Überblick
Der Kurs DP-420 Designing and Implementing Cloud-Native Applications with Azure Cosmos DB vermittelt Softwareentwicklern das Wissen und die Fähigkeiten, die für die Entwicklung moderner, cloud-nativer Anwendungen auf Basis von Azure Cosmos DB erforderlich sind. Im Fokus steht die praktische Nutzung der Cosmos DB SQL-API sowie der zugehörigen SDKs für C#, Python, Java und JavaScript. Teilnehmende lernen, wie sie performante Abfragen schreiben, Indizierungsstrategien optimieren, Ressourcen effizient verwalten und bereitstellen sowie häufige Operationen programmatisch über das SDK durchführen. Der Kurs schließt mit einer Vorbereitung auf die offizielle Microsoft-Prüfung DP-420 ab, die das erworbene Wissen formell zertifiziert.
Kursinhalte & Lernziele
Das erste Modul führt in die Grundlagen von Azure Cosmos DB und die Architektur cloud-nativer Datenbanklösungen ein. Teilnehmende lernen, wie Cosmos DB als global verteilte, multi-model Datenbankplattform funktioniert und warum sie sich für cloud-native Anwendungen eignet, die hohe Verfügbarkeit und niedrige Latenz erfordern. Die verschiedenen Konsistenzmodelle und das Partitionierungskonzept werden grundlegend erläutert.
- Azure Cosmos DB: Architektur, APIs und Konsistenzmodelle
- Erstellen von Konten, Datenbanken und Containern
- Partitionierungsstrategien und physische Partitionen
- Durchsatzkonfiguration mit Request Units (RUs)
- Autoscale- und Serverless-Konfigurationsoptionen
- Globale Verteilung und Multi-Region-Schreiboperationen
Das zweite Modul vertieft die Datenzugriffsebene mit der SQL-API und den SDKs. Hier wird intensiv mit Abfragen gearbeitet, Indizierungsrichtlinien konfiguriert und der Change Feed als reaktives Muster eingeführt. Teilnehmende entwickeln eigene Datenzugriffscode in ihrer bevorzugten Programmiersprache und erproben dabei typische CRUD-Muster für Cloud-Anwendungen.
- SQL-API Abfragesyntax: SELECT, WHERE, JOIN, Aggregationen
- Parametrisierte Abfragen und Abfrageoptimierung
- Erstellen und Anpassen von Indizierungsrichtlinien
- CRUD-Operationen mit dem Cosmos DB .NET-, Python- oder Java-SDK
- Change Feed für ereignisgesteuerte Anwendungsarchitekturen
- Transaktionale Batch-Operationen und optimistisches Sperren
Das dritte Modul befasst sich mit Sicherheit, Performance-Optimierung, Monitoring und dem Deployment cloud-nativer Anwendungen in Azure. Teilnehmende lernen, wie Cosmos DB mit Azure Functions, Azure Kubernetes Service und anderen Azure-Diensten zusammenarbeitet, und wie sie eine produktionsreife Datenebene aufbauen, die auch bei hoher Last zuverlässig performt.
- Rollenbasierte Zugriffssteuerung (RBAC) und Azure AD-Integration
- Netzwerksicherheit mit Private Endpoints und Firewallregeln
- Performance-Diagnose mit Cosmos DB Insights und Query Analyzer
- Kostenoptimierung durch Durchsatz-Tuning und Indexmanagement
- Integration mit Azure Functions für serverlose Change-Feed-Verarbeitung
- Deployment von Cosmos DB-Ressourcen mit ARM-Templates und Azure CLI
Die Laboraufgaben im Kurs werden direkt in Azure-Testumgebungen umgesetzt und umfassen unter anderem die folgenden Schwerpunkte.
