Überblick
Der Kurs DP-900 Azure Data Fundamentals richtet sich an Einsteigerinnen und Einsteiger, die grundlegende Kenntnisse über Datenkonzepte im Kontext von Microsoft Azure erwerben möchten. Diese Zertifizierung ist der ideale erste Schritt für alle, die eine Karriere im Datenbereich beginnen oder ihre IT-Kenntnisse um eine wichtige Datenkompetenz erweitern wollen, ohne bereits tiefgreifende Vorerfahrungen mitzubringen. Der Kurs vermittelt ein klares Verständnis dafür, wie Azure Daten speichert, verarbeitet und schützt, welche Unterschiede zwischen relationalen und nicht-relationalen Datendiensten bestehen und wie analytische Workloads in Azure strukturiert werden. Die Weiterbildung wird im Combined-Learning-Format oder als Online-Seminar durchgeführt und ist in Vollzeit und Teilzeit verfügbar.
Kursinhalte & Lernziele
Grundlegende Datenkonzepte in Azure — Das erste Modul legt das konzeptionelle Fundament für den gesamten Kurs. Wer Daten in Azure verwalten oder analysieren möchte, muss zunächst verstehen, wie Daten grundsätzlich strukturiert sind und wie Azure mit verschiedenen Datentypen umgeht. Dieses Modul schafft Orientierung in der Datendienst-Landschaft von Azure.
- Unterschied zwischen strukturierten, semi-strukturierten und unstrukturierten Daten
- Konzepte von Datenspeicherung, Verarbeitung und Analyse als drei Kernaufgaben
- Azure-Speicherdienste im Überblick: Blob Storage, Azure Files, Azure Data Lake Storage
- Datenrollen in modernen Organisationen: Database Administrator, Data Engineer, Data Analyst und Data Scientist
- Grundbegriffe wie Schema, Transaktion, Index, Abfrage und Normalisierung
- Überblick über das Azure-Datendienst-Portfolio als Orientierungsrahmen für den gesamten Kurs
Relationale Datendienste in Azure — Das relationale Datenbankmodell ist die Grundlage der meisten geschäftlichen Anwendungen. Dieses Modul vermittelt ein Verständnis für das Konzept relationaler Datenbanken und stellt die wichtigsten Azure-Dienste vor, die relationale Datenspeicherung in der Cloud ermöglichen.
- Grundprinzipien des relationalen Modells: Tabellen, Primärschlüssel, Fremdschlüssel und Beziehungen
- SQL als Abfragesprache: SELECT, INSERT, UPDATE, DELETE auf konzeptioneller Ebene
- Azure SQL Database als vollständig verwaltete relationale Datenbankplattform
- Azure Database for PostgreSQL und Azure Database for MySQL als Open-Source-Alternativen
- Azure SQL Managed Instance und SQL Server on Azure Virtual Machines als Migrationsoptionen
- Unterschied zwischen OLTP-Systemen (für Transaktionen) und OLAP-Systemen (für Analysen)
Nicht-relationale Datendienste in Azure — Nicht alle Daten passen in das relationale Tabellenmodell. Dokumente, Graphen, Zeitreihendaten und Schlüssel-Wert-Paare erfordern spezialisierte Datenbanklösungen. Azure bietet mit Cosmos DB eine umfassende NoSQL-Plattform, die mehrere Datenbankmodelle unter einer einheitlichen API vereint.
- Grundprinzipien nicht-relationaler (NoSQL-)Datenbanken und ihre Stärken gegenüber relationalem Modell
- Azure Cosmos DB als globale, multi-modell-fähige NoSQL-Datenbankplattform
- Core (SQL) API für dokumentenbasierte Datenspeicherung in Cosmos DB
- Weitere Cosmos-DB-APIs im Überblick: MongoDB API, Cassandra API, Gremlin API und Table API
- Azure Table Storage als einfache schlüssel-wertbasierte Speicherlösung
- Typische Anwendungsfälle für NoSQL-Datenbanken: Echtzeitanwendungen, Content-Management, IoT-Datenspeicherung
Analytische Workloads auf Azure — Daten entfalten ihren vollen Wert erst durch Analyse. Dieses Modul zeigt, wie Azure Unternehmen bei der Verarbeitung großer Datenmengen und der Gewinnung von Erkenntnissen unterstützt. Der Fokus liegt auf dem konzeptionellen Verständnis der Azure-Analyseplattform.
