Überblick
Dieser Kurs verbindet die Cisco DevNet Concentration-Vorbereitung 300-910 DEVOPS mit der herstellerunabhängigen CompTIA Security+ Zertifizierung. Der DevNet-Anteil fokussiert auf die praktische Umsetzung von DevOps-Prinzipien in Cisco-Infrastrukturumgebungen: Automatisierung der Anwendungsbereitstellung, Konfigurationsmanagement, Container-Orchestrierung mit Docker und Kubernetes sowie die Verbesserung von Skalierbarkeit und Verwaltbarkeit von Cloud-Microservices. Der CompTIA Security+-Anteil schließt die Sicherheitsperspektive, die in modernen DevOps-Praktiken eine zunehmend wichtige Rolle spielt. Der Lehrgang läuft im Combined-Learning-Vollzeitformat über ein bis drei Monate.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — DevOps-Grundlagen und Automatisierungsphilosophie auf Cisco-Plattformen DevOps ist mehr als ein Werkzeugset — es ist ein kultureller und prozessualer Ansatz, der Entwicklung und Betrieb verzahnt. Dieser Block vermittelt die DevOps-Grundprinzipien im Kontext von Cisco-Infrastrukturen und zeigt, wie Automatisierung und Programmierbarkeit von Cisco-Plattformen der DevOps-Transformation dienen. Besonders im Fokus: die Cisco-spezifischen APIs und Programmierbarkeits-Frameworks, die Automatisierungsworkflows ermöglichen.
- DevOps-Kernprinzipien: kontinuierliche Integration, kontinuierliches Delivery, Infrastructure as Code
- Cisco DNA Center und Cisco NSO als Automatisierungsplattformen im Netzwerkbereich
- Cisco-REST-APIs: Struktur, Authentifizierung, Anfragen mit Python und Postman
- Infrastructure as Code für Netzwerkgeräte: Konzepte und Cisco-spezifische Umsetzung
- Versionskontrolle mit Git im Netzwerkautomatisierungskontext
Modul 2 — Container-Technologien: Docker und Kubernetes Container haben sich als Standard für die Bereitstellung von Anwendungen etabliert. Dieser Block behandelt Docker als Containerisierungstechnologie und Kubernetes als Orchestrierungsplattform — beide im Kontext von Cisco-Plattformen und -Infrastrukturen. Sie lernen, wie Container in Netzwerk- und Infrastrukturumgebungen eingesetzt werden und welche Flexibilität sie bei der Anwendungsbereitstellung schaffen.
- Docker Grundlagen: Images, Container, Volumes, Netzwerkmodi
- Docker Compose für Multi-Container-Anwendungen
- Kubernetes-Architektur: Pods, Services, Deployments, Namespaces
- Kubernetes Networking: CNI-Plugins, Services, Ingress-Konfiguration
- Integration von Kubernetes in Cisco-Infrastrukturumgebungen und ACI
Modul 3 — CI/CD-Pipelines und DevOps-Workflows Continuous Integration und Continuous Delivery sind zentrale DevOps-Praktiken. Dieser Block behandelt die Konzeption und Implementierung von CI/CD-Pipelines für Infrastrukturautomatisierung — einschließlich Testing, Deployment-Strategien und Integration mit Cisco-Plattformen. Der Fokus liegt auf Netzwerk- und Infrastruktur-Deployments, nicht auf klassischer Softwareentwicklung.
- CI/CD-Pipeline-Architektur: Phasen, Trigger, Artefakte
- Jenkins und GitLab CI als Pipeline-Werkzeuge im Netzwerkautomatisierungskontext
- Automated Testing für Netzwerkkonfigurationen: pytest, pyATS, Genie
- Deployment-Strategien: Blue-Green Deployments, Canary Releases in Infrastrukturumgebungen
- Integration von Cisco NSO in automatisierte Deployment-Workflows
Modul 4 — CompTIA Security+: Sicherheit in Cloud- und DevOps-Umgebungen Der Security+-Anteil ist für DevOps-Fachleute besonders relevant, da DevSecOps — die Integration von Sicherheit in den DevOps-Prozess — zu einem Standard in modernen Softwarelieferketten und Infrastrukturprojekten geworden ist. Der Block vermittelt das konzeptuelle Sicherheitsfundament, das für sicherheitsbewusstes Arbeiten in Automatisierungs- und Cloud-Umgebungen notwendig ist.
- Container-Sicherheit: Image-Scanning, Laufzeitsicherheit, Kubernetes RBAC
- CI/CD-Pipeline-Sicherheit: Secrets Management, Supply-Chain-Angriffe, Code-Signing
- Cloud-Bedrohungslandschaft: Fehlkonfigurationen, API-Angriffe, laterale Bewegung
- Identitäts- und Zugangsverwaltung für APIs und Service-Accounts
- Risikomanagement in Cloud-/DevOps-Projekten: Risikobewertung und Kontrollauswahl
Praxisblock — Automatisierung, Container und CI/CD in der Praxis DevOps-Kompetenz entsteht durch Praxis. Der Kursanteil umfasst Laborübungen, in denen Teilnehmer reale Automatisierungsworkflows, Container-Deployments und Pipeline-Konfigurationen umsetzen.
