Überblick
Dieser Kurs verbindet die Vorbereitung auf die Microsoft-Prüfung DP-300 Administering Relational Databases on Microsoft Azure mit einer praxisnahen Einführung in Microsoft Teams. Der DP-300-Teil befasst sich umfassend mit der Administration von SQL-basierten Datenbankdiensten auf Azure — sowohl in reinen Cloud-Umgebungen als auch in hybriden Infrastrukturen. Neben der Verwaltung von Azure SQL Database und Azure SQL Managed Instance behandelt der Kurs Sicherheit, Leistungsoptimierung, Monitoring und Automatisierung. Der Teams-Baustein ergänzt das Profil mit den digitalen Kommunikationswerkzeugen, die in modernen Datenbankprojekten als Kollaborationsplattform eingesetzt werden. Beide Module sind im Combined-Learning-Format konzipiert und ermöglichen Vollzeitformate mit optionaler Homeoffice-Teilnahme.
Kursinhalte & Lernziele
Die Rolle des Azure-Datenbankadministrators Dieser Einstiegsbaustein klärt das Berufsbild, grenzt es von verwandten Rollen (Data Engineer, Entwickler) ab und legt den konzeptionellen Rahmen für alle folgenden Themen. Behandelt werden die Microsoft-Datenbankdienste im Überblick sowie die Governance- und Zugriffsmodelle, innerhalb derer ein Azure-DBA agiert.
- Azure SQL-Dienstfamilie: SQL Database, SQL Managed Instance, SQL Server auf VM
- Bereitstellungsoptionen und Servicelevel (vCore, DTU) im Vergleich
- Azure-Ressourcenverwaltung: Ressourcengruppen, Tags und RBAC für Datenbankressourcen
- Datenbankwerkzeuge: Azure Portal, Azure Data Studio, SQL Server Management Studio
- Microsoft-Verantwortungsmodell in der Cloud und geteilte Administrationszuständigkeiten
- Datenbankmonitor-Grundlagen: Metrikübersicht im Azure Portal verstehen
Planung und Implementierung von Datenplattformressourcen Die Bereitstellung der richtigen Datenbankinfrastruktur beginnt mit sorgfältiger Planung. Dieser Block behandelt sowohl die technische Dimensionierung als auch die Migrationspfade von On-Premises-SQL-Server-Instanzen nach Azure. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Auswahl zwischen verwalteten und selbst betriebenen Datenbankoptionen.
- Azure SQL Database erstellen, konfigurieren und in bestehende Architekturen einbinden
- Azure SQL Managed Instance: Anwendungsfälle, Netzwerkintegration und Migrationseignung
- Database Migration Service für die Übertragung von SQL-Server-Datenbanken nutzen
- Elastic Pools für Mehrmandanten-Szenarien dimensionieren und einrichten
- ARM-Templates für wiederholbare Datenbankdeployments erstellen
- Geo-Replikation und Failover-Gruppen für verteilte Anwendungen konfigurieren
Implementierung einer sicheren Datenbankumgebung Datenbankadministration ist untrennbar mit Datensicherheit verbunden. Dieser Abschnitt behandelt alle relevanten Sicherheitsebenen — von der Netzwerkisolation über Authentifizierung bis zur Datenverschlüsselung — und schlägt die Brücke zu Compliance-Anforderungen in der Azure-Umgebung.
- Netzwerkisolation mit Firewall-Regeln, VNet-Serviceendpunkten und Private Link
- Azure Active Directory-Authentifizierung für SQL-Datenbankdienste konfigurieren
- Transparent Data Encryption (TDE), Always Encrypted und Dynamic Data Masking einsetzen
- SQL-Auditing und Microsoft Defender for SQL aktivieren und auswerten
- Row-Level Security und Least-Privilege-Prinzip in Datenbankdesigns umsetzen
- Azure Policy für Compliance-Überwachung von Datenbankressourcen einrichten
Überwachung, Optimierung und Automatisierung Datenbankleistung zu erhalten und Probleme früh zu erkennen gehört zu den Kernaufgaben im DBA-Alltag. Dieser kombinierte Block behandelt Monitoring-Werkzeuge, Performance-Diagnose und die Automatisierung wiederkehrender Administrationsaufgaben — drei Themen, die in der täglichen Arbeit eng zusammenhängen.
