Überblick
Der Kurs DevOps Engineering on AWS vermittelt das Fachwissen und die praktischen Fähigkeiten, um moderne DevOps-Praktiken konsequent auf der Amazon Web Services Plattform umzusetzen. Im Mittelpunkt stehen die Automatisierung von Entwicklungs- und Betriebsprozessen, der Aufbau robuster CI/CD-Pipelines, die Infrastructure-as-Code-Umsetzung mit AWS CloudFormation sowie der zuverlässige Betrieb von containerisierten und serverlosen Anwendungen. Der Kurs betont, wie DevOps-Kultur und kollaboratives Arbeiten die Bereitstellungsgeschwindigkeit von Anwendungen in AWS messbar erhöhen. Mit 6 Anbietern und über 240 Angeboten gehört dieser Kurs zu den nachgefragten Cloud-Weiterbildungen für IT-Fachkräfte, die im wachsenden AWS-Ökosystem Fuß fassen oder ihre bestehende Rolle als DevOps- oder Cloud-Engineer weiterentwickeln möchten.
Kursinhalte & Lernziele
Der erste thematische Block legt die Grundlagen der DevOps-Kultur und des kollaborativen Arbeitens im AWS-Kontext. Er behandelt, welche Rollen und Verantwortlichkeiten in DevOps-Teams existieren und wie AWS-Services den gesamten DevOps-Lebenszyklus abbilden.
- DevOps-Prinzipien: Continuous Integration, Continuous Delivery, Infrastructure as Code
- Überblick über den AWS-DevOps-Technologiestack
- Rollen und Aufgaben in einem autonomen DevOps-Team
- Nutzung von AWS Cloud9 als cloudbasierte IDE für kollaborative Entwicklung
- Versionskontrolle mit AWS CodeCommit und Git-Workflows
- DevOps-Reifegradmodelle und kulturelle Voraussetzungen
Der zweite Block widmet sich dem Aufbau und Betrieb vollständiger CI/CD-Pipelines auf AWS. Dies ist das Kernthema des Kurses und umfasst die gesamte Pipeline-Architektur von der Code-Commitphase bis zum produktiven Deployment.
- AWS CodePipeline: Aufbau und Orchestrierung mehrstufiger Pipelines
- AWS CodeBuild: Kompilierung, Testautomatisierung und Artefakt-Erzeugung
- AWS CodeDeploy: Deployment-Strategien (Rolling, Blue/Green, Canary)
- Automatisierte Tests in CI/CD: Unit-, Integrations- und Smoke-Tests
- Pipeline-Sicherheit: IAM-Rollen, Secrets Manager und Parameter Store
- Notifications und Approval-Workflows in der Pipeline
Der dritte Block behandelt Infrastructure as Code und die Automatisierung der AWS-Infrastruktur. CloudFormation steht im Mittelpunkt, ergänzt durch die Nutzung des AWS CDK und anderer IaC-Ansätze.
- AWS CloudFormation: Templates, Stacks und Change Sets
- Modulare Template-Architektur mit Nested Stacks
- AWS Cloud Development Kit (CDK) als Programmatic-IaC-Alternative
- Drift Detection und Stack-Updates in Produktionsumgebungen
- Infrastrukturwechsel mit Rollback-Strategien absichern
- Tagging-Strategien und Cost-Allocation über CloudFormation
Der vierte Block befasst sich mit Containerisierung, serverlosen Architekturen und deren Integration in DevOps-Workflows. Teilnehmende lernen, wie containerisierte und serverlose Workloads zuverlässig betrieben und automatisch skaliert werden.
