Überblick
Dieser Kurs vereint vier Säulen der modernen IT-Sicherheit in einem integrierten Lernprogramm: Netzwerksicherheit, Ethical Hacking, digitale IT-Forensik und den ergänzenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Angriffserkennung. Statt jede Disziplin isoliert zu behandeln, verbindet der Kurs sie durch realitätsnahe Praxisszenarien — beginnend beim Aufbau eines gesicherten Testnetzwerks über die Simulation typischer Angriffsmuster bis hin zur forensischen Nachverfolgung und Auswertung digitaler Spuren. Mit den enthaltenen Zertifizierungsvorbereitungen für CEH, CHFI, CompTIA Security+, Network+ und Microsoft AI-900 deckt das Programm ein breites Spektrum international anerkannter Qualifikationsnachweise ab.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Grundlagen der Netzwerksicherheit: CompTIA Network+ und Security+ Der erste Block legt das technische Fundament, auf dem alle weiteren Inhalte aufbauen. Netzwerkarchitekturen, Protokolle und Sicherheitskonzepte werden sowohl theoretisch als auch anhand des Praxisbeispiels „Aufbau eines Testnetzwerks zur Absicherung gegen Angriffe" vermittelt. Wer CompTIA Network+ und Security+ anstrebt, findet hier die vollständige Prüfungsvorbereitung.
- OSI-Modell, TCP/IP-Stack und Netzwerkprotokolle im Sicherheitskontext
- Netzwerkgeräte: Router, Switches, Firewalls, IDS/IPS konfigurieren und absichern
- VPNs, VLANs und Netzwerksegmentierung als Schutzmaßnahmen
- Grundlegende Sicherheitskonzepte: Authentifizierung, Autorisierung, Verschlüsselung (CompTIA Security+)
- Bedrohungsmodellierung: typische Angriffsvektoren gegen Netzwerkinfrastrukturen einordnen
Modul 2 — Ethical Hacking: CEH-Methodik und Angriffssimulation Aufbauend auf den Netzwerkgrundlagen führt dieser Block in die Denkweise und die Werkzeuge eines Certified Ethical Hackers ein. Das Praxisszenario „Simulierter Netzwerkangriff" zeigt, wie eine kontrollierte Angriffssimulation von der Planung bis zur Dokumentation abläuft.
- Die CEH-Phasen: Reconnaissance, Scanning, Gaining Access, Maintaining Access, Covering Tracks
- Typische Angriffsmethoden in Netzwerken: ARP-Poisoning, DNS-Spoofing, Man-in-the-Middle
- Werkzeuge des Ethical Hackings: Nmap, Metasploit, Wireshark, Netcat im Überblick
- Schwachstellen-Scanning und -bewertung im Netzwerkkontext
- Exploitation-Grundlagen: wie Angriffe von der Erkundung zur Kompromittierung eskalieren
Modul 3 — IT-Forensik: CHFI-Methodik und digitale Spurensicherung Dieser Block wechselt die Perspektive: Vom Angreifer zur Ermittlerin. EC-Council CHFI (Computer Hacking Forensic Investigator) vermittelt, wie nach einem Vorfall digitale Beweise methodisch gesichert und analysiert werden. Das Praxisszenario „Analyse einer kompromittierten Netzwerkkomponente" macht die Forensik-Methodik greifbar.
- Forensische Grundprinzipien: Chain of Custody, Beweisintegrität, Anti-Kontamination
- Disk-Imaging und Speicheranalyse: Werkzeuge und Verfahren für rechtssichere Sicherungen
- Netzwerk-Forensik: Paketanalyse, Log-Auswertung, Timeline-Rekonstruktion
- Malware-Forensik: Analyse verdächtiger Dateien und Prozesse in isolierten Umgebungen
- Forensische Berichte: Struktur, Sprache und Anforderungen für rechtsverwertbare Dokumentation
Modul 4 — Verbindung Ethical Hacking und Forensik: Integriertes Szenario Dieser Modul ist das verbindende Herzstück des Kurses. Das Praxisszenario „Nachverfolgung eines simulierten Hackerangriffs im Netzwerk" zeigt, wie Angriffswissen und forensische Analysefähigkeiten zusammenwirken.
- Angriffsszenario planen und im kontrollierten Testnetz durchführen
- Forensische Nachverfolgung: welche Spuren hat der Angriff hinterlassen?
- Beweissicherung unter realistischen Bedingungen: flüchtige Daten, Netzwerktraffic, Systemlogs
- Forensischen Bericht aus dem Angriffsszenario erstellen
- Abwehrmaßnahmen ableiten: welche Schutzmaßnahmen hätten den Angriff verhindert?
Modul 5 — KI-Unterstützung in der Netzwerksicherheit: Microsoft AI-900 Das abschließende Modul bettet Künstliche Intelligenz als ergänzendes Werkzeug in die IT-Sicherheit ein. Microsoft AI-900 (Azure AI Fundamentals) liefert das konzeptionelle Fundament, auf dem moderne KI-gestützte Security-Tools basieren. Das Praxisszenario „KI-gestützte Erkennung von Angriffen in Netzwerkanalysen" zeigt, wie Machine-Learning-Modelle Anomalien in Netzwerkdaten identifizieren.
