Überblick
Projektmanagement, Dokumentenprofi-Kenntnisse und DevOps-Methodenwissen — drei Qualifikationsbereiche, die einzeln je Weiterbildungsmonate erfordern würden, hier in einem aufeinander abgestimmten Lehrgang. Der Kurs richtet sich an Menschen, die Projektarbeit von Grund auf lernen wollen: vom ersten Meilensteinplan über professionelle Dokumentengestaltung bis zum DevOps-Professional-Zertifikat, das moderne Entwicklungs- und Betriebsmethoden nachweist. Methodische Kompetenz und strukturiertes Arbeiten stehen dabei ebenso im Fokus wie die Vorbereitung auf anerkannte Prüfungen.
Kursinhalte & Lernziele
Das erste Modul legt das Fundament für klassisches und agiles Projektmanagement. Teilnehmende lernen, was ein Projekt im organisatorischen Sinne ausmacht, wie Pläne strukturiert werden und welche Rollen und Verantwortlichkeiten typische Projekte prägen. Sowohl plangetriebene als auch iterative Vorgehensmodelle werden gegenübergestellt und in Beispielen erprobt.
- Projektdefinition, Projektziele und Abgrenzung von Routinetätigkeiten
- Phasenmodelle und Projektlebenszyklus im klassischen Projektmanagement
- Projektstrukturplan (PSP) und Work Breakdown Structure (WBS) erstellen
- Meilensteinplanung, Netzplantechnik und kritischer Pfad
- Stakeholder-Analyse und Kommunikationsplanung im Projektteam
- Risikomanagement: Identifikation, Bewertung und Gegenmaßnahmen
Das zweite Modul widmet sich Microsoft Word als professionellem Werkzeug für Projektdokumentation. Viele Grundkenntnisse in Word decken Formatierung im Alltag ab, nicht aber die strukturierte Erstellung langer Dokumente mit automatisierten Verzeichnissen, Revisionsmarkierungen und einheitlichem Corporate-Layout — genau das wird hier praxisnah trainiert.
- Formatvorlagen erstellen, anwenden und konsistent durch Dokumente ziehen
- Gliederungen, nummerierte Überschriften und automatisches Inhaltsverzeichnis
- Abbildungs- und Tabellenverzeichnisse, Querverweise und Fuß- / Endnoten
- Überarbeitungsmodus: Änderungen nachverfolgen, annehmen und kommentieren
- Serienbrief und Vorlagendateien für wiederkehrende Projektberichte
- Dokumentenschutz, Abschnittswechsel und mehrspaltige Layouts
Das dritte Modul behandelt DevOps umfassend: als Kulturbewegung, als Methodik und als Prüfungsthema. DevOps ist weit mehr als ein Set von Werkzeugen; es beschreibt eine Denkweise, die Entwicklung und Betrieb durch gemeinsame Verantwortung, schnelle Feedback-Zyklen und Automatisierung verbindet.
- CALMS-Framework: Culture, Automation, Lean, Measurement, Sharing
- Die drei Wege nach The DevOps Handbook: Flow, Feedback, Kontinuierliches Lernen
- Continuous Integration (CI): Grundprinzipien, Build-Pipelines, automatisierte Tests
- Continuous Delivery und Continuous Deployment: Unterschiede und Einsatzkontexte
- Value Stream Mapping: Verschwendung erkennen und Engpässe visualisieren
- Monitoring, Logging und Incident Management im DevOps-Kontext
Praxisblock — Anwendungsszenarien und Übungen In den folgenden Aufgaben fließen alle drei Themenbereiche zusammen: Projekte planen, Dokumente professionell erstellen und DevOps-Methoden anwenden.
- Projektcharter für ein fiktives Softwareprojekt unter Anleitung ausarbeiten
- PSP für ein reales Vorhaben (Website-Relaunch) in Gruppenarbeit strukturieren
- Risikoregister erstellen: Eintrittswahrscheinlichkeit, Auswirkung und Maßnahmenplanung
- Word-Vorlagendatei für Projektstatusberichte mit Formatvorlagen und Kopfzeile einrichten
- Automatisches Inhaltsverzeichnis und Abbildungsverzeichnis für einen 10-seitigen Bericht erstellen
- DevOps-Fallstudie analysieren: wo scheitert klassisches PM, wo greift DevOps-Denken?
