Überblick
Diese Weiterbildung verbindet zwei eigenständige Kompetenzfelder, die in der modernen IT-Praxis zunehmend zusammenwachsen: solide Hardware- und Systemkenntnisse auf CompTIA-A+-Niveau und agiles Projektmanagement nach dem Scrum-Framework. CompTIA A+ ist die branchenweit anerkannte Einstiegszertifizierung für IT-Fachkräfte und belegt Kompetenz in Hardware, Betriebssystemen, Netzwerkgrundlagen und IT-Sicherheitsbasis. Die Scrum-Zertifizierungen — Foundation, Product Owner und Scrum Master — vermitteln das Methodenwissen und die Rollenverständnisse, die für agile IT-Projekte und DevOps-nahe Arbeitsweisen notwendig sind. Das Programm ist modular aufgebaut und schließt alle Teilbereiche mit Zertifizierungsprüfungen ab.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — CompTIA A+ Core 1 (220-1101): Hardware und Netzwerk Der erste Teil der CompTIA-A+-Zertifizierung (Prüfungscode 220-1101) deckt die hardwarenahen und netzwerktechnischen Grundlagen ab. Sie lernen, PC-Systeme von innen zu kennen — Prozessoren, Arbeitsspeicher, Massenspeicher, Erweiterungskarten, Netzteile — und diese fachgerecht einzubauen, zu wechseln und zu konfigurieren. Ebenso werden mobile Endgeräte, Drucker und grundlegende Netzwerktopologien behandelt.
- Systemkomponenten: CPU, RAM, Motherboard, Speichermedien, Erweiterungskarten
- Mobile Geräte: Smartphones, Tablets, Verbindungsarten und Synchronisation
- Drucktechnologien: Laser, Tinte, Thermaldruck — Wartung und Fehlerdiagnose
- Grundlagen der Datensicherung und Speicherkonzepte (RAID, NAS, SAN)
- Netzwerktopologien, Verkabelung, OSI-Modell, TCP/IP, DNS und DHCP
- Virtualisierung und Cloud-Computing: Typen, Dienste, Einsatzszenarien
Modul 2 — CompTIA A+ Core 2 (220-1102): Betriebssysteme und IT-Sicherheit Der zweite Prüfungsteil (220-1102) verlagert den Schwerpunkt auf Betriebssysteme, Benutzerverwaltung und Sicherheitsgrundlagen. Sie arbeiten mit Windows-Client-Betriebssystemen (10/11), erhalten Einblicke in macOS und Linux und lernen, typische Support-Szenarien systematisch zu lösen. IT-Sicherheit als integraler Bestandteil des IT-Supports wird dabei nicht als Zusatzmodul, sondern als Querschnittsthema behandelt.
- Windows-Client-Betriebssysteme: Installation, Konfiguration, Update-Management
- macOS und Linux: Dateisystemstruktur, grundlegende Befehle, typische Konfigurationsaufgaben
- Active Directory: Benutzerverwaltung, Gruppenrichtlinien, grundlegende Administration
- IT-Sicherheitsgrundlagen: Malware-Typen, Abwehrmaßnahmen, Least-Privilege-Prinzip
- Remote-Access-Technologien: VPN, RDP, Remote-Management-Tools
- Dokumentation und Ticketsysteme: Best Practices im IT-Support
Modul 3 — Scrum Foundation Der Scrum-Foundation-Kurs schafft das konzeptionelle Fundament für alle weiteren agilen Qualifizierungen. Sie lernen das Scrum-Framework in seiner vollständigen Form kennen — nicht nur als Sammlung von Begriffen, sondern als kohärentes System zur Steuerung komplexer Entwicklungsarbeit. Der Kurs bereitet auf die Scrum-Foundation-Zertifizierungsprüfung vor.
- Ursprünge und Werte des agilen Manifests und ihre Verbindung zu Scrum
- Scrum-Guide: Zweck, Verantwortlichkeiten, Ereignisse, Artefakte
- Sprint: Planung, Daily Scrum, Review, Retrospektive
- Product Backlog: Einträge, Verfeinerung, Priorisierungskriterien
- Definitionen: Definition of Done, Increment, Velocity
- Empirismus in der Produktentwicklung: Transparenz, Überprüfung, Anpassung
Modul 4 — Scrum Product Owner und Scrum Master Aufbauend auf der Foundation werden die beiden zentralen Scrum-Rollen vertieft und mit eigenen Zertifizierungsprüfungen abgeschlossen. Der Product Owner trägt die Verantwortung für den Wert des Produkts und die Steuerung des Product Backlogs; der Scrum Master sorgt dafür, dass das Team Scrum verstehen und anwenden kann. Beide Rollen sind in IT-Projekten unmittelbar relevant.