- Unterschied zwischen Batch-Verarbeitung und Echtzeit-Streaming von Daten
- Data Warehouses und Data Lakes als grundlegende Architekturen für analytische Workloads
- Azure Synapse Analytics als integrierte Analyse-Plattform für SQL und Spark
- Azure Data Factory für die Orchestrierung von ETL-Prozessen (Extract, Transform, Load)
- Azure Databricks für Big-Data-Verarbeitung und maschinelles Lernen auf Apache-Spark-Basis
- Microsoft Power BI als Visualisierungsschicht für Datenanalyse-Ergebnisse
Praxisblock — Obwohl DP-900 ein Fundamentals-Kurs ist, werden die Inhalte durch praxisnahe Demonstrations- und Übungseinheiten vertieft, die das konzeptionelle Verständnis festigen.
- Navigation in der Azure-Portal-Oberfläche für Datendienste
- Erkunden einer Azure SQL Database im Azure Portal ohne Programmierkenntnisse
- Analyse eines Cosmos-DB-Dokuments und Verständnis der JSON-Datenstruktur
- Durchsicht eines Azure-Synapse-Dashboards und Interpretation von Analyse-Ausgaben
- Lesen und Interpretieren von einfachen SQL-SELECT-Abfragen
- Konfiguration eines Azure-Storage-Kontos und Verständnis der Zugriffsebenen
- Prüfungssimulation DP-900 mit Multiple-Choice-Fragen aus allen Prüfungsdomänen
- Fallbeispiel: Auswahl des richtigen Azure-Datendienstes für drei unterschiedliche Unternehmensszenarien
- Überblick über den Azure-Kostenkalkulator für Datendienste am praktischen Beispiel
- Übung zur Zuordnung von Datenrollen (Database Administrator, Data Engineer, Data Analyst) zu konkreten Aufgaben
- Diskussion eines realen Migrationsszenarios: On-Premises SQL Server nach Azure SQL Database
- Abschlusstest über alle Prüfungsdomänen mit individueller Auswertung der Lernlücken
Nach jeder Übungseinheit reflektieren die Teilnehmenden, wie das Gelernte in ihrem beruflichen Kontext anwendbar ist, und erhalten individuelles Feedback von den Trainerinnen und Trainern.
Lernziele:
Im Verlauf dieser Weiterbildung werden folgende Kompetenzen aufgebaut.
- Sie erklären grundlegende Konzepte zu strukturierten, semi-strukturierten und unstrukturierten Daten sowie deren Unterschiede und typische Anwendungsfälle
- Sie beschreiben das relationale Datenbankmodell und kennen die zentralen Azure-Dienste für relationale Daten, insbesondere Azure SQL Database, Azure Database for PostgreSQL und Azure Database for MySQL
- Sie erläutern das nicht-relationale (NoSQL-)Datenbankmodell und kennen die Unterschiede zwischen dokumentenorientierten, schlüssel-wertbasierten, spaltenorientierten und graphbasierten Datenspeichern in Azure (Cosmos DB)
- Sie beschreiben analytische Workloads und kennen den Unterschied zwischen OLTP- und OLAP-Systemen sowie deren Anwendungsfälle in Unternehmen
- Sie erklären, wie Azure Synapse Analytics, Azure Data Factory und Azure Databricks für Datenverarbeitung und -analyse genutzt werden
- Sie kennen grundlegende Sicherheitskonzepte für Datendienste in Azure, darunter Authentifizierung, Autorisierung, Datenverschlüsselung und Compliance
- Sie verstehen Azure-Rollen im Datenbankbereich (Database Administrator, Data Engineer, Data Analyst) und können deren Aufgabenbereiche voneinander abgrenzen
- Sie kennen das Azure-Kostenmodell für Datendienste und verstehen, wie Ressourcenauswahl und Skalierung die Kosten beeinflussen
- Sie lesen und interpretieren Datendiagramme, Schemas und einfache SQL-Abfragen auf konzeptioneller Ebene
- Sie bereiten sich strukturiert auf die Microsoft-Zertifizierungsprüfung DP-900 vor und kennen den Aufbau sowie die Schwerpunkte der Prüfung
- Sie können einschätzen, welche Azure-Datendienste für spezifische Szenarien (hohe Skalierbarkeit, geringe Latenz, globale Verteilung) geeignet sind
- Sie bilden eine fundierte Grundlage für weiterführende Datenzertifizierungen wie DP-300 oder DP-203
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der DP-900 richtet sich an Einsteigerinnen und Einsteiger ohne umfangreiche Datenbankvorkenntnisse.
