Überblick
Dieser Kurs bündelt zwei eigenständige Kompetenzbereiche: CompTIA Network+ (Exam N10-009) vermittelt das fundierte Wissen über Netzwerkinfrastrukturen, Protokolle und Fehlerdiagnose, das für technische IT-Rollen unerlässlich ist. Die Scrum-Module decken agiles Projektmanagement auf drei Ebenen ab: Foundation, Product Owner und Scrum Master — jeweils mit zugehöriger Zertifizierungsprüfung. Wer Netzwerkkompetenz mit der Fähigkeit verbindet, IT-Projekte agil zu steuern, ist für eine breite Palette von Aufgaben in modernen IT-Organisationen gerüstet.
Kursinhalte & Lernziele
CompTIA Network+ (N10-009) — Netzwerkinfrastruktur und Betrieb Network+ ist eine der meistverbreiteten Einstiegszertifizierungen für IT-Netzwerkprofis. Der Kursblock deckt die vollständige Prüfungsdomänenstruktur ab und arbeitet mit praxisnahen Laborübungen, in denen Netzwerkkonfiguration und Troubleshooting simuliert werden.
- OSI-Modell und TCP/IP-Protokollstack vertiefen
- Switching-Konzepte: VLANs, STP, Link Aggregation
- Routing-Protokolle: statisches Routing, OSPF, BGP-Grundlagen
- Wireless-Standards (Wi-Fi 6/6E), Authentifizierung und Absicherung
- Netzwerksicherheit: Firewalls, IDS/IPS, VPNs, NAC
- Troubleshooting-Methodik und typische Fehlerszenarien im Labor
Scrum Foundation — Agile Grundlagen und Scrum-Framework Das Foundation-Modul legt die theoretische und praktische Basis für die gesamte Scrum-Ausbildung. Teilnehmende lernen das Scrum-Framework vollständig kennen — von den drei Rollen über die fünf Events bis zu den Artefakten — und schließen das Modul mit einer Zertifizierungsprüfung ab.
- Agile Werte und Prinzipien nach dem Agilen Manifest
- Scrum-Rollen: Product Owner, Scrum Master, Development Team
- Scrum-Events: Sprint, Sprint Planning, Daily Scrum, Sprint Review, Retrospektive
- Artefakte: Product Backlog, Sprint Backlog, Increment und Definition of Done
- Empirismus, Transparenz, Überprüfung und Anpassung im Scrum-Kontext
- Scrum vs. klassisches Projektmanagement: Unterschiede und Einsatzbereiche
Scrum Product Owner — Backlog, Vision und Wert Der Product-Owner-Kurs vermittelt die Fähigkeiten, die für die Steuerung eines Produkts aus Kundenperspektive nötig sind. Im Fokus stehen das Management des Product Backlogs, die Kommunikation mit Stakeholdern und das Priorisieren nach Geschäftswert.
- Produktvision formulieren und kommunizieren
- User Stories schreiben, schätzen und priorisieren (MoSCoW, Kano-Modell)
- Backlog Refinement: Decomposition, Estimation Techniques (Story Points, T-Shirt Sizes)
- Stakeholder-Management und Release-Planung
- Erfolgsmessung mit Velocity und Team-Kapazität planen
- Wertmaximierung und ROI-Überlegungen in agilen Projekten
Scrum Master — Coaching, Facilitation und Hindernisbeseitigung Das Scrum-Master-Modul richtet sich an Fachleute, die Teams bei der Scrum-Einführung begleiten und kontinuierlich verbessern möchten. Neben dem Framework stehen Coaching-Techniken, Konfliktlösung und organisationale Scrum-Einbettung im Vordergrund.
- Servant Leadership als Grundprinzip des Scrum Masters
- Facilitation von Scrum-Events und Retrospektiven gestalten
- Impediments identifizieren, eskalieren und strukturiert beseitigen
- Scrum in verteilten und hybriden Teams einführen
- Dysfunktionen im Team erkennen und durch Coaching adressieren
- Skalierungskonzepte (SAFe, LeSS) als Ausblick
Praxis und Zertifizierungsvorbereitung Der Praxisteil verbindet Netzwerk-Szenarien mit agilen Planungsübungen. Teilnehmende erleben, wie ein Netzwerk-Rollout als Scrum-Projekt strukturiert werden kann — von der Produktvision über Sprint-Planung bis zum Abnahme-Review.
