Überblick
Das CyberSecurity Specialist Programm mit CEH, CompTIA Linux+ und CompTIA Security+ ist ein umfassendes Weiterbildungspaket, das drei bedeutende Zertifizierungstrainings zu einem zusammenhängenden Lernprogramm verbindet. Wer dieses Programm abschließt, erwirbt fundiertes Wissen in drei komplementären Bereichen: dem offensiven Sicherheitsansatz des Certified Ethical Hacker, der sicheren Linux-Systemadministration gemäß CompTIA Linux+ und den grundlegenden IT-Sicherheitskompetenzen laut CompTIA Security+. Ergänzend umfasst das Programm Scrum-Projektmanagement-Module, die agile Arbeitsmethoden im Team vermitteln. Alle Programmteile schließen mit einer international anerkannten Zertifizierungsprüfung ab.
Kursinhalte & Lernziele
Certified Ethical Hacker (CEH) bildet den zentralen und umfangreichsten Programmteil. Der CEH ist seit seiner Einführung im Jahr 2003 als Standard in der Informationssicherheitsgemeinschaft anerkannt und vermittelt das Wissen und die Technik, um Angreifer zu verstehen und Systeme proaktiv zu schützen. CEH v11 umfasst die neuesten Angriffstechniken und die Tools, die in realen Hacking-Szenarien eingesetzt werden.
- Reconnaissance: aktive und passive Informationsbeschaffung über Zielsysteme
- Scanning und Enumeration: Netzwerk-Scanning, Port-Scanning, Service-Identifikation
- System Hacking: Passwort-Angriffe, Privilege Escalation, Hiding Tracks
- Malware Threats: Viren, Trojaner, Ransomware und Gegenmaßnahmen
- Sniffing: Netzwerkverkehr analysieren und Man-in-the-Middle-Angriffe verstehen
- Social Engineering und Phishing: menschliche Schwachstellen erkennen und abwehren
CompTIA Linux+ ist der zweite Programmblock und vermittelt fundierte Kenntnisse in der Administration und Absicherung von Linux-Systemen. Da Linux das vorherrschende Betriebssystem in Cloud-Infrastrukturen und Server-Umgebungen ist, bildet dieses Modul eine unverzichtbare Grundlage für Cybersecurity-Fachkräfte.
- Linux-Systemadministration: Benutzer, Gruppen, Dateisysteme und Prozesse verwalten
- Linux-Netzwerkkonfiguration und -dienste verwalten
- Shell-Scripting für Automatisierung und Sicherheitsaufgaben
- Sicherheitskontrollen unter Linux: Firewalls, SELinux, AppArmor
- Linux-Logs analysieren und Sicherheitsereignisse erkennen
- Linux-Systeme patchen, härten und auditieren
CompTIA Security+ ist der dritte Zertifizierungsbestandteil und legt das breite IT-Sicherheitsfundament. Security+ ist eine der am weitesten verbreiteten Einstiegszertifizierungen im IT-Sicherheitsbereich und wird von Behörden und Unternehmen weltweit anerkannt, unter anderem als DoD-Anforderung in den USA.
- Bedrohungen, Angriffe und Schwachstellen identifizieren und kategorisieren
- Sicherheitsarchitektur und Netzwerkdesign nach Security+-Rahmenwerk
- Kryptographie: symmetrische und asymmetrische Verschlüsselung, PKI
- Identitäts- und Zugriffsmanagement in Unternehmensumgebungen
- Risikoanalyse und Compliance nach regulatorischen Anforderungen
- Incident Response und Grundlagen der digitalen Forensik
Praxisübungen und Labs durchziehen alle drei Programmteile. Die Übungen vermitteln anwendungsbereites Wissen in realen und simulierten Szenarien.
- Penetrationstests auf laboreigenen Zielsystemen vollständig durchführen
- Kali Linux und CEH-spezifische Tools (Metasploit, Nmap, Burp Suite) einsetzen
- Linux-Härtung und Security-Audit-Skripte erstellen und anwenden
- Security+-Prüfungsszenarien in Gruppenübungen durchspielen
- Social-Engineering-Angriffe simulieren und Gegenmaßnahmen entwickeln
- Netzwerk-Scanning und Schwachstellenbewertung mit gängigen Tools
- Forensische Datensicherung und Log-Analyse in Übungsszenarien
- Scrum-Sprints planen und Security-Tasks nach agiler Methodik priorisieren
- CEH-Prüfungsaufgaben üben und typische Stolperfallen identifizieren
- Mock-Exams für alle drei Zertifizierungsprüfungen absolvieren
- Post-Exploitation-Szenarien analysieren und Berichte schreiben
- Abschlussübung: vollständiger simulierter Penetrationstest mit Berichterstattung
Die Übungen orientieren sich an realen Angriffs- und Abwehrszenarien und vermitteln praktische Fertigkeiten, die direkt in beruflichen Positionen eingesetzt werden können. Das integrierte Scrum-Modul bereitet zusätzlich auf die Zusammenarbeit in agilen Sicherheitsteams vor.
