Überblick
DP-900 – Microsoft Azure Data Fundamentals – ist das offizielle Einstiegszertifikat für Datenkompetenz in der Azure-Cloud. Dieser Kurs bereitet gezielt und strukturiert auf die Zertifizierungsprüfung vor und schließt das Examen ein. Behandelt werden die Grundlagen relationaler und nicht-relationaler Datenspeicher, analytische Verarbeitungsmodelle und die zentralen Azure-Datendienste: Azure SQL Database, Azure Cosmos DB, Azure Synapse Analytics und Power BI. Das Ziel ist ein klares, geprüftes Verständnis der Azure-Datenlandschaft – als eigenständige Qualifikation oder als Fundament für weiterführende Azure-Datenzertifizierungen.
Kursinhalte & Lernziele
Kernkonzepte von Daten bilden den Einstieg. Bevor einzelne Azure-Dienste betrachtet werden, schafft dieser Block ein gemeinsames Begriffsfundament: Was sind strukturierte, halbstrukturierte und unstrukturierte Daten? Welche Rollen spielen Datenbanken, Datenspeicher und Datenverarbeitungspipelines? Dieses Fundament ist prüfungsrelevant und verhindert spätere konzeptuelle Lücken.
- Strukturierte, halbstrukturierte und unstrukturierte Daten im Vergleich
- Relationales versus nicht-relationales Datenbankmodell: Grundunterschiede
- OLTP versus OLAP: transaktionale versus analytische Workloads
- Datei- und Objektspeicher: Blob Storage, Data Lake Storage Gen2
- Grundprinzipien von Datenpipelines und ETL/ELT-Prozessen
- Azure-Datenrollen: Database Administrator, Data Engineer, Data Analyst
Relationale Datendienste in Azure behandelt die SQL-basierten Dienste, die in der Prüfung DP-900 einen wesentlichen Anteil ausmachen. Kernthemen sind die verschiedenen Azure-SQL-Varianten und ihre Einsatzbereiche.
- Azure SQL Database: Managed Service, Verfügbarkeit, Skalierungsoptionen
- Azure SQL Managed Instance: Unterschied zur SQL Database, typische Migrationszenarien
- Azure Database for PostgreSQL und Azure Database for MySQL
- Azure SQL Edge für IoT-Szenarien
- Hochverfügbarkeit und Notfallwiederherstellung in Azure SQL
- Grundlagen der Abfragesprache T-SQL im Azure-Kontext
Nicht-relationale Datendienste in Azure deckt ein breites Spektrum an Speichermodellen ab, die für moderne Cloud-Anwendungen unverzichtbar sind. Cosmos DB als globaler, multimodaler Dienst steht im Mittelpunkt.
- Azure Cosmos DB: Partitionierung, Konsistenzmodelle, APIs (Core SQL, MongoDB, Gremlin, Table)
- Azure Table Storage als einfacher Key-Value-Speicher
- Azure Blob Storage: Blockblobs, Append-Blobs, Page-Blobs und Zugriffsebenen
- Azure File Storage für SMB-Dateifreigaben in der Cloud
- Unterschied zwischen transaktionalen und analytischen Anforderungen bei der Diensteauswahl
- Sicherheit und Zugriffskontrolle nicht-relationaler Dienste
Analytische Datendienste und Azure Synapse Analytics bildet den Block für Data-Warehouse- und Big-Data-Szenarien. Azure Synapse Analytics ist das zentrale Thema, da es in DP-900 als integrierte Analyseplattform eine wichtige Rolle spielt.
- Azure Synapse Analytics: Architektur, dedizierter SQL-Pool, serverloser SQL-Pool, Spark-Pool
- Azure Databricks im Überblick: Einsatzbereiche und Abgrenzung zu Synapse
- Power BI: Grundkonzepte, Datasets, Reports, Dashboards, Gateways
- Azure Data Factory für Datenintegration und Orchestrierung
- Real-Time Analytics: Azure Stream Analytics und Event Hubs im Überblick
- Data Governance: Microsoft Purview, Rollen, Sicherheitskonzepte
Prüfungsvorbereitung und Examen schließt die Kursinhalte ab. Alle Themenbereiche werden komprimiert wiederholt; die Struktur der DP-900-Prüfung wird erläutert, und typische Fragetypen werden anhand von Beispielen besprochen. Das Examen wird als Teil des Kurses abgenommen.