- Product Owner: Stakeholder-Analyse, Vision und Produktziel, Backlog-Pflege
- Priorisierungsmethoden: MoSCoW, Business Value, Kano-Modell
- User Stories: Aufbau, Akzeptanzkriterien, Story Points
- Scrum Master: Servant Leadership, Team-Coaching, Impediment-Removal
- Facilitation von Scrum-Ereignissen: Techniken und typische Fallen
- Skalierung von Scrum: Grundprinzipien und Überblick (z. B. Nexus)
Praxisanwendung — Verknüpfung von IT-Infrastruktur und agilen Methoden Im Alltag vieler IT-Abteilungen laufen technischer Support und agile Projektarbeit parallel. Dieses Modul verbindet beide Stränge durch praxisnahe Aufgaben und Szenarien, die zeigen, wie IT-Infrastrukturthemen in agilen Kontexten bearbeitet werden.
- Hardware-Fehlerdiagnose und Dokumentation im Ticketsystem
- Aufbau eines IT-Backlogs für einen fiktiven System-Rollout
- Sprint-Planung eines Netzwerkmigrationsprojekts
- User Story Writing für IT-Infrastruktur-Anforderungen
- Simulation eines Daily Scrum im IT-Support-Kontext
- Retrospektive: Analyse von Prozesshindernissen im IT-Betrieb
- Vorbereitung auf CompTIA-A+-Prüfungen: Themengewichtung und Prüfungsformat im Überblick
- Rollenspiel: Scrum Master moderiert ein Sprint-Review mit technischem Inhalt
Der Kurs ist im Combined-Learning-Format als Vollzeitprogramm (teils auch in Teilzeit) konzipiert. Die Kombination aus IT-Tiefe und Methodik macht ihn besonders für Personen interessant, die nicht nur technischen Support leisten, sondern auch Projektverantwortung in agilen IT-Teams übernehmen wollen.
Lernziele:
- Sie identifizieren und klassifizieren PC-Komponenten und Peripheriegeräte nach ihren technischen Spezifikationen.
- Sie installieren, konfigurieren und warten Betriebssysteme auf Windows-, macOS- und Linux-Basis.
- Sie diagnostizieren und beheben typische Hardware- und Softwareprobleme in IT-Supportszenarien.
- Sie erläutern Netzwerkgrundlagen — TCP/IP, DNS, DHCP, WLAN — und konfigurieren einfache Netzwerksegmente.
- Sie wenden grundlegende IT-Sicherheitsmaßnahmen an: Malware-Erkennung, Patchmanagement, Benutzerverwaltung.
- Sie erläutern mobile Geräte und Betriebssysteme sowie deren Verwaltung in Unternehmensumgebungen.
- Sie beschreiben Cloud-Grundkonzepte und Virtualisierungstechnologien im Kontext des A+-Curriculums.
- Sie erläutern die Scrum-Werte, Prinzipien und das Rahmenwerk des Scrum-Guide.
- Sie beschreiben Rollen, Ereignisse und Artefakte in Scrum und erklären deren Zusammenspiel.
- Sie übernehmen die Aufgaben und Verantwortlichkeiten eines Product Owners: Backlog-Management, Stakeholder-Kommunikation, Priorisierung.
- Sie agieren als Scrum Master: Team-Coaching, Hindernisbeseitigung, Moderation von Scrum-Ereignissen.
- Sie kombinieren technisches IT-Infrastrukturwissen mit agilen Arbeitsweisen in typischen IT-Projektstrukturen.
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung spricht IT-interessierte Personen an, die eine anerkannte Einstiegs- oder Aufstiegsqualifikation im IT-Bereich anstreben und gleichzeitig die Methodenkompetenz für agile IT-Projekte aufbauen wollen. Das Programm ist auch für Quereinsteiger/innen mit technischer Neigung geeignet.
- IT-Einsteiger/innen mit technischem Interesse, die einen anerkannten Qualifikationsnachweis aufbauen wollen
- IT-Support-Fachkräfte, die ihre Kenntnisse systematisieren und zertifizieren wollen
- Technische Fachkräfte, die in agile IT-Projekte einsteigen oder Projektverantwortung übernehmen wollen
- Berufsumsteiger/innen mit technischer Affinität aus anderen Branchen
Für den CompTIA-A+-Teil sind IT-Grundkenntnisse hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich, da der Kurs von den Grundlagen beginnt. Für den Scrum-Teil sind keine Vorkenntnisse in agilen Methoden notwendig. Allgemeine PC-Anwenderkenntnisse und Bereitschaft, sich mit englischsprachigem Lernmaterial (CompTIA-Curricula und Scrum-Guide) auseinanderzusetzen, sind nützlich.
Ablauf & Abschluss
Das Programm läuft im Combined-Learning-Format, das selbstgesteuertes Online-Lernen mit betreuten Unterrichtseinheiten verbindet. Für den CompTIA-A+-Teil stehen praxisorientierte Übungsaufgaben im Vordergrund, die technisches Verständnis aufbauen; für den Scrum-Teil werden Rollenspiele, Fallstudien und Diskussionsrunden eingesetzt, um das Methodenwissen lebendig zu machen. Das Vollzeitformat ermöglicht einen zügigen Abschluss aller vier Zertifizierungen.
