Überblick
Diese Weiterbildung führt vom soliden Fundament klassischer Windows Server-Administration über die vollständige Azure-Administrationskompetenz bis hin zu den anspruchsvollen Architekturentwürfen, die das Microsoft Azure Solution Architect Expert-Zertifikat verlangen. Der Kurs ist als aufbauendes Programm konzipiert: Jede Phase setzt auf der vorherigen auf und bereitet schrittweise auf die offiziellen Microsoft-Prüfungen vor. Das Azure Solution Architect Expert-Zertifikat basiert aktuell auf der Prüfung AZ-305 (Designing Microsoft Azure Infrastructure Solutions); die Vorgängerprüfungen AZ-303 und AZ-304 wurden von Microsoft abgelöst. Der Unterricht findet vollständig auf Englisch statt — ein bewusst gewähltes Element, da sämtliche Azure-Dokumentationen, Prüfungsunterlagen und Fachcommunitys englischsprachig sind.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Windows Server-Grundlagen: Installation, Konfiguration und Rollen Das erste Modul legt das Fundament für alle weiterführenden Cloud-Inhalte. Wer Azure-Infrastrukturen und insbesondere Hybrid-Szenarien verstehen will, muss die klassischen Server-Paradigmen kennen, auf denen viele Enterprise-Umgebungen nach wie vor aufbauen. Die Inhalte decken die relevanten Serveradministrations-Konzepte ab, die in gemischten On-Premises/Cloud-Umgebungen täglich benötigt werden.
- Installation und Erstkonfiguration von Windows Server-Rollen und -Features
- Active Directory Domain Services: Domänenstruktur, Benutzer, Gruppen, Vertrauensstellungen und GPO-Vererbung
- Hyper-V: virtuelle Maschinen anlegen, verwalten, live migrieren und exportieren
- Core-Netzwerkdienste: DNS, DHCP, Routing und Remotezugriff konfigurieren und troubleshooten
- PowerShell für Serveradministration: Skripting, Remote-Verwaltung, Automatisierung wiederkehrender Aufgaben
- Serverüberwachung mit Ereignisprotokollen, Performance Monitor und Windows Admin Center
Modul 2 — Netzwerkinfrastrukturen, Sicherheitsrichtlinien und High Availability Aufbauend auf den Grundlagen vermittelt dieser Block erweitertes Netzwerk-Know-how und Hochverfügbarkeitskonzepte. Alle Themen werden direkt in ihren Azure-Entsprechungen weitergedacht und schaffen so die Brücke vom On-Premises- in den Cloud-Bereich.
- Gruppenrichtlinien (GPOs): Erstellen, Verknüpfen, Verarbeitungsreihenfolge und systematische Fehlerbehebung
- Datei- und Druckdienste: DFS-Namespace, DFS-Replikation, Quotas, NTFS-Zugriffskontrolle
- Netzwerksicherheitsrichtlinien: Windows-Firewall, VPN-Konfiguration, Netzwerksegmentierung
- Windows Server Failover Clustering und Network Load Balancing für hochverfügbare Dienste
- Backup-Strategien: Windows Server Backup, VSS-Snapshots und Azure Backup als Ergänzung
- Notfallwiederherstellung: Recovery Points, RTO/RPO-Konzepte definieren und dokumentieren
Modul 3 — Azure-Administration (AZ-104-Niveau) Dieser Kernblock deckt das vollständige Spektrum der Azure-Administration ab und bereitet auf das Niveau der AZ-104-Prüfung vor, die als empfohlene Voraussetzung für die Expert-Zertifizierung gilt. Praktische Konfigurationsaufgaben am Azure-Portal und über die Azure CLI begleiten die Theorie durch alle Themenbereiche.
- Azure Active Directory (Entra ID): Tenants, Benutzer, Gruppen, Rollen, Conditional Access und MFA
- Azure-Speicher: Storage Accounts, Blob, File Shares, Queue, Table — Zugriffskontrollen und Lifecycle-Management
- Azure-Netzwerke: VNets, Subnetze, NSGs, VNet Peering, VPN Gateway, ExpressRoute und Azure Bastion
- Azure Virtual Machines: Erstellen, Sizing, Availability Sets, VM Scale Sets und Managed Disks
- Azure Monitor, Log Analytics Workspace, Alerts und Diagnoseeinstellungen konfigurieren
- Azure Policy, Management Groups, Blueprints und konsequente Tagging-Strategien für Enterprise-Umgebungen
Modul 4 — Azure Architect Technologies (AZ-305-Vorbereitung, Teil 1) Dieser Block vertieft die technische Seite der Solution-Architect-Prüfung. Im Vordergrund stehen Implementierungsaspekte komplexer Lösungen, die über reine Administration hinausgehen und einen Architektur-Blickwinkel erfordern.
