Überblick
DevOps Engineering ist heute das Rückgrat moderner Softwareentwicklung und IT-Betrieb. In dieser Weiterbildung erwerben Teilnehmende die technischen Kernkompetenzen, die Unternehmen brauchen, um Entwicklungs- und Betriebsprozesse zu automatisieren, zu beschleunigen und zuverlässiger zu gestalten. Der Kurs setzt auf konkretes Werkzeugwissen: von der Pipeline-Konfiguration über Container-Orchestrierung bis hin zu Monitoring und Logging in produktionsnahen Umgebungen. Wer mit Linux, Shell-Scripting und grundlegenden Cloud-Diensten vertraut ist, findet hier den direkten Einstieg in den professionellen DevOps-Stack.
Kursinhalte & Lernziele
Der erste Themenblock widmet sich Terraform und Infrastructure as Code. Dieser Modulbereich legt die Grundlage für reproduzierbare und skalierbare Infrastrukturen. Die Teilnehmenden lernen, Cloud-Ressourcen deklarativ zu beschreiben und Änderungen nachvollziehbar zu verwalten.
- Grundkonzepte von Infrastructure as Code und Terraform-Syntax (HCL)
- Provider-Konfiguration für AWS, Variablen, Outputs und Module
- Terraform State-Management, Remote-Backends und Workspaces
- Infrastruktur-Rollouts und -Rollbacks sicher durchführen
- Teamarbeit mit Terraform: Locking, Versionierung und Code-Reviews
Der zweite Block behandelt CI/CD mit Jenkins und Maven. Jenkins bildet das Herzstück der Continuous Integration und Continuous Delivery. Teilnehmende konfigurieren vollständige Pipelines vom Commit bis zum Deployment.
- Jenkins-Installation, Plugin-Management und Benutzerrechte
- Deklarative und scripted Jenkinsfiles schreiben
- Maven-Build-Lifecycle für Java-Applikationen steuern
- Automatisierte Tests, Code-Quality-Gates und Artefakt-Publishing
- Multibranch-Pipelines und Blue-Green-Deployment-Strategien
Der umfangreichste Block des Kurses behandelt Containerisierung mit Docker, Orchestrierung mit Kubernetes und Helm. Hier wird der Weg von der Image-Erstellung bis zur produktionsreifen Orchestrierung vollständig durchlaufen.
- Docker-Images erstellen, optimieren und in Registries pushen (Docker Hub, ECR)
- Container-Netzwerke, Volumes und Compose-Dateien
- Kubernetes-Architektur mit Nodes, Pods, Services, Deployments, ConfigMaps und Secrets
- Skalierung, Rolling Updates und Health Probes
- Helm-Charts entwickeln, parametrisieren und in Helm-Repositories verwalten
- ECS als managed Container-Dienst in der AWS-Cloud einsetzen
Der abschließende Praxisblock umfasst Monitoring, Logging und das Capstone-Projekt. Ohne Transparenz ist kein stabiler Betrieb möglich; deshalb bauen Teilnehmende ein vollständiges Observability-Setup auf und wenden alle Werkzeuge im eigenständigen Abschlussprojekt an.
- Prometheus-Exporters konfigurieren und Scrape-Jobs einrichten
- PromQL-Abfragen und Alertmanager-Regeln erstellen
- Grafana-Dashboards für Infrastruktur- und Anwendungsmetriken gestalten
- Logs zentral mit Logstash-Pipelines, Elasticsearch-Indizes und Kibana-Dashboards aggregieren
- Ansible-Playbooks für Konfigurationsmanagement und Deployment-Automatisierung
- Nexus Repository für Maven-, Docker- und npm-Artefakte einrichten
- Capstone-Projekt: Ende-zu-Ende-Pipeline von Quellcode bis zum monitorierten Produktivsystem
- Peer-Review der Projekt-Architektur und gegenseitiges Feedback in der Gruppe
- Dokumentation der eigenen Infrastruktur als Code-Repository
- Troubleshooting-Szenarien aus typischen Produktionsproblemen lösen
- Sicherheits-Scan in der Pipeline mit SAST-, DAST- und Secret-Scanning-Integration
- Abschlusspräsentation des Capstone-Projekts vor der Kursgruppe
Das Capstone-Projekt ist das zentrale Lernartefakt: Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer baut eine vollständige Anwendungsinfrastruktur von Grund auf – mit allen im Kurs erlernten Werkzeugen. Das Ergebnis dient auch als Portfolio-Stück für Bewerbungen. Besonderes Merkmal des Kurses ist die enge Verzahnung von Theorie und sofortiger praktischer Anwendung. Jedes Konzept wird in derselben Kurseinheit durch eine konkrete Übungsaufgabe im Terminal oder in der Cloud-Konsole verankert.
