Überblick
Dieser Kurs verbindet zwei Themenfelder, die in der modernen IT-Arbeitsorganisation unmittelbar zusammengehören: DevOps als methodisches Framework für schnelle, verlässliche Software-Lieferung und Microsoft Teams als die führende Kollaborationsplattform, die genau diese iterative Zusammenarbeit in der Praxis trägt. Im DevOps-Teil arbeiten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die drei Wege von DevOps — Fluss, Feedback und kontinuierliches Lernen — auf dem Niveau des EXIN DevOps Professional-Zertifikats. Im Teams-Teil lernen sie, wie die Plattform für ortsunabhängige Teamarbeit, Meetings und Zusammenarbeit in der Dokumentenarbeit eingesetzt wird.
Kursinhalte & Lernziele
DevOps-Grundlagen und die drei Wege DevOps entstand aus der Erkenntnis, dass die klassische Trennung zwischen Entwicklung (Dev) und IT-Betrieb (Ops) zu langen Durchlaufzeiten, häufigen Störungen und gegenseitigen Schuldzuweisungen führt. Das EXIN DevOps Professional-Zertifikat adressiert dieses Problem systematisch über das Rahmenwerk der drei Wege. In diesem Block werden die konzeptionellen Grundlagen gelegt, die die restlichen Module aufbauen.
- Ursprung und Definition von DevOps: Ziele, Werte und Abgrenzung zu klassischem ITIL/ITSM
- DevOps-Adoption: Voraussetzungen, typische Widerstände und Erfolgsfaktoren
- Überblick über den EXIN DevOps Professional-Zertifizierungsrahmen
- Beziehung zwischen DevOps und agilen Methoden (Scrum, Kanban)
- Systemdenken als Basis für alle drei Wege
- Kulturelle Veränderungen: psychologische Sicherheit und Blameless Postmortems
The First Way: Flow Der erste Weg befasst sich mit dem Wertfluss von der Entwicklungsidee bis zum laufenden System. Ziel ist es, diesen Fluss zu beschleunigen, Verschwendung zu eliminieren und Übergaben zu reduzieren. Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, wie Continuous Integration und Continuous Delivery (CI/CD) diesen Fluss technisch unterstützen und wie Engpass-Analyse dabei hilft, Verbesserungsmaßnahmen zu priorisieren.
- Wertstromanalyse: Fluss visualisieren und Engpässe identifizieren
- Continuous Integration: Code regelmäßig zusammenführen und automatisiert testen
- Continuous Delivery und Continuous Deployment: Deployment-Pipelines gestalten
- Infrastructure as Code als Grundlage reproduzierbarer Deployments
- Work-in-Progress-Limits und Kanban-Prinzipien im DevOps-Kontext
- Übergaben reduzieren: cross-funktionale Teams und gemeinsame Verantwortung
The Second Way: Feedback Schnelle Rückkopplungsschleifen sind das Herzstück eines funktionierenden DevOps-Systems. Der zweite Weg beschreibt, wie Informationen aus Produktion und Betrieb zurück in die Entwicklung fließen — nicht nach Tagen oder Wochen, sondern in Minuten. Monitoring, Alerting und Incident-Kulturen werden als zentrale Feedback-Mechanismen behandelt.
- Monitoring und Observability: Metriken, Logs und Traces sinnvoll einsetzen
- Alerting-Strategien: sinnvolle Schwellwerte und Alert-Eskalation
- Incident-Kultur: schnelle Reaktion, blameless Postmortems und Lernprozesse
- A/B-Testing und Feature Flags als Produktionsfeedback-Werkzeuge
- Security als Feedback-Schleife: Security in den Entwicklungsprozess integrieren
- Change Management in DevOps: lightweight Change-Prozesse und Risikobewertung
The Third Way: Continual Learning and Experimentation Der dritte Weg adressiert die Lernkultur einer Organisation: Wie werden Fehler als Lernchancen genutzt? Wie werden Experimente ermutigt? Wie verbreitet sich Wissen effektiv im Team? Dieser Block schließt auch die Anforderungen an Informationssicherheit in DevOps-Umgebungen ein, die als systemische Eigenschaft in alle Prozesse integriert werden sollte.
- Lernkultur aufbauen: Fehlertoleranz, Experimente und Hypothesentests
- Chaos Engineering als bewusstes Üben im Umgang mit Ausfällen
- Wissenstransfer: Dokumentation, Runbooks und interne Wissensdatenbanken
- Gamification und Hackathons als Werkzeuge für kontinuierliche Verbesserung
- Informationssicherheit in DevOps: DevSecOps-Grundprinzipien
- Compliance und Change Management: Balance zwischen Agilität und Governance
Microsoft Teams für ortsunabhängige Zusammenarbeit Microsoft Teams ist weit mehr als ein Chat-Programm — es ist die zentrale Oberfläche für die gesamte Microsoft-365-Arbeitswelt. Dieser Block vermittelt, wie Teams strukturiert eingesetzt wird, um Kommunikation zu bündeln, Dokumente gemeinsam zu bearbeiten und Meetings effizient zu gestalten. Besonders für DevOps-Teams, die ortsverteilt arbeiten, ist Teams ein unverzichtbares Koordinationswerkzeug.