- Value Stream Map für einen Softwareauslieferungsprozess zeichnen und Optimierungen vorschlagen
- Übungsaufgaben im DevOps-Professional-Prüfungsformat bearbeiten und auswerten
- Agiles Sprint-Planning mit Product Backlog und Story Points simulieren
- Kanban-Board für ein kleines Projekt einrichten und WIP-Limits festlegen
- Kombiniertes Szenario: PM-Plan für ein DevOps-Einführungsprojekt in einer fiktiven Firma
Die Übungen verbinden alle drei Themenbereiche: Wer einen DevOps-Einführungsplan erstellt, übt gleichzeitig PM-Methoden und erstellt die dazugehörige Dokumentation professionell in Word.
Lernziele:
- Projekte nach klassischen und agilen Methoden planen, steuern und abschließen
- Projektziele, Phasen, Meilensteine und Projektstrukturpläne erstellen
- Stakeholder- und Risikomanagement in Projekten verstehen und anwenden
- Microsoft Word für professionelle Projektdokumentation effizient nutzen
- Formatvorlagen, Gliederungen und automatische Verzeichnisse in Word erstellen
- DevOps-Kultur, -Prinzipien und die CALMS-Werte verstehen und erläutern
- Continuous Integration und Continuous Delivery als Kernkonzepte von DevOps erklären
- Feedback-Schleifen und Wert-Strom-Analyse (Value Stream Mapping) anwenden
- Scrum und Kanban als agile Rahmensysteme im Projektkontext einsetzen
- Überlappungen zwischen DevOps, Scrum und klassischem Projektmanagement einordnen
- Auf die DevOps Professional Certificate-Prüfung zielgerichtet vorbereiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs ist für Personen gedacht, die ohne Vorerfahrung in Projektarbeit einsteigen, aber gleichzeitig methodische Tiefe aufbauen möchten — nicht nur Grundlagen, sondern gleich bis zum ersten anerkannten Zertifikat.
- Personen ohne formale IT-Ausbildung, die in Projektkoordination wechseln möchten
- Kaufmännische Fachkräfte, die Projektverantwortung übernehmen
- Technikinteressierte Quereinsteiger, die DevOps-Methodenwissen aufbauen wollen
- Verwaltungs- oder Dienstleistungsberufe mit zunehmendem PM-Anteil
- Personen nach einer beruflichen Neuorientierungsphase
Grundlegende Computerkenntnisse und die Fähigkeit, im Internetbrowser zu navigieren, reichen als technische Basis aus. Ein akademischer Hintergrund ist nicht erforderlich. Deutschkenntnisse auf mindestens B2-Niveau sind sinnvoll, da Projektmanagement-Dokumentation und DevOps-Fachliteratur auf Deutsch erarbeitet werden. Wer bereits gelegentlich Word genutzt hat, kann das Word-Modul teils im Selbsttempo durcharbeiten; absolute Einsteiger werden Schritt für Schritt geführt.
Ablauf & Abschluss
Die Weiterbildung findet als Live-Unterricht im virtuellen Klassenzimmer statt, mit festen Sitzungszeiten und einem interaktiven Mix aus Vortrag, Demonstration und geführten Übungsblöcken. PM-Konzepte werden anhand von Fallbeispielen erarbeitet; Word-Übungen finden direkt am eigenen Rechner statt; für die DevOps-Einheiten werden Diagramm-Tools und Fallstudienanalysen eingesetzt. Die Inhalte wechseln regelmäßig zwischen den drei Modulen, um kognitive Ermüdung zu vermeiden und Verbindungen zwischen den Themen herzustellen.
Die Gesamtdauer hängt von der Modulkombination und dem Lerntempo ab. Da drei umfangreiche Themenbereiche abgedeckt werden, ist von einem mehrwöchigen Lehrgang auszugehen. Eine Teilzeitvariante ist auf Anfrage möglich.