Lernziele:
- Vollständige CI/CD-Pipelines mit Jenkins und Maven aufbauen und betreiben
- Infrastruktur mit Terraform als Code definieren, versionieren und provisionieren
- Container-Images mit Docker erstellen, verwalten und in Registries bereitstellen
- Anwendungen mit Kubernetes orchestrieren und skalieren
- Helm-Charts für wiederholbare Kubernetes-Deployments entwickeln
- Container-Workloads über Amazon ECR und ECS in der AWS-Cloud betreiben
- Konfigurationsmanagement und Automatisierungsworkflows mit Ansible umsetzen
- Artefakte mit Nexus Repository Manager verwalten und verteilen
- System- und Anwendungsmetriken mit Prometheus erfassen und in Grafana visualisieren
- Logs zentral mit dem ELK-Stack (Elasticsearch, Logstash, Kibana) aggregieren und auswerten
- Sicherheitsaspekte in bestehende Pipelines integrieren (Shift-Left, Secret-Scanning)
- Ein abschließendes Capstone-Projekt realisieren, das den gesamten DevOps-Zyklus abbildet
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung richtet sich an IT-Fachkräfte, die bereits Erfahrung mit Linux, grundlegender Skriptprogrammierung und Cloud-Infrastruktur (bevorzugt AWS) mitbringen und sich gezielt auf DevOps-Tätigkeiten spezialisieren möchten. Die folgende Aufstellung zeigt typische Eingangsprofile.
- Systemadministratoren und IT-Operations-Spezialisten, die Automatisierung aufbauen möchten
- Softwareentwicklerinnen und -entwickler, die den Betrieb ihrer Anwendungen selbst verantworten wollen
- Cloud Engineers, die ihren Werkzeugkasten um CI/CD und Konfigurationsmanagement erweitern
- Junior IT-Fachkräfte mit nachgewiesenen Vorkenntnissen in Linux, Git und grundlegenden Cloud-Diensten
- Quereinsteiger aus der IT mit solidem technischem Hintergrund und der Bereitschaft, sich in englischsprachige Dokumentationen einzuarbeiten
Technische Grundkenntnisse sind für diesen Kurs zwingend erforderlich. Erwartet werden Kenntnisse in Linux und Shell-Scripting, Versionskontrolle mit Git und GitHub sowie Python-Grundlagen. Zudem sollten Teilnehmende mit dem Software-Development-Lifecycle (SDLC) vertraut sein, YAML und JSON lesen und schreiben können und grundlegende AWS-Dienste kennen (mindestens IAM, EC2, VPC, RDS, Route 53). Netzwerkgrundlagen wie das TCP/IP-Modell, Subnetting und IP-Adressierung werden ebenfalls vorausgesetzt. Englischkenntnisse auf Niveau A2 bis B1 sind erforderlich, da internationale Dokumentation und Fachbegriffe überwiegend auf Englisch sind.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format in Vollzeit durchgeführt: Präsenz- oder Online-Synchronphasen werden mit betreutem Selbststudium und Hands-on-Labs kombiniert. Jede Unterrichtseinheit folgt dem Prinzip kurze Einführung, dann sofortige praktische Anwendung in einer realen oder nachgestellten Produktionsumgebung. Gruppenarbeiten und Code-Reviews sind fester Bestandteil des Lernprozesses, weil DevOps-Arbeit grundsätzlich kollaborativ ist. Werkzeuge und Umgebungen entsprechen dem aktuellen Industriestandard, sodass Gelerntes ohne Anpassung in realen Projekten einsetzbar ist.
Die Weiterbildung findet in Vollzeit statt; die genaue Gesamtdauer variiert je nach Anbieter. Der Umfang ist so bemessen, dass Teilnehmende alle zentralen DevOps-Werkzeuge intensiv üben und das Capstone-Projekt vollständig realisieren können. Eine realistische Einplanung von Lernzeit außerhalb der Unterrichtsblöcke ist empfehlenswert, um die umfangreichen Themengebiete zu festigen. Das Combined-Learning-Format ermöglicht dabei ein hohes Maß an Flexibilität in der Gestaltung der Eigenübungsphasen.
Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses und Präsentation des Capstone-Projekts erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Zertifikat, das die erworbenen Kompetenzen im Bereich DevOps Engineering dokumentiert. Dieses Zertifikat ist kein staatlich anerkannter Abschluss, aber ein anerkannter Nachweis beruflicher Weiterqualifizierung, der in Bewerbungen und auf beruflichen Netzwerkprofilen eingesetzt werden kann.
Nutzen & Perspektiven
DevOps Engineers gehören zu den gefragtesten IT-Fachkräften auf dem deutschen und europäischen Arbeitsmarkt. Unternehmen jeder Größe – von Start-ups bis zu Konzernen – suchen gezielt Menschen, die Entwicklung und Betrieb verbinden können und dabei auf einen erprobten Werkzeugkasten zurückgreifen. Mit Terraform, Jenkins, Kubernetes, Ansible, Prometheus und dem ELK-Stack beherrschen Absolventinnen und Absolventen exakt die Technologien, die in Stellenanzeigen für DevOps- und Cloud-Positionen am häufigsten genannt werden. Das Capstone-Projekt schafft einen sofort verwendbaren Portfoliobeweis: Ein öffentlich zugängliches Code-Repository mit vollständig dokumentierter Infrastruktur ist im IT-Bereich oft überzeugender als ein Zertifikat allein. Wer das Projekt erfolgreich abschließt, kann in Bewerbungsgesprächen konkret über Architekturentscheidungen, aufgetretene Probleme und deren Lösung sprechen – statt nur Konzepte zu nennen. Langfristig eröffnet der Kurs Karrierewege in Richtung Senior DevOps Engineer, Platform Engineer, Site Reliability Engineer oder Cloud Architect. Wer nach Abschluss externe Zertifizierungen anstrebt, etwa die Certified Kubernetes Administrator (CKA) oder einen AWS-DevOps-Fokuspfad, hat mit diesem Kurs eine solide praktische Grundlage erarbeitet, auf der Prüfungsvorbereitungen effizient aufbauen können.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse brauche ich für den DevOps-Engineer-Kurs?
Der Kurs setzt solide IT-Grundlagen voraus: Linux-Kenntnisse inklusive Shell-Scripting, Erfahrung mit Git und GitHub, Python-Grundlagen sowie grundlegende Kenntnisse in AWS-Diensten wie EC2, VPC und IAM. Außerdem sollten Teilnehmende das TCP/IP-Modell und Subnetting kennen. Englischkenntnisse auf A2- bis B1-Niveau sind notwendig, da Dokumentation und Tools auf Englisch sind.
Welche Werkzeuge lerne ich in diesem Kurs?
Der Kurs deckt den vollständigen DevOps-Werkzeugkasten ab: Terraform für Infrastructure as Code, Jenkins und Maven für CI/CD, Docker für Containerisierung, Kubernetes und Helm für Orchestrierung, Ansible für Konfigurationsmanagement, Nexus für Artefaktverwaltung sowie Prometheus, Grafana und den ELK-Stack für Monitoring und Logging. AWS-Dienste wie ECR und ECS sind ebenfalls Bestandteil.
Was ist das Capstone-Projekt und wofür brauche ich es?
Das Capstone-Projekt ist ein eigenständiges End-to-End-Infrastrukturprojekt am Ende des Kurses. Teilnehmende bauen eine vollständige Anwendungsinfrastruktur mit allen erlernten Werkzeugen auf und dokumentieren sie in einem Code-Repository. Das Ergebnis dient als konkreter Portfoliobeweis in Bewerbungsprozessen und kann auf Plattformen wie GitHub veröffentlicht werden.
Welchen Abschluss erhalte ich nach dem Kurs?
Nach erfolgreichem Abschluss und Präsentation des Capstone-Projekts erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Zertifikat. Dieses ist kein staatlich anerkannter Abschluss, dokumentiert aber die erworbenen DevOps-Kompetenzen für Arbeitgebende und Bewerbungsunterlagen.
Bereitet der Kurs auf externe DevOps- oder Cloud-Zertifizierungen vor?
Der Kurs legt eine starke praktische Grundlage, die als Basis für externe Zertifizierungen wie die Certified Kubernetes Administrator (CKA) geeignet ist. Eine direkte Prüfungsvorbereitung auf diese Zertifikate ist nicht Bestandteil des Kurses, aber wer das Curriculum vollständig durchläuft, ist fachlich gut vorbereitet.
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