- Amazon ECS: Task Definitions, Services und Cluster-Management
- Amazon EKS: Kubernetes-Grundlagen und Deployment auf AWS
- AWS Lambda: Funktion-Deployment, Versionierung und Aliase
- API Gateway als Event-Trigger für serverlose Workflows
- Container-Images mit Amazon ECR verwalten und sichern
- Autoscaling und Load Balancing für containerisierte Anwendungen
Praxisblock — Laborübungen und reale Deployment-Szenarien
- Aufbau einer vollständigen CI/CD-Pipeline von Null: CodeCommit, CodeBuild, CodePipeline, CodeDeploy
- CloudFormation-Template erstellen, deployen und updaten
- Blue/Green-Deployment für eine Webanwendung auf EC2 konfigurieren
- Containerisierte Anwendung mit ECS auf AWS deployen
- Serverlose Funktion mit AWS Lambda entwickeln und in eine Pipeline integrieren
- CloudWatch-Dashboards, Metriken, Logs und Alarme konfigurieren
- IAM-Berechtigungskonzept für eine CI/CD-Pipeline entwerfen
- Secrets Manager und Parameter Store in Build-Prozesse einbinden
- Canary-Deployment auf Lambda-Ebene einrichten und testen
- Multi-Stage-Pipeline mit Umgebungen (Dev, Staging, Prod) aufbauen
- Infrastruktur-Drift erkennen und automatisch korrigieren
- Troubleshooting: fehlgeschlagene Builds, Deployment-Fehler, IAM-Denied-Policies
Alle Laborübungen werden in einer realen AWS-Umgebung durchgeführt. Teilnehmende erlangen dadurch praxisnahes Wissen, das unmittelbar im Berufsalltag eingesetzt werden kann.
Lernziele:
Absolventen sind nach dem Kurs zu folgenden Aufgaben befähigt
- DevOps-Prinzipien und deren spezifische Umsetzung im AWS-Kontext zu verstehen und anzuwenden
- Autonome DevOps-Teams zu strukturieren und Verantwortlichkeiten sinnvoll zu verteilen
- Eine skalierbare AWS-Infrastruktur zu entwerfen, die CI/CD-Prozesse optimal unterstützt
- Vollständige CI/CD-Pipelines mit AWS CodePipeline, CodeBuild, CodeCommit und CodeDeploy aufzubauen
- Infrastructure as Code mit AWS CloudFormation zu implementieren und zu versionieren
- AWS Cloud9 als cloudbasierte Entwicklungsumgebung für DevOps-Workflows zu nutzen
- Containerisierte Anwendungen mit Amazon ECS und EKS zu betreiben und zu skalieren
- Serverlose Architekturen mit AWS Lambda in DevOps-Pipelines zu integrieren
- Monitoring, Logging und Alerting mit Amazon CloudWatch einzurichten und auszuwerten
- Sicherheitsaspekte und IAM-Berechtigungen in CI/CD-Workflows korrekt zu konfigurieren
- Fehlerquellen in automatisierten Deployments zu identifizieren und systematisch zu beheben
- DevOps-Methoden auf reale AWS-Projekte anzuwenden und Deployments konsistent zu automatisieren
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an Entwickler, IT-Engineers und Cloud-Fachkräfte, die DevOps-Prozesse auf AWS professionell aufbauen und betreiben möchten.
- Software-Entwickler, die ihren Code selbst deployen und Betriebsverantwortung übernehmen wollen
- System- und Cloud-Administratoren, die Deployment-Prozesse automatisieren und modernisieren
- Platform Engineers, die CI/CD-Infrastrukturen für Entwicklungsteams bereitstellen
- Netzwerk- und Infrastruktur-Engineers, die in Cloud- und DevOps-Rollen wechseln möchten
- Berufsumsteiger mit Programmierkenntnissen, die eine Karriere als DevOps Engineer anstreben
Teilnehmende sollten über praktische Grundkenntnisse in AWS-Kerndiensten wie EC2, S3, IAM, VPC und grundlegenden Netzwerkkonzepten verfügen. Erfahrung in der Softwareentwicklung oder im Linux-Systembetrieb sowie Kenntnisse in mindestens einer Skript- oder Programmiersprache (Python, Bash, Node.js oder ähnlich) sind empfohlen. Vor Seminarbeginn findet ein Beratungsgespräch statt, in dem ein individueller Lernplan abgestimmt wird.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird primär als Combined Learning durchgeführt, das Online-Seminare mit betreuten Laborphasen und strukturierten Selbststudiumsphasen verbindet. Instrukturgeführte Demonstrationen zeigen, wie AWS-DevOps-Services korrekt konfiguriert und in Pipeline-Architekturen integriert werden. Hands-on-Übungen in echten AWS-Konten ermöglichen das direkte Anwenden des Gelernten. Vollzeit- und Teilzeitteilnahme sind möglich, individuelle Starttermine können mit dem Anbieter abgestimmt werden.
