Überblick
Neben Methodenwissen entscheidet im Projektalltag oft die praktische Werkzeugkompetenz darüber, wie souverän ein Projekt gesteuert wird. Diese Weiterbildung verbindet den methodischen Einstieg ins Projektmanagement mit einem eigenständigen Excel-Modulblock für die praktische Projektplanung sowie mit Grundlagen zu Kanban und DevOps, die zunehmend in IT-nahen Projektumgebungen gefragt sind. Damit richtet sich der Kurs an alle, die nicht nur Projektmanagement-Theorie verstehen, sondern von Beginn an mit einem konkreten, weit verbreiteten Werkzeug arbeiten möchten.
Kursinhalte & Lernziele
Grundlagen des Projektmanagements Der Einstieg vermittelt das methodische Fundament, auf dem die folgenden werkzeug- und praxisbezogenen Module aufbauen.
- Zentrale Rollen, Beteiligte und Verantwortlichkeiten in Projekten
- Klassische, planbasierte Projektphasen im Überblick
- Agile Prinzipien und iteratives Vorgehen als Gegenmodell
- Kriterien zur Auswahl einer passenden Vorgehensweise für ein Projekt
Modulblock Excel für die Projektplanung Dieser eigenständige Modulblock macht Excel als praktisches Steuerungswerkzeug für die tägliche Projektarbeit nutzbar, unabhängig von spezialisierter Projektmanagement-Software.
- Aufbau strukturierter Projektpläne mit Aufgaben, Terminen und Verantwortlichkeiten
- Formeln und Funktionen für Termin-, Budget- und Ressourcenberechnungen
- Bedingte Formatierung zur visuellen Statusdarstellung von Aufgaben
- Erstellung Gantt-ähnlicher Zeitplandarstellungen mit Bordmitteln
- Verknüpfung mehrerer Tabellenblätter für Budget- und Zeitübersichten
- Pivot-Auswertungen zur Zusammenfassung von Projektfortschritt und Ressourceneinsatz
Modulblock Kanban Der Kanban-Block führt in ein visuelles Steuerungssystem ein, das besonders in Teams mit kontinuierlichem Arbeitsfluss statt fester Sprintplanung verbreitet ist.
- Grundprinzipien des Kanban-Systems: Visualisierung, Flussbegrenzung, Messung
- Aufbau eines Kanban-Boards mit Spalten und Kartenstruktur
- Work-in-Progress-Limits festlegen und ihre Wirkung verstehen
- Durchlaufzeiten und Engpässe im Arbeitsfluss erkennen
- Kontinuierliche Verbesserung des Arbeitsflusses auf Basis von Kanban-Metriken
- Abgrenzung von Kanban zu sprintbasierten agilen Vorgehensweisen
Modulblock DevOps-Grundlagen Der letzte Modulblock führt in DevOps als Denkweise ein, die Entwicklung und Betrieb in IT-Projekten enger zusammenführt und moderne Projektumgebungen zunehmend prägt.
- Grundidee der DevOps-Bewegung und ihr Nutzen für Projektteams
- Zusammenspiel von Entwicklung, Qualitätssicherung und Betrieb
- Continuous Integration und Continuous Delivery im Überblick
- Automatisierung wiederkehrender Arbeitsschritte als DevOps-Prinzip
- Kulturelle Voraussetzungen für DevOps: Zusammenarbeit und geteilte Verantwortung
- Einordnung von DevOps im Zusammenspiel mit klassischem Projektmanagement und Kanban
Der besondere Aufbau dieser Weiterbildung liegt in der Verbindung von Methodik und direkt anwendbarem Werkzeug: Während viele Projektmanagement-Einführungen bei abstrakten Prozessmodellen stehen bleiben, üben die Teilnehmenden hier von Beginn an mit Excel als weit verbreitetem, in nahezu jedem Unternehmen verfügbarem Planungsinstrument. Ergänzt um Kanban als visuelles Flusssteuerungssystem und DevOps als Denkweise für IT-nahe Projektumgebungen entsteht ein Kompetenzprofil, das sowohl klassisch-planerische als auch modern-iterative Projektarbeit abdeckt. In den Übungen werden die Werkzeuge nicht isoliert behandelt, sondern aufeinander bezogen: Ein in Excel geplantes Projekt wird beispielsweise zusätzlich als Kanban-Board abgebildet, um den Unterschied zwischen terminbasierter und flussbasierter Steuerung greifbar zu machen.