- Azure Monitor, Diagnoseprotokolle und Log Analytics Workspace für SQL-Dienste einrichten
- Query Store zur Identifikation leistungsschwacher Abfragen und Regressionserkennung nutzen
- Automatische Indexempfehlungen und Automatic Tuning auswerten und anwenden
- Elastic Jobs und SQL Agent für geplante und ereignisgesteuerte Aufgaben konfigurieren
- Azure Automation für Datenbankskalierung, Backup-Trigger und Wartungsfenster einsetzen
- Performance-Baseline erstellen und Anomalien systematisch verfolgen
Microsoft Teams Datenbankverwaltung in Cloud-Projekten findet in Teams statt — Abstimmungen mit Entwicklern, Sicherheitsverantwortlichen und Architekten laufen über digitale Kanäle. Der Teams-Baustein vermittelt die wesentlichen Funktionen für eine strukturierte Projektkommunikation.
- Teams und Kanäle für Datenbankprojekte und Betriebsteams organisieren
- Besprechungen effektiv planen, moderieren und Ergebnisse dokumentieren
- Dateien und Konfigurationsdokumentation über Teams und SharePoint teilen
- Integration von Azure DevOps und ITSM-Tools in Teams-Kanäle einrichten
- Benachrichtigungen und App-Integrationen für relevante Datenbankevents einbinden
- Hybride Teamarbeit zwischen Onsite-Personal und Remote-Mitarbeitenden koordinieren
Lernziele:
- Die Rolle und Verantwortlichkeiten eines Azure-Datenbankadministrators verstehen und abgrenzen
- Azure SQL Database, SQL Managed Instance und SQL Server auf Azure VMs verwalten
- Datenplattformressourcen planen, bereitstellen und konfigurieren
- Sichere Datenbankumgebungen mit Verschlüsselung, Zugriffskontrollen und Auditing einrichten
- Datenbankressourcen überwachen und Leistungsprobleme systematisch diagnostizieren
- Abfrageleistung analysieren und durch Indizierung sowie Query Store optimieren
- Automatisierungsaufgaben für Datenbankoperationen über Azure Automation und SQL Agent einrichten
- Hybride SQL-Server-Umgebungen verwalten und zwischen On-Premises und Cloud koordinieren
- Business Continuity mit Backup, Restore und Geo-Replikation sicherstellen
- Microsoft Teams für Projektmanagement und Teamkommunikation strukturiert einsetzen
- Kanäle, Meetings und Dateifreigabe in Teams effizient organisieren
- Teams in die Microsoft-365-Umgebung und typische IT-Projektwerkzeuge einbinden
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Datenbankprofis und Systemadministratoren, die ihre SQL-Server-Kenntnisse auf Azure-Datenbankdienste ausweiten oder eine neue Rolle als Azure-Datenbankadministrator anstreben. Geeignet sind insbesondere
- SQL-Server-Administratoren, die in Cloud- oder hybride Umgebungen wechseln
- Azure-Administratoren, die Datenbankverantwortung übernehmen
- Applikationsentwickler, die SQL-Datenbankdienste auf Azure eigenverantwortlich verwalten
- Datenbankingenieure aus Unternehmen, die SQL-Workloads nach Azure migrieren
- IT-Fachleute, die sich gezielt auf die DP-300-Prüfung vorbereiten
Solide Kenntnisse in SQL Server oder einem verwandten relationalen Datenbanksystem werden vorausgesetzt, einschließlich grundlegender T-SQL-Kenntnisse für Abfragen, Transaktionsverwaltung und Datenbankadministration. Erste Erfahrungen mit Azure-Grundkonzepten (Abonnements, Ressourcengruppen, Netzwerke) sind hilfreich, können aber parallel zur Kurseinheit zur DBA-Rolle aufgebaut werden. Für den Teams-Baustein reichen allgemeine Computer- und Microsoft-365-Kenntnisse aus. Der Kurs findet im Combined-Learning-Format statt und erfordert Bereitschaft zur eigenständigen Übung zwischen den Unterrichtsphasen.
Ablauf & Abschluss
Theoretische Konzepte werden im Live-Unterricht im virtuellen Klassenzimmer eingeführt und direkt in praktischen Übungen angewendet — das gilt besonders für die technisch anspruchsvollen Themen Sicherheit, Leistungsoptimierung und Automatisierung, bei denen Hands-on-Arbeit in Azure-Umgebungen den wesentlichen Lerneffekt erzeugt. Der Teams-Baustein ist interaktiver gestaltet und nutzt die Plattform selbst als Unterrichtsmedium. Dozenten mit Datenbankprojekterfahrung verbinden die Kursinhalte mit realen Betriebsszenarien.