- Laborübungen zur Netzwerkkonfiguration und Fehlerdiagnose (N10-009-Format)
- Scrum-Simulation: ein vollständiger Sprint mit allen Events
- Product-Backlog-Workshop für ein praxisnahes Netzwerkprojekt
- Scrum-Master-Fallstudie: Teamkonflikte moderieren und Hindernisse eskalieren
- Übungsaufgaben im Format der Foundation-, Product-Owner- und Scrum-Master-Prüfungen
- Cross-Kurs-Integration: Wie plane ich ein Netzwerkprojekt agil?
- Daily-Scrum-Simulation mit Impediment-Backlog
- Retrospektiven-Workshop mit verschiedenen Formaten
- Rollenspiele zu Stakeholder-Kommunikation im Product-Owner-Kontext
- Netzwerk-Troubleshooting unter Zeit- und Sprintbedingungen
- Peer Reviews von User Stories mit technischem Netzwerk-Bezug
- Abschluss-Sprint mit integrierter Netzwerk- und Scrum-Aufgabe
Diese Praxisphase macht deutlich, dass agile Methoden nicht nur für Softwareprojekte taugen — sie sind genauso wertvoll, wenn es darum geht, Netzwerkinfrastrukturen schrittweise einzuführen, zu testen und zu verbessern.
Lernziele:
- Netzwerktopologien, Switching- und Routing-Konzepte verstehen und konfigurieren
- IPv4 und IPv6 adressieren und subnetten
- Drahtlose Netzwerke nach aktuellen Standards einrichten und absichern
- Netzwerkfehler systematisch diagnostizieren und beheben
- Agile Werte, Prinzipien und das Scrum-Framework in der Praxis anwenden
- Sprints planen, durchführen und im Rückblick kontinuierlich verbessern
- Die Rolle des Product Owners mit Backlog-Pflege und Priorisierung ausfüllen
- Als Scrum Master Teams coachen, Hindernisse beseitigen und Prozesse schützen
- Netzwerkprojekte mit agilen Methoden planen und iterativ umsetzen
- Sicherheitskonzepte in Netzwerkumgebungen identifizieren und bewerten
- Technische und organisatorische Anforderungen in User Stories übersetzen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an IT-Fachleute und Berufseinsteiger, die sich gleichzeitig eine solide Netzwerkgrundlage und eine anerkannte Scrum-Zertifizierung erarbeiten möchten.
- IT-Administratoren und Systemtechniker, die agiles Projektmanagement erlernen möchten
- Netzwerktechniker, die in IT-Projektleitungsrollen wechseln wollen
- Projektmanager mit IT-Bezug, die Network+-Kenntnisse ergänzen möchten
- Berufseinsteiger, die mit zwei Zertifizierungsbündeln ihre Marktchancen verbessern wollen
- Fachleute, die Netzwerkprojekte künftig agil steuern möchten
Grundkenntnisse in IT und Computertechnik (Betriebssysteme, grundlegendes Verständnis von Netzwerken) sind hilfreich. Eine formale Vorzertifizierung ist nicht zwingend erforderlich; Erfahrungen mit CompTIA A+ oder ersten Netzwerkadministrationstätigkeiten erleichtern den Einstieg in den Network+-Teil. Für die Scrum-Module sind keine technischen Vorkenntnisse nötig — Offenheit für iterative Arbeitsweisen genügt.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht findet im gemischten Format statt und kombiniert Live-Einheiten im virtuellen Klassenzimmer mit eigenverantwortlichen Lernphasen und Laborübungen. Scrum-Module nutzen Simulationen, Rollenspiele und Team-Workshops; Network+-Einheiten setzen auf demonstrationsgestützte Labs und prüfungsnahe Übungsszenarien. Der Kurs ist sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit buchbar, was ihn für verschiedene Lebenssituationen zugänglich macht.