- Automatisierung einer Cisco-Gerätekonfiguration via REST-API mit Python
- Aufbau eines Docker-Containers für einen Netzwerkautomatisierungs-Service
- Deployment einer Multi-Container-Anwendung mit Docker Compose
- Erstellung eines Kubernetes-Deployments und eines Services für eine Microservice-Anwendung
- Konfiguration einer einfachen CI/CD-Pipeline mit GitLab CI für ein Netzwerkautomatisierungs-Skript
- Automated Testing einer Netzwerkkonfiguration mit pyATS
- Analyse einer Container-Sicherheitslücke und Ableitung von Gegenmaßnahmen
- Konfiguration von Kubernetes RBAC für Service-Accounts
- Identifikation von Secrets-Management-Problemen in einer vorgegebenen Pipeline
- Bewertung einer API-Authentifizierungsstrategie auf Sicherheitsschwächen
- Entwurf einer DevSecOps-Kontrollliste für ein neues Deployment-Projekt
- Dokumentation eines Incident-Response-Plans für einen CI/CD-Sicherheitsvorfall
Der Cisco DevNet 300-910 DEVOPS Track adressiert eine Schnittstelle, die zunehmend an Bedeutung gewinnt: Netzwerkingenieure, die programmatisch denken und arbeiten können, und DevOps-Fachleute, die Netzwerkinfrastruktur verstehen. Wer in diesem Bereich zuhause ist, schlägt eine Brücke zwischen zwei Welten, die in Unternehmen oft schlecht miteinander kommunizieren. Die CompTIA Security+-Komponente macht dieses Profil mit einer Sicherheitsgrundlage vollständig, die in DevSecOps-Rollen direkt benötigt wird.
Lernziele:
- Sie automatisieren Anwendungsbereitstellung und Infrastruktur-Deployments auf Cisco-Plattformen
- Sie integrieren Docker-Container und Kubernetes-Orchestrierung in Cisco-Infrastrukturumgebungen
- Sie implementieren CI/CD-Pipelines für Network-Automation-Workflows
- Sie verbessern Verwaltbarkeit und Skalierbarkeit von Cloud-Microservices auf Cisco-Infrastruktur
- Sie konfigurieren Infrastructure as Code (IaC) für Netzwerkgeräte
- Sie nutzen Cisco-spezifische APIs und Programmierbarkeits-Frameworks für Automatisierung
- Sie kennen DevSecOps-Grundprinzipien und können Sicherheit in Deployment-Pipelines integrieren
- Sie klassifizieren Bedrohungen und Schwachstellen in Cloud- und DevOps-Umgebungen (CompTIA Security+)
- Sie beschreiben Container-Sicherheitskonzepte und sichere CI/CD-Pipeline-Praktiken
- Sie verstehen Identitäts- und Zugangsverwaltung in DevOps-Workflows und API-Umgebungen
- Sie kennen Risikomanagement-Konzepte und deren Anwendung auf Cloud/DevOps-Infrastrukturen
- Sie beschreiben kryptografische Grundlagen und deren Rolle in sicheren API-Verbindungen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Engineers an der Schnittstelle von Netzwerkinfrastruktur und Automatisierung/DevOps. Er ist geeignet für folgende Profile.
- Network Engineers, die ihre Programmier- und Automatisierungskenntnisse ausbauen und DevOps-Prinzipien auf Cisco-Infrastrukturen anwenden wollen
- DevOps-Fachleute mit Interesse an netzwerkspezifischen Automatisierungs-Workflows
- Cloud-Engineers, die Cisco-Plattformen mit Container-Technologien und CI/CD-Pipelines integrieren
- Infrastruktur-Architekten, die DevOps-Transformation in netzwerklastigen Umgebungen gestalten
- IT-Professionals, die die Cisco DevNet-Zertifizierungsroute verfolgen und einen Concentration-Track ergänzen
Grundlegende Kenntnisse in Netzwerktechnologien sowie erste Programmiererfahrung (bevorzugt Python) werden empfohlen. Verständnis von REST-APIs, Versionskontrolle mit Git und Grundlagen von Virtualisierung oder Containern ist hilfreich. Der Kurs findet im Vollzeitformat statt; ohne Vorerfahrung in Programmierprinzipien wird der Stoff zu den API- und Automatisierungsthemen anspruchsvoll.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht verbindet konzeptuelle Phasen mit intensiven Laborübungen. Cisco-API-Aufrufe, Docker-Deployments und Pipeline-Konfigurationen werden hands-on erarbeitet — rein theoretisches Beschreiben dieser Werkzeuge wird dem Lernziel nicht gerecht. Das Combined-Learning-Format schafft Raum für angeleiteten Unterricht und eigenständige Laborarbeit. Im Security+-Anteil ergänzen prüfungsnahe Fallanalysen das praktisch erworbene Sicherheitswissen um den konzeptuellen Rahmen.
