Überblick
Wer im IT-Support und Netzwerkbetrieb Fuß fassen oder sich formal qualifizieren will, findet in dieser Vollzeit-Weiterbildung einen strukturierten Weg zu zwei der bekanntesten herstellerneutralen IT-Zertifizierungen: CompTIA A+ in seinen zwei Prüfungsteilen (Core 1: 220-1001 und Core 2: 220-1002) und CompTIA Network+ (N10-009). Beide Zertifikate werden von CompTIA herausgegeben und weltweit von Arbeitgebern im IT-Infrastrukturumfeld anerkannt. Das Combined-Learning-Vollzeitformat ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit den Lerninhalten innerhalb eines kompakten Zeitraums.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — CompTIA A+ (Core 1: 220-1001 und Core 2: 220-1002) CompTIA A+ ist das weltweit verbreitetste Einsteigerzertifikat für IT-Support-Techniker. Die Qualifizierung setzt sich aus zwei Prüfungsteilen zusammen: Core 1 fokussiert auf Hardware, Netzwerkgrundlagen und mobile Geräte; Core 2 auf Betriebssysteme, Sicherheit und betriebliche Abläufe. Diese Weiterbildung bereitet auf beide Teilprüfungen vor.
- Hardware-Grundlagen: CPU-Architekturen, RAM-Typen, Speichermedien (SSD, NVMe, HDD), Motherboard-Formfaktoren
- Peripheriegeräte und Drucker: Anschlussarten (USB, Thunderbolt, HDMI), Drucktechnologien, Wartungszyklen
- Mobile Geräte: Android- und iOS-Verwaltung, Synchronisation, Mobile-Device-Management-Grundlagen
- Betriebssystemverwaltung Windows: Registry, Task-Manager, PowerShell-Grundlagen, Gruppenrichtlinien
- Linux und macOS: Grundlegende Befehle, Dateisysteme, Benutzer- und Rechteverwaltung
- Sicherheits- und Datenschutzmaßnahmen auf Endgeräteebene: Datenverschlüsselung, Patch-Verwaltung, Malware-Schutz
Modul 2 — CompTIA Network+ (N10-009) Network+ (Exam Code N10-009, der aktuelle Prüfungsstand) vertieft das Netzwerk-Handwerk auf einem Niveau, das für Junior-Netzwerkrollen in Unternehmen relevant ist. Der Lehrgang behandelt alle Network+-Domänen von der physischen Verkabelung bis zur Netzwerkautomatisierung.
- Netzwerkmodelle: OSI-Schichtenmodell und TCP/IP-Stack in der Praxis, Protokollanalyse mit Packet-Capture-Tools
- IP-Adressierung: IPv4-Subnetting, IPv6-Grundlagen, CIDR, DHCP-Scoping
- Switching und VLANs: Layer-2-Grundlagen, Trunk-Ports, STP/RSTP, Inter-VLAN-Routing
- Routing: statische Routen, Grundkonzepte von OSPF und BGP, NAT und PAT
- Wireless-Netzwerke: 802.11-Standards (Wi-Fi 6/6E), WPA3, Wireless-Controller-Architekturen
- Netzwerksicherheit: Firewalls, ACLs, IDS/IPS, VPN-Typen, Netzwerkzugangskontrolle (NAC)
Modul 3 — MS Office 365 (integrierter Baustein) Ein grundlegender Umgang mit MS-Office-365-Anwendungen ist in vielen IT-Support-Positionen selbstverständliche Erwartung. Dieser Baustein der Weiterbildung vermittelt Basiskompetenzen in den relevanten Produkten, ohne dabei in tiefe Anwenderschulungen abzugleiten.
- Word 365: Erstellen und Formatieren professioneller technischer Dokumentationen
- Excel 365: Netzwerkdokumentation, einfache Auswertungstabellen, Formeln für IT-Asset-Listen
- Teams 365: Kommunikation im IT-Support-Kontext, Kanal-Strukturen, Dateifreigabe
Modul 4 — Praxisübungen und angewandte Szenarien Beide CompTIA-Zertifizierungen legen Wert auf anwendungsorientiertes Wissen. Dieser Block bündelt praxisnahe Aufgaben, die typische Situationen aus dem IT-Support- und Netzwerkalltag widerspiegeln und das Gelernte aus A+ und Network+ direkt anwenden.