Die Gesamtdauer hängt vom gewählten Modulumfang und der Unterrichtszeit (Vollzeit oder Teilzeit) ab. Da der Kurs vier separate Zertifizierungstrainings (Network+, Scrum Foundation, Scrum Product Owner, Scrum Master) umfasst, sollte ausreichend Zeit für alle Vorbereitungs- und Übungsphasen eingeplant werden.
Der Kurs bereitet auf vier eigenständige Zertifizierungsprüfungen vor: CompTIA Network+ (Exam N10-009) bei Pearson VUE sowie die Scrum Foundation-, Scrum Product Owner- und Scrum Master-Prüfungen bei einem anerkannten Scrum-Zertifizierungsanbieter. Alle Abschlüsse werden mit einer international anerkannten Zertifizierung bestätigt. Zusätzlich erhalten Teilnehmende eine Lehrgangsbescheinigung.
Nutzen & Perspektiven
Die Kombination aus Netzwerktechnik und agilem Projektmanagement erschließt Karrierewege, die rein technischen oder rein methodischen Ausbildungen verschlossen bleiben. IT-Organisationen suchen zunehmend nach Fachleuten, die nicht nur ein Netzwerk konfigurieren, sondern ein Netzwerkprojekt auch eigenständig agil planen und umsetzen können — als technisch versierter Scrum Master, als Product Owner für IT-Infrastrukturprojekte oder als Projektleiter mit glaubwürdiger technischer Basis. Scrum ist im deutschsprachigen IT-Markt zur Standardmethode geworden; Network+ liefert die technische Grundlage, die viele Arbeitgeber als Einstiegshürde für IT-Infrastruktur-Rollen setzen. Wer beide Bereiche in einem Programm abdeckt, spart Zeit im Vergleich zur Buchung separater Kurse und profitiert von der inhaltlichen Verzahnung, die in gemischten IT-Projektrollen täglich relevant ist. Für Berufseinsteiger und Umschüler bietet dieses Bündel den besonderen Vorteil, mit mehreren Zertifizierungen gleichzeitig auf den Markt zu treten — Bewerbungsunterlagen, die Network+, Scrum Foundation, Product Owner und Scrum Master ausweisen, decken einen breiten Anforderungsrahmen ab und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, zu Gesprächen für vielfältige Rollen eingeladen zu werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Scrum-Zertifizierungen sind in diesem Kurs enthalten?
Der Kurs umfasst drei Scrum-Module mit eigenen Abschlussprüfungen: Scrum Foundation, Scrum Product Owner und Scrum Master. Jedes Modul schließt mit einer unabhängigen Zertifizierungsprüfung ab.
Kann man den Kurs in Teilzeit absolvieren?
Ja, der Kurs wird sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit angeboten. Die genaue Dauer hängt von der gewählten Unterrichtszeit und dem Modulumfang ab.
Warum "Scrum" und nicht "SCRUM"?
Scrum ist ein Eigenname und kein Akronym — deshalb wird es korrekt kleingeschrieben als „Scrum". Die Großschreibung „SCRUM" ist eine verbreitete, aber fehlerhafte Schreibweise.
Was unterscheidet diesen Kurs vom Kurs mit klassischem Projektmanagement?
Dieser Kurs kombiniert Network+ mit agilen Scrum-Methoden (iterative Sprints, selbstorganisierte Teams, kontinuierliche Verbesserung). Der Parallelkurs zu klassischem Projektmanagement setzt stattdessen auf PRINCE2 (Foundation, Practitioner, Agile Practitioner) — einen plan-gesteuerten, strukturierten Ansatz mit definierten Rollen und Dokumentationsanforderungen.
Muss ich die Prüfungsgebühren separat bezahlen?
Ob die Prüfungsvoucher im Kurspreis enthalten sind, hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Dies sollte bei der Kursanmeldung direkt geklärt werden.
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