- Strukturierte Wiederholung aller vier Themenbereiche nach Prüfungsgewichtung
- Typische Frageformate der DP-900-Prüfung: Multiple-Choice, Szenario-basierte Fragen
- Kritische Einordnung häufiger Verwechslungspunkte (z. B. Cosmos DB API-Auswahl, HTAP)
- Abnahme des offiziellen Microsoft-Examen DP-900
- Auswertung des Ergebnisses und Hinweise auf weiterführende Zertifizierungspfade
- Überblick über Folgezertifizierungen: DP-300, DP-203, PL-300, DP-100
Lernziele:
Nach dem Kurs kennen die Teilnehmenden die Grundprinzipien von Daten in der Cloud und können relationale von nicht-relationalen Speicherkonzepten klar abgrenzen. Sie verstehen die Eigenschaften und Einsatzbereiche von Azure SQL Database, Azure SQL Managed Instance und Azure Database for PostgreSQL. Nicht-relationale Azure-Dienste wie Azure Cosmos DB, Azure Table Storage und Azure Blob Storage können sie korrekt einordnen und vergleichen. Das Konzept analytischer Workloads – Batch- versus Echtzeit-Verarbeitung, Data Warehousing, Data Lakes – haben sie verinnerlicht. Mit Azure Synapse Analytics verbinden sie Datenspeicher, Datenverarbeitung und Analyse in einem Gesamtbild. Power BI als Visualisierungswerkzeug für Azure-Daten verstehen sie in seiner Grundfunktion. Data-Governance-Konzepte wie Datensicherheit, Datenschutz und Compliance im Azure-Kontext können sie benennen und einordnen. Die Prüfungsstruktur von DP-900 kennen sie vollständig und gehen vorbereitet in das Examen. Fachbegriffe wie Row-Level Security, Polybase, Columnstore-Index und HTAP formulieren und kontextualisieren sie korrekt. Sie verstehen das Azure-Shared-Responsibility-Modell für Daten und können Servicekategorien (IaaS, PaaS, SaaS) unterscheiden. Die Grundprinzipien des relationalen Datenbankmodells – Normalisierung, Schlüssel, Beziehungen – wenden sie auf Azure-Dienste an. Typische Architekturmuster für Azure-Datenlösungen können sie skizzieren und begründen.
Zielgruppe & Voraussetzungen
DP-900 ist ausdrücklich als Einstiegszertifikat konzipiert und damit für ein breites Spektrum geeignet –
- IT-Einsteiger, die grundlegende Azure-Datenkompetenz aufbauen und zertifizieren möchten
- Berufstätige aus nicht-technischen Bereichen, die im Arbeitsumfeld zunehmend mit Azure-Datendiensten konfrontiert werden
- Datenbankadministratoren und Entwickler, die ihr Profil um Cloud-Grundkenntnisse erweitern wollen
- Analyst/innen und Data Engineers, die Azure als Plattform neu kennenlernen
- Personen, die DP-900 als Ausgangspunkt für weiterführende Azure-Zertifizierungen nutzen wollen
DP-900 ist ein Fundamentals-Zertifikat und setzt keine Azure-Vorerfahrung voraus. Ein allgemeines IT-Verständnis und grundlegende Datenbankkonzepte (Tabellen, Schlüssel, Abfragen) erleichtern den Einstieg, sind aber keine formale Anforderung. Der Kurs ist so gestaltet, dass er auch ohne spezifische Vorerfahrung mit Azure-Diensten absolviert werden kann.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs ist eng an die Prüfungsstruktur von DP-900 ausgerichtet. Theoretische Grundlagen werden anhand von Szenarien und Vergleichen erklärt, die die typische Denkweise in der Prüfung trainieren. Konzepte werden nicht isoliert, sondern im Kontext realer Azure-Architekturen vermittelt. Die Themenbereiche werden nach Prüfungsgewichtung priorisiert, sodass kein Lernaufwand in Bereichen mit geringem Prüfungsanteil verloren geht. Am Ende steht die offizielle Prüfungsabnahme.