- Realitätsnahe Fehlerdiagnose: Systematisches Eingrenzen von Hardware-, Software- und Netzwerkfehlern nach dem CompTIA-Troubleshooting-Modell
- Aufbau und Dokumentation einer kleinen Netzwerkinfrastruktur mit Switch, Router und WLAN-Access-Point
- Konfiguration von IP-Adressplänen und DHCP-Scopes für ein Unternehmens-LAN
- Erstellen von Netzwerkdiagrammen und technischen Dokumentationen mit geeigneten Werkzeugen
- Simulation typischer Help-Desk-Szenarien: Ticket-Aufnahme, Eskalation, Lösungsdokumentation
- Einrichtung von Benutzerkonten und Gruppenrichtlinien in einer Windows-Domänenumgebung
- Implementierung einfacher Sicherheitsmaßnahmen auf Router- und Switch-Ebene (ACLs, Port-Security)
- Wireless-Survey-Grundlagen: Kanalplanung, Interferenzanalyse, Abdeckungsoptimierung
- Grundlagen der Virtualisierung: VMs erstellen und verwalten, Hypervisor-Konzepte (Type 1/2)
- Cloud-Grundlagen: IaaS, PaaS, SaaS und deren Netzwerkanforderungen
- Energieeffizienz und Umweltaspekte in der IT-Infrastruktur (Green IT, CompTIA A+-Inhalte)
- Umgang mit Unternehmensrichtlinien im IT-Betrieb: Acceptable-Use-Policies, Sicherheitsrichtlinien, ITIL-Grundbegriffe
Lernziele:
- Hardware-Komponenten von Arbeitsplatzsystemen, Servern und mobilen Geräten identifizieren, einbauen und austauschen
- Betriebssysteme (Windows, Linux, macOS) installieren, konfigurieren und grundlegend administrieren
- Fehler in Hardware, Software und Betriebssystem systematisch diagnostizieren und beheben
- Grundlegende IT-Sicherheitsmaßnahmen auf Geräte- und Betriebssystemebene umsetzen
- Netzwerkprotokolle (TCP/IP, DNS, DHCP, HTTP/S) in ihrer Funktion erklären und anwenden
- Netzwerktopologien und -architekturen für kleine bis mittlere Unternehmensumgebungen konzipieren
- Switching- und Routing-Grundlagen verstehen: VLANs, Spanning Tree, statisches und dynamisches Routing
- Drahtlose Netzwerke planen, konfigurieren und absichern
- Netzwerkfehler methodisch eingrenzen und beheben (Troubleshooting-Modell nach CompTIA Network+)
- Sicherheitskonzepte im Netzwerk umsetzen: Firewalls, ACLs, NAT, VPN-Grundlagen
- Cloud-Dienste und Virtualisierungsgrundlagen im Kontext von Netzwerkinfrastrukturen einordnen
- Prüfungsrelevante Konzepte beider CompTIA-Zertifizierungen sicher benennen und anwenden
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung ist für Personen konzipiert, die einen strukturierten Einstieg in die IT-Infrastruktur und den IT-Support suchen und dabei zwei international anerkannte Zertifikate erwerben wollen.
- IT-Quereinsteiger mit technischem Interesse und ersten Eigenkenntnissen
- Personen nach Ausbildung oder Studium in einem verwandten Bereich, die formal zertifizierte IT-Kenntnisse nachweisen möchten
- Beschäftigte aus dem technischen Umfeld, die in den IT-Betrieb wechseln wollen
- IT-Supporter ohne formale Zertifizierung, die ihre Praxiserfahrung nachweisbar machen möchten
- Berufsrückkehrer, die sich für den IT-Arbeitsmarkt neu aufstellen wollen
Ein technisches Grundverständnis — Umgang mit Computern, erste Erfahrungen mit Netzwerken oder Betriebssystemen — ist sinnvoll, aber keine formale Voraussetzung. Die Unterrichtssprache, Unterlagen und die Prüfungen sind auf Englisch; Basiskenntnisse in englischer Fachsprache sind daher hilfreich. Für das Vollzeitformat sollten Sie sich über den Umfang der täglichen Lernbelastung bewusst sein und bereit sein, auch in Eigenregie Themen zu vertiefen.
Ablauf & Abschluss
Das Combined-Learning-Vollzeitformat verzahnt Lehrveranstaltungen mit angeleiteten Übungen und eigenverantwortlichem Selbststudium. Durch die tägliche Intensität können aufeinander aufbauende Konzepte schnell verknüpft werden — von der Theorie zur praktischen Anwendung auf demselben Tag. Beide Prüfungsformate von CompTIA (CompTIA A+ mit zwei Teilprüfungen und Network+ mit einer Prüfung) werden inhaltlich durchgängig berücksichtigt, sodass das Gelernte gleichzeitig auf die Zertifizierungsanforderungen einzahlt. Unterricht und Materialien sind auf Englisch.