Lernziele:
- Denkweise, Methoden und Werkzeuge von Angreifern verstehen und ethical hacking anwenden
- Die fünf Phasen des Ethical Hacking strukturiert durchführen können
- Aktuelle Hacking-Techniken und Exploit-Methoden kennen und defensiv einsetzen
- Linux-Systeme administrieren, konfigurieren und gegen Angriffe absichern
- Grundlegende IT-Sicherheitskonzepte gemäß CompTIA Security+-Rahmenwerk anwenden
- Netzwerke und Systeme auf Schwachstellen scannen und Ergebnisse bewerten
- Agile Arbeitsmethoden mit Scrum verstehen und in Sicherheitsprojekten einsetzen
- Angriffsvektoren auf Linux-Systeme identifizieren und Gegenmaßnahmen umsetzen
- Penetrationstests methodisch planen und durchführen
- Forensische Grundmethoden zur Spurensicherung nach Sicherheitsvorfällen anwenden
- Sicherheitsvorfälle dokumentieren und strukturierte Berichte erstellen
- IT-Sicherheitsmaßnahmen im Team nach agilen Prinzipien koordinieren
Zielgruppe & Voraussetzungen
Das Programm richtet sich an Personen, die eine umfassende Spezialisierung im Bereich Cybersicherheit anstreben und dabei sowohl offensive als auch defensive Sicherheitskompetenzen erwerben möchten.
- IT-Fachkräfte, die in den Bereich Penetration Testing oder Ethical Hacking wechseln wollen
- Systemadministratoren mit Linux-Kenntnissen, die eine Sicherheitsspezialisierung anstreben
- SOC-Analysten, die ihr Wissensprofil um offensive Techniken erweitern möchten
- Quereinsteiger mit IT-Grundkenntnissen, die eine strukturierte Ausbildung zur Cybersicherheit suchen
- IT-Sicherheitsbeauftragte, die ihre Kenntnisse durch Zertifizierungen formalisieren wollen
Grundkenntnisse in Netzwerken, Betriebssystemen und der IT-Infrastruktur werden empfohlen. Praktische Erfahrung in der IT ist von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich. Vor Schulungsbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, in dem der persönliche Lernstand ermittelt und ein maßgeschneiderter Lernplan erstellt wird. Individuelle Teilzeit- und Starttermine können vereinbart werden.
Ablauf & Abschluss
Das Programm wird als Combined Learning durchgeführt: Strukturierter Unterricht, selbstgesteuertes Lernen und praktische Laborphasen wechseln sich ab. Der Kurs nutzt spezialisierte Hacking-Labs, Linux-Übungsumgebungen und prüfungsnahe Simulationen. Scrum-Module werden in Gruppenformaten mit praktischen Sprint-Übungen vermittelt. Individuelle Lernunterstützung, Bewerbungsberatung und Jobsuch-Support sind Teil des Programms.
Das Programm dauert in der Regel drei bis sechs Monate. Vollzeit- und Teilzeitvarianten sind verfügbar. Da das Programm aus individuell buchbaren Modulen besteht, kann der Umfang nach persönlichem Bedarf angepasst werden. Ergänzende Module wie MS Office 365 (Word, Excel, Teams) können auf Wunsch integriert werden.
Nach Abschluss des Programms erhalten Teilnehmende ein internationales Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat des Bildungsträgers. Nach erfolgreich bestandenen Prüfungen werden folgende Zertifikate ausgestellt: Certified Ethical Hacker (CEH) vom EC-Council, CompTIA Linux+ und CompTIA Security+. Alle Prüfungen finden bei autorisierten Prüfungszentren statt. Optional sind zudem Scrum-Foundation-, Product-Owner- und Scrum-Master-Zertifizierungen erreichbar.
