Überblick
CompTIA IT Fundamentals+ (ITF+) ist die Einstiegszertifizierung von CompTIA für Personen, die grundlegendes IT-Wissen erwerben oder offiziell nachweisen möchten. Der Kurs bereitet auf die Prüfung FC0-U61 vor und deckt die gesamte Breite elementarer IT-Kompetenzen ab — von der Funktionsweise eines Computers über Netzwerkgrundlagen bis zu Sicherheitskonzepten. Ergänzt wird die Weiterbildung durch eine Microsoft-Teams-Einführung, weil digitale Kommunikation und Zusammenarbeit zur Grundausstattung moderner Wissensarbeit gehören. Unterrichtssprache, Unterlagen und das Examen sind auf Englisch.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1: Computer verwenden — Grundlagen der Systemkunde Dieser Einstiegsblock legt das Fundament. Teilnehmende lernen, was ein Computer ist, welche Gerätetypen es gibt und wie Betriebssysteme aufgebaut sind.
- Gängige Computergeräte: Desktop, All-in-One, Laptop, Tablet, Smartphone, IoT-Geräte
- Workstation einrichten: Ergonomie, Peripherieanschlüsse, Betriebsbereitschaft herstellen
- Betriebssystem verwenden: Windows-Oberfläche, Dateiexplorer, Systemsteuerung
- Betriebssystem verwalten: Updates, Benutzerverwaltung, Task-Manager, Ereignisanzeige
- Einfache Fehlersuche: Neustart-Strategien, Treiberprobleme erkennen, Hilfeangebote nutzen
- Grundlegende Wartungsaufgaben: Datenträgerbereinigung, Datensicherung, Systemwiederherstellung
Modul 2: Anwendungen, Datentypen und Datenbanken IT-Grundbildung umfasst das Verständnis für Daten und die Programme, die mit ihnen arbeiten. Dieser Block baut konzeptuelles Wissen auf, das für viele IT-Rollen fundamental ist.
- Datentypen und Einheiten: Integer, Float, String, Boolean; Bit, Byte, KB, MB, GB, TB
- Anwendungssoftware verwenden: Office-Anwendungen, Browser, E-Mail-Client, Grafikwerkzeuge
- Programmierung und App-Entwicklung: Grundbegriffe (Variablen, Schleifen, Bedingungen), Unterschied zwischen kompilierten und interpretierten Sprachen
- Relationale Datenbanken: Tabellen, Zeilen, Spalten, primäre Schlüssel — einfache SQL-Abfragen (SELECT, WHERE)
- Nicht-relationale Datenbanken: Dokumentenspeicher, Key-Value-Stores — Anwendungsfelder
- Dateiverwaltung: Dateiformate, Kompression, Versionierung
Modul 3: Computer-Hardware Ohne Kenntnisse der physischen Ebene bleibt IT-Wissen abstrakt. Dieser Block behandelt Hardware von innen nach außen.
- Systemkomponenten im Detail: CPU (Kerne, Takt, Cache), RAM-Typen (DDR4/5), Mainboard-Formfaktoren
- Geräteschnittstellen: USB-Typen (USB-A, USB-C, USB 3.x), HDMI, DisplayPort, Thunderbolt
- Peripheriegeräte: Drucker (Tintenstrahl, Laser, 3D-Druck), Scanner, externe Laufwerke, Webcams
- Speichergeräte: HDD vs. SSD, NVMe, Flash-Speicher, optische Laufwerke
- Dateisysteme: NTFS, FAT32, exFAT, ext4 — Eigenschaften und Einsatzbereiche
- Hardwareprobleme diagnostizieren: POST-Fehler, Überhitzung, Lüftergeräusche, defekte RAM-Module
Modul 4: Netzwerke verstehen und nutzen Networking ist eine Kernkompetenz für IT-Einsteiger. Dieser Block vermittelt das konzeptionelle Grundgerüst und zeigt, wie man sich sicher im Netzwerk bewegt.
- Netzwerkkonzepte: LAN, WAN, MAN, WLAN, PAN; Topologien (Stern, Bus, Ring)
- TCP/IP-Grundlagen: IPv4-Adressen, Subnetzmasken, Gateway, DNS, DHCP
- Netzwerkverbindung herstellen: WLAN-Einrichtung, Ethernet-Konfiguration, Fehlerbehebung
- Sicheres Web-Browsing: HTTPS, Zertifikate, Browser-Einstellungen, Tracking-Schutz
- Gemeinsamer Speicher im Netzwerk: freigegebene Ordner, NAS-Grundlagen, Cloud-Speicher
- Mobile Geräte verwenden: MDM-Grundlagen, App-Stores, BYOD-Sicherheitsaspekte
Modul 5: Sicherheitskonzepte Sicherheitsbewusstsein ist in der heutigen Arbeitswelt nicht optional. Dieser Block schärft den Blick für Bedrohungen und zeigt, was auf persönlicher und organisationaler Ebene zu tun ist.
