Überblick
Netzwerksicherheit gehört zu den drängendsten Themenfeldern der modernen IT-Branche. Cyberangriffe werden raffinierter, Angriffsflächen wachsen durch Cloud-Dienste, mobile Endgeräte und vernetzte Produktionssysteme stetig. Der Kurs Fundamentals of Network Security legt das Fundament für ein professionelles Sicherheitsverständnis: Teilnehmende erwerben fundiertes Wissen über Bedrohungsmodelle, Schutzarchitekturen und die praktische Absicherung von Netzwerkinfrastrukturen. Sie lernen, wie Firewalls, Intrusion-Detection-Systeme und Virtual Private Networks zusammenwirken, und verstehen, warum Kryptografie und sichere Protokolle untrennbar mit verlässlicher Kommunikation verbunden sind. Der Kurs verbindet Theorie mit praxisnahen Szenarien, damit Sicherheitskonzepte nicht abstrakt bleiben, sondern direkt auf echte Infrastrukturen angewendet werden können.
Kursinhalte & Lernziele
Der Kurs gliedert sich in aufeinander aufbauende thematische Blöcke, die von Grundlagen bis hin zu praxisnahen Abwehrstrategien führen. Grundlagen der Netzwerksicherheit und Bedrohungslandschaft: Zu Beginn steht das Verständnis dafür, was Netzwerksicherheit ausmacht und warum klassische Perimeterverteidigung allein nicht mehr ausreicht. Teilnehmende analysieren, wie Angreifer vorgehen, und verstehen, auf welchen Ebenen des Netzwerkstapels Schwachstellen entstehen.
- Grundbegriffe: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit (CIA-Triade)
- Netzwerkschichten und relevante Protokolle auf Sicherheitsebene
- Klassifizierung von Bedrohungen: externe Angreifer, Insider-Bedrohungen, APTs
- Angriffsvektoren: Phishing, Man-in-the-Middle, Denial of Service
- Einführung in Bedrohungsmodellierung mit STRIDE
Firewall-Technologien und Netzwerkperimeter: Firewalls bilden die erste Verteidigungslinie. Dieser Block behandelt unterschiedliche Firewall-Generationen, von Paketfiltern bis zu Next-Generation-Firewalls, und erklärt, wie Regelwerke strukturiert und gewartet werden.
- Paketfilter, Stateful Inspection und Application-Layer-Firewalls im Vergleich
- Next-Generation-Firewalls: Deep Packet Inspection und Applikationserkennung
- Regelwerke entwerfen: Whitelist- versus Blacklist-Ansätze
- Demilitarisierte Zonen (DMZ) und Netzwerksegmentierung
- Firewall-Logging und Auditierung
Intrusion Detection, Intrusion Prevention und Monitoring: Angriffe, die Firewalls passieren, müssen erkannt und eingedämmt werden. Dieser Block behandelt IDS- und IPS-Systeme sowie deren Integration in ein umfassendes Security-Monitoring.
- Signaturbasierte versus verhaltensbasierte Erkennungsmethoden
- Netzwerk-IDS und Host-IDS im Vergleich
- Konfiguration von Alarmregeln und Schwellenwerten
- SIEM-Grundlagen: Protokolle zentral sammeln und korrelieren
- Reaktion auf Sicherheitsvorfälle: Eskalationsketten und Dokumentation
VPN, Kryptografie und sichere Protokolle: Sichere Kommunikation über unsichere Netze hinweg erfordert kryptografische Verfahren. Dieser Block beleuchtet symmetrische und asymmetrische Verschlüsselung, Public-Key-Infrastrukturen und die wichtigsten sicheren Protokolle.