Die Weiterbildung findet in Vollzeit statt und erstreckt sich über mehr als einen Monat bis zu drei Monate. Die genaue Dauer hängt von der individuellen Modulzusammenstellung und dem Lerntempo ab. Abweichende Startzeitpunkte oder Teilzeitvarianten sind auf Anfrage möglich.
Die Weiterbildung bereitet auf drei CompTIA-Zertifizierungsprüfungen vor: CompTIA A+ Core 1 (220-1001), CompTIA A+ Core 2 (220-1002) und CompTIA Network+ (N10-009). Alle drei Prüfungen sind extern durch CompTIA abzulegen. Zusätzlich erhalten Sie ein Lehrgangszertifikat über die absolvierten Trainingsmodule. Die CompTIA-Zertifikate sind international anerkannte Herstellerzertifikate, die auf dem Arbeitsmarkt weitverbreitet gefordert werden.
Nutzen & Perspektiven
CompTIA A+ ist der de-facto-Standard für IT-Support-Einsteiger: Mit den beiden Teilprüfungen weisen Sie nach, dass Sie Hardware, Betriebssysteme und grundlegende Netzwerktechnik auf Juniorarbeitgeberebene beherrschen — herstellerneutral und weltweit anerkannt. Im deutschen IT-Markt ist CompTIA A+ in vielen First-Level-Support- und Field-Technician-Stellenausschreibungen explizit erwünscht oder vorausgesetzt. Network+ (N10-009) baut darauf auf und qualifiziert Sie für Netzwerkadministrations- und -supportrollen. Mit dem Zertifikat können Sie eigenständig Netzwerkprobleme diagnostizieren, einfache Infrastrukturen aufbauen und pflegen sowie als Schnittstelle zwischen IT-Support und Netzwerkbetrieb agieren. Die Vollzeitvariante dieser Weiterbildung erlaubt es, beide Qualifikationsstufen in einem kompakten Zeitrahmen zu durchlaufen. Kombiniert mit dem MS-Office-365-Modul decken Sie zudem die produktivitätsseitigen Anforderungen des IT-Alltags ab: Dokumentation in Word, Datenauswertung in Excel und Teamkommunikation in Teams gehören in modernen IT-Abteilungen zum täglichen Werkzeug und ergänzen Ihre technische Fachkompetenz mit praxisrelevanter Bürosoftware-Routine.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen CompTIA A+ und Network+?
CompTIA A+ (Core 1 und Core 2) fokussiert auf Hardware, Endgeräte, Betriebssysteme und IT-Support — es ist die Basis für IT-Techniker und Help-Desk-Rollen. Network+ (N10-009) baut darauf auf und vertieft Netzwerkprotokolle, Routing, Switching, Wireless und Netzwerksicherheit. Zusammen decken sie das Kompetenzprofil eines IT-Generalisten mit klarem Netzwerkschwerpunkt ab.
Muss ich alle drei Prüfungen ablegen?
Für das vollständige CompTIA-A+-Zertifikat sind beide Teilprüfungen (Core 1: 220-1001 und Core 2: 220-1002) Pflicht. Network+ (N10-009) ist eine eigenständige Prüfung. Das modulare Kursprinzip erlaubt es, den Umfang individuell zu gestalten — sprechen Sie die Anbieter auf mögliche Varianten an.
Wie lange sind CompTIA-Zertifikate gültig?
CompTIA-Zertifikate (A+, Network+) sind drei Jahre gültig. Danach können Sie durch die CompTIA Continuing Education (CE) Programm-Credits, höherwertige CompTIA-Prüfungen oder andere anerkannte Aktivitäten rezertifizieren, ohne die Prüfung erneut ablegen zu müssen.
Welche beruflichen Möglichkeiten eröffnen A+ und Network+ in Deutschland?
Mit CompTIA A+ und Network+ qualifizieren Sie sich für Positionen im IT-First- und Second-Level-Support, als Netzwerkadministrator/in, als IT-Systemelektroniker/in oder in der IT-Systemintegration. In multinationalen Unternehmen, IT-Dienstleistern und Behörden mit internationalen IT-Infrastrukturen werden diese herstellerneutralen Zertifikate gezielt gesucht.
Kann ich die Weiterbildung auch in Teilzeit absolvieren?
Diese Variante ist als Vollzeitmaßnahme ausgelegt. Eine Teilzeitvariante desselben Kursprogramms mit flexiblerem Zeitplan ist separat verfügbar. Sprechen Sie die Anbieter auf individuelle Starttermine und Zeitmodelle an.
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