Der Kurs ist kompakt auf die DP-900-Prüfungsinhalte zugeschnitten. Typischerweise umfasst die Vorbereitungszeit einige Wochen strukturierten Unterrichts; die genaue Dauer ist beim Anbieter zu erfragen. Die Prüfungsabnahme ist fester Bestandteil des Kurskonzepts.
Nach bestandenem DP-900-Examen wird das offizielle Microsoft-Zertifikat „Microsoft Certified: Azure Data Fundamentals" ausgestellt. Dieses Zertifikat ist weltweit anerkannt und in der Microsoft-Zertifizierungsdatenbank einsehbar. Es läuft nicht ab und bildet eine stabile Grundlage für weiterführende Azure-Zertifizierungen wie DP-300, DP-203 oder PL-300.
Nutzen & Perspektiven
Das DP-900-Zertifikat ist Microsofts offizieller Nachweis für grundlegende Datenkompetenz in Azure. In einer Welt, in der Cloud-Datendienste den Unternehmensalltag prägen, schafft dieses Zertifikat eine klare, überprüfbare Qualifikation – unabhängig davon, ob man als Datenbankadministrator, Analyst oder IT-Generalist tätig ist. Der Kurs geht über bloße Prüfungspassage hinaus: Wer Azure SQL, Cosmos DB, Synapse Analytics und Power BI in ihrer Grundlogik versteht, kann Architekturfragen in Teams besser einordnen, Anforderungen gezielter formulieren und Entscheidungen zwischen Diensten begründen. Das Zertifikat öffnet damit nicht nur die Prüfung, sondern schärft das strukturelle Verständnis für moderne Dateninfrastruktur. Als Einstiegszertifikat ist DP-900 auch der natürliche Ausgangspunkt für spezialisierte Zertifizierungspfade. Wer nach dem Kurs in Richtung Azure Database Administration, Data Engineering oder Power BI-Analyse weitergeht, baut auf einem verstandenen Fundament auf – nicht auf auswendig gelernten Definitionen. Das verschafft beim Übergang in tiefere Zertifizierungen einen messbaren Vorteil.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Für wen eignet sich das DP-900-Zertifikat?
DP-900 ist Microsofts Einstiegszertifikat für Azure-Datendienste. Es richtet sich an alle, die grundlegende Datenkenntnisse im Azure-Kontext nachweisen möchten – vom IT-Einsteiger bis zum Fachmann, der seine Cloud-Kenntnisse zertifizieren will. Tiefe technische Vorerfahrung ist nicht erforderlich.
Ist die Prüfung im Kurs enthalten?
Ja, der Kurs beinhaltet neben der Prüfungsvorbereitung auch das DP-900-Examen. Nach bestandener Prüfung wird das offizielle Microsoft-Zertifikat „Azure Data Fundamentals" ausgestellt.
Welche Azure-Dienste werden im Kurs behandelt?
Schwerpunkte sind relationale Azure-Datendienste (Azure SQL Database, Azure SQL Managed Instance), nicht-relationale Speicher (Azure Cosmos DB, Azure Table Storage, Azure Blob Storage), analytische Workloads (Azure Synapse Analytics) sowie Power BI als Visualisierungswerkzeug.
Welche weiterführenden Zertifizierungen bauen auf DP-900 auf?
DP-900 ist eine Grundlage für spezialisierte Azure-Datenzertifizierungen wie DP-300 (Azure Database Administrator), DP-203 (Azure Data Engineer) oder PL-300 (Power BI Data Analyst). Das Fundamentals-Zertifikat schärft das Verständnis für die Cloud-Architektur, auf der diese Spezialisierungen aufbauen.
Wie lange dauert die Prüfungsvorbereitung?
Die Vorbereitungszeit hängt von Vorerfahrungen ab. Der Kurs ist kompakt strukturiert und auf die Prüfungsinhalte zugeschnitten; typischerweise ist eine Vorbereitungszeit von einigen Wochen ausreichend. Die genaue Kursdauer ist beim Anbieter zu erfragen.
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