- Erstellen eines Cosmos DB-Kontos und Konfiguration von Containern mit Partitionsschlüssel
- Schreiben und Optimieren von SQL-Abfragen gegen eine Testdatenbank
- Implementierung einer CRUD-Anwendung mit dem Cosmos DB SDK in C#
- Konfiguration einer Indizierungsrichtlinie und Messung des Effekts auf RU-Verbrauch
- Einrichten des Change Feed und Verarbeitung mit einer Azure Function
- Konfiguration von globalem Replikat und Test verschiedener Konsistenzmodelle
- Einrichten von RBAC für datenbankspezifische Zugriffskontrollen
- Performance-Analyse einer langsamen Abfrage mit dem Query Analyzer
- Autoscale-Konfiguration und Lasttest mit simuliertem Traffic
- Integration einer Cosmos DB-Anwendung in eine AKS-Deployment-Pipeline
- Kostenanalyse und Optimierungsmaßnahmen in einem Cosmos DB-Konto
- Durcharbeiten von DP-420-Prüfungssimulationen und Identifikation von Wissenslücken
Ergänzend werden reale Architekturentscheidungen diskutiert: Wann ist Cosmos DB die richtige Wahl gegenüber relationalen Datenbanken? Wie dimensioniert man Durchsatz für Workloads, die über den Tag stark schwanken? Diese Diskussionen verankern das technische Wissen in einem übergeordneten Lösungsdesign-Kontext.
Lernziele:
Nach Abschluss des Kurses sind die Teilnehmenden in der Lage, Azure Cosmos DB-Konten, Datenbanken und Container zu erstellen und zu konfigurieren. Sie schreiben effiziente Abfragen mit der Cosmos DB SQL-API und nutzen dabei Partitionierungsstrategien und Indexe gezielt. Sie implementieren und konfigurieren Indizierungsrichtlinien, um Abfragen zu beschleunigen und Durchsatz zu optimieren. Sie verwalten Cosmos DB-Ressourcen und Durchsatz mit manuellen und automatisch skalierten Einstellungen. Sie führen typische Datenbankoperationen programmatisch mit dem Cosmos DB SDK durch. Sie integrieren Cosmos DB in cloud-native Anwendungsarchitekturen auf Azure. Sie nutzen Change-Feed und serverlose Funktionen für reaktive Anwendungsszenarien. Sie implementieren Replikation, globale Verteilung und Konsistenzmodelle in Cosmos DB. Sie sichern Cosmos DB-Daten mit rollenbasierter Zugriffssteuerung und Netzwerkkonfigurationen ab. Sie überwachen Performance und Kosten mit Azure Monitor und Cosmos DB Insights. Sie diagnostizieren und beheben häufige Performance-Probleme in Cosmos DB-Anwendungen. Sie bereiten sich systematisch auf die Microsoft-Prüfung DP-420 vor.
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an erfahrene Softwareentwickler und Datenbankentwickler, die cloud-native Anwendungen auf Azure bauen und dabei Azure Cosmos DB als Datenpersistenzschicht einsetzen. Besonders angesprochen sind Entwickler, die bereits mit SQL- oder NoSQL-Datenbankplattformen gearbeitet haben und jetzt die Besonderheiten von Cosmos DB für globale, hochverfügbare Anwendungen nutzen möchten.
- Software-Ingenieure, die cloud-native Lösungen mit Azure-Diensten entwickeln
- Datenbankentwickler und DBA-Professionals mit Interesse an NoSQL
- Backend-Entwickler mit Erfahrung in C#, Python, Java oder JavaScript
- Cloud-Architekten, die Datenschicht-Entscheidungen für Cosmos DB treffen
- Entwickler, die sich auf die Microsoft-Prüfung DP-420 vorbereiten
Erfahrung in der Entwicklung von Anwendungen, die mit SQL- oder NoSQL-Datenbanken interagieren, wird vorausgesetzt. Solide Kenntnisse in mindestens einer der Programmiersprachen C#, Python, Java oder JavaScript sind notwendig. Grundverständnis von Azure-Konzepten wie Ressourcengruppen, Azure-Abonnements und Cloud-Deployment ist hilfreich. Kein spezifisches Cosmos DB-Vorwissen ist erforderlich, da der Kurs von Grundauf aufbaut.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs setzt auf praktische Entwicklungsarbeit in Azure-Testumgebungen. Labors und Coding-Aufgaben überwiegen gegenüber Vortragseinheiten. Combined Learning verbindet angeleitete Unterrichtsphasen mit eigenständiger Entwicklungsarbeit an realistischen Anwendungsszenarien. Online-Seminarvarianten ermöglichen ortsunabhängige Teilnahme. Erfahrene Trainer aus der Azure-Praxis stehen für tiefergehende Fragen und Architekturberatung zur Verfügung.
Der Kurs dauert in der Vollzeitvariante typischerweise fünf Tage, in Teilzeitformaten entsprechend länger. Aufgrund der umfangreichen Laboraufgaben sollten Teilnehmende zusätzliche Selbststudiumszeit für die Vorbereitung der Prüfungsinhalte einplanen. Individuelle und Teilzeit-Starttermine können auf Anfrage vereinbart werden.
