Überblick
Dieser Kurs bereitet Sie gezielt auf die CompTIA Security+-Zertifizierung vor und legt damit den weltweit anerkannten Grundstein für eine Karriere in der IT-Sicherheit. Ein wichtiger Hinweis zur Transparenz: Der historische Exam-Code SY0-501 ist seit Juli 2021 von CompTIA zurückgezogen worden; seither gilt zunächst SY0-601 und aktuell SY0-701 als gültige Prüfungsvariante. Der Kurs deckt die prüfungsrelevanten Domänen auf dem neuesten Stand ab. Ergänzend vermittelt er die Grundlagen von Microsoft Teams, dem in vielen Unternehmen zentralen Collaboration-Tool, das auch im Sicherheitsbereich für Incident-Kommunikation und Teamkoordination unverzichtbar ist. Unterricht, Unterlagen und Prüfung finden auf Englisch statt; entsprechende Sprachkenntnisse in der IT-Fachsprache sind daher sinnvoll.
Kursinhalte & Lernziele
Bedrohungslandschaft und Angriffsvektoren Die IT-Sicherheitslandschaft entwickelt sich rasant weiter. In diesem ersten Block erhalten Sie einen strukturierten Überblick über aktuelle Angriffsmethoden und -akteure. Sie lernen, zwischen opportunistischen und gezielten Angriffen zu unterscheiden und deren typische Verlaufsmuster zu erkennen.
- Malware-Kategorien: Viren, Würmer, Trojaner, Ransomware, Spyware
- Netzwerkangriffe: Man-in-the-Middle, DNS-Spoofing, ARP-Poisoning, DDoS
- Social Engineering: Phishing, Spear-Phishing, Vishing, Pretexting
- Insider-Bedrohungen und Angriffe auf Supply Chains
- Schwachstellen-Taxonomie (CVE, CVSS-Scoring)
Netzwerksicherheit und Infrastrukturschutz Netzwerke sind das Rückgrat jeder IT-Infrastruktur. Dieser Block behandelt, wie Netzwerke segmentiert, überwacht und gegen unbefugten Zugriff abgesichert werden. Besonderes Gewicht liegt auf praktischen Konfigurationskonzepten, die im Prüfungsalltag und im Beruf gleichermaßen relevant sind.
- Firewall-Regelwerke und DMZ-Architekturen
- IDS/IPS-Systeme: signatur- und anomaliebasierte Erkennung
- VPN-Protokolle: IPsec, SSL/TLS, WireGuard-Grundlagen
- WLAN-Sicherheit: WPA3, Rogue-AP-Erkennung, 802.1X
- Netzwerkmonitoring und SIEM-Grundlagen
Kryptografie, PKI und Identitätsmanagement Verschlüsselung ist das Fundament vertraulicher Kommunikation. In diesem Abschnitt durchdringen Sie symmetrische und asymmetrische Verfahren, Zertifikatshierarchien und moderne Authentifizierungsstandards.
- Symmetrische Verfahren: AES, 3DES; asymmetrische Verfahren: RSA, ECC
- Hashing-Algorithmen: SHA-2, SHA-3; digitale Signaturen
- Public-Key-Infrastruktur: CA-Hierarchien, Zertifikatslebenszyklus, CRL/OCSP
- Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), FIDO2, Passkeys
- RBAC, ABAC und Least-Privilege-Prinzipien
Compliance, Governance und Incident Response Sicherheit ist keine rein technische Aufgabe, sondern auch eine organisatorische. Dieser Block verbindet technisches Wissen mit rechtlichen Rahmenbedingungen und betrieblichen Abläufen für den Ernstfall.
- Sicherheitsrichtlinien, Standards (ISO 27001, NIST CSF) und regulatorische Anforderungen
- Risikomanagement: Risikoidentifikation, -bewertung und Gegenmaßnahmen
- Business Continuity und Disaster Recovery
- Incident-Response-Phasen: Vorbereitung, Erkennung, Eindämmung, Beseitigung, Wiederherstellung
- Grundlagen digitaler Forensik und Log-Analyse
Microsoft Teams im Sicherheitskontext Sicherheitsteams kommunizieren und koordinieren sich heute überwiegend digital. Dieser ergänzende Praxisblock zeigt, wie Teams als kollaborative Plattform sicher eingesetzt wird.