Der Kurs ist primär als Vollzeitlehrgang konzipiert, steht aber laut Angebotsdaten auch in Teilzeitvarianten zur Verfügung. Die Gesamtdauer ergibt sich aus dem kombinierten Umfang von zwei CompTIA-A+-Prüfungseinheiten und drei Scrum-Zertifizierungen; die genaue Laufzeit ist beim jeweiligen Anbieter zu erfragen.
Das Programm schließt mit insgesamt fünf Zertifizierungsprüfungen ab: CompTIA A+ Core 1 (220-1101) und Core 2 (220-1102) sowie Scrum Foundation, Scrum Product Owner und Scrum Master. Die CompTIA-A+-Prüfungen werden bei akkreditierten Pearson-VUE- oder CompTIA-Testzentren abgelegt; die Scrum-Zertifizierungen erfolgen über den jeweiligen Zertifizierungsanbieter. Ergänzend stellt der Bildungsträger ein Lehrgangszertifikat aus. Hinweis: Die in älteren Angebotsdaten genannten Prüfungscodes 220-1001 und 220-1002 sind abgelöst; die aktuellen Examencodes lauten 220-1101 (Core 1) und 220-1102 (Core 2).
Nutzen & Perspektiven
CompTIA A+ ist in der IT-Branche die weitverbreitetste Einsteigerzertifizierung — sie ist von der US-Bundesbehörde DoD anerkannt und wird von Arbeitgebern weltweit als Basisqualifikation für IT-Support- und Systemadministrationsstellen akzeptiert. Wer die beiden A+-Prüfungen ablegt, demonstriert ein breites und geprüftes Fundament aus Hardwarekenntnissen, Betriebssystem-Know-how und IT-Sicherheitsbewusstsein — ohne dass der Arbeitgeber dies selbst im Bewerbungsgespräch nachprüfen muss. Die Scrum-Zertifizierungen ergänzen dieses Profil auf eine Weise, die in der Praxis zunehmend gefragt ist: IT-Infrastrukturarbeit findet immer seltener in klassischen Wasserfallprojekten statt. Cloud-Migrationen, Rollouts, Plattformwechsel und DevOps-Initiativen laufen heute vielfach in agilen Sprint-Zyklen. Wer als IT-Fachkraft Scrum-Rollen einnehmen kann — als Product Owner oder Scrum Master — ist deutlich flexibler einsetzbar als jemand, der nur technische Kenntnisse mitbringt. Das kombinierte Profil aus A+ und Scrum öffnet damit Türen in zwei Richtungen: in Richtung technischer IT-Support- und Systemadministrationsstellen auf der einen Seite und in Richtung agiler IT-Projektverantwortung auf der anderen. Wer beide Bereiche beherrscht, ist in kleinen wie in großen IT-Abteilungen sofort produktiv einsetzbar.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche CompTIA-A+-Prüfungscodes sind aktuell gültig?
Die aktuellen Prüfungscodes sind 220-1101 (Core 1) und 220-1102 (Core 2). Die älteren Codes 220-1001 und 220-1002 wurden abgelöst. Der Kurs bereitet auf die aktuellen Examina vor; die Prüfungen werden bei akkreditierten Pearson-VUE-Testzentren abgelegt.
Was beinhaltet die Scrum-Foundation-Zertifizierung?
Scrum Foundation bildet die Basis für alle weiteren Scrum-Qualifikationen. Sie lernen das vollständige Scrum-Framework aus dem offiziellen Scrum-Guide kennen — Rollen (Scrum Team, Product Owner, Scrum Master), Ereignisse (Sprint, Daily Scrum, Review, Retrospektive) und Artefakte (Product Backlog, Sprint Backlog, Increment). Nach bestandener Prüfung können Sie den Product-Owner- und Scrum-Master-Kurs aufbauen.
Sind Product Owner und Scrum Master unterschiedliche Rollen?
Ja. Der Product Owner ist für den Wert des Produkts verantwortlich — er pflegt das Product Backlog, kommuniziert mit Stakeholdern und priorisiert Anforderungen. Der Scrum Master sorgt dafür, dass das Team Scrum versteht und anwendet, beseitigt Hindernisse und coacht das Team. Beide Rollen sind im Kurs durch eigene Zertifizierungsprüfungen abgedeckt.
Für wen ist die Kombination aus A+ und Scrum sinnvoll?
Besonders sinnvoll ist sie für IT-Fachkräfte, die sowohl technische Aufgaben (Support, Systemadministration) als auch Projektverantwortung in agilen Teams übernehmen wollen. Das kombinierte Profil ist in IT-Abteilungen gefragt, die DevOps-nah oder agil arbeiten — dort wo technische Kompetenz und Methodik-Wissen direkt zusammenwirken.
Kann der Kurs auch in Teilzeit absolviert werden?
Ja. Laut Angebotsdaten ist der Kurs primär als Vollzeitkurs konzipiert, steht aber auch in Teilzeitvarianten zur Verfügung. Die genaue Durchführungsform und Laufzeit ist beim jeweiligen Anbieter zu erfragen.
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