- IT-Fachkräfte, die ihr Wissen um Azure-Datenkompetenz erweitern möchten, ohne Datenspezialist zu sein
- Berufseinsteigerinnen und -einsteiger, die eine Karriere im Datenbereich (Data Analyst, Data Engineer) beginnen wollen
- Systemadministratorinnen und -administratoren, die Azure-Datendienste in ihrer Organisation einführen und bewerten möchten
- Projektmanagerinnen und -manager oder Produktverantwortliche, die Datenprojekte besser verstehen und steuern wollen
- Personen in Umschulung oder Weiterbildung, die Grundlagenkenntnisse für weiterführende Datenzertifizierungen aufbauen möchten
Für den DP-900 werden keine formalen Vorkenntnisse in Datenbanken oder Cloud-Technologien vorausgesetzt. Allgemeine IT-Grundkenntnisse (Umgang mit Computern, Grundverständnis von Netzwerken) sind hilfreich. Vor Seminarbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, in dem Vorkenntnisse ermittelt und der Lernplan abgestimmt wird. Der DP-900 ist ausdrücklich als Einstiegszertifikat für alle gedacht, die neu in der Azure-Datenwelt sind.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird überwiegend im Combined-Learning-Format durchgeführt, teils auch als reines Online-Seminar. Die Lernmethode setzt auf anschauliche Erklärungen, konzeptionelle Diskussionen und praxisnahe Demonstrationen im Azure Portal, die technisches Vorwissen nicht voraussetzen. Selbstlernphasen mit strukturierten Modulen wechseln sich mit betreuten Live-Sessions und Prüfungsvorbereitungs-Einheiten ab. Der Kurs ist in Vollzeit und Teilzeit verfügbar.
Die Maßnahme dauert je nach Lernplan mehr als einen Monat bis zu drei Monate. DP-900 ist ein Fundamentals-Zertifikat und erfordert weniger Lernzeit als höherwertige Zertifizierungen, kann aber im Rahmen eines längeren Qualifizierungsplans auch mit weiterführenden Kursen kombiniert werden.
Nach Abschluss der Vorbereitung legen die Teilnehmenden die externe Microsoft-Zertifizierungsprüfung DP-900 ab. Bei Bestehen erhalten sie das international anerkannte Microsoft-Zertifikat Azure Data Fundamentals. Zusätzlich stellt der Bildungsträger ein Lehrgangszertifikat aus.
Nutzen & Perspektiven
Der DP-900 ist die ideale Einstiegszertifizierung für alle, die im Datenbereich Fuß fassen möchten. In einer Welt, in der Unternehmen zunehmend datengetrieben entscheiden, steigt der Bedarf an Fachkräften, die Daten verstehen, strukturieren und analysieren können. Das DP-900-Zertifikat zeigt, dass eine Person die grundlegenden Konzepte von Azure-Datendiensten kennt und in der Lage ist, die richtigen Dienste für unterschiedliche Anforderungen einzuordnen. Besonders wertvoll ist der DP-900 als Sprungbrett für weiterführende Datenzertifizierungen wie DP-300 (Azure Database Administrator), DP-203 (Azure Data Engineer Associate) oder PL-300 (Power BI Data Analyst Associate). Wer zunächst mit dem DP-900 beginnt, baut ein strukturiertes Verständnis der Azure-Datenwelt auf und kann die weiterführenden Kurse ohne konzeptionelle Lücken absolvieren. Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist diese Weiterbildung in der Regel über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Je nach persönlicher Situation kommen auch das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe am Arbeitsleben oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht. Ein individuelles Beratungsgespräch klärt den optimalen Förderweg und hilft parallel bei der Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Für wen ist der DP-900 geeignet?
Der DP-900 ist ein Einsteigerkurs ohne formale Voraussetzungen. Er richtet sich an alle, die ein grundlegendes Verständnis von Azure-Datendiensten aufbauen möchten, egal ob IT-Fachkraft, Projektmanager oder Berufseinsteiger im Datenbereich.
Brauche ich Programmierkenntnisse für den DP-900?
Nein. Der DP-900 ist ein Fundamentals-Kurs, der konzeptionelles Verständnis vermittelt, keine Programmierfähigkeiten. Sie werden SQL und Datenbankkonzepte auf konzeptioneller Ebene kennenlernen, ohne Code schreiben zu müssen.
Welche weiterführenden Zertifizierungen bauen auf dem DP-900 auf?
Der DP-900 ist ein gutes Sprungbrett für DP-300 (Azure Database Administrator Associate), DP-203 (Azure Data Engineer Associate), PL-300 (Power BI Data Analyst Associate) und andere datenbezogene Azure-Zertifizierungen.
Ist der DP-900 über einen Bildungsgutschein förderbar?
Bei AZAV-zertifizierten Anbietern ist die Förderung über einen Bildungsgutschein in der Regel möglich. Je nach Situation greifen auch das Qualifizierungschancengesetz oder Leistungen der Deutschen Rentenversicherung.
Wie lange dauert die Vorbereitung auf die DP-900-Prüfung?
Im Rahmen dieser Weiterbildung dauert die Vorbereitung je nach Lernplan vier bis acht Wochen. Der individuelle Lernplan wird im Beratungsgespräch vor Kursbeginn auf Ihren Wissensstand und Ihre Verfügbarkeit abgestimmt.
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