Überblick
Dieser Kurs basiert auf dem offiziellen Microsoft Official Curriculum (MOC) 20703-2 und behandelt die Integration von Mobile-Device-Management-Technologien (MDM) sowie verschiedener Cloud-Dienste mit Microsoft System Center Configuration Manager — heute offiziell als Microsoft Endpoint Configuration Manager (MECM) bezeichnet. Der Kurs hat ein Legacy-Format: MOC 20703-2 stammt aus der Ära, in der SCCM und Intune als parallele Werkzeuge koexistierten, bevor Microsoft in neueren Versionen auf das Co-Management-Modell und die vereinheitlichte Verwaltung über Intune und Microsoft Endpoint Manager umgestiegen ist. Teilnehmende lernen, wie hybride MDM-Szenarien mit Microsoft Intune konfiguriert werden, wie On-Premises-MDM-Szenarien aussehen und wie sich Cloud-Dienste wie Microsoft Azure, Office 365 und der Microsoft Store for Business in SCCM integrieren lassen. Der Kurs vermittelt solides Praxiswissen für Umgebungen, die noch SCCM/MECM On-Premises betreiben und die Cloud-Integration schrittweise einführen. Wer ausschließlich moderne Intune-Only-Infrastrukturen plant, findet im aktuelleren MD-102-Pfad passendere Inhalte.
Kursinhalte & Lernziele
Das MDM-Grundlagenmodul erklärt die Architektur und das Funktionsprinzip von Mobile-Device-Management im Enterprise-Kontext. Teilnehmende verstehen, wie Geräte registriert, verwaltet und durch Richtlinien gesteuert werden — sowohl in hybriden als auch in reinen On-Premises-Umgebungen.
- MDM-Konzepte: Geräteregistrierung, Enrollment-Szenarien, MDM Authority
- Architektur hybrider MDM-Lösungen: Zusammenspiel von SCCM, Intune und Azure AD
- On-Premises-MDM: Konfiguration ohne Intune, Einsatz des Windows MDM-Protokolls
- Unterschiede zwischen MDM und herkömmlichem Configuration-Manager-Client-Management
- Geräteprofile und Compliancerichtlinien für mobile Plattformen
- Troubleshooting-Grundlagen für hybride MDM-Umgebungen
Das Cloud-Integrations-Modul behandelt die Anbindung von SCCM an Microsoft-Cloud-Dienste, die für viele Unternehmensumgebungen in der Übergangsphase zur Cloud typisch ist.
- Integration von SCCM mit Azure Active Directory: Hybrid-Join, Gerätekompliance
- Anbindung von Microsoft Office 365 an die SCCM-Verwaltungsinfrastruktur
- Microsoft Store for Business: Lizenzverwaltung und App-Deployment über SCCM
- Cloud Distribution Points: Inhalt aus der Azure Cloud bereitstellen
- Cloud Management Gateway (CMG): internetbasiertes Client-Management über Azure
- Überblick über Azure-Services, die mit SCCM-Workflows interagieren
Das Migrationsmodul gibt einen Überblick über den Weg von hybrider MDM-Verwaltung hin zu modernem Co-Management und vollständigem Intune-Management — und zeigt, wie der MOC-20703-2-Stoff in diesen größeren Zusammenhang einzuordnen ist.
- Co-Management: Definition, Voraussetzungen und schrittweise Aktivierung
- Workload-Verschiebung von SCCM zu Intune: Compliance, Client Apps, Device Configuration
- Einordnung des MOC-20703-2-Kursstoffs in die aktuelle Microsoft-Endpoint-Manager-Strategie
- Roadmap-Überblick: Wo steht SCCM, wo steht Intune, was bleibt relevant?
- Planungsempfehlungen für Organisationen in hybriden Übergangsphasen
- Praktische Hinweise für Administratoren, die beide Welten gleichzeitig managen
Praxismodul mit administrativen Übungen
- Konfiguration einer hybriden MDM-Umgebung: SCCM-Intune-Verbindung einrichten
- Enrollment eines iOS- und Windows-Geräts über hybrides MDM testen
- Compliancerichtlinie für mobile Geräte erstellen und durchsetzen
- App-Deployment über Microsoft Store for Business in SCCM konfigurieren
- Azure AD Hybrid Join für eine Test-Domänenumgebung planen und durchführen
- Cloud Distribution Point in Azure einrichten und Paket hochladen
- On-Premises-MDM-Szenario: Windows-Gerät ohne Intune enrollen
- Troubleshooting: Enrollment-Fehler analysieren und beheben
- Co-Management aktivieren und erste Workload auf Intune verschieben
- Office-365-Integration prüfen: Compliance-Status in SCCM auswerten
- Dokumentation einer MDM-Konfiguration für ein kleines Unternehmensumfeld erstellen
- Bewertung eines Hybrid-Szenarios: Wo macht On-Premises-MDM noch Sinn?