Der Lehrgang läuft im Vollzeitformat über mehr als einen Monat bis zu drei Monaten. Beide Prüfungsvorbereitungen — Cisco 300-910 DEVOPS und CompTIA Security+ — sind vollständig im Curriculum abgedeckt. Selbststudiummaterial ergänzt den betreuten Unterricht.
Nach Kursabschluss erhalten Teilnehmer ein trägerinternes Lehrgangs- oder Teilnahmezertifikat. Die angestrebten externen Zertifizierungen sind die Cisco-Prüfung 300-910 DEVOPS als Concentration-Abschluss im Cisco DevNet-Programm sowie die CompTIA Security+ Prüfung. Beide Prüfungen werden bei akkreditierten Testcentern eigenständig abgelegt.
Nutzen & Perspektiven
DevOps-Automatisierung auf Netzwerkebene ist ein Bereich, in dem qualifizierte Fachleute nach wie vor rar sind. Während klassische DevOps-Zertifizierungen eher Software-Deployment-Pipelines adressieren, konzentriert sich der Cisco DevNet 300-910 DEVOPS Track auf die Netzwerkinfrastrukturperspektive — ein Profil, das Unternehmen suchen, die ihre Netzwerkverwaltung mit IaC, CI/CD und Container-Technologien modernisieren wollen. Wer diesen Concentration-Track abschließt, ist in einer Nische aktiv, die wächst. CompTIA Security+ als Begleitzertifizierung adressiert eine direkte Schwachstelle vieler DevOps-Profile: Automatisierung und schnelle Deployments schaffen neue Angriffsflächen — in CI/CD-Pipelines (Secrets in Code, kompromittierte Dependencies), in Container-Umgebungen (überprivilegierte Images, fehlende Laufzeitsicherheit) und über API-Schnittstellen. Wer DevSecOps wirklich lebt, braucht das konzeptuelle Sicherheitsfundament, das Security+ liefert. Kombiniert ergibt sich ein Profil, das sowohl Automatisierungstiefe als auch Sicherheitsgrundlage belegt — ein Vorteil, der bei Einstellungsentscheidungen für DevOps-, NetDevOps- oder Infrastrukturautomatisierungsrollen direkt wirkt. In Unternehmen, die Cloud-Transformation, Container-Migration und Netzwerkautomatisierung vorantreiben, ist dieses gebündelte Kompetenzprofil präzise auf den Bedarf zugeschnitten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Cisco DevNet 300-910 DEVOPS Track?
Es handelt sich um eine Concentration-Prüfung im Cisco DevNet-Zertifizierungsprogramm, die auf die DevOps-spezifische Umsetzung auf Cisco-Plattformen fokussiert. Sie behandelt Automatisierung, CI/CD-Pipelines, Container-Deployment mit Docker und Kubernetes sowie die Programmierbarkeit von Cisco-Infrastrukturen.
Warum ist CompTIA Security+ für DevOps-Fachleute relevant?
DevOps-Prozesse schaffen spezifische Sicherheitsrisiken: Secrets in Pipelines, kompromittierte Container-Images, ungesicherte API-Verbindungen. Security+ liefert das konzeptuelle Fundament für DevSecOps — die Integration von Sicherheit in den gesamten Entwicklungs- und Deployment-Prozess.
Welche Programmierkenntnisse werden vorausgesetzt?
Python-Grundkenntnisse werden empfohlen, da API-Automatisierungen und Testskripte (z. B. mit pyATS) in Python verfasst werden. Der Kurs setzt keine fortgeschrittene Programmiererfahrung voraus, aber ohne Grundkenntnisse in Skriptsprachen und REST-APIs wird der Stoff zu den Automatisierungsthemen anspruchsvoll.
Für welche Berufsprofile ist dieser Kurs besonders geeignet?
Der Kurs richtet sich speziell an Network Engineers, die DevOps-Kenntnisse aufbauen wollen, und an DevOps-Fachleute, die mit Cisco-spezifischen Netzwerk-APIs und Automatisierungsplattformen arbeiten. Auch Cloud-Engineers, die Cisco-Infrastruktur in Container-Umgebungen integrieren, profitieren direkt.
Wie werden die Prüfungen abgelegt?
Die Cisco-Prüfung 300-910 DEVOPS wird bei einem autorisierten Cisco-Testpartner abgelegt. CompTIA Security+ wird über Pearson VUE oder einen CompTIA-akkreditierten Anbieter absolviert. Beide Prüfungen sind eigenständig und separat zu buchen.
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