Teilnehmende erhalten nach Abschluss eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung. Das DevOps Professional Certificate wird durch das Bestehen der zugehörigen Prüfung erworben, die separat bei einem akkreditierten Testzentrum abgelegt wird. Die Weiterbildung bereitet gezielt auf diese Prüfung vor.
Nutzen & Perspektiven
Projektmanagement-Kenntnisse, professionelle Dokumentationsfähigkeiten und DevOps-Verständnis bilden gemeinsam ein Kompetenzprofil, das in modernen Organisationen immer gefragter wird. Der Trend zu agiler Arbeit und DevOps-Denken macht isolierte PM-Kenntnisse allein immer weniger ausreichend — wer die Verbindung zur Entwicklungs- und Betriebswelt herstellen kann, ist wertvoller für das Team. Microsoft Word mag altbekannt wirken, aber professionelle Dokumentation ist eine unterschätzte Kompetenz. Projektberichte, Lastenheftvorlagen und Statusmemos, die konsistent formatiert, klar gegliedert und schnell anpassbar sind, sparen im Alltag erheblich Zeit. Wer Word wirklich beherrscht, wirkt nicht nur professioneller, sondern arbeitet nachweislich schneller. Das DevOps Professional Certificate schließlich ist ein herstellerneutraler Nachweis, der in Stellenanzeigen für Projektkoordinatoren, Scrum Master und IT-Berater zunehmend erwähnt wird. Er signalisiert Grundverständnis für die Schnittstelle zwischen Entwicklung und Betrieb — eine Schnittstelle, an der Projekte heute oft scheitern. Wer dieses Zertifikat gemeinsam mit PM-Methodik und solider Dokumentationskompetenz vorweisen kann, bringt ein Kombiprofil mit, das viele Einzelspezialistinnen und -spezialisten nicht haben. Für Teams, die gerade von klassischem zu agilem Arbeiten wechseln, ist jemand besonders wertvoll, der weder rein technisch noch rein methodisch denkt, sondern beides verbindet. Dieser Kurs positioniert Absolventinnen und Absolventen genau in dieser Brückenrolle: als Fachkräfte, die Projekte strukturiert planen, Ergebnisse professionell dokumentieren und DevOps-Prinzipien in den Alltag des Teams einbringen — alles aus einer Hand.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist ein DevOps Professional Certificate?
Das DevOps Professional Certificate ist ein herstellerneutrales Zertifikat, das Kenntnisse in DevOps-Kultur, -Praktiken und -Tools nachweist. Es wird von Organisationen wie dem DevOps Institute (DOFD, DASA oder äquivalent) vergeben und richtet sich an Einsteiger sowie Fachleute, die DevOps-Prinzipien im Berufsalltag anwenden möchten.
Warum ist Microsoft Word Teil eines Projektmanagement-Kurses?
Projektmanager erstellen täglich strukturierte Dokumente: Berichte, Protokolle, Lastenheftvorlagen, Statusupdates. Professionelle Word-Kenntnisse — Formatvorlagen, Gliederungen, Inhaltsverzeichnisse, Nachverfolgung — sind im Berufsalltag unverzichtbar und fehlen vielen Einsteigerinnen und Einsteigern trotz allgemeiner PC-Kenntnisse.
Ist der Kurs auch für Menschen ohne IT-Hintergrund geeignet?
Ja. Der Kurs ist als Einstieg konzipiert und setzt keine IT- oder Programmiervorerfahrung voraus. DevOps wird methodisch und kulturell vermittelt, nicht als rein technisches Toolset. Wer nach dem Kurs tiefer in die technische Umsetzung einsteigen möchte, hat dafür eine solide Grundlage.
Welche Projektmanagement-Methoden werden behandelt?
Der Kurs deckt sowohl klassisches (plangetriebenes) Projektmanagement nach DIN 69901 und PMBoK-Grundlagen als auch agile Methoden wie Scrum und Kanban ab. DevOps wird als methodische Brücke zwischen Entwicklung und Betrieb positioniert, nicht als isoliertes Technikthema.
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