Überblick
IT-Sicherheit ist längst Chefsache — und wer eine Organisation durch die wachsende Bedrohungslandschaft führt, braucht mehr als technisches Detailwissen. Diese Weiterbildung zum IT-Security Manager qualifiziert für die strategische und operative Führungsrolle in der Informationssicherheit: von der Entwicklung unternehmensweiter Sicherheitsstrategien über die Steuerung von Risikomanagementprozessen bis zur Kommunikation mit Stakeholdern auf Führungsebene. Der Kurs kombiniert Governance-Kompetenz mit technischem Verständnis und schließt mit einem trägerinternen Abschlusszeugnis sowie einem international anerkannten Herstellerzertifikat.
Kursinhalte & Lernziele
Sicherheitsstrategie und Governance Gute IT-Sicherheit beginnt an der Spitze: ohne klare strategische Ausrichtung, Ressourcenzuteilung und Verantwortungsstrukturen scheitern technische Maßnahmen. Dieser Modulblock vermittelt, wie IT-Sicherheit als Managementdisziplin aufgestellt wird — nicht als Kostenstelle, sondern als Kernfunktion der Unternehmenssteuerung.
- Entwicklung und Steuerung von IT-Sicherheitsstrategien im Unternehmenskontext
- Einbindung von Sicherheitsmanagement in übergeordnete Unternehmensziele und -prozesse
- Aufbau von Governance-Strukturen: Rollen, Verantwortlichkeiten, Entscheidungswege
- Sicherheitspolitiken und -leitlinien formulieren und kommunizieren
- Zusammenarbeit mit Fachabteilungen, Führungsebene und externen Dienstleistern
- Budgetplanung und Ressourcensteuerung in der Informationssicherheit
Risikomanagement und Sicherheitsrichtlinien Risikomanagement ist das Herzstück jeder ernsthaften Sicherheitsstrategie. Wer als IT-Security Manager handelt, muss Risiken nicht nur erkennen, sondern quantifizieren, priorisieren und mit angemessenen Maßnahmen belegen können — und das nachvollziehbar dokumentieren.
- Schutzbedarfsfeststellung und Klassifikation von Informationswerten
- Methoden der quantitativen und qualitativen Risikoanalyse
- Entwicklung und Umsetzung von Sicherheitsrichtlinien und IT-Sicherheitskonzepten
- Behandlung von Restrisiken: Akzeptanz, Transfer, Minderung
- Sicherheitsmaßnahmen dokumentieren, überwachen und kontinuierlich verbessern (ISMS-Zyklus)
- Business Continuity Management (BCM) und Notfallplanung
IT-Compliance und rechtliche Grundlagen Regulatorische Anforderungen sind für IT-Security Manager keine optionale Zusatzaufgabe, sondern tägliche Realität. Dieser Block behandelt die maßgeblichen gesetzlichen und normativen Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa sowie deren praktische Umsetzung im Unternehmen.
- DSGVO: Datenschutzpflichten, technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs)
- BSI IT-Grundschutz: Bausteine, Gefährdungskatalog, Sicherheitskonzept
- IT-Sicherheitsgesetz 2.0: Anforderungen für KRITIS-Betreiber und Unternehmen im besonderen öffentlichen Interesse
- NIS2-Richtlinie und ihre Umsetzung im deutschen Recht
- Integration von Compliance-Anforderungen in operative Prozesse
- Vorbereitung auf Zertifizierungsaudits (ISO 27001) und Behördenanfragen
- Meldepflichten bei Sicherheitsvorfällen gegenüber BSI, Datenschutzbehörden und Strafverfolgung
Sicherheitsarchitekturen und technische Grundlagen IT-Security Manager müssen keine Administratoren sein — aber sie müssen technische Konzepte verstehen, um fundierte Entscheidungen zu treffen und die richtigen Fragen an technische Teams zu stellen. Dieser Modulblock vermittelt das notwendige technische Handwerkszeug auf Managementniveau.
