Überblick
Der Kurs HTML5 Content Authoring with New and Advanced Features richtet sich an Webentwickler und Webdesigner, die ihre Kenntnisse in HTML5 und CSS3 systematisch vertiefen möchten. Im Fokus stehen die neuen und erweiterten Funktionen von HTML5, die die Möglichkeiten der Webentwicklung erheblich erweitert haben. Die Teilnehmenden lernen, wie sie Webinhalte erstellen, die auf unterschiedlichsten Webbrowsern, Mobilgeräten und maschinellen Lesegeräten wie Suchmaschinen-Crawlern zuverlässig funktionieren. Neben technisch einwandfreiem Markup werden auch Barrierefreiheit, Multimedia-Integration und moderne CSS3-Gestaltungstechniken behandelt. Der Kurs legt damit eine solide Grundlage für professionelle Frontend-Entwicklung auf aktuellem Standard.
Kursinhalte & Lernziele
Das erste Modul gibt eine systematische Einführung in die neuen HTML5-Strukturelemente und deren semantische Bedeutung. HTML5 brachte eine Reihe neuer Elemente mit sich, die eine klarere Strukturierung von Webseiten ermöglichen und gleichzeitig für Suchmaschinen und assistive Technologien verständlicher sind.
- Semantische Strukturelemente (header, nav, main, article, section, aside, footer)
- Neue Formularelemente und Eingabetypen in HTML5
- Datalist, progress, meter und output als interaktive Elemente
- HTML5-Validierungsattribute für clientseitige Formularvalidierung
- Canvas-Element für programmatische Grafik mit JavaScript
- SVG als Alternative zu Canvas für skalierbare Vektorgrafiken
Das zweite Modul behandelt fortgeschrittene CSS3-Techniken zur Gestaltung und Auswahl von Elementen. Moderne CSS3-Selektoren ermöglichen präzise Stilzuweisungen ohne zusätzliche CSS-Klassen und verbessern die Wartbarkeit von Stylesheets erheblich.
- Attribute-Selektoren und Pseudo-Klassen der dritten Generation
- CSS3-Pseudo-Elemente (::before, ::after, ::first-line, ::first-letter)
- Strukturelle Pseudo-Klassen (nth-child, nth-of-type, first-of-type, last-of-type)
- Kombinatoren und verwandte Selektoren für kontextabhängige Stile
- CSS-Spezifität und Kaskadierungsregeln verstehen und anwenden
- Variablen und benutzerdefinierte Eigenschaften (CSS Custom Properties)
Das dritte Modul widmet sich erweiterten Hintergrund- und Randtechniken. CSS3 eröffnete weitreichende Möglichkeiten für die Gestaltung von Elementen ohne Bilddateien, was die Ladezeiten reduziert und die Skalierbarkeit verbessert.
- Lineare und radiale CSS3-Farbverläufe (Gradients)
- Mehrfachhintergründe und Hintergrundgröße mit background-size
- Border-Radius für abgerundete Ecken und Kreis-Elemente
- Box-Shadow und Text-Shadow für Tiefeneffekte
- CSS3-Rahmen mit Bildern (border-image)
- CSS3-Transformationen (rotate, scale, translate, skew)
Das vierte Modul behandelt Animation und Multimedia in HTML5. Die native Unterstützung von Video und Audio in HTML5 sowie CSS3-Animationen haben den Bedarf an Flash und proprietären Plugins weitgehend eliminiert.
- HTML5-Video-Element mit Untertiteln und mehreren Quellformaten
- HTML5-Audio-Element und Steuerung via JavaScript-API
- CSS3-Transitions für weiche Zustandsübergänge
- CSS3-Keyframe-Animationen mit @keyframes
- Animation Performance und Hardware-Beschleunigung
- Responsive Multimedia mit flexiblen Einheiten und Containern
Die praktischen Übungen führen durch typische Frontend-Entwicklungsszenarien und vertiefen alle behandelten Konzepte in angewandter Form.