Der Kurs spricht Administratoren an, die in Unternehmen mit gewachsenen SCCM-Infrastrukturen tätig sind und dort die Cloud-Integration strukturiert einführen. Das Wissen aus MOC 20703-2 ist für diese Umgebungen weiterhin operational relevant, auch wenn Microsoft den Lernpfad in neueren Zertifizierungen weiterentwickelt hat.
Lernziele:
- Hybride MDM-Szenarien mit Microsoft Intune und SCCM On-Premises planen und konfigurieren
- Die Architektur und Funktionsweise hybrider MDM-Infrastrukturen verstehen
- Mobile Geräte (Windows, iOS, Android) über hybride MDM-Konfigurationen verwalten
- On-Premises-MDM-Szenarien ohne Intune-Beteiligung aufsetzen und betreiben
- Microsoft Intune als MDM-Authority mit SCCM als Management-Plattform verbinden
- Microsoft Azure-Dienste in SCCM integrieren, insbesondere Azure Active Directory
- Microsoft Office 365 in die SCCM-Verwaltungsumgebung einbinden
- Microsoft Store for Business als Softwareverteilungsquelle in SCCM konfigurieren
- Richtlinien, Profile und Complianceregeln für mobile Geräte definieren und deployen
- Unterschiede zwischen hybridem MDM und modernen Co-Management-Ansätzen einordnen
- Rollout-Szenarien für die schrittweise Migration von On-Premises zu Cloud-Verwaltung planen
- Den Stand und die Einordnung dieses Kurses im Kontext aktuellerer Microsoft-Verwaltungsplattformen verstehen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an IT-Administratoren und Systemintegratoren, die SCCM/MECM-Umgebungen betreuen und deren Cloud-Integration mit Intune und Azure-Diensten planen oder umsetzen.
- Systemadministratoren, die SCCM On-Premises betreiben und hybrides MDM einführen
- Cloud-Administratoren, die SCCM mit Azure AD, Office 365 und Intune verbinden
- Fachinformatiker Systemintegration mit Schwerpunkt Microsoft-Infrastruktur
- IT-Administratoren in Unternehmen, die sich in der Übergangsphase zu modernem Endpoint-Management befinden
- Fachkräfte, die ein tiefes Verständnis hybrider Microsoft-Verwaltungsszenarien benötigen
Grundlegende Kenntnisse in der Administration von Windows-Server- und Active-Directory-Umgebungen werden vorausgesetzt. Praktische Erfahrung mit SCCM oder Configuration Manager ist dringend empfohlen — der Kurs setzt Grundkenntnisse des Produkts voraus und geht direkt in hybride Szenarien ein. Kenntnisse in Grundlagen von Microsoft Azure und Microsoft Intune sind von Vorteil. Vor Kursbeginn findet ein Beratungsgespräch zur Lernplanung statt.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format mit virtuellen Klassenzimmern und praktischen Lab-Übungen durchgeführt. Erfahrene Microsoft-zertifizierte Trainer leiten durch den Stoff. Konfigurationsübungen an realen oder simulierten SCCM/Intune-Umgebungen stehen im Mittelpunkt. Offizielle MOC-Kursmaterialien werden bereitgestellt. Die Unterrichtsgestaltung orientiert sich am offiziellen MOC-20703-2-Curriculum von Microsoft.
Die Kursdauer beträgt in der Regel mehr als eine Woche bis zu einem Monat und wird im Combined-Learning-Format sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit angeboten. Individuelle Starttermine werden im Beratungsgespräch vereinbart.
Teilnehmende erhalten nach erfolgreichem Abschluss ein Lehrgangszertifikat. MOC 20703-2 ist ein offizieller Microsoft-Schulungskurs; als solcher bereitet er auf den Prüfungsstoff vor, ohne selbst eine aktuell im Handel befindliche Microsoft-Zertifizierungsprüfung direkt abzubilden — die ursprünglich zugehörige Prüfung gehört dem MCSA Windows Server-Pfad an, der 2021 eingestellt wurde. Der Kurs hat damit keinen direkten aktiven Zertifizierungsabschluss mehr, vermittelt jedoch weiterhin operational wertvolles Praxiswissen für SCCM/MECM-Administratoren. Für aktuelle Microsoft-Zertifizierungen im Endpoint-Management-Bereich empfiehlt sich der MD-102-Pfad.