- Azure Kubernetes Service (AKS): Cluster-Design, Netzwerkoptionen, Ingress-Controller, horizontale Skalierung
- Azure App Service, Azure Functions und Logic Apps in zusammenhängende Architekturentwürfe einbetten
- Datenbankauswahl nach Anforderungsprofil: Azure SQL, Cosmos DB, Azure Synapse Analytics
- Azure Key Vault, Microsoft Defender for Cloud und Microsoft Sentinel im Architekturkontext
- Azure Front Door, Application Gateway und API Management für globale, hochverfügbare Anwendungen
- Infrastructure-as-Code mit ARM-Templates und Bicep: Prinzipien, Wiederverwendbarkeit, Module
Modul 5 — Azure Architect Design und AZ-305-Architekturszenarien Das abschließende Modul fokussiert auf den Designaspekt: Wie werden Geschäftsanforderungen in fundierte, begründete technische Architekturen übersetzt? Architekturentscheidungen werden anhand komplexer Unternehmensszenarien durchgespielt und kritisch bewertet — genau das, was die AZ-305-Prüfung in Form von Fallstudien und Szenariofragen verlangt.
- Sicherheits- und Identitätsarchitekturen: Zero Trust, Identity Governance, Privileged Identity Management
- Business Continuity und Disaster Recovery: Azure Site Recovery, Geo-Redundanz, Backup-Strategien für komplexe Workloads
- Netzwerkarchitekturen: Hub-and-Spoke, Azure Virtual WAN, hybride Konnektivität mit ExpressRoute
- Datenspeicherarchitekturen: Auswahl nach Konsistenz, Throughput, Kostenanforderungen und Geo-Replikation
- Typische Architektur-Designfehler in Azure-Projekten: Überkapazitäten, Sicherheitslücken, fehlende Redundanz
- Komplexe Architekturentwürfe unter Berücksichtigung widersprüchlicher Anforderungen begründen und dokumentieren
Lernziele:
- Windows Server-Kernfunktionen administrieren: Serverrollen, Active Directory, Hyper-V, Netzwerkdienste
- Gruppenrichtlinien, Datei- und Druckdienste sowie Netzwerksicherheitsrichtlinien zuverlässig verwalten
- Hochverfügbarkeit, Backup-Konzepte und Disaster Recovery in Serverumgebungen strukturiert umsetzen
- Azure-Identitäten, Speicherressourcen und Netzwerke über Azure-Portal und CLI administrieren
- Sicherheitslösungen und Anwendungsinfrastrukturen in Azure implementieren, überwachen und optimieren
- Skalierbare, sichere und zuverlässige Azure-Architekturen nach AZ-305-Anforderungen entwerfen
- Geschäftsanforderungen in begründete technische Azure-Lösungsarchitekturen übersetzen
- Sicherheits- und Identitätsarchitekturen für Azure-Umgebungen nach Zero-Trust-Prinzip entwickeln
- Business-Continuity- und Disaster-Recovery-Konzepte vollständig in Azure-Lösungen integrieren
- Netzwerkinfrastrukturen für hybride und Cloud-native Szenarien systematisch planen
- Datenspeicher- und Analysearchitekturen nach Konsistenz-, Durchsatz- und Kostenanforderungen auswählen
- Die englischsprachige Azure-Fachterminologie für alle Architekturdomänen sicher beherrschen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich an Personen, die einen beruflichen Einstieg oder Aufstieg im Cloud-Infrastrukturbereich anstreben.
- IT-Administratoren und Systemtechniker, die sich in Richtung Azure-Architektur spezialisieren möchten
- Windows Server-Fachleute, die ihr Wissen konsequent in die Cloud transferieren
- Cloud-Ingenieure und DevOps-Praktiker mit dem Ziel einer formalen Azure-Architektenzertifizierung
- Netzwerkadministratoren, die Azure-Infrastrukturen planen und betreiben wollen
- IT-Professionals, die einen strukturierten Weg vom Basis-Know-how zum Azure Solution Architect Expert suchen
Gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift sind Pflicht, da der Unterricht vollständig auf Englisch stattfindet und alle Prüfungsunterlagen auf Englisch vorliegen. Solide PC-Kenntnisse werden erwartet. Für einen reibungslosen Einstieg in die Server-Module sind grundlegende Windows-Kenntnisse hilfreich; für die Azure-Module ist Erfahrung mit Netzwerken und Serverinfrastrukturen von Vorteil. Vorkenntnisse im Cloud-Bereich sind nicht zwingend, aber förderlich.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht findet ausschließlich auf Englisch statt und kombiniert strukturierten Live-Unterricht mit begleiteten Selbststudienphasen. Praxiserfahrene Dozenten führen durch technische Konfigurationsaufgaben, Azure-Labor-Übungen und Architektur-Fallstudien. Live-Sessions laufen im virtuellen Klassenzimmer; Teilnahme ist über einen PC-Arbeitsplatz am Anbieterstandort oder per Homeoffice möglich. Der englischsprachige Unterricht ist dabei bewusst auch Teil der Kompetenzentwicklung, da Azure-Dokumentation, Prüfung und Fachcommunity durchgängig englischsprachig sind.