- Teams-Struktur: Organisationen, Teams, Kanäle und Privat-Chats
- Besprechungen planen, durchführen und aufzeichnen in Teams
- Gemeinsame Dateiarbeit mit SharePoint-Integration und Co-Authoring
- Tabs und Apps in Kanälen: Planner, Notizen, externe Tools einbinden
- Teams-Benachrichtigungen sinnvoll konfigurieren
- Integration mit Outlook, OneNote und anderen Microsoft-365-Diensten
- Mobile Nutzung von Teams: Unterschiede zur Desktop-App
Praxisübungen DevOps und Teams im Zusammenspiel In diesem abschließenden Übungsblock werden DevOps-Konzepte und Teams-Nutzung kombiniert: Wie werden DevOps-Rituale wie Stand-ups, Sprint Reviews oder Incident-Postmortems in Teams strukturiert? Wie lassen sich CI/CD-Benachrichtigungen in Teams-Kanäle integrieren?
- Einrichtung eines Team-Channels für DevOps-Monitoring-Alerts
- Verwendung von Planner in Teams für Backlog- und Sprint-Organisation
- Simulation eines Incident-Response-Szenarios mit Teams-Kommunikation
- Aufbau einer Knowledge-Base in Teams mit OneNote-Integration
- Diskussion typischer EXIN-DevOps-Professional-Prüfungsszenarien
- Praxisübungen zu Change-Management-Prozessen im DevOps-Kontext
Lernziele:
- Die Kernprinzipien von DevOps erklären und auf konkrete IT-Betriebsszenarien anwenden
- Den First Way (Fluss) verstehen: Engpässe erkennen, Durchsatz optimieren, Übergaben minimieren
- Den Second Way (Feedback) einsetzen: schnelle Rückkopplungsschleifen in Entwicklung und Betrieb aufbauen
- Den Third Way (kontinuierliches Lernen) umsetzen: Lernkultur, Experimente und systemische Verbesserung fördern
- DevOps-Transformation im eigenen Organisationskontext einschätzen und Einführungsstrategien entwickeln
- Informationssicherheits- und Change-Management-Anforderungen in DevOps-Umgebungen berücksichtigen
- Microsoft Teams einrichten, konfigurieren und für die tägliche Teamarbeit nutzen
- Kanäle, Tabs, Besprechungen und Chats in Teams effizient organisieren
- Teams in die Microsoft-365-Produktivitätswerkzeuge integrieren
- Ortsunabhängige Zusammenarbeit mit Teams-Funktionen strukturiert gestalten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich an IT-Fachkräfte, die DevOps-Prinzipien verstehen und anwenden sowie moderne Kollaborationswerkzeuge professionell einsetzen möchten.
- Softwareentwicklerinnen und -entwickler, die ihre Arbeit mit dem IT-Betrieb besser verzahnen wollen
- Systemadministratorinnen und -administratoren, die DevOps-Transformationen begleiten
- IT-Operations-Manager, die ihre Organisationen auf DevOps ausrichten
- Scrum Master und agile Coaches, die das DevOps-Rahmenwerk kennenlernen möchten
- Alle Microsoft-365-Anwenderinnen und -Anwender, die Teams strukturierter einsetzen möchten
Grundlegende IT-Kenntnisse und Erfahrung im IT-Betrieb oder in der Softwareentwicklung sind sinnvoll. Der DevOps-Professional-Kurs ist konzeptionell ausgerichtet und setzt keine tiefen technischen Entwicklerkenntnisse voraus — wichtiger ist das Verständnis, wie IT-Prozesse in einer Organisation funktionieren. Für den Teams-Teil sind grundlegende PC-Kenntnisse und die Verwendung von Windows oder einem anderen Desktop-Betriebssystem ausreichend.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird als Combined-Learning-Kurs in Vollzeit durchgeführt: angeleitete Unterrichtseinheiten wechseln mit eigenständigen Vertiefungsphasen ab. Der DevOps-Teil ist konzeptionell und diskussionsorientiert — Fallszenarien, Gruppenanalysen und praktische Übertragungen auf eigene Arbeitsumgebungen bilden den Kern. Der Teams-Teil ist stark hands-on: Teilnehmerinnen und Teilnehmer konfigurieren Teams direkt und erproben die verschiedenen Funktionen in Übungsszenarien.