- Sicherheitsaspekte im Überblick: Bedrohungslandschaft, CIA-Triade (Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit)
- Best Practices: starke Passwörter, Passwort-Manager, regelmäßige Updates, sichere Verbindungen (VPN)
- Zugriffskontrollen: Benutzerkonten, Berechtigungsstufen, Principle of Least Privilege
- Verhaltensbasierte Sicherheitskonzepte: Phishing erkennen, Social Engineering, sicheres E-Mail-Verhalten
Modul 6: Microsoft Teams Dieser abschließende Block führt in die meistgenutzte Kollaborationsplattform im Unternehmensumfeld ein und vervollständigt das Bild moderner digitaler Arbeit.
- Oberfläche und Navigation in Microsoft Teams
- Chats und Kanäle erstellen und verwalten
- Besprechungen planen, starten und als Teilnehmer effektiv nutzen
- Dateiverwaltung in Teams-Kanälen: gemeinsames Bearbeiten von Dokumenten
- Integration in Microsoft 365: Outlook-Kalender, OneDrive, OneNote
- Teams in beruflichen Szenarien: Projektteam, Abteilungskanal, externe Zusammenarbeit
Praxisarbeit: Anwendungsübungen und Fallszenarien Die erlernten Inhalte werden in praxisnahen Szenarien geübt. Der Schwerpunkt liegt auf Aufgaben, wie sie in IT-Support-Rollen oder im allgemeinen Büroalltag vorkommen.
- Betriebssystem-Aufgaben: Benutzerkonto anlegen, Freigabe einrichten, Update-Status prüfen
- Hardwarediagnose-Übung: RAM-Test mit Memtest, SSD-Status mit Tools prüfen
- Netzwerkkonfiguration: statische IP setzen, DNS ändern, WLAN-Profil verwalten
- SQL-Grundübung: einfache SELECT-Abfragen auf Übungsdatensatz
- Sicherheits-Audit: Benutzerkonten und Freigaben auf einem Demo-System prüfen
- Phishing-Erkennungsübung: präparierte E-Mails klassifizieren
- Teams-Kanal aufbauen: Testumgebung mit Kanal, Tabs und gemeinsamer Datei einrichten
- Mock-Prüfungsfragen FC0-U61: Übungssets durcharbeiten und Ergebnisse analysieren
- Fehlerbehebungs-Szenario: gestörtes Netzwerk systematisch isolieren
- Präsentation Lernergebnisse: einen IT-Grundbegriff in eigenen Worten erklären
Lernziele:
- Sie beschreiben den Aufbau und die Funktionsweise gängiger Computergeräte — Desktop, Laptop, Tablet, Smartphone — und ordnen ihre jeweiligen Anwendungsszenarien zu.
- Sie navigieren in Betriebssystemen (vorwiegend Windows), führen grundlegende Verwaltungsaufgaben durch und beheben einfache Systemprobleme.
- Sie erklären unterschiedliche Datentypen, Einheiten (Bit, Byte, Kilobyte usw.) und deren Bedeutung für die Dateiverarbeitung.
- Sie beschreiben den Zweck verbreiteter Anwendungsprogramme und die Grundprinzipien von Programmierung und App-Entwicklung.
- Sie erläutern den Aufbau relationaler und nicht-relationaler Datenbanken und nutzen einfache Datenbankabfragen.
- Sie identifizieren Hardwarekomponenten — CPU, RAM, Speicher, Mainboard, Peripheriegeräte — und kennen deren Funktion im Zusammenspiel.
- Sie unterscheiden Geräteschnittstellen (USB, HDMI, Thunderbolt, Bluetooth, WLAN) und wählen sie situationsgerecht aus.
- Sie erklären Netzwerkkonzepte (LAN, WAN, WLAN, TCP/IP) und verbinden Geräte sicher mit einem Netzwerk.
- Sie benennen Sicherheitsrisiken im IT-Umfeld (Malware, Phishing, Social Engineering) und wenden grundlegende Best Practices zur Absicherung an.
- Sie setzen Zugriffskontrollen ein und verstehen die Grundprinzipien von Authentifizierung und Autorisierung.
- Sie nutzen Microsoft Teams für Chat, Besprechungen und gemeinsame Dokumentenarbeit.
- Sie wenden verhaltensbasierte Sicherheitskonzepte an und handeln im digitalen Alltag sicherheitsbewusst.
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Einsteiger ohne oder mit sehr geringen IT-Vorkenntnissen, die IT-Grundkompetenz offiziell zertifizieren lassen möchten.