- Symmetrische Verschlüsselung: AES und Block-Cipher-Modi
- Asymmetrische Verschlüsselung: RSA, ECC und der Schlüsselaustausch
- TLS/SSL: Handshake-Protokoll, Zertifikate und Certificate Authorities
- IPsec und OpenVPN: Tunneling-Modi und Konfigurationsoptionen
- SSH: Schlüsselmanagement und sichere Remote-Administration
Praktische Übungen und Szenarien
- Aufbau und Konfiguration einer Firewall-Regelmatrix in einer Laborumgebung
- Einrichtung eines Site-to-Site-VPN mit IPsec
- Analyse von Netzwerkverkehr auf Anomalien mit Wireshark
- Simulation eines einfachen Angriffsszenarios und Auswertung von IDS-Alarmen
- Schwachstellenanalyse eines vorbereiteten Netzwerkplans
- Konfiguration von SSH-Schlüsselauthentifizierung und Deaktivierung unsicherer Methoden
- Einrichtung einer DMZ mit korrekter Firewall-Zonenlogik
- Auswertung von Firewall-Logs und Ableitung von Handlungsempfehlungen
- Erstellen eines einfachen Sicherheitskonzepts für ein mittelgroßes Büronetzwerk
- Analyse typischer Phishing-Angriffe und Abwehrmaßnahmen auf Netzwerkebene
- Härtung eines Netzwerk-Switches: VLANs, Port-Security, 802.1X
- Dokumentation von Sicherheitsvorfällen nach einem strukturierten Template
Am Ende des praktischen Blocks stehen Teilnehmende vor einem realistischen Szenario, in dem sie eine Unternehmensinfrastruktur absichern und einen einfachen Angriff abwehren müssen. Damit schließt sich der Bogen von der Theorie zur angewandten Praxis.
Lernziele:
Nach Abschluss des Kurses sind die Teilnehmenden in der Lage, die Architektur sicherer Netzwerke zu beschreiben und Kernkomponenten wie Firewalls, IDS und VPNs einzurichten sowie zu konfigurieren.
- Wesentliche Bedrohungsvektoren und Angriffsmuster in modernen Netzwerken zu identifizieren und in Risikostufen einzuordnen
- Kryptografische Verfahren sowie symmetrische und asymmetrische Verschlüsselung anwendungsbezogen zu erklären
- Sichere Kommunikationsprotokolle wie TLS, SSH und IPsec hinsichtlich ihrer Einsatzbereiche und Konfigurationsoptionen zu unterscheiden
- Authentifizierungsmechanismen wie Multi-Faktor-Authentifizierung und Zertifikatsbasierte Verfahren einzusetzen
- Sicherheitsrichtlinien zu entwickeln und auf Netzwerkebene umzusetzen
- Schwachstellen in bestehenden Netzwerkarchitekturen systematisch aufzudecken
- Angriffserkennung durch IDS/IPS zu konfigurieren und Alarmmeldungen zu interpretieren
- Netzwerksegmentierung und Zonenkonzepte zur Risikoreduzierung zu planen
- Sicherheitsprotokolle zu prüfen und deren Konformität mit gängigen Standards zu bewerten
- Incident-Response-Maßnahmen bei erkannten Angriffen zu koordinieren
- Dokumentationsstandards für Sicherheitskonzepte zu beherrschen und im Team anzuwenden
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an IT-Fachleute, die ihre Kenntnisse um eine solide Sicherheitsgrundlage ergänzen möchten, sowie an Quereinsteiger aus verwandten IT-Disziplinen, die systematisch in die Netzwerksicherheit einsteigen wollen.
- Systemadministratoren und Netzwerkadministratoren mit ersten Sicherheitsambitionen
- IT-Support-Mitarbeiter, die Sicherheitsverantwortung übernehmen sollen
- Entwickler und DevOps-Ingenieure, die Netzwerksicherheit in ihre Arbeit integrieren möchten
- Angehende Security-Analysten und Penetrationstester am Anfang ihrer Spezialisierung
- IT-Projektmanager, die Sicherheitsanforderungen besser verstehen und bewerten müssen
Teilnehmende sollten grundlegende Kenntnisse in der Netzwerkadministration mitbringen und mit TCP/IP-Grundlagen sowie dem OSI-Schichtenmodell vertraut sein. Erfahrungen im Umgang mit Linux-Systemen oder Windows-Serverumgebungen erleichtern die praktischen Übungen erheblich. Kenntnisse in der Kommandozeile sind von Vorteil, da mehrere Übungen toolgestützt durchgeführt werden. Vor Seminarbeginn findet ein Beratungsgespräch statt, in dem ein individueller Lernplan erarbeitet wird; so wird sichergestellt, dass Teilnehmende mit unterschiedlichen Vorkenntnissen optimal einsteigen können.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird als Combined Learning durchgeführt, das bedeutet eine Kombination aus synchronem Online-Unterricht und selbstgesteuerten Lernphasen. Theoretische Inhalte werden in interaktiven Online-Sessions vermittelt und durch Live-Demonstrationen in einer virtuellen Laborumgebung ergänzt. Praxisübungen können Teilnehmende in einer gesicherten Übungsinfrastruktur eigenständig nachvollziehen, während Lehrende via Chat und Videokonferenz jederzeit für Rückfragen zur Verfügung stehen. Selbstlernmaterialien wie Aufzeichnungen, Skripte und weiterführende Lektüre runden das Angebot ab. Teilzeitteilnahme ist auf Anfrage möglich, sodass Berufstätige den Kurs berufsbegleitend absolvieren können.