- Teams-Architektur: Kanäle, Chats, Meetings, Dateispeicherung
- Berechtigungskonzepte in Teams und SharePoint-Integration
- Sichere Kommunikation und Datenaustausch in verteilten Teams
- Grundlegende Administration: Nutzer anlegen, Richtlinien zuweisen
- Praktische Nutzungsszenarien: Incident-Kanal, Sicherheits-Lageboard, Remote-Meeting
Lernziele:
- Sicherheitsrisiken in Netzwerken, Systemen und Anwendungen systematisch identifizieren und einordnen
- Angriffsvektoren und Bedrohungstypen (Malware, Phishing, Social Engineering, Zero-Day) unterscheiden und bewerten
- Kryptografische Grundlagen und Public-Key-Infrastrukturen (PKI) verstehen und anwenden
- Netzwerksicherheitskomponenten wie Firewalls, IDS/IPS und VPNs konfigurieren und überwachen
- Identity-and-Access-Management-Konzepte (MFA, RBAC, SSO) implementieren
- Sicherheitsrichtlinien und Compliance-Anforderungen in Unternehmensumgebungen umsetzen
- Incident-Response-Prozesse vorbereiten, einleiten und dokumentieren
- Digitale Forensik und Protokollanalyse zur Spurensicherung einsetzen
- Schwachstellenscans und Penetrationstests konzeptionell planen
- Cloud-Sicherheitsgrundlagen und geteilte Verantwortungsmodelle kennen
- Microsoft Teams effizient und sicher für die Zusammenarbeit im Security-Team nutzen
- Anwendungssicherheit und Entwicklungsprinzipien (Secure SDLC) verstehen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an IT-Fachleute, die ihre Kenntnisse im Bereich Informationssicherheit strukturiert ausbauen und mit einem international anerkannten Zertifikat belegen möchten. Er spricht insbesondere Personen an, die bereits erste Erfahrungen mit Netzwerktechnik oder Systemadministration mitbringen und nun den Schritt in spezialisierte Sicherheitsaufgaben vollziehen wollen.
- Netzwerk- und Systemadministratoren, die eine Sicherheitsspezialisierung anstreben
- Helpdesk- und IT-Support-Mitarbeiter:innen mit dem Ziel eines Career Upgrades
- Berufseinsteiger:innen aus IT-nahen Studiengängen mit soliden Netzwerkgrundlagen
- IT-Allrounder in kleineren Unternehmen, die auch Sicherheitsverantwortung übernehmen
- Personen im Quereinstieg in die IT-Sicherheit mit nachgewiesenen IT-Kenntnissen
Für eine erfolgreiche Teilnahme empfehlen sich solide Grundkenntnisse in Netzwerktechnik, etwa auf Niveau CompTIA Network+, sowie vertrauter Umgang mit gängigen Betriebssystemen (Windows, Linux). Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich, jedoch ist Leseverständnis in englischer IT-Fachsprache unbedingt notwendig, da Unterricht, Schulungsunterlagen und die Zertifizierungsprüfung vollständig auf Englisch stattfinden. Vorkenntnisse in Microsoft Teams oder Office-Produkten sind hilfreich, aber nicht Bedingung.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format durchgeführt, das selbstgesteuerte Online-Lernphasen mit live betreuten Unterrichtseinheiten kombiniert. Durch dieses Format können Lerntempo und -zeitpunkt teilweise flexibel gestaltet werden, während die betreuten Einheiten für Vertiefung und Klärung offener Fragen sorgen. Die Vollzeitvariante ermöglicht eine intensive, fokussierte Vorbereitung; auf Anfrage ist auch ein Teilzeitmodell verfügbar. Englischsprachige Lehrmaterialien entsprechen dem Standard der CompTIA-Zertifizierungswelt.
Der Kurs hat eine Laufzeit von mehr als einem Monat bis zu drei Monaten, je nach gewähltem Lerntempo und Modell. In der Vollzeilvariante liegt die tägliche Lernzeit auf Niveau einer regulären Arbeitswoche. Die exakte Stundenzahl variiert je nach Anbieter und individuellem Lernfortschritt — verlässliche Details erhalten Sie bei der Buchung.
Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses erhalten Sie ein trägerinternes Lehrgangszertifikat. Das eigentliche Markenzeichen dieser Weiterbildung ist jedoch das CompTIA Security+-Zertifikat, das Sie durch Bestehen einer externen, englischsprachigen Prüfung bei einem akkreditierten Testcenter (z. B. Pearson VUE) erwerben. Dieser neutrale, herstellerunabhängige Nachweis ist weltweit von Arbeitgebern anerkannt und in vielen Ländern für bestimmte Behörden- und Verteidigungspositionen vorgeschrieben (DoD 8570). Bitte beachten: Der historische Code SY0-501 ist nicht mehr gültig; zum Zeitpunkt Ihrer Anmeldung gilt die aktuellste freigegebene Prüfungsversion.
Nutzen & Perspektiven
Die CompTIA Security+-Zertifizierung gehört zu den bekanntesten Einstiegszertifikaten in der IT-Sicherheitsbranche weltweit. Mit ihr dokumentieren Sie gegenüber potenziellen Arbeitgebern, dass Sie die grundlegenden Konzepte der Informationssicherheit nicht nur theoretisch kennen, sondern praktisch anwenden können. Da das Zertifikat herstellerneutral ist, öffnet es Türen zu einer breiten Palette von Arbeitgebern: von mittelständischen IT-Dienstleistern über Großkonzerne bis hin zu Behörden und öffentlichen Einrichtungen. Der integrierte Microsoft-Teams-Anteil erschließt einen weiteren praktischen Mehrwert: In vielen Sicherheitsoperationszentren (SOC) und IT-Abteilungen läuft die Koordination über Microsoft 365. Wer Teams bereits sicher beherrscht, kann sich im neuen Job sofort in bestehende Kommunikationsstrukturen eingliedern, ohne eine separate Einarbeitungsphase zu benötigen. Langfristig bildet CompTIA Security+ den Ausgangspunkt für weiterführende Zertifizierungen wie CySA+, CASP+ oder auch herstellerspezifische Security-Tracks bei Microsoft, Cisco oder Palo Alto. Wer einmal das Fundament aus Kryptografie, Netzwerksicherheit und Incident Response solide gelegt hat, kann aufbauende Themen wie Cloud Security, Penetration Testing oder Security Architecture deutlich effizienter erlernen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Prüfungsversion von CompTIA Security+ ist aktuell gültig?
Die im Kurstitel genannte Nummer SY0-501 ist seit Juli 2021 ausgelaufen; CompTIA hat seitdem SY0-601 und zuletzt SY0-701 veröffentlicht. Der Kurs bereitet auf die jeweils aktuelle Prüfung vor — fragen Sie beim Anbieter nach, welcher Exam-Code zum Zeitpunkt Ihrer Anmeldung gilt. Das Zertifikat selbst bleibt unter dem Namen „CompTIA Security+" bestehen.
Warum ist Microsoft Teams Bestandteil dieses Sicherheitskurses?
In modernen Security-Operations-Teams gehört kollaboratives Arbeiten über Plattformen wie Microsoft Teams zum Berufsalltag. Der Kurs vermittelt neben den reinen Sicherheitsinhalten auch den sicheren und produktiven Umgang mit dem Tool, damit Sie direkt einsatzbereit sind.
In welcher Sprache finden Unterricht und Prüfung statt?
Unterrichtssprache, Schulungsunterlagen und die CompTIA-Zertifizierungsprüfung sind vollständig auf Englisch. Gute Lesekenntnisse der englischen Fachsprache sind daher empfehlenswert.
Ist das CompTIA Security+-Zertifikat herstellerneutral?
Ja. Die von CompTIA vermittelten Kenntnisse sind produkt- und herstellerneutral, d. h. sie gelten unabhängig von einer bestimmten Vendor-Plattform. Das Zertifikat ist weltweit anerkannt und von US-amerikanischen Behörden nach DoD 8570 anerkannt.
Welche Lernform wird eingesetzt?
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format angeboten, das Online-Selbststudium mit betreuten Unterrichtsphasen verbindet. Die Durchführung erfolgt überwiegend in Vollzeit; individuelle Teilzeit-Arrangements sind auf Anfrage möglich.
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