- Grundlagen zu Netzwerksicherheit: Segmentierung, Firewall-Architekturen, VPN
- Zugriffskontrollen und Identitätsmanagement (IAM, Zero Trust, Least Privilege)
- Verschlüsselung: symmetrische und asymmetrische Verfahren, PKI, Zertifikatsverwaltung
- Endpunktsicherheit, Cloud-Sicherheitsarchitekturen und Hybrid-Szenarien
- Bewertung von Sicherheitstools und -lösungen: SIEM, EDR, NDR, Vulnerability Scanner
- Zusammenarbeit mit technischen Teams bei Implementierung und Sicherheitsbewertungen
Führung und Kommunikation im Sicherheitsmanagement Sicherheitsmanagement ist immer auch Menschenführung: Ohne eine lebendige Sicherheitskultur im Unternehmen verpuffen technische Maßnahmen. Dieser Block bereitet auf die Führungsaufgaben vor — von der Sensibilisierung der Belegschaft bis zur klaren Kommunikation in Krisensituationen.
- Rollenverständnis und Verantwortung von IT-Security Managern im Unternehmen
- Aufbau und Pflege einer unternehmensweiten Sicherheitskultur
- Awareness-Programme für unterschiedliche Zielgruppen (Führung, Fachbereich, IT)
- Kommunikation mit dem Vorstand und Aufsichtsgremien in Sicherheitsfragen
- Krisenkommunikation bei Sicherheitsvorfällen: intern und extern
- Stakeholder-Management: Interessen abwägen, Kompromisse moderieren, Vertrauen aufbauen
Die Weiterbildung wird im Combined-Learning-Format durchgeführt. Eigenverantwortliche Lernphasen mit digitalen Unterlagen wechseln sich mit betreuten Workshops und Fallstudienarbeit ab. Praktische Szenarien aus dem Alltag von IT-Security Managern stehen im Mittelpunkt der angewandten Lernphasen.
Lernziele:
Wer diesen Kurs abschließt, beherrscht die strategischen und operativen Kernaufgaben der Informationssicherheit.
- IT-Sicherheitsziele für Organisationen zu definieren und strategisch in Unternehmensstrukturen zu verankern
- Sicherheitsstrategien von der Analyse bis zur Umsetzung zu entwickeln und kontinuierlich weiterzuentwickeln
- Risikoanalysen und Schutzbedarfsfeststellungen eigenständig durchzuführen
- Sicherheitsrichtlinien und -prozesse zu gestalten und deren Einhaltung sicherzustellen
- regulatorische Anforderungen (DSGVO, BSI IT-Grundschutz, branchenspezifische Normen) in interne Prozesse zu integrieren
- IT-Compliance-Strukturen aufzubauen und gegenüber Prüfbehörden zu vertreten
- Sicherheitsarchitekturen zu bewerten und mit technischen Teams bei der Implementierung zusammenzuarbeiten
- eine unternehmensweite Sicherheitskultur zu fördern und Führungskräfte für Informationssicherheit zu sensibilisieren
- Stakeholder-Kommunikation auf Management-Ebene sicher zu gestalten
- Sicherheitsmanagement in Unternehmensprozesse und -governance einzubetten
- als zentrale Ansprechperson für Sicherheitsfragen in multidisziplinären Teams zu fungieren
- Auditierungsprozesse und Zertifizierungen zu koordinieren und zu begleiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich an IT-Fachleute und Führungskräfte, die strategische Verantwortung im Bereich Informationssicherheit übernehmen wollen oder bereits tragen.
- erfahrene IT-Administratoren, Systemarchitekten oder Security-Analysten mit Ambitionen in eine Managementrolle
- IT-Sicherheitsbeauftragte, die ihre Kenntnisse in Governance und Strategie ausbauen wollen
- Führungskräfte aus IT, Compliance oder Risk Management, die Informationssicherheit als Querschnittsthema besser verstehen müssen
- Personen, die in Unternehmen die Funktion des CISO (Chief Information Security Officer) oder IT-Security Managers übernehmen sollen
Für diese Weiterbildung werden mehrjährige IT-Berufserfahrung sowie Grundkenntnisse in Netzwerken, Betriebssystemen und grundlegenden Sicherheitskonzepten erwartet. Kenntnisse aus Governance, Risk und Compliance (GRC) oder der IT-Revision sind von Vorteil. Da der Kurs auf eine Managementfunktion vorbereitet, ist Erfahrung in der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Abteilungen oder in Projektverantwortung hilfreich.
Ablauf & Abschluss
Die Weiterbildung kombiniert digitale Selbstlernphasen mit tutoriell begleiteten Einheiten. In praxisorientierten Workshops werden reale Governance- und Sicherheitsszenarien bearbeitet, Fallstudien aus Unternehmen analysiert und Entscheidungsprozesse simuliert. Das Format erlaubt Vollzeit- wie Teilzeitabsolvierung und ist auf die spezifischen Anforderungen von Führungskräften und berufserfahrenen Fachkräften ausgerichtet.