Der Kurs ist für eine Dauer von mehr als einer Woche bis zu einem Monat im Vollzeitformat ausgelegt. Die genaue Dauer hängt davon ab, welche Tiefe bei den einzelnen DevOps-Themen und welcher Übungsumfang im Teams-Teil eingeplant sind.
Der Kurs bereitet auf die EXIN DevOps Professional-Zertifizierungsprüfung vor, die von EXIN als unabhängiger IT-Zertifizierungsstelle durchgeführt wird. EXIN ist eine internationale Zertifizierungsorganisation, die DevOps-Qualifikationen auf Foundation- und Professional-Niveau anbietet. Die Prüfung wird separat gebucht und abgelegt. Daneben erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein trägerinternes Teilnahmezertifikat, das beide Kursbestandteile — DevOps Professional und Microsoft Teams — dokumentiert.
Nutzen & Perspektiven
DevOps ist kein vorübergehender Hype, sondern inzwischen der Standard, nach dem leistungsstarke IT-Organisationen arbeiten. Das EXIN DevOps Professional-Zertifikat verschafft eine anerkannte, kompetenzbasierte Grundlage, um in diesem Umfeld anschlussfähig zu sein — ob als Entwicklerin, Systemadministrator oder IT-Manager. Die drei Wege strukturieren DevOps so, dass sie nicht als technische Sammlung von CI/CD-Tools erscheinen, sondern als organisatorische Philosophie mit klaren Handlungsprinzipien. Die Ergänzung durch Microsoft Teams ist praktisch gedacht: Wer DevOps verstanden hat, braucht auch die Werkzeuge, um es in der Zusammenarbeit umzusetzen. Stand-ups in Teams, Monitoring-Benachrichtigungen in dedizierten Kanälen, gemeinsame Incident-Postmortems in Notizen — diese Verbindung aus Methode und Werkzeug macht die Weiterbildung alltagstauglich und direkt anwendbar. Für Organisationen, die noch am Anfang ihrer DevOps-Reise stehen, bieten Absolventinnen und Absolventen dieses Kurses eine wertvolle Perspektive: Sie haben nicht nur das Vokabular, sondern auch das methodische Rüstzeug, um Transformation-Initiativen zu begleiten, zu moderieren und inhaltlich zu gestalten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen EXIN DevOps Foundation und Professional?
Das Foundation-Level vermittelt grundlegendes DevOps-Wissen und ist für Einsteiger geeignet. Das Professional-Level geht tiefer: Es behandelt die drei Wege von DevOps (Flow, Feedback, Continual Learning) auf einem Niveau, das die Anwendung in realen IT-Organisationen erfordert. Dieser Kurs bereitet auf das Professional-Zertifikat vor und setzt ein grundlegendes IT-Verständnis voraus.
Ist Microsoft Teams wirklich Teil einer DevOps-Weiterbildung?
DevOps lebt von enger Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und Betrieb — und diese Zusammenarbeit findet in der Praxis zunehmend über digitale Plattformen wie Microsoft Teams statt. Die Kombination ist daher nicht zufällig: Wer DevOps-Rituale wie Daily Stand-ups, Incident-Reviews oder Sprint-Retrospektiven effizient gestalten will, profitiert davon, das Kollaborationswerkzeug auch strukturiert zu beherrschen.
Muss ich für die EXIN-Prüfung vorher eine Foundation-Zertifizierung haben?
Eine formale Pflicht zur Foundation-Zertifizierung gibt es bei EXIN für das DevOps Professional nicht in allen Varianten. Empfohlen wird jedoch, entweder das Foundation-Zertifikat zu besitzen oder vergleichbare praktische Erfahrung in IT-Betrieb oder Softwareentwicklung mitzubringen. Die Kursinhalte setzen Basisverständnis voraus.
Wird Microsoft Teams in diesem Kurs auch für die Zusammenarbeit während des Kurses eingesetzt?
Im Combined-Learning-Format wird Teams typischerweise als Kommunikationskanal für Online-Phasen, Aufgabenverteilung und Kursmaterialien eingesetzt — der Kurs bietet damit gleichzeitig eine praktische Lernerfahrung mit dem Werkzeug, das theoretisch vermittelt wird.
Für welche Branchen ist diese Kombination besonders relevant?
Grundsätzlich für alle Branchen mit IT-Abteilungen — von der Finanzbranche über den Handel bis zu Gesundheitsorganisationen. Besonders relevant ist die Kombination für mittlere und größere Unternehmen, die Microsoft 365 als Arbeitsplattform einsetzen und gleichzeitig ihre Softwareentwicklungs- und Deployment-Prozesse modernisieren möchten.
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