Die typische Kursdauer liegt zwischen vier und acht Wochen in Vollzeit oder entsprechend länger in Teilzeit, abhängig vom Anbieter und vom gewählten Format. Der Kurs ist inhaltlich umfangreich und enthält eine intensive Laborkomponente, die ausreichend Übungszeit erfordert.
Nach Kursabschluss erhalten die Teilnehmenden ein Lehrgangszertifikat des Bildungsträgers sowie ein Herstellerzertifikat. Das offizielle AWS-Zertifikat erfordert das Bestehen einer separaten AWS-Prüfung bei einem autorisierten Pearson-VUE-Testzentrum. Der Kurs legt eine solide inhaltliche Grundlage für den AWS Certified DevOps Engineer Professional.
Nutzen & Perspektiven
DevOps-Kompetenzen auf AWS gehören heute zu den gefragtesten Qualifikationen auf dem IT-Arbeitsmarkt. Unternehmen aller Branchen migrieren ihre Anwendungen in die Cloud und suchen gezielt nach Fachkräften, die Deployment-Prozesse automatisieren, Infrastruktur per Code verwalten und zuverlässige CI/CD-Pipelines betreiben können. Absolventen dieses Kurses sind in der Lage, sofort produktiv in DevOps-Teams beizutragen, da die praxisorientierten Laborübungen direkten Bezug zum Berufsalltag haben und nicht nur theoretisches Wissen vermitteln. Darüber hinaus legt der Kurs die Grundlage für weiterführende AWS-Zertifizierungen. Die vermittelten Inhalte zu CloudFormation, Container-Orchestrierung und Serverless-Architekturen sind breit einsetzbar und nicht auf einzelne Branchen beschränkt. Absolventen können in Finanzdienstleistung, E-Commerce, Logistik, Gesundheitswesen und weiteren Sektoren tätig werden, da AWS-Services branchenübergreifend eingesetzt werden. Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist der Kurs grundsätzlich über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Je nach Situation kommen auch das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr (BFD), Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht. Individuelle Fördermöglichkeiten sollten frühzeitig mit dem Bildungsträger oder der zuständigen Behörde besprochen werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse werden empfohlen?
Teilnehmende sollten Grundkenntnisse in AWS-Diensten mitbringen, insbesondere in EC2, S3, VPC und IAM. Erfahrung in der Softwareentwicklung oder im Betrieb von Linux-Systemen sowie Kenntnisse in Skriptsprachen wie Python oder Bash sind vorteilhaft. Vor Kursbeginn findet ein Beratungsgespräch statt, in dem ein individueller Lernplan erstellt wird.
Welches Zertifikat erhalte ich nach dem Kurs?
Nach Kursabschluss erhalten Teilnehmende ein Lehrgangszertifikat des Anbieters. Wer zusätzlich eine offizielle AWS-Zertifizierung anstrebt, kann im Anschluss entsprechende AWS-Prüfungen ablegen. Der Kurs legt inhaltlich eine gute Grundlage für den AWS Certified DevOps Engineer.
Ist der Kurs über einen Bildungsgutschein förderbar?
Bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern kann der Kurs über einen Bildungsgutschein gefördert werden. Darüber hinaus kommen je nach Situation das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht.
Wie unterscheidet sich dieser Kurs von einem allgemeinen AWS-Grundlagenkurs?
Dieser Kurs setzt AWS-Grundkenntnisse voraus und konzentriert sich gezielt auf die Umsetzung von DevOps-Praktiken in der AWS-Umgebung. Der Fokus liegt auf der Automatisierung des gesamten Software-Delivery-Lebenszyklus — von Entwicklung über Tests bis zum produktiven Betrieb — und nicht auf der Einführung einzelner AWS-Dienste.
Welche AWS-Dienste werden im Kurs besonders vertieft?
Besonders intensiv behandelt werden AWS CodePipeline, CodeBuild, CodeDeploy und CodeCommit für CI/CD, CloudFormation für Infrastructure as Code sowie EC2, ECS, EKS und Lambda für die Bereitstellung von Anwendungen. Ergänzend kommen CloudWatch für Monitoring und AWS Cloud9 als Entwicklungsumgebung zum Einsatz.
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