- Erstellen einer vollständigen HTML5-Seitenstruktur mit semantischen Elementen
- Implementierung eines Navigationsmenüs mit CSS3-Hover-Animationen
- Gestaltung einer Card-Komponente mit Farbverläufen, Schatten und border-radius
- Aufbau eines responsiven Layouts mit Media Queries für Desktop, Tablet und Mobil
- Einbinden eines HTML5-Video-Players mit mehreren Formaten und Untertitelspuren
- Erstellung einer CSS3-Animation für einen Ladeanzeiger
- Formularbau mit HTML5-Eingabetypen und clientseitiger Validierung
- Barrierefreiheits-Audit einer bestehenden HTML-Seite mit automatisierten Tools
- ARIA-Attribute nachträglich in eine Webseite integrieren
- SVG-Grafik in eine HTML5-Seite einbetten und per CSS animieren
- Canvas-Element mit JavaScript befüllen (einfache Formen und Text)
- Abschlussprojekt: Vollständige responsive Webseite mit Multimedia, Animationen und Barrierefreiheit
Im Abschlussprojekt erstellen die Teilnehmenden eine vollständige, responsive Webseite, die alle gelernten HTML5- und CSS3-Techniken einsetzt. Die Seite wird in verschiedenen Browsern und auf mobilen Geräten getestet und auf Barrierefreiheit überprüft.
Lernziele:
Nach erfolgreichem Abschluss dieses Kurses beherrschen die Teilnehmenden folgende Fähigkeiten.
- HTML5-konforme Inhaltsstrukturen erstellen, die semantisch korrekt und maschinenlesbar sind
- Moderne CSS3-Selektoren und fortgeschrittene Stilregeln gezielt einzusetzen
- Komplexe Hintergrundgestaltungen mit Farbverläufen, Mehrfachhintergründen und CSS3-Techniken umzusetzen
- Moderne Randtechniken wie border-radius, box-shadow und outline zu nutzen
- CSS3-Animationen und Übergänge (Transitions, Keyframe-Animationen) zu implementieren
- Multimedia-Elemente wie Video und Audio nativ in HTML5 einzubinden
- Responsive Layouts mit Media Queries und flexiblen Einheiten zu erstellen
- Webinhalte barrierefrei zu gestalten und ARIA-Attribute korrekt einzusetzen
- Den Einsatz von HTML5 auf mobilen Endgeräten zu optimieren
- Suchmaschinen-kompatibles Markup zu schreiben, das Crawlern strukturierte Informationen liefert
- Canvas- und SVG-Elemente für grafische Webinhalte zu nutzen
- HTML5-Formulare mit neuen Eingabetypen und Validierungsattributen zu erstellen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an Webentwickler und -designer, die ihre HTML- und CSS-Kenntnisse auf den aktuellen HTML5-Standard bringen und erweiterte Techniken erlernen möchten.
- Webentwicklerinnen und -entwickler mit bestehenden HTML-Grundkenntnissen
- Frontend-Entwicklerinnen und -entwickler, die moderne CSS3-Techniken erlernen möchten
- Web-Designerinnen und -designer, die ihren Code-Anteil ausbauen wollen
- Barrierefreiheitsspezialistinnen und -spezialisten im Web-Bereich
- IT-Fachkräfte, die sich auf eine Tätigkeit in der Webentwicklung vorbereiten
Die Teilnehmenden sollten über grundlegende HTML-Kenntnisse verfügen, also das Erstellen einfacher HTML-Seiten mit Überschriften, Absätzen, Listen, Links und Bildern beherrschen. Erste Erfahrungen mit CSS und dem Box-Modell sind hilfreich, aber keine Pflichtvoraussetzung. Kenntnisse in JavaScript sind für einige Canvas-Übungen vorteilhaft, aber für den Großteil des Kurses nicht erforderlich. Ein aktueller Webbrowser und ein Texteditor sind die einzigen technischen Voraussetzungen. Vor Kursbeginn findet ein Beratungsgespräch statt.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format angeboten, das Online-Lernphasen mit interaktiven Trainersitzungen kombiniert. Die Unterrichtsform ist praxisorientiert: Theoretische Einführungen werden durch sofortige Anwendung in Coding-Übungen ergänzt. Die Teilnehmenden arbeiten in einer gesicherten Entwicklungsumgebung und können Ergebnisse direkt im Browser überprüfen. Feedback von Trainern und Peers unterstützt den Lernfortschritt. Kursunterlagen, Codebeispiele und Referenzmaterialien stehen digital zur Verfügung.