Nutzen & Perspektiven
Das Programm vermittelt eine der gefragtesten Kombinationen im IT-Sicherheitsbereich. Wer CEH, Linux+ und Security+ in der Hand hält, besitzt ein Qualifikationsprofil, das offensives Sicherheitswissen, fundierte Linux-Kompetenz und eine breit anerkannte IT-Sicherheitsgrundlage vereint. Dieses Profil ist besonders attraktiv für Arbeitgeber, die Fachkräfte für Penetrationstests, Security-Audits und den Betrieb sicherer Infrastrukturen suchen. Der CEH ist international als Industriestandard anerkannt und wird von Organisationen kritischer Infrastrukturen und bedeutender Dienste explizit gefordert. In Kombination mit Linux+ zeigt sich, dass Teilnehmende nicht nur theoretisches Angreifer-Wissen besitzen, sondern auch die technischen Grundlagen für sichere Systemadministration beherrschen. Security+ ergänzt das Profil um den anerkannten Basisnachweis für IT-Sicherheitskompetenzen. Das Scrum-Modul ist mehr als ein Bonus: Agile Methoden sind in der modernen IT-Sicherheit fest verankert, da Sicherheitsteams heute iterativ und kollaborativ arbeiten. Wer Scrum beherrscht, kann in agilen Entwicklungs- und Betriebsteams mitarbeiten, Security-Backlogs priorisieren und Sicherheitsmaßnahmen effizient koordinieren. Diese Managementkompetenz hebt das Profil von rein technisch ausgerichteten Kandidaten deutlich ab und eröffnet zusätzliche Karrierewege als Security Engineer in agilen Organisationen. Bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern ist eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit in der Regel möglich. Auch das Qualifizierungschancengesetz, der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr, Rehabilitationsmaßnahmen und Leistungen der Deutschen Rentenversicherung kommen je nach persönlicher Situation in Betracht. Eine frühzeitige Beratung mit der zuständigen Fachstelle wird empfohlen, um alle Fördermöglichkeiten zu nutzen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Certified Ethical Hacker (CEH) und warum ist er wichtig?
Der CEH ist seit 2003 eine der bekanntesten und anerkanntesten Zertifizierungen im Bereich der Informationssicherheit. Er bestätigt, dass Zertifikatsinhaber die Methoden, Techniken und Tools von Angreifern verstehen und diese Kenntnisse defensiv einsetzen können.
Warum kombiniert dieses Programm CEH, Linux+ und Security+?
Die Kombination der drei Zertifizierungen deckt eine breite Cybersecurity-Spezialisierung ab: CEH für offensives Sicherheitswissen, Linux+ für sichere Systemadministration auf dem meistgenutzten Server-Betriebssystem und Security+ als breit anerkannte Einstiegszertifizierung für IT-Sicherheit. Zusammen ergeben sie ein starkes Qualifikationsprofil.
Warum ist Linux+ Teil eines Cybersecurity-Programms?
Linux ist das dominierende Betriebssystem in Serverinfrastrukturen, Cloud-Umgebungen und auf vielen Netzwerkgeräten. Wer Sicherheitsaudits, Penetrationstests oder Incident Response betreibt, arbeitet fast immer mit Linux-Systemen. Linux+ belegt fundiertes Systemwissen auf dieser Plattform.
Wie lange dauert das Programm und welche Lernformate gibt es?
Das Programm dauert in der Regel drei bis sechs Monate. Es wird als Combined Learning angeboten — eine Kombination aus strukturiertem Online-Unterricht und Präsenzphasen. Vollzeit- und Teilzeitvarianten sind verfügbar.
Ist das Programm förderbar?
Bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern kann das Programm über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Auch das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen der Rentenversicherung oder der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr können je nach Situation genutzt werden.
Verwandte Kurse
Welche Förderung passt zu dir?
Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Arbeitsmarkt-Report
IT-Berufe sind seit fünf Jahren der größte Fachkräfteengpass am deutschen Arbeitsmarkt. Der Bestand offener IT-Stellen ist 2024 auf einen Rekordstand gestiegen; AI- und Cloud-Skills werden in den nächsten Jahren weiter überdurchschnittlich nachgefragt.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Cyber-Security-Consultant528 Stellen
- Chief-Information-Security-Officer103 Stellen
- IT Security Analyst76 Stellen
- Ethical Hacker33 Stellen
- Cybersecurity Specialist26 Stellen