Nutzen & Perspektiven
Für Organisationen, die SCCM seit Jahren einsetzen und dieses Werkzeug nicht von heute auf morgen ablösen können, ist das Wissen aus diesem Kurs unmittelbar praxisrelevant. Hybride Konfigurationen, bei denen SCCM und Intune koexistieren und sich ergänzen, sind in vielen großen Unternehmen nach wie vor der Alltag. Ein Administrator, der beide Welten kennt, ist für diese Umgebungen unersetzlich: Er kann On-Premises-Stabilität gewährleisten und gleichzeitig die Migration zur Cloud professionell begleiten. Der Kurs gibt einem klaren Blick auf die Architektur hybrider MDM-Umgebungen, der über reine Klick-Anleitungen hinausgeht. Wer die Grundprinzipien — MDM Authority, Enrollment-Flüsse, Cloud-Service-Integration — wirklich versteht, kann beim Troubleshooting systematisch vorgehen und Planungsfehler vermeiden, die sich bei hybriden Migrationen teuer rächen können. Wichtiger Hinweis zur Einordnung: Dieser Kurs basiert auf dem MOC-20703-2-Format, das Microsoft für SCCM-Hybridszenarien aus der Zeit vor dem modernen Endpoint-Manager entwickelt hat. Das Wissen ist operativ wertvoll, aber Teilnehmende, die eine aktuelle Microsoft-Zertifizierung anstreben, sollten zusätzlich den MD-102-Pfad (Microsoft Endpoint Administrator) in Betracht ziehen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist MOC 20703-2 noch aktuell?
MOC 20703-2 ist ein Legacy-Format, das ursprünglich zur MCSA-Zertifizierungsreihe gehörte, die Microsoft 2021 eingestellt hat. Die technischen Inhalte — hybrides MDM, SCCM-Intune-Integration, Azure-Dienste — sind für Organisationen mit bestehenden SCCM-Infrastrukturen weiterhin operational relevant. Wer eine aktuelle Microsoft-Zertifizierung anstrebt, sollte den MD-102-Pfad prüfen.
Was ist hybrides MDM im Kontext von SCCM und Intune?
Bei hybridem MDM wird Microsoft Intune als MDM Authority genutzt, während Microsoft Configuration Manager (SCCM/MECM) die übergeordnete Verwaltungskonsole bleibt. So können mobile Geräte über Intune verwaltet werden, während der Rest der Infrastruktur On-Premises bleibt. Microsoft hat dieses Modell inzwischen durch Co-Management und vollständiges Intune-Management abgelöst.
Was ist der Unterschied zwischen SCCM, MECM und Endpoint Manager?
System Center Configuration Manager (SCCM) wurde zu Microsoft Endpoint Configuration Manager (MECM) umbenannt und ist Teil des Microsoft Endpoint Manager-Portfolios, das MECM und Intune zusammenführt. Der Kurs verwendet SCCM-Terminologie, da er auf dem MOC-20703-2-Curriculum basiert.
Für welche Unternehmen ist dieser Kurs besonders relevant?
Der Kurs ist besonders wertvoll für Organisationen, die SCCM seit Jahren On-Premises betreiben und schrittweise Cloud-Dienste einbinden oder mobile Geräte in ihre Verwaltungsinfrastruktur integrieren. Wer eine vollständig Intune-basierte Infrastruktur plant, findet im MD-102-Kurs aktuellere Inhalte.
Welche Vorkenntnisse brauche ich für den Kurs?
Windows-Server- und Active-Directory-Grundlagen sowie praktische SCCM-Administrationserfahrung sind dringend empfohlen. Der Kurs geht direkt in hybride Konfigurationsszenarien ein und setzt ein grundlegendes Verständnis des Configuration Managers voraus. Azure- und Intune-Basiswissen ist hilfreich.
Verwandte Kurse
Welche Förderung passt zu dir?
Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Arbeitsmarkt-Report
IT-Berufe sind seit fünf Jahren der größte Fachkräfteengpass am deutschen Arbeitsmarkt. Der Bestand offener IT-Stellen ist 2024 auf einen Rekordstand gestiegen; AI- und Cloud-Skills werden in den nächsten Jahren weiter überdurchschnittlich nachgefragt.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Netzwerk-Servicetechniker/Netzwerk-Servicetechnikerin338 Stellen
- IT-Service-Delivery-Manager/IT-Service-Delivery-Managerin195 Stellen
- EDV-Fachkraft47 Stellen
- IT-Lizenzmanager/IT-Lizenzmanagerin38 Stellen