Infrastrukturbetreiber suchen gleichermaßen nach Fachkräften, die Sicherheitsarchitekturen nicht nur konzipieren, sondern eigenständig betreiben können. Wer sowohl die Cisco-spezifische SCOR-Prüfung als auch CompTIA Security+ ablegt, verfügt über ein Profil, das sowohl für Cisco-lastige Umgebungen als auch für herstellergemischte Infrastrukturen qualifiziert. Der kombinierte Ansatz dieses Programms bietet einen konkreten strategischen Vorteil: CompTIA Security+ ist oft Voraussetzung für sicherheitskritische Positionen, etwa in der öffentlichen Verwaltung oder bei Auftragnehmern im Verteidigungsbereich – während CCNP Security im Unternehmensumfeld die operative Kompetenz für Cisco-Produkte nachweist. Beide Zertifikate ergänzen sich inhaltlich, und das integrierte Lernprogramm verhindert inhaltliche Doppelarbeit durch kluge Verzahnung der Themenblöcke. Langfristig öffnet dieses Doppel-Zertifikat Türen in Richtung CCIE Security und andere Senior-Level-Positionen im Security Operations Center (SOC), in der Incident-Response oder im Bereich Cloud-Security. Die praktischen Laborfertigkeiten, die im Kurs erworben werden, sind dabei unmittelbar übertragbar – kein rein theoretisches Zertifikat, sondern eine belegbare operative Kompetenz.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche zwei Zertifikate kann ich mit diesem Programm erwerben?
Das Programm bereitet auf die Cisco-Prüfung 350-701 SCOR vor, die zu CCNP Security, CCIE Security und Cisco Certified Specialist – Security Core führt, sowie auf CompTIA Security+ (SY0-701). Beide Prüfungen werden separat bei akkreditierten Testcentern abgelegt.
Welche Vorkenntnisse brauche ich für dieses Programm?
Empfohlen werden Netzwerkkenntnisse auf CCNA-Niveau (Routing, Switching, IP-Adressierung). Für den CompTIA-Teil ist Grundlagenwissen in IT-Sicherheit hilfreich. Englischkenntnisse sind sinnvoll, da Prüfungen und Fachdokumentation überwiegend auf Englisch sind.
Was ist der Unterschied zwischen CCNP Security und CompTIA Security+?
CCNP Security ist eine herstellerspezifische Cisco-Zertifizierung für Netzwerksicherheitsarchitekturen auf Experten-Niveau. CompTIA Security+ ist herstellerunabhängig und gilt weltweit als Basiszertifizierung für IT-Sicherheitsfachkräfte – oft Pflichtvoraussetzung für sicherheitskritische Positionen in Behörden und Rüstungsumfeld.
Wie läuft der Unterricht ab?
Das Programm findet im Combined-Learning-Format statt: Live-Sessions im virtuellen Klassenzimmer wechseln sich mit Selbststudienphasen und praktischen Laborübungen ab. In Präsenzzentren stehen PC-Arbeitsplätze mit zwei Bildschirmen bereit; eine HomeOffice-Teilnahme ist ebenfalls möglich.
Wozu berechtigt das Cisco-Zertifikat nach der Prüfung?
Mit bestandener 350-701-SCOR-Prüfung erhalten Sie den Titel Cisco Certified Specialist – Security Core und erfüllen gleichzeitig die Anforderung an die Core-Prüfung für CCNP Security. Wer zusätzlich eine Concentration-Prüfung besteht, erlangt den vollständigen CCNP-Security-Titel.
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