Die Weiterbildung erstreckt sich über drei bis sechs Monate im Vollzeitformat. Diese Dauer spiegelt die Tiefe des Curriculums wider: von Windows Server-Grundlagen über vollständige Azure-Administration bis zur Solution-Architect-Architektur sind mehrere aufbauende Kompetenzstufen zu durchlaufen, die jeweils eigene Lernzeit beanspruchen.
Nach Kursabschluss erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein trägerinternes Trägerzertifikat. Der Kurs bereitet auf die offiziellen Microsoft-Prüfungen vor, die bei akkreditierten Microsoft-Testcentern eigenständig abgelegt werden. Das Azure Solution Architect Expert-Zertifikat basiert aktuell auf der Prüfung AZ-305; als empfohlene Voraussetzung gilt die AZ-104 (Azure Administrator Associate). Das Microsoft-Zertifikat wird im Microsoft-Portal verwaltet und ist weltweit anerkannt. Frühere Prüfungen AZ-303 und AZ-304 sind abgelöst und nicht mehr Teil des aktuellen Zertifizierungsweges.
Nutzen & Perspektiven
Azure Solution Architect Expert ist eines der anspruchsvollsten Microsoft-Zertifikate im Cloud-Bereich. Es signalisiert, dass die zertifizierte Person nicht nur einzelne Dienste konfigurieren, sondern komplette Cloud-Infrastrukturen unter Berücksichtigung von Sicherheit, Verfügbarkeit, Kosten und Skalierbarkeit entwerfen kann. Unternehmen, die Microsoft-Technologien einsetzen — und das ist in Deutschland nach wie vor die Mehrheit aller Unternehmensgrößenklassen —, suchen gezielt nach diesem Profil. Die Kombination aus klassischer Windows Server-Administration und modernem Azure-Architekturwissen ist besonders in Hybridumgebungen gefragt. Deutsche Mittelstands- und Großunternehmen betreiben häufig gemischte Infrastrukturen, in denen On-Premises-Systeme und Azure-Workloads koexistieren. Wer beide Welten technisch und architektonisch beherrscht, kann als Brücke zwischen bestehender Infrastruktur und Cloud-Migration fungieren — eine Rolle mit erheblichem Gestaltungsraum und entsprechend guter Marktstellung. Dass der gesamte Unterricht auf Englisch stattfindet, ist kein Hindernis, sondern ein Qualitätsmerkmal des Programms: Alle Azure-Ressourcen, offizielle Dokumentationen und Fachforen sind englischsprachig — wer die Fachterminologie souverän beherrscht, kann eigenständiger lernen, schneller Probleme lösen und sich bei internationalen Teams und Projekten mühelos verständigen. Die Sprachkompetenz ist damit ein direkter Bestandteil der beruflichen Qualifizierung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Auf welcher Microsoft-Prüfung basiert das Azure Solution Architect Expert-Zertifikat aktuell?
Das Zertifikat basiert aktuell auf der Prüfung AZ-305 (Designing Microsoft Azure Infrastructure Solutions). Die früher geforderten Prüfungen AZ-303 und AZ-304 wurden von Microsoft abgelöst. Als empfohlene Voraussetzung gilt die AZ-104 (Azure Administrator Associate), die entweder im Kurs oder vorab absolviert werden kann.
Warum findet der Unterricht vollständig auf Englisch statt?
Alle offiziellen Azure-Prüfungsunterlagen, die vollständige Microsoft-Dokumentation und die relevanten Fachcommunitys sind englischsprachig. Der englischsprachige Unterricht bereitet direkt auf die Prüfungssituation vor und schult gleichzeitig die technische Sprachkompetenz, die in internationalen Cloud-Projekten benötigt wird.
Brauche ich Vorkenntnisse in Cloud-Technologien?
Cloud-Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend. Der Kurs startet mit Windows Server-Grundlagen und baut schrittweise in Richtung Azure-Architektur auf. Solide PC-Kenntnisse und grundlegende Netzwerkkenntnisse sind wichtiger als spezifische Cloud-Erfahrung zum Einstieg.
Was sind typische Berufsfelder nach diesem Kurs?
Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für Rollen als Cloud-Architekt, Azure Solution Architect, Senior IT-Administrator in Cloud-Umgebungen oder DevOps Engineer mit Azure-Schwerpunkt. Die Kombination aus klassischer Serveradministration und modernem Azure-Know-how ist besonders in Hybrid-Cloud-Umgebungen gefragt.
Ist das Zertifikat zeitlich befristet?
Microsoft-Zertifikate wie Azure Solution Architect Expert sind in der Regel mit einer Erneuerungspflicht verbunden. Microsoft ermöglicht die Rezertifizierung über kostenlose Online-Assessments auf Microsoft Learn. Die genauen Bedingungen und Fristen sind auf der offiziellen Microsoft-Zertifizierungsseite einsehbar.
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