- Berufliche Quereinsteiger, die in IT-nahe Rollen wechseln möchten (Helpdesk, IT-Support, technischer Sachbearbeiter)
- Personen in kaufmännischen oder administrativen Berufen, die ihre digitale Kompetenz ausbauen wollen
- Schülerinnen und Schüler oder junge Erwachsene, die eine IT-Ausbildung vorbereiten möchten
- Mitarbeitende, die für eine IT-Einsteigerzertifizierung im Unternehmen vorbereitet werden sollen
Grundlegende Computerkenntnisse (Windows bedienen, E-Mails schreiben) werden empfohlen, sind aber nicht zwingend. Da Unterrichtssprache, Unterlagen und das Examen auf Englisch sind, werden ausreichende Englischkenntnisse (Leseverständnis B1–B2) für das eigenständige Arbeiten mit Lehrmaterial und die Prüfungsvorbereitung benötigt.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet im Combined-Learning-Format statt. Theoretische Inhalte werden in strukturierten Lerneinheiten vermittelt und anschließend in Übungsaufgaben angewendet. Für das FC0-U61-Examen stehen Übungssets und Simulationsfragen zur Verfügung, um mit der englischen Fragenstruktur vertraut zu werden. Microsoft Teams wird aktiv im Kursalltag eingesetzt, sodass Teilnehmende das Tool im laufenden Betrieb erleben.
Die Weiterbildung dauert mehr als einen bis maximal drei Monate und wird im Vollzeitformat absolviert. Die modulare Struktur ermöglicht es, alle fünf Prüfungsdomänen der FC0-U61 systematisch zu durchlaufen und mit der Teams-Einheit zu verbinden.
Ziel der Weiterbildung ist die Ablage der CompTIA IT Fundamentals+ Prüfung (FC0-U61). CompTIA ITF+ ist eine weltweit anerkannte Einsteigerzertifizierung, die von CompTIA vergeben wird. Das Examen ist auf Englisch und kann an akkreditierten Prüfungszentren oder als Online-Proctored-Examen abgelegt werden. Zusätzlich erhalten Teilnehmende eine trägerinterne Lehrgangsbescheinigung.
Nutzen & Perspektiven
CompTIA ITF+ ist der ideale erste Schritt auf dem Weg zur IT-Karriere: Die Zertifizierung beweist grundlegendes IT-Wissen auf international standardisiertem Niveau und legt die Basis für weiterführende CompTIA-Zertifizierungen wie A+, Network+ oder Security+. Viele Arbeitgeber im IT-Support-Umfeld schätzen ITF+ als Einstiegsnachweis, weil er zeigt, dass ein Kandidat die Grundlagen ernsthaft gelernt hat — und nicht nur ein Einführungsseminar ohne Prüfung absolviert hat. Die Kombination mit Microsoft Teams ist praxisnah: Kaum ein Bürojob kommt heute ohne Teams aus. Wer beides kann — IT-Grundlagen verstehen und digitale Zusammenarbeit souverän meistern — bringt eine vollständige Basisqualifikation mit, die im täglichen Arbeitsumfeld sofort spürbar ist. Für Quereinsteiger ist ITF+ außerdem ein strategisch kluger Schritt: Die Zertifizierung senkt die Hemmschwelle für Arbeitgeber, jemanden ohne IT-Ausbildung einzustellen, weil sie einen nachgewiesenen Grundwissensstand dokumentiert.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist CompTIA IT Fundamentals+ (ITF+) und für wen ist es gedacht?
ITF+ ist die Einsteigerzertifizierung von CompTIA für Personen ohne IT-Hintergrund, die grundlegendes IT-Wissen offiziell zertifizieren möchten. Sie eignet sich für Quereinsteiger, Berufsanfänger und kaufmännische Fachkräfte, die in IT-nahe Rollen wechseln oder digitale Grundkompetenz nachweisen wollen.
Welche Prüfung wird im Kurs abgelegt?
Der Kurs bereitet auf die Prüfung FC0-U61 (CompTIA IT Fundamentals+) vor. Das Examen ist auf Englisch und wird bei einem akkreditierten Prüfungszentrum oder als Online-Proctored-Examen abgelegt. Ausreichende Englischkenntnisse (Leseverständnis B1–B2) sind dafür notwendig.
Was hat Microsoft Teams mit IT Fundamentals zu tun?
Teams ist die meistgenutzte Kollaborationsplattform im Büroalltag. Der Kurs verbindet IT-Grundlagenwissen mit der praktischen Nutzung des Tools, weil beides zur Basisqualifikation moderner Wissensarbeit gehört. Teilnehmende lernen, Meetings zu moderieren, Kanäle zu verwalten und Dateien gemeinsam zu bearbeiten.
Welche Bereiche prüft das FC0-U61-Examen?
Das Examen prüft fünf Domänen: IT-Konzepte und Terminologie, Infrastruktur, Anwendungen und Software, Softwareentwicklungsgrundbegriffe sowie Datenbankenbasics und Sicherheitskonzepte. Alle fünf Domänen werden im Kurs vollständig behandelt.
Wie geht es nach ITF+ weiter?
ITF+ legt die Basis für weiterführende CompTIA-Zertifizierungen. Der typische nächste Schritt ist CompTIA A+ (IT-Support und Techniker-Grundlagen), gefolgt von Network+ oder Security+. Für eine IT-Karriere bildet diese Sequenz eine solide, international anerkannte Qualifikationsleiter.
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