Lernziele:
- Grundlegende Prozesse, Rollen und Prinzipien im Projektmanagement verstehen
- Klassische und agile Projektmanagement-Ansätze unterscheiden und einordnen
- Projektpläne, Zeitachsen und Ressourcenübersichten in Excel eigenständig aufbauen
- Formeln und Funktionen in Excel für Termin- und Budgetberechnungen nutzen
- Gantt-ähnliche Zeitplandarstellungen mit Excel-Bordmitteln erstellen
- Kanban-Boards als visuelles Steuerungsinstrument für laufende Arbeit einsetzen
- Work-in-Progress-Limits und Durchlaufzeiten im Kanban-Kontext anwenden
- DevOps als Denkweise zur Verzahnung von Entwicklung und Betrieb einordnen
- Grundprinzipien von Continuous Integration und Continuous Delivery verstehen
- Teams effektiv koordinieren und Aufgaben transparent nachverfolgen
- Projektmanagement-Prozesse strukturieren und mit passenden Werkzeugen abbilden
- Für ein konkretes Vorhaben die geeignete Kombination aus Methodik und Werkzeug wählen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen, die einen praxisnahen Einstieg ins Projektmanagement suchen und dabei von Anfang an mit konkreten, im Berufsalltag verbreiteten Werkzeugen arbeiten möchten.
- Berufseinsteiger:innen, die eine Tätigkeit als Projektmanagement-Assistenz oder Projektkoordination anstreben
- Fachkräfte, die Projektsteuerung künftig eigenständig mit Excel und Kanban-Boards übernehmen
- Personen im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes, auch in Verbindung mit Kurzarbeit
- Mitarbeitende aus Transfergesellschaften mit beruflicher Neuorientierung
- Angehende Junior-Projektmanager:innen mit Interesse an IT-nahen Projektumgebungen
Häufig kommen die Teilnehmenden aus kaufmännischen oder organisatorischen Vorberufen und suchen einen greifbaren Einstieg in strukturierte Projektarbeit, ohne bereits über tiefes Methodenwissen zu verfügen. Der Kurs eignet sich ebenso für Personen, die in ihrer bisherigen Tätigkeit bereits projektnahe Aufgaben übernommen haben, diese aber bislang eher intuitiv als methodisch fundiert ausgeführt haben, und die nun ein systematisches Werkzeug- und Methodenrepertoire aufbauen möchten.
Vorausgesetzt werden gute Deutsch- oder Englischkenntnisse in Wort und Schrift sowie grundlegende Computerkenntnisse. Erfahrung mit Excel ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich, da die Tabellenkalkulation im eigenen Modulblock von den Grundlagen an vermittelt wird. Spezifisches Vorwissen in Projektmanagement, Kanban oder DevOps wird nicht vorausgesetzt.
Ablauf & Abschluss
Die Weiterbildung verbindet klassische Theorievermittlung zu Projektmanagement-Grundlagen mit intensiven Praxisübungen direkt in Excel und an simulierten Kanban-Boards. Statt Werkzeuge nur zu demonstrieren, arbeiten die Teilnehmenden eigene Projektpläne, Formeln und Board-Strukturen selbst aus, sodass die praktische Handhabung im Vordergrund steht. Die DevOps-Grundlagen werden konzeptionell eingeführt und mit Bezug auf die zuvor erlernten Steuerungswerkzeuge eingeordnet.
Die Weiterbildung gliedert sich in vier Abschnitte: allgemeine Projektmanagement-Grundlagen sowie je einen eigenständigen Modulblock zu Excel für die Projektplanung, Kanban und DevOps-Grundlagen. Der Excel-Block nimmt dabei aufgrund seines praktischen Übungsanteils einen vergleichsweise großen Raum ein.