Der Kurs ist sowohl in Vollzeit als auch berufsbegleitend in Teilzeit absolvierbar. Genaue Angaben zur Dauer und zu verfügbaren Startterminen erhalten Sie vom jeweiligen Anbieter.
Die Weiterbildung schließt mit einem trägerinternen Zertifikat sowie einem international anerkannten Herstellerzertifikat ab. Der Abschluss qualifiziert für verantwortungsvolle Positionen als IT-Security Manager oder IT-Sicherheitsbeauftragte:r in Unternehmen jeder Größe und Branche. Eine TÜV-Personenzertifizierung ist im IT-Security-Manager-Bereich bei manchen Anbietern zusätzlich möglich; Details entnehmen Sie dem jeweiligen Anbieterangebot.
Nutzen & Perspektiven
IT-Security Manager sind in einer Zeit, in der NIS2-Richtlinie, KRITIS-Regulierung und wachsende Angriffszahlen Unternehmen unter Druck setzen, zu Schlüsselpersonen geworden. Wer diese Weiterbildung abschließt, bringt nicht nur technisches Verständnis mit, sondern kann Sicherheitsmanagement auch organisatorisch und strategisch denken und umsetzen — eine Kombination, die im Markt selten und entsprechend gefragt ist. Die Weiterbildung schlägt bewusst die Brücke zwischen technischem Detailwissen und Führungsverantwortung. Statt sich auf eine Fachdomäne zu beschränken, lernen Sie, Sicherheit als Managementdisziplin zu verstehen: ressourcenbewusst, kommunikationsstark und normkonform. Das ist es, was Unternehmen von IT-Security Managern erwarten — und was andere Fachkurse im Sicherheitsbereich selten so umfassend abdecken. Der modulare Aufbau und das flexible Lernformat erlauben es, die Weiterbildung neben einem bestehenden Berufsleben zu absolvieren, ohne dabei auf Tiefe zu verzichten. Wer als IT-Security Manager oder Sicherheitsbeauftragte:r mehr Einfluss, mehr Verantwortung und eine fundierte Qualifikation anstrebt, findet in diesem Kurs einen strukturierten Weg dorthin.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was unterscheidet einen IT-Security Manager von einem IT-Sicherheitsbeauftragten?
Der IT-Sicherheitsbeauftragte ist in vielen Unternehmen eine gesetzlich oder normativ vorgeschriebene Funktion mit Koordinations- und Beratungsaufgaben. Der IT-Security Manager ist eine Managementrolle mit strategischer Verantwortung, Budget- und Personalverantwortung sowie Entscheidungskompetenzen. Dieser Kurs bereitet auf beide Rollen vor und schärft das Verständnis für die jeweiligen Aufgabenbereiche.
Brauche ich eine technische IT-Ausbildung als Voraussetzung?
Mehrjährige IT-Berufserfahrung und Grundkenntnisse in Netzwerken, Betriebssystemen und Sicherheitskonzepten werden erwartet. Eine formelle technische Ausbildung ist keine Pflichtvoraussetzung — entscheidend sind praxisnahes Wissen und die Bereitschaft, technische Zusammenhänge auf Managementniveau zu durchdringen.
Deckt der Kurs auch NIS2 und KRITIS-Anforderungen ab?
Ja. Der Compliance-Modulblock behandelt explizit die NIS2-Richtlinie und deren Umsetzung im deutschen Recht sowie die Anforderungen des IT-Sicherheitsgesetzes 2.0 für KRITIS-Betreiber und Unternehmen im besonderen öffentlichen Interesse. Damit ist der Kurs auf aktuelle regulatorische Entwicklungen ausgerichtet.
Kann der Kurs berufsbegleitend absolviert werden?
Ja. Das Combined-Learning-Format ermöglicht Teilzeit- wie Vollzeitabsolvierung. Die eigenverantwortlichen Lernphasen können zeitlich flexibel gestaltet werden, was die Vereinbarkeit mit einer bestehenden beruflichen Tätigkeit erleichtert.
Welches Zertifikat erhalte ich nach Abschluss?
Sie erhalten ein trägerinternes Zertifikat sowie ein international anerkanntes Herstellerzertifikat. Bei manchen Anbietern ist zusätzlich eine TÜV-Personenzertifizierung im IT-Security-Manager-Bereich möglich. Details entnehmen Sie dem jeweiligen Anbieterangebot.
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