Die Kursdauer beträgt in der Regel mehr als eine Woche bis zu einem Monat, je nach gewähltem Vollzeit- oder Teilzeitformat. Teilzeitkurse ermöglichen eine berufsbegleitende Weiterbildung. Die exakte Stundenplanung wird im individuellen Beratungsgespräch festgelegt.
Nach erfolgreichem Kursabschluss erhalten die Teilnehmenden ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat des durchführenden Anbieters. Das Zertifikat bestätigt fortgeschrittene Kenntnisse in HTML5-Webentwicklung und CSS3 auf dem Niveau internationaler Trainingsstandards. Es wird von Arbeitgebern im Bereich Webentwicklung und IT als Qualifikationsnachweis anerkannt.
Nutzen & Perspektiven
HTML5 und CSS3 sind heute die Grundlage nahezu aller modernen Webanwendungen und Webseiten. Fachkräfte, die diese Technologien auf Profiniveau beherrschen, sind sowohl in Agenturen als auch in Unternehmens-IT-Abteilungen unverzichtbar. Die Fähigkeit, browserübergreifend kompatibles, performantes und zugängliches Markup zu schreiben, unterscheidet erfahrene Frontend-Entwickler von Einsteigern und spiegelt sich in Karrierechancen und Gehaltsniveau wider. Barrierefreiheit im Web gewinnt durch gesetzliche Anforderungen (EU-Richtlinie zur Barrierefreiheit, BITV 2.0) zunehmend an Bedeutung. Unternehmen sind verpflichtet, ihre Webauftritte zugänglich zu gestalten. Der Kurs gibt Teilnehmenden das Handwerkszeug, Webseiten von Anfang an barrierefrei zu entwickeln und bestehende Inhalte zugänglich zu machen. Diese Kompetenz ist auf dem Arbeitsmarkt zunehmend gefragt und eröffnet zusätzliche Spezialisierungsmöglichkeiten. Bei AZAV-zertifizierten Anbietern ist dieser Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Für Beschäftigte, die ihre Webentwicklungskenntnisse berufsbegleitend ausbauen möchten, kommen Fördermöglichkeiten im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes infrage. Auch Leistungen zur beruflichen Rehabilitation oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung können je nach persönlicher Situation genutzt werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse brauche ich für diesen Kurs?
Du solltest einfache HTML-Seiten erstellen können und das Prinzip von CSS-Stilzuweisungen kennen. Der Kurs baut auf diesen Grundlagen auf und führt in fortgeschrittene HTML5- und CSS3-Techniken ein. JavaScript-Grundkenntnisse sind für Canvas-Übungen hilfreich, aber nicht zwingend.
Was unterscheidet HTML5 von älteren HTML-Versionen?
HTML5 brachte semantische Strukturelemente wie article, section und nav, native Unterstützung für Video und Audio ohne Plugins, neue Formularelemente und erweiterte APIs. In Kombination mit CSS3 ermöglicht HTML5 professionelle Webentwicklung ohne proprietäre Technologien.
Wird Barrierefreiheit im Kurs behandelt?
Ja, Barrierefreiheit ist ein zentrales Thema. Die Teilnehmenden lernen, ARIA-Attribute korrekt einzusetzen, barrierefreie Formulare zu erstellen und bestehende Seiten auf WCAG-Konformität zu prüfen. Angesichts gesetzlicher Anforderungen ist diese Kompetenz im Arbeitsmarkt zunehmend gefragt.
Kann der Kurs gefördert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Anbietern ist eine Förderung über den Bildungsgutschein möglich. Für Beschäftigte kommt das Qualifizierungschancengesetz infrage. Eine individuelle Beratung klärt, welche Fördermöglichkeiten in der jeweiligen Situation genutzt werden können.
Welches Zertifikat erhalte ich nach dem Kurs?
Die Teilnehmenden erhalten ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat des durchführenden Anbieters. Das Zertifikat bestätigt fortgeschrittene HTML5- und CSS3-Kenntnisse auf dem Niveau internationaler Trainingsstandards.
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