Die Standardvariante des Kurses umfasst eine Vollzeitschulung, die in der Regel mehr als eine Woche bis zu einem Monat dauert. In Teilzeitvarianten kann sich die Laufzeit auf bis zu drei Monate ausdehnen. Der genaue Umfang hängt vom individuellen Lernplan ab, der zu Kursbeginn im Beratungsgespräch festgelegt wird. Die zeitliche Flexibilität ermöglicht es, den Kurs auch bei laufender Berufstätigkeit erfolgreich abzuschließen.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmende ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat des Anbieters. Das Zertifikat bestätigt fundierte Grundkenntnisse in der Netzwerksicherheit und legt zugleich die Basis für weiterführende Zertifizierungen im Bereich Cybersecurity, etwa CompTIA Security+ oder CCNA Security. Teilnehmende, die eine externe Zertifizierungsprüfung anstreben, werden gezielt auf die jeweiligen Prüfungsanforderungen vorbereitet.
Nutzen & Perspektiven
Netzwerksicherheit ist heute kein Nischenthema mehr, sondern eine Kernkompetenz für jeden IT-Fachmann und jede IT-Fachfrau. Wer die Grundlagen der Netzwerksicherheit beherrscht, kann nicht nur die eigene Infrastruktur schützen, sondern wird im Team zur unverzichtbaren Anlaufstelle für sicherheitsrelevante Fragen. Mit dem erworbenen Wissen lassen sich Schwachstellen frühzeitig identifizieren und Gegenmaßnahmen einleiten, bevor ein Angriff erfolgreich wird. Das spart Unternehmen erhebliche Kosten und schützt sensible Daten von Kunden und Geschäftspartnern. Darüber hinaus eröffnet die Weiterbildung klare Karriereperspektiven: Security-Spezialisten sind auf dem deutschen Arbeitsmarkt stark gefragt, und Einstiegspositionen als Security-Analyst oder Netzwerksicherheits-Engineer bieten attraktive Vergütungen. Der Kurs dient als solide Ausgangsbasis für Spezialisierungen wie Penetrationstesting, Security Operations oder Cloud-Security und kann mit weiterführenden Zertifizierungen kombiniert werden. Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist der Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder der Jobcenter förderbar. Je nach persönlicher Situation können auch das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen zur Rehabilitation oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht kommen. Eine individuelle Beratung klärt, welche Fördermöglichkeit im konkreten Fall greift.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Für wen eignet sich der Kurs Fundamentals of Network Security?
Der Kurs richtet sich an IT-Fachleute mit ersten Kenntnissen in Netzwerkadministration, die sich systematisch in die Netzwerksicherheit einarbeiten möchten. Auch Quereinsteiger aus angrenzenden IT-Bereichen sind willkommen, sofern grundlegende TCP/IP-Kenntnisse vorhanden sind. Ein Beratungsgespräch vor Kursbeginn stellt sicher, dass der individuelle Lernplan zu den vorhandenen Kenntnissen passt.
Welches Zertifikat erhalte ich nach Abschluss?
Teilnehmende erhalten ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat des Anbieters. Das Zertifikat bestätigt fundierte Grundkenntnisse in der Netzwerksicherheit und dient als Ausgangsbasis für weiterführende Zertifizierungen wie CompTIA Security+.
Kann ich den Kurs über einen Bildungsgutschein finanzieren?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist die Weiterbildung in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder eines Jobcenters förderbar. Zusätzlich können das Qualifizierungschancengesetz oder Leistungen der Deutschen Rentenversicherung in Frage kommen. Eine individuelle Beratung klärt die passende Förderoption.
Wie läuft der Kurs ab und ist Teilzeit möglich?
Der Kurs wird als Combined Learning durchgeführt und kombiniert Online-Unterricht mit praktischen Laborübungen. Er kann in Vollzeit in wenigen Wochen abgeschlossen werden oder in Teilzeit über bis zu drei Monate erstreckt werden. Individuelle Startzeitpunkte sind auf Anfrage möglich.
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