- Grundkonzepte maschinellen Lernens: überwachtes, unüberwachtes Lernen, neuronale Netze
- Azure AI-Dienste im Überblick: Cognitive Services, Machine Learning Studio
- Automatisierte Mustererkennung in Netzwerkdaten: was kann KI, was kann sie nicht?
- Anomalie-Detektion: wie KI-Systeme ungewöhnliches Verhalten in Logs erkennen
- Bewertung KI-gestützter Security-Tools: Stärken, Grenzen, Fehlalarme
Praxisblock — Integrierte Übungen und Abschlussprojekt
- Komplettes Netzwerksicherheits-Audit: von der Konfigurationsüberprüfung zur Schwachstellenanalyse
- CEH-Simulation: Ethical-Hacking-Durchlauf mit vollständiger Dokumentation aller Phasen
- CHFI-Forensik-Übung: Analyse eines kompromittierten Systems mit anschließendem Bericht
- KI-Analyse-Übung: Netzwerk-Log-Datensatz mit einfachen ML-Werkzeugen auf Anomalien untersuchen
- Kombiniertes Abschlussprojekt: Angriff simulieren, forensisch auswerten, KI-Erkennung einbeziehen
- Abwehrkonzept entwickeln und präsentieren: Lessons Learned aus dem Gesamtdurchlauf
- Überblick über Compliance-Rahmenwerke (BSI IT-Grundschutz, ISO 27001, NIS2) für alle Bereiche
- Vorbereitung auf die Zertifizierungsprüfungen: CEH, CHFI, Security+, Network+, AI-900
Der Praxisblock verdichtet alle fünf Module zu einem kohärenten End-to-End-Szenario: Ein fiktives Unternehmensnetz wird zunächst konfiguriert und abgesichert, anschließend mit CEH-Methoden angegriffen, forensisch ausgewertet, per KI-Tool auf Anomaliemuster überprüft und abschließend mit einem konkreten Abwehrkonzept versehen. Diese integrierte Perspektive ist der Hauptunterschied zu Kursen, die jede Disziplin isoliert behandeln.
Lernziele:
- Grundlagen der Netzwerksicherheit mit CompTIA Network+ und Security+ solide verankern
- Typische Angriffsszenarien in Netzwerken kennen und einordnen
- CEH-Methodik anwenden: Angriffsphasen, eingesetzte Tools und Denkweise eines Ethical Hackers verstehen
- Simulierte Netzwerkangriffe planen, durchführen und dokumentieren
- Digitale Spuren nach einem Sicherheitsvorfall mit CHFI-Methodik sichern und analysieren
- Forensische Berichte erstellen, die den Anforderungen an rechtsverwertbare Dokumentation entsprechen
- Angriffssimulation und forensische Analyse im kombinierten Szenario verknüpfen
- KI-Grundkonzepte (AI-900) im Kontext der Netzwerksicherheit einordnen
- Automatisierte Mustererkennung und Anomalie-Detektion in Netzwerkdaten verstehen
- KI-gestützte Security-Tools bewerten und gezielt einsetzen
- Netzwerke proaktiv absichern und Abwehrmaßnahmen aus Angriffserkenntnissen ableiten
- Alle Prüfungsobjektive der enthaltenen Zertifizierungen sicher abdecken
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an IT-Fachkräfte, die ein breites, integriertes Sicherheitsprofil aufbauen möchten — mit Tiefe in Angriff, Forensik und Netzwerkschutz gleichzeitig.
- Netzwerkadministratoren und Systemtechniker mit Sicherheitsambitionen
- IT-Sicherheitsfachkräfte, die Ethical Hacking und Forensik erstmals kombinieren möchten
- Angehende IT-Forensiker mit Netzwerkhintergrund
- Junior-Sicherheitsanalysten, die mehrere Zertifizierungen in einem Programm erwerben wollen
- Technisch erfahrene Quereinsteiger, die in die IT-Sicherheit wechseln möchten
Praktische Grundkenntnisse in Netzwerktechnik sind unerlässlich: Subnetting, Routing-Grundlagen, Protokolle wie DNS, DHCP und HTTP sollten bekannt sein. Der Umgang mit Windows- und Linux-Kommandozeilentools wird vorausgesetzt. Da mehrere internationale Zertifizierungsprüfungen auf Englisch stattfinden, sind gute Lesekenntnisse in technischem Englisch wichtig. Vorkenntnisse in IT-Sicherheit erleichtern den Einstieg, sind aber kein hartes Aufnahmekriterium, wenn die Netzwerkgrundlagen solide vorhanden sind.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs verbindet Theorie-Einheiten mit praktischen Übungsphasen und konkreten Praxisszenarien in kontrollierten Testumgebungen. Jeder thematische Block mündet in ein Praxisprojekt, das das Gelernte unmittelbar anwendet. Die Unterrichtsform — ob virtuelles Klassenzimmer oder Trainingszentrum — ermöglicht die interaktive Auseinandersetzung mit Trainer und Lerngruppe. Demonstrationen durch erfahrene Sicherheitspraktiker und eigenständige Laborarbeit wechseln sich gezielt ab.