Der Kurs hat eine Gesamtdauer von mehr als einem Monat bis zu drei Monaten im Vollzeitformat. Die tatsächliche Dauer variiert mit der Modulauswahl und dem Vorwissensstand der Teilnehmer. Auf Anfrage sind Teilzeitstarts möglich.
Der Kurs bereitet auf die Prüfung DP-300 Administering Relational Databases on Microsoft Azure vor, die bei Bestehen zur Zertifizierung Microsoft Certified: Azure Database Administrator Associate führt. Die Prüfung wird extern bei einem autorisierten Microsoft-Prüfungsanbieter abgelegt. Für die Kursabsolvierung wird eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung ausgestellt.
Nutzen & Perspektiven
SQL-basierte Datenbankdienste sind das Rückgrat einer Vielzahl von Unternehmensanwendungen — und die Migration dieser Datenbanken in die Cloud ist eine der häufigsten und gleichzeitig risikoreichsten IT-Transformationsaufgaben. Der Azure Database Administrator Associate ist der anerkannte Nachweis dafür, dass man die Azure-spezifischen Besonderheiten bei Sicherheit, Verfügbarkeit und Leistung souverän beherrscht. Die Kombination aus Administration, Sicherheitskonzepten und Automatisierung macht den Kurs zu einer vollständigen Vorbereitung auf den DBA-Alltag in Cloud- und Hybridumgebungen. Wer bisher SQL Server On-Premises verwaltet hat, lernt systematisch, wie die bekannten Konzepte auf Azure-Dienste übertragen werden — und wo die Cloud genuinen Mehrwert durch Managed-Service-Funktionalitäten schafft. Der Teams-Baustein trägt dazu bei, dass Datenbankfachleute auch in der täglichen Projektarbeit mit Entwicklern, Sicherheitsverantwortlichen und Architekten produktiv kommunizieren können. Technische Exzellenz in der Datenbankverwaltung entfaltet ihren vollen Wert erst, wenn sie gut in die Teamarbeit eingebettet ist — und genau das bereitet dieser kombinierte Kurs vor.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Für wen ist die DP-300-Zertifizierung gedacht?
Die Zertifizierung richtet sich an Personen, die relationale Datenbankdienste auf Azure verwalten — dazu gehören SQL-Datenbankadministratoren, Azure-Generalisten mit Datenbankschwerpunkt und Entwickler, die Datenbankinfrastruktur mitverantworten. Vorausgesetzt werden SQL-Kenntnisse und grundlegendes Azure-Wissen.
Deckt der Kurs auch hybride SQL-Server-Umgebungen ab?
Ja. DP-300 behandelt ausdrücklich hybride Szenarien, in denen On-Premises-SQL-Server-Instanzen mit Azure-Diensten zusammenarbeiten oder dorthin migriert werden. Database Migration Service und hybride Verbindungsoptionen sind fester Bestandteil des Kurses.
Welche Unterschiede bestehen zwischen Azure SQL Database und SQL Managed Instance?
Azure SQL Database ist ein vollständig verwalteter PaaS-Dienst mit eingeschränktem, aber modernem SQL-Feature-Set. SQL Managed Instance bietet nahezu vollständige SQL-Server-Kompatibilität und eignet sich für Lift-and-Shift-Migrationen bestehender SQL-Server-Anwendungen. Der Kurs behandelt beide Dienste und ihre Auswahlkriterien ausführlich.
Ist die DP-300-Zertifizierung zeitlich befristet?
Ja, wie alle aktuellen Microsoft-Rollenbasierte Zertifizierungen muss auch die Azure Database Administrator Associate-Zertifizierung jährlich durch ein kostenloses Online-Assessment auf Microsoft Learn erneuert werden.
Kann ich den Teams-Baustein auch separat absolvieren?
Die Weiterbildung ist modular aufgebaut, und die Bausteine können in Abstimmung mit dem Anbieter einzeln gebucht werden. Wer Teams bereits ausreichend kennt, kann den Fokus vollständig auf den DP-300-Lernpfad legen.
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