Die Teilnehmenden erhalten eine Bescheinigung des Kursanbieters über die absolvierte Weiterbildung. Es handelt sich um eine trägerinterne Teilnahmebescheinigung ohne externe Zertifizierungsprüfung.
Nutzen & Perspektiven
Der praktische Mehrwert dieser Weiterbildung liegt darin, dass Methodenwissen und Werkzeugkompetenz nicht getrennt, sondern gemeinsam vermittelt werden. Viele Berufseinsteiger:innen kennen zwar theoretische Projektmanagement-Begriffe, scheitern im Alltag aber daran, einen Projektplan tatsächlich in Excel abzubilden oder ein Kanban-Board sinnvoll zu strukturieren. Genau diese Lücke schließt der eigene Excel- und Kanban-Modulblock. Da Excel in nahezu jedem Unternehmen unabhängig von spezialisierter Projektmanagement-Software verfügbar ist, ist die erworbene Kompetenz sofort einsetzbar – unabhängig davon, welches konkrete Tool ein künftiger Arbeitgeber zusätzlich nutzt. Die Ergänzung um Kanban als visuelles Flusssteuerungssystem und DevOps-Grundlagen erweitert dieses Fundament um Ansätze, die insbesondere in IT-nahen und agil arbeitenden Teams zunehmend Standard sind. Für den Einstieg in Rollen wie Projektmanagement-Assistenz, Projektkoordination oder Junior-Projektmanagement ist diese Kombination aus Grundlagenwissen und sofort anwendbarer Werkzeugpraxis ein klarer Vorteil gegenüber rein theoretischen Projektmanagement-Einführungen. Wer bereits in der Weiterbildung eigene Projektpläne und Boards erstellt hat, tritt selbstbewusster in den ersten Projektalltag ein. Nicht zuletzt schult die Verbindung der drei Werkzeuge ein Verständnis dafür, dass Projektsteuerung selten nur eine einzige richtige Methode kennt. Ein Excel-Zeitplan eignet sich gut für Vorhaben mit klaren Meilensteinen und festem Budgetrahmen, während ein Kanban-Board seine Stärken bei kontinuierlicher, gleichmäßig eintreffender Arbeit ausspielt. Wer beide Perspektiven aus eigener praktischer Erfahrung kennt, kann im späteren Berufsalltag begründet entscheiden, welches Werkzeug für welche Projektsituation tatsächlich passt, statt sich ungeprüft auf ein einziges Vorgehen festzulegen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was unterscheidet diesen Kurs von anderen Projektmanagement-Einführungen?
Der Kurs verbindet die methodischen Grundlagen mit einem eigenständigen Excel-Modulblock für die praktische Projektplanung sowie separaten Modulen zu Kanban und DevOps, statt bei reiner Theorie zu bleiben.
Brauche ich bereits Excel-Kenntnisse?
Nein, Excel-Erfahrung ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Der Excel-Modulblock vermittelt Formeln, Zeitplandarstellungen und Ressourcenübersichten von den Grundlagen an.
Was lernt man im Kanban-Modul konkret?
Die Teilnehmenden lernen, Kanban-Boards aufzubauen, Work-in-Progress-Limits festzulegen und Durchlaufzeiten sowie Engpässe im Arbeitsfluss zu erkennen und zu verbessern.
Ist DevOps hier ein eigener Themenblock?
Ja, DevOps-Grundlagen bilden einen eigenständigen Modulblock mit Inhalten zu Continuous Integration, Continuous Delivery und den kulturellen Voraussetzungen enger Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und Betrieb.
Für welche beruflichen Einstiegsrollen eignet sich die Weiterbildung?
Besonders geeignet ist sie für den Einstieg als Projektmanagement-Assistenz, Projektkoordination oder Junior-Projektmanagement, da praktische Werkzeugkompetenz direkt mit methodischem Grundlagenwissen verbunden wird.
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