Der Kurs ist modular aufgebaut, sodass Umfang und Dauer von der individuellen Modulauswahl abhängen. Wer alle fünf Zertifizierungsvorbereitungen durchlaufen möchte, sollte mit mehreren Wochen bis wenigen Monaten rechnen — je nach gewähltem Zeitmodell (Teilzeit oder Vollzeit). Die Modulstruktur erlaubt, einzelne Schwerpunkte zu priorisieren oder bereits vorhandene Kenntnisse zu überspringen.
Der Kurs schließt mit einem trägerinternen Lehrgangszertifikat ab. Darüber hinaus bereitet er auf fünf externe Zertifizierungsprüfungen vor: CEH und CHFI (beide bei EC-Council), CompTIA Security+ und Network+ (bei Pearson VUE) sowie Microsoft AI-900 (bei einem autorisierten Microsoft-Testcenter). Alle Prüfungen werden separat abgelegt; die Zertifikate sind international anerkannt und in vielen Stellenprofilen für IT-Sicherheitsrollen gelistet.
Nutzen & Perspektiven
Das Besondere an diesem Kurs ist die Dreifachintegration von Angriff, Verteidigung und forensischer Analyse — ergänzt durch den Blick auf KI als modernem Hilfsmittel der Angriffserkennung. Wer alle fünf Zertifizierungen erwirbt, signalisiert dem Arbeitsmarkt ein ungewöhnlich breites und gleichzeitig tiefes Sicherheitsprofil: von den Netzwerkgrundlagen über aktive Angriffssimulation bis zur rechtsverwertbaren Spurensicherung. Für Arbeitgeber — ob Unternehmen, Behörden oder Sicherheitsdienstleister — bedeutet ein solcher Mitarbeiter erhebliche Flexibilität: Er kann in SOC-Teams ebenso eingesetzt werden wie bei Penetrationstests, Forensik-Untersuchungen oder der Konzeption von Sicherheitsarchitekturen. Gerade in kleineren und mittelständischen Unternehmen, die keine getrennten Spezialteams betreiben können, ist ein solches Allround-Profil von besonderem Wert. Die Integration von KI-Grundlagen macht den Kurs darüber hinaus zukunftsfähig: KI-gestützte Sicherheitswerkzeuge werden immer wichtiger, und IT-Sicherheitsfachkräfte, die deren Funktionsweise und Grenzen einschätzen können, treffen bessere Entscheidungen beim Einsatz automatisierter Erkennungssysteme — ein Kompetenzvorsprung, der angesichts der wachsenden Bedeutung von Security Operations Centers in den kommenden Jahren weiter an Wert gewinnt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Zertifizierungen bereitet dieser Kurs vor?
Der Kurs deckt mehrere Zertifizierungen ab: Certified Ethical Hacker (CEH) und EC-Council CHFI (Computer Hacking Forensic Investigator) vom EC-Council, CompTIA Security+ und Network+ von CompTIA sowie AI-900 (Azure AI Fundamentals) von Microsoft. Alle Prüfungen werden separat bei den jeweiligen Zertifizierungsstellen abgelegt.
Was ist der Unterschied zwischen CEH und CompTIA PenTest+?
CEH von EC-Council ist stärker auf die Breite von Angriffstechniken und -tools ausgerichtet und deckt ein sehr umfangreiches Themenspektrum ab. CompTIA PenTest+ fokussiert auf den vollständigen Penetrationstest-Lebenszyklus inklusive Planung und Reporting. Dieser Kurs setzt auf CEH und ergänzt es durch Forensik, Netzwerksicherheitsgrundlagen und KI-Analyse.
Warum ist KI (AI-900) Teil eines Ethical-Hacking-Kurses?
KI-Systeme spielen eine wachsende Rolle bei der Erkennung von Angriffen in Echtzeit — durch automatisierte Mustererkennung in Netzwerkdaten, Anomalie-Detektion und Verhaltensanalyse. AI-900 vermittelt die Grundkonzepte, auf denen solche Systeme basieren, und hilft IT-Sicherheitsfachkräften, KI-gestützte Security-Tools besser einzusetzen und einzuschätzen.
Wie werden Praxisszenarien im Kurs umgesetzt?
Jeder thematische Block enthält ein konkretes Praxisszenario: etwa den Aufbau und Angriff eines Testnetzwerks, die Simulation eines Netzwerkangriffs mit anschließender forensischer Auswertung oder die KI-gestützte Erkennung von Angriffen in Netzwerkanalysen. Die Szenarien sind realistisch und aufeinander aufbauend gestaltet.
Für wen ist der CHFI-Teil besonders relevant?
CHFI ist für alle relevant, die nach einem Sicherheitsvorfall digitale Beweise sichern, analysieren und in einen Report überführen müssen — beispielsweise in SOC-Teams, IT-Rechtsabteilungen oder bei der Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden. Der Kurs zeigt sowohl technische Forensik-Methoden als auch die Dokumentationsanforderungen für rechtsverwertbare Berichte.
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