Nach erfolgreichem Kursabschluss erhalten die Teilnehmenden ein Lehrgangszertifikat des Bildungsträgers. Der Kurs bereitet gezielt auf die offizielle Microsoft-Prüfung DP-420 vor, die separat bei einem autorisierten Microsoft-Prüfungszentrum oder online abgelegt werden kann. Nach bestandener Prüfung erhalten die Kandidaten die Zertifizierung Azure Cosmos DB Developer Specialty, die als spezialisierter Nachweis für Cosmos-DB-Expertise weltweit anerkannt wird.
Nutzen & Perspektiven
Azure Cosmos DB ist eine der leistungsfähigsten verteilten Datenbankplattformen, die heute im Einsatz ist. Unternehmen, die globale Anwendungen mit hoher Verfügbarkeit und niedrigen Latenzen betreiben, setzen verstärkt auf Cosmos DB als Datenpersistenzschicht. Entwickler, die diese Technologie beherrschen, sind auf dem Arbeitsmarkt sehr gesucht, insbesondere für Positionen in cloud-nativen Entwicklungsteams und bei Azure-Systemintegratoren. Die DP-420-Zertifizierung ist eine hochspezialisierte Qualifikation, die deutlich über allgemeine Azure-Kenntnisse hinausgeht. Sie zeigt Arbeitgebern, dass der Zertifikatsinhaber in der Lage ist, anspruchsvolle Datenbankarchitekturen für cloud-native Anwendungen zu entwerfen und umzusetzen. Das öffnet Türen zu Senior-Positionen in der Cloud-Entwicklung und in spezialisierten Daten-Engineering-Teams. Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist diese Weiterbildung häufig über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Abhängig von der persönlichen Situation kommen auch das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen der Deutschen Rentenversicherung oder die Berufsförderung der Bundeswehr in Betracht. Ein individuelles Beratungsgespräch vor Kursbeginn klärt die passenden Förderwege.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Programmiersprachen werden im DP-420-Kurs eingesetzt?
Der Kurs unterstützt C#, Python, Java und JavaScript als SDK-Sprachen für Cosmos DB. Teilnehmende können die Laboraufgaben in der Sprache ihrer Wahl durchführen. Grundkenntnisse in mindestens einer dieser Sprachen sind Voraussetzung für die praktischen Übungen.
Was unterscheidet Cosmos DB von anderen NoSQL-Datenbanken?
Azure Cosmos DB bietet globale Verteilung mit Multi-Region-Schreiboperationen, konfigurierbare Konsistenzmodelle und native Integration in das Azure-Ökosystem. Die SQL-API ermöglicht vertraute Abfragesyntax bei gleichzeitig NoSQL-skalierter Datenablage, was Cosmos DB für globale cloud-native Anwendungen besonders attraktiv macht.
Benötige ich ein Azure-Abonnement für die Labore?
In der Regel stellen Bildungsanbieter für Labore eine Azure-Testumgebung oder Azure-Gutscheine bereit. Details zur bereitgestellten Laborinfrastruktur sollten vor Kursbeginn beim Anbieter erfragt werden. Ein eigenes Azure-Konto ist für den selbständigen Übungsbetrieb zusätzlich empfehlenswert.
Welche Kosten entstehen beim Betrieb von Cosmos DB in Azure?
Cosmos DB wird nach verbrauchten Request Units (RUs) und gespeichertem Datenbankvolumen abgerechnet. Im Kurs wird Kostenoptimierung als eigenständiges Thema behandelt, einschließlich Autoscale-Konfiguration und Indizierungsoptimierung zur Reduzierung des RU-Verbrauchs. Detaillierte Preiskalkulationen sind kein Kursstoff, aber der Kurs schärft das Kostenbewusstsein.
Kann der Kurs gefördert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Anbietern ist eine Förderung über den Bildungsgutschein möglich. Auch das Qualifizierungschancengesetz oder Rentenversicherungsförderungen kommen infrage. Vor Kursbeginn findet ein Beratungsgespräch statt, das Förderoptionen und individuelle Lernpläne klärt.
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- Software Engineer (Cloud)7.044 Stellen
- Cloud-Architect595 Stellen
- Cloud-Consultant191 Stellen
- Ökonom/Ökonomin81 Stellen
- Azure Cosmos DB Developer0 Stellen
